Der Software AG Editor ist eine optionale Natural-Komponente, die von mehreren Natural-Dienstprogrammen (z. B. SYSRPC und SYSBPM), Natural- Add-on-Produkten (z. B. Natural ISPF) und anderen Produkten (z. B. Predict) benötigt wird.
Dieses Dokument beschreibt die Schritte zur Installation des Software AG Editors auf z/OS.
Informationen zum Betrieb des Software AG Editor finden Sie im Kapitel Betrieb des Software AG Editor in der Natural-Operations-Dokumentation.
Dokumentation Informationen zu den Merkmalen und Funktionen des Software AG Editor finden Sie im entsprechenden Abschnitt der Natural-Editoren-Dokumentation.
In diesem Dokument steht die Notation vrs oder
vr für die jeweilige Produktversion (siehe
auch Version im
Glossar).
Siehe Allgemeine Voraussetzungen und Systemunterstützung und Übersicht über den Installationsvorgang.
Der Software AG Editor muss ohne Buffer Pool laufen, um eine parallele Sysplex-Umgebung unter CICS zu unterstützen, d. h. um den z/OS-Host während einer Natural-Sitzung umschalten zu können.
Zu diesem Zweck steht der Natural-Profilparameter EDPSIZE (siehe
Parameter-Referenz-Dokumentation) zur Verfügung, mit dem Sie die
Größe eines Editor-Hilfs-Buffer-Pool angeben können. Alle Editor-Daten werden im
Benutzer-Storage-Thread gehalten. Der gesamte Editor-Arbeitsbereich pro Benutzer ist durch
den Parameter EDPSIZE begrenzt. Es ist keine Editor-Arbeitsdatei
erforderlich. Die Recovery-Funktion des Software AG Editor wird nicht unterstützt.
Bevor Sie mit der Installation beginnen, sollten Sie unbedingt die Abschnitte im Kapitel Installationsverfahren und wichtige Natural-Funktionen lesen.
Der SMA System Maintenance Aid (SMA)-Parameter SAG-EDITOR ist
standardmäßig auf Y (ja) gesetzt, um die Installation des Software AG Editor
zu ermöglichen.
Anmerkung
Bei einer Erstinstallation können Sie die Standardeinstellungen beibehalten. In
diesem Fall ist es nicht notwendig, das Natural-Parametermodul zu assemblieren und zu
verlinken.
Passen Sie die Editor-Buffer-Pool-Einstellungen, die im Natural-Parameter-Modul im
Makro NTEDBP enthalten sind, an Ihre Anforderungen
an. Eine Beschreibung dieses Makros finden Sie unter dem entsprechenden dynamischen
Profilparameter EDBP.
Assemblieren Sie das Natural-Parametermodul und verlinken Sie es mit der Software AG Editor Work File Formatting Utility NATEDFM. Diese ist in der Natural-Load-Bibliothek enthalten. Die Software AG Editor- Arbeitsdatei-Formatierung wird unter Editor-Arbeitsdatei in der Natural-Operations-Dokumentation beschrieben.
Die im Natural-Parametermodul enthaltenen Editor-Buffer-Pool-Parameter werden während der Formatierung im Editor-Buffer-Pool-Work-File-Kontrollsatz gespeichert (siehe Schritt 3: Editor-Arbeitsdatei formatieren).
(Job I008, Steps 1900, 1901, 1903, 1905)
Unter Com-plete ist dieser Schritt nur erforderlich, wenn Sie einen globalen Editor-Buffer-Pool verwenden wollen.
Als Editor-Arbeitsdatei wird ein VSAM-RRDS verwendet. Um den VSAM-Dataset-Raum optimal auszunutzen, sollte die Satzlänge um 8 Byte kleiner als die Länge des Kontrollintervalls definiert werden. Siehe auch Editor-Arbeitsdatei in der Natural-Operations-Dokumentation
Führen Sie je nach Ihrer TP-Monitor-Umgebung die folgenden Schritte aus, um den Dataset zuzuordnen:
Step 1900 ALLOCATE EDITOR WORK FILE BATCH
1901 ALLOCATE EDITOR WORK FILE CICS
1903 ALLOCATE EDITOR WORK FILE TSO
1905 ALLOCATE EDITOR WORK FILE GLOBAL
(Job I081, Steps 1900, 1901, 1903, 1905)
Unter Com-plete ist dieser Schritt nur erforderlich, wenn Sie einen globalen Editor-Buffer-Pool verwenden wollen.
