Natural auf z/OS installieren

Dieses Dokument beschreibt die Schritte zur Installation von Natural (Produktcode NAT) auf z/OS.

Verwandtes Thema:

Informationen zum Ausführen von Natural in einer z/OS-Umgebung finden Sie in der Operations-Dokumentation.

Notation vrs oder vr:

In diesem Dokument steht die Notation vrs oder vr für die jeweilige Produktversion (siehe auch Version im Glossar).


Voraussetzungen

Siehe Allgemeine Voraussetzungen und Systemunterstützung und Übersicht über den Installationsvorgang.

Installationsdatenträger

Der Installationsdatenträger enthält die folgenden Datasets, die für die Produktinstallation erforderlich sind:

Dataset-Name Inhalt
ICSvrs.LOAD Lademodule für ICU for Adabas & Natural (ICS)
ICSvrs.SRCE Quellcodemodule für ICU for Adabas & Natural (ICS)
MLCvrs.JOBS Beispiel-Installationsjobs für die Mainframe-Lizenzprüfungssoftware

Der Platzhalter vrs im Bibliotheksnamen steht für die Version der Lizenzprüfungssoftware, die nicht unbedingt mit der Version von Natural übereinstimmen muss.

Ausführliche Informationen zur Lizenzprüfungssoftware finden Sie unter Mainframe-Produktlizensierung.
MLCvrs.LOAD Lademodule für die Mainframe-Lizenzprüfungssoftware, die das Lizenzdienstprogramm LICUTIL enthalten.

Der Platzhalter vrs im Bibliotheksnamen steht für die Version der Lizenzprüfungssoftware, die nicht unbedingt mit der Version von Natural übereinstimmen muss.

Ausführliche Informationen zur Lizenzprüfungssoftware finden Sie unter Mainframe-Produktlizensierung.
NATvrs.LOAD Lademodule
NATvrs.LICS Produktlizenzdatei für Natural

Ausführliche Informationen zur Lizenzprüfungssoftware finden Sie unter Mainframe-Produktlizensierung.

NAZvrs.LICS Produktlizenzdatei für Natural Batch for zIIP

Diese Lizenzdatei ist auch für die Natural TSO-Schnittstelle gültig.

Ausführliche Informationen zur Lizenzprüfungssoftware finden Sie unter Mainframe-Produktlizensierung.

NATvrs.SRCE Quellcode-Module und Makros
NATvrs.SYSF Natural-Systemdateidefinitionen
NATvrs.OBJS Objekt-Module
NATvrs.JOBS Beispiele für Installationsjobs
NATvrs.INPL Natural-Objekte mit BeispielenNatural-Objekte mit Beispielen

Datasets auf eine z/OS-Platte kopieren

Um die einzelnen Installationsverfahren für jede zu installierende Komponente durchführen zu können, müssen Sie die Datasets von dem mitgelieferten Installationsdatenträger auf Ihre Platte kopieren.

Die Art und Weise, wie Sie die Datasets kopieren, hängt von der Installationsmethode und dem verwendeten Datenträger ab:

  • Wenn Sie System Maintenance Aid (SMA) verwenden, müssen Sie die Copy Job-Anleitung in der System Maintenance Aid-Dokumentation beachten.

  • Wenn Sie nicht mit SMA arbeiten und die Datasets von CD-ROM kopieren wollen, müssen Sie die README.TXT-Datei auf der CD-ROM lesen.

  • Wenn Sie nicht mit SMA arbeiten und die Datasets von Band kopieren wollen, müssen Sie die Anleitung in diesem Abschnitt befolgen.

In diesem Abschnitt wird erklärt, wie Sie alle Datasets vom Band auf die Festplatte kopieren.

Schritt 1: Dataset COPY.JOB von Band auf Platte kopieren

  • Ändern Sie den folgenden Beispieljob entsprechend Ihren Anforderungen:

    //SAGTAPE JOB SAG,CLASS=1,MSGCLASS=X
    //* ---------------------------------
    //COPY EXEC PGM=IEBGENER
    //SYSUT1 DD DSN=COPY.JOB,
    // DISP=(OLD,PASS),
    // UNIT=(CASS,,DEFER),
    // VOL=(,RETAIN,SER=tape-volser),
    // LABEL=(2,SL)
    //SYSUT2 DD DSN=hilev.COPY.JOB,
    // DISP=(NEW,CATLG,DELETE),
    // UNIT=3390,VOL=SER=disk-volser,
    // SPACE=(TRK,(1,1),RLSE),
    // DCB=*.SYSUT1
    //SYSPRINT DD SYSOUT=*
    //SYSIN DD DUMMY
    //

    Dabei ist:

    tape-volser der VOLSER des Bandes, zum Beispiel: T12345
    hilev ein gültiger High-Level-Qualifier
    disk-volser der VOLSER der Platte
  • Führen Sie den Job aus, um den Dataset COPY.JOB auf Ihre Platte zu kopieren.

Schritt 2: Ändern Sie hilev.COPY.JOB auf Ihrer Platte

  • Ändern Sie hilev.COPY.JOB entsprechend Ihren Anforderungen:

    Setzen Sie EXPDT auf ein gültiges Ablaufdatum, zum Beispiel 99365.

    Setzen Sie HILEV auf einen gültigen High-Level-Qualifier, zum Beispiel USERLIB.

    Setzen Sie LOCATION auf einen Speicherort, zum Beispiel STORCLAS=ABC oder UNIT=3390,VOL=SER=USR123.

Schritt 3: Übergeben Sie COPY.JOB

  • Führen Sie hilev.COPY.JOB aus, um einzelne, mehrere oder alle Datasets auf Ihre Platte zu kopieren.

Installationsvorgang

Bevor Sie mit der Installation beginnen, sollten Sie unbedingt die Abschnitte im Kapitel Installationsverfahren und wichtige Natural-Funktionen unter z/OS lesen.

Der Installationsvorgang umfasst die nachfolgend beschriebenen Schritte.

Schritt 1: SMA User Libraries zuordnen und kopieren

(Job I002, Steps 0010, 0020)

  • Ordnen Sie die benutzerspezifischen Quellcode-, Lade- und Speicherbibliotheken von System Maintenance Aid (SMA) zu und kopieren Sie sie in die Bibliothek LOAD.SAVE.

Schritt 2: Lizenzdatei vorbereiten, konvertieren, assemblieren und verlinken

(Job I007, Steps 0101, 0102, 0104 und optional Steps 0111, 0112, 0114, und optional Steps 1201, 1202, 1204)

Sie müssen eine gültige Natural-Lizenzdatei installieren. Eine zusätzliche Lizenzdatei ist erforderlich, wenn Sie Natural Batch for zIIP installieren möchten, um die Unterstützung des IBM z/IIP (IBM System z Integrated Information Processor) zu ermöglichen.

Ausführliche Informationen über die Lizenzdatei und die Produktlizenzierung finden Sie in Mainframe-Produktlizenzierung.

  1. Kopieren Sie die Lizenzdatei vom mitgelieferten Installationsdatenträger auf die Platte, oder übertragen Sie