Dieses Kapitel beschreibt den Aufbau, die Verwendung und die Verwaltung der Editor-Arbeitsdatei (Work File).
Folgende Themen werden behandelt:
Siehe auch:
SYSEDT Utility - Verwaltungsfunktionen für den Editor Buffer Pool
Software AG Editor installieren in der Installation für z/OS-Dokumentation
EDBP - Software AG Editor Buffer Pool-Definitionen in der Parameter-Referenz-Dokumentation
Software AG Editor in der Editoren-Dokumentation
Die Arbeitsdatei des Editors ist ein Dataset mit relativen Datensätzen (Records) fester Länge. Sie ist in drei Teile unterteilt:
Anmerkung
Wenn Sie einen mit dem Profilparameter
EDPSIZE
definierten Editor-Hilfs-Buffer Pool verwenden, ist keine Editor-Arbeitsdatei
erforderlich.
Der Steuerdatensatz enthält Informationen zur Buffer Pool-Steuerung einschließlich der Buffer Pool-Parameter.
Während der ersten Initialisierung der Arbeitsdatei oder während
eines Buffer Pool-Kaltstarts (ausgelöst durch den Editor Buffer
Pool-Subparameter COLD)
werden die im Editor Buffer Pool-Parameter EDBP und/oder im
entsprechenden Makro NTEDBP
definierten Werte im Arbeitsdatei-Steuerdatensatz (Work File Control Record)
gespeichert. Außerdem werden die aktuelle Betriebssystemkennung (Systemvariable
*HOSTNAME)
und der globale Buffer Pool-Name bzw. der aktuelle Jobname zur späteren
Überprüfung gespeichert.
Sie können den Steuerdatensatz mit der Funktion Generation Parameters - Generierungs-Parameter des Dienstprogramms SYSEDT ändern.
Bei Puffer Pool-Warmstarts werden die Buffer Pool-Parameter aus dem Steuerdatensatz gelesen.
Die Arbeitsdatensätze (Work Records) enthalten logische Dateisätze, die aus dem Buffer Pool verschoben wurden, weil nicht genügend freie Buffer Pool-Blöcke vorhanden sind.
Logische Arbeitsdatei-Datensätze (Logical Work File Records) gehen bei einem Neustart des Buffer Pool oder bei einer Zeitüberschreitung für die logische Datei verloren.
Die Wiederherstellungsdatensätze (Recovery Records) enthalten Checkpoint-Informationen von Editor-Sitzungen. Wenn das System abnormal beendet wird, können diese Informationen von der Editor-Wiederherstellungsfunktion verwendet werden, um logische Dateien wiederherzustellen. Wiederherstellungsdatensätze gehen bei einem Kaltstart des Buffer Pool verloren.
Die Wiederherstellungsfunktion wird nur von Natural ISPF
verwendet. Wenn Sie nicht beabsichtigen, dieses Produkt zu verwenden, können
Sie ohne die Wiederherstellungsfunktion arbeiten, indem Sie den Editor Buffer
Pool-Subparameter PWORK=100
definieren.
Eine Editor-Arbeitsdatei (Editor Work File) entspricht einem
Editor Buffer Pool. Wenn Sie einen
globalen Editor Buffer Pool verwenden wollen, muss die Editor-Arbeitsdatei von
allen Benutzern gemeinsam genutzt werden, die denselben globalen Editor Buffer
Pool verwenden. Die zugegriffene Editor-Arbeitsdatei kann nur von Sitzungen
innerhalb desselben Betriebssystems (Systemvariable
*HOSTNAME)
und mit demselben globalen Buffer Pool oder demselben Jobnamen für lokale
Buffer Pools verwendet werden. Diese Verbindung kann nur durch einen Buffer
Pool-Kaltstart beendet werden. Alternativ kann das Dienstprogramm zur
Formatierung der Arbeitsdatei des Software AG Editor verwendet werden, um die
Arbeitsdatei-Verbindung zurückzusetzen.
Die Editor-Arbeitsdatei muss groß genug sein, um die Editor-Sitzungen aller Benutzer zu beinhalten. Es wird eine Mindestanzahl von 100 Sätzen pro Editor-Benutzer empfohlen. Die Datensatzlänge der Arbeitsdatei muss fest sein, kann von 504 bis 16384 Byte definiert werden und muss ein Vielfaches von 8 sein.
Anmerkung
Die Satzlänge von Datasets oder PDS-Members, die mit Natural ISPF
bearbeitet werden, kann nicht größer sein als die Satzlänge dieser
Editor-Arbeitsdatei (Editor Work File).
Die Größe eines Arbeitsdatei-Datensatzes wird jeweils bei der Zuordnung der Editor-Arbeitsdatei festgelegt (Standardgröße ist 4088).
Die Gesamtzahl der Sätze der Editor-Arbeitsdatei hängt von dem zugeordneten Dataset-Speicherplatz für die Editor-Arbeitsdatei ab.