Verwenden Sie die Software AG Editor Work File Formatting Utility NATEDFM, um den Kontrollsatz in der Editor-Arbeitsdatei zu formatieren und zu laden. Führen Sie je nach Ihrer TP-Monitorumgebung die folgenden Schritte aus, um den Dataset zu formatieren:
Führen Sie je nach Ihrer TP-Monitorumgebung die folgenden Schritte aus, um den Dataset zu formatieren:
Step 1900 FORMAT EDITOR WORK FILE BATCH
1901 FORMAT EDITOR WORK FILE CICS
1903 FORMAT EDITOR WORK FILE TSO
1905 FORMAT EDITOR WORK FILE GLOBAL
Die dann angezeigte Fehlermeldung IEC070I 203-204 können Sie
ignorieren.
Sie können den Dataset für die Arbeitsdatei angeben, indem Sie den
Schlüsselwort-Subparameter DSNAME oder DDNAME des
Parametermakros NTEDBP verwenden (siehe EDBP - Software AG Editor Buffer Pool-Definitionen in
der Parameter-Referenz-Dokumentation).
Der in dem Subparameter DDNAME angegebene Dataset-Name muss mit der
Dataset-Definition in Ihrer JCL übereinstimmen.
Fügen Sie eine DD-Anweisung für die Arbeitsdatei hinzu:
//CMEDIT DD DSN=data-set-name,DISP=SHR
wobei data-set-name der Name des Dataset
ist, der für die Arbeitsdatei verwendet werden soll.
Sie können diesen Schritt überspringen, wenn Sie den richtigen Dataset-Namen im Parametermakro des Editor-Buffer-Pool im Natural-Parametermodul angegeben haben. Natural weist die Datei dann dynamisch zu.
Wenn Sie einen globalen Editor-Buffer-Pool verwenden möchten, müssen Sie eine DD-Anweisung für die Editor-Arbeitsdatei hinzufügen:
//dd-name DD DSN=data-set-name,DISP=SHR
wobei:
dd-name der Name der Arbeitsdatei
ist, die vom globalen Editor-Buffer-Pool verwendet werden soll,
data-set-name der Name des
Dataset ist, der für die Arbeitsdatei verwendet werden soll.
Außerdem muss der DD-Name in Com-plete mit Hilfe der Funktion FM der UUTIL-Utility (siehe entsprechenden Abschnitt der Com-plete-Dokumentation) definiert werden.
Wenn Sie einen lokalen Editor-Buffer-Pool verwenden wollen, definieren Sie eine
SD-Datei als Editor-Arbeitsdatei. Der Name der SD-Datei wird im
Schlüsselwort-Subparameter DDNAME des Makros NTEDBP
angegeben. Der Schlüsselwort-Subparameter DSNAME
hat daher keine Bedeutung.
Die Anzahl der Arbeitsdatei-Sätze wird mit dem Schlüsselwort-Subparameter
RECNUM und die Arbeitsdatei-Satzlänge mit
dem Schlüsselwort-Subparameter LRECL des Makros NTEDBP festgelegt.
Für einen lokalen Editor-Buffer-Pool müssen Sie die Definitionen des Editor-Buffer-Pools zum Parameter SERVER Ihrer Startparameter hinzufügen, wie in Natural Com-plete/SMARTS-Schnittstelle definieren im Kapitel Natural Com-plete/SMARTS-Schnittstelle installieren angegeben.
Erläuterungen zu den oben genannten Schlüsselwort-Subparametern und Makros finden Sie unter EDBP - Software AG Editor Buffer Pool-Definitionen in der Parameter-Referenz-Dokumentation.
Fügen Sie einen Eintrag in der CICS File Control Table (Job I005) hinzu.
(Job I080)
Fügen Sie den folgenden Parameter in Ihrem Natural-Parametermodul hinzu, um die Größe des Editorbereichs festzulegen:
SSIZE=nn
wobei nn auf mindestens 54 gesetzt werden
muss (der Standardwert ist 64).
Der Software AG Editor benötigt entweder einen lokalen oder einen globalen Editor-Buffer-Pool (siehe auch Natural Buffer Pools in der Operations-Dokumentation).
Unter IMS TM ist die Verwendung eines globalen Editor-Buffer-Pools zwingend erforderlich.
Wenn Sie einen lokalen Editor-Buffer-Pool verwenden möchten, müssen Sie das
Makro NTBPI folgendermaßen angeben:
NTBPI TYPE=EDIT
Die Größe der Region muss groß genug sein, um den lokalen Buffer-Pool zuordnen zu können.
Weitere Informationen zu NTBPI finden Sie unter
NTBPI-Makro-Syntax in der
Parameter-Referenz-Dokumentation.
Wenn Sie einen globalen Editor-Buffer-Pool verwenden wollen, gehen Sie folgendermaßen vor:
Geben Sie das Makro NTBPI wie folgt an:
NTBPI TYPE=EDIT,NAME=gbp-name
wobei gbp-name der Name des zu
verwendenden globalen Editor- Buffer-Pools ist.
Geben Sie den folgenden Parameter im Makro NTPRM an
(Beschreibung in der Operations-Dokumentation):
SUBSID=subsystem-name
wobei subsystem-name der Name des
Natural-Subsystems ist, das beim Anlegen des globalen Buffer-Pools angegeben
wurde.
Ausführliche Informationen zu SUBSID finden Sie unter
SUBSID -
Subsystemkennung in der
Parameter-Referenz-Dokumentation.
Assemblieren und verlinken Sie das Natural-Parametermodul.
Der globale Editor-Buffer-Pool kann von mehreren Regionen gemeinsam genutzt werden. Er
wird auf die gleiche Weise definiert und gestartet wie die globalen Natural-Buffer-Pools
(siehe Natural Global Buffer
Pool unter z/OS in der
Operations-Dokumentation). Die Parametereinstellung
TYPE=EDIT kennzeichnet den Pufferpool als Editor-Buffer-Pool.
Alle Benutzer desselben globalen Editor-Buffer-Pools müssen dieselbe Editor-Arbeitsdatei verwenden; andernfalls tritt ein Fehler auf.
(Job I080)
Verlinken Sie das folgende Software AG-Editor-Modul entweder mit dem umgebungsunabhängigen Nukleus oder
dem umgebungsabhängigen
Nukleus, indem Sie die entsprechende INCLUDE-Anweisung
verwenden:
INCLUDE NATLIB(NATEDT)
Anstatt das Software AG Editor-Modul mit dem Nukleus zu verlinken, können Sie es
während der Initialisierung einer Natural-Sitzung dynamisch laden. In diesem Fall
muss das NATEDT-Editormodul als EDITOR-Lademodul verlinkt
und die Natural-Sitzung mit der Profilparameter-Einstellung RCA=EDITOR
gestartet werden (siehe auch RCA -
Adressen von statischen Nicht-Natural-Programmen auflösen
in der Parameter-Referenz-Dokumentation).
Sie können die erfolgreiche Installation des Software AG Editor folgendermaßen überprüfen.
Rufen Sie Natural auf und geben Sie folgendes Systemkommando ein:
SYSEDT
Das Hauptmenü des Dienstprogramms SYSEDT wird angezeigt. Mit SYSEDT können Sie alle Buffer-Pool-Parameter und Nutzungsstatistiken anzeigen (siehe Dienstprogramm SYSEDT in der Debugger und Dienstprogramme (Utilities)-Dokumentation).
Sie können den vollen Funktionsumfang des Software AG Editor nur testen, wenn ein anderes Produkt (z. B. Natural ISPF oder Predict) installiert ist, das die Funktionen des Software AG Editor nutzt.