Es gibt zwei Möglichkeiten, die Editor-Arbeitsdatei zu formatieren:
Offline mit der Software AG Editor Work File Formatting Utility.
Diese Methode ist zu bevorzugen, da kein Online-Benutzer warten
muss, bis die Formatierung abgeschlossen ist. Optional kann das
Natural-Parametermodul assembliert
und mit der Software AG Editor Work File Formatting Utility verlinkt werden, um
Editor-Buffer-Pool-Parameter mit Hilfe des Makros
NTEDBP
festzulegen. Ansonsten gelten die Standardparameterwerte.
Während der Neuformatierung darf die Arbeitsdatei jedoch nicht in Gebrauch sein, d.h. das System oder die Systeme, die den entsprechenden Buffer Pool verwenden, müssen vor der Neuformatierung beendet worden sein.
Wenn sich der Editor Buffer Pool in einem nicht initialisierten oder beendeten Zustand befindet, wird während der ersten Sitzung, in der der Software AG Editor verwendet wird, ein "Buffer Pool-Kaltstart" unter einer der folgenden Bedingungen durchgeführt:
wenn die Arbeitsdatei noch nicht formatiert worden ist,
wenn der Steuerdatensatz "Kaltstart"
angibt (dies kann auch mit dem Dienstprogramm
SYSEDT
für die Editor-Buffer-Pool-Verwaltung angegeben werden, siehe
Generation
Parameters - Generierungs-Parameter),
wenn der Buffer-Pool-Subparameter
COLD=ON
angegeben wurde.
Andernfalls wird ein Warmstart des Buffer Pool durchgeführt, wenn während der Buffer Pool-Initialisierung ein gültiger Steuerdatensatz gefunden wird. In diesem Fall werden alle Buffer Pool-Parameter aus dem Arbeitsdatei-Steuerdatensatz übernommen und es werden keine Sätze formatiert.
Wenn Sie die Größe der Editor-Arbeitsdatei ändern wollen (z.B. weil
sie zu klein ist), können Sie die COPY-Funktion der Software AG
Editor Work File Formatting Utility benutzen, um einen Buffer Pool-Kaltstart zu
vermeiden, d.h. den Verlust der Wiederherstellungssätze.
Um eine vorhandene Editor-Arbeitsdatei zu kopieren, müssen Sie die folgenden Schritte durchführen:
Ändern Sie alle Buffer Pool-Parameter mit dem Dienstprogramm
SYSEDT,
z. B. PWORK,
wenn Sie den Prozentsatz der Work Records in der Datei ändern möchten.
Beenden Sie den Editor Buffer Pool mit den
Administration
Facilities - Verwaltungsfunktionen des Dienstprogramms
SYSEDT
und stellen Sie sicher, dass nach der Beendigung des Buffer Pool keine
Natural-Sitzung den Editor verwendet.
Schließen Sie (falls erforderlich) die Arbeitsdatei des Editors und geben Sie sie frei.
Benennen Sie die Editor-Arbeitsdatei mit dem VSAM-Dienstprogramm
IDCAMS (Kommando ALTER) um.
Definieren Sie eine neue Editor-Arbeitsdatei mit dem ursprünglichen Namen und eventuell einer anderen Größe, aber mit derselben Satzlänge (Record Length).
Führen Sie die folgenden Schritte durch:
Fügen Sie in der EXEC-JCL-Karte
PARM=COPY hinzu.
Damit die umbenannte Editor-Arbeitsdatei CMCOPY
in die neue Arbeitsdatei CMEDIT kopiert wird, müssen Sie
//CMCOPY DD.... hinzufügen.
Führen Sie die Software AG Editor-Workfile-Formatting Utility mit der neuen Datei aus.
Überprüfen Sie das Job-Protokoll auf mögliche Fehler.
Ordnen Sie die Editor-Arbeitsdatei neu zu und öffnen Sie sie (falls erforderlich) erneut.
Verwenden Sie das Dienstprogramm
SYSEDT,
um zu überprüfen, ob der Buffer Pool und die Arbeitsdatei erfolgreich neu
gestartet wurden.
Wichtig
Alle Natural-Sitzungen müssen neu gestartet werden, wenn
Sie wollen, dass diese den Editor nach dem Neustart des Buffer Pool verwenden
können.
SMARTS-Arbeitsdateien befinden sich im SMARTS Portable File System.
Der Pfad muss mit der SMARTS-Umgebungsvariablen
$NAT_WORK_ROOT angegeben werden. Der Name der
Editor-Arbeitsdatei wird mit dem EDBP-Subparameter
DDNAME
des Profilparameters EDBP angegeben.
Die Formatierung einer Editor-Arbeitsdatei ist nur während der Buffer-Pool-Initialisierung (online) möglich. Es gibt derzeit unter SMARTS kein Tool, um eine Editor-Arbeitsdatei offline zu formatieren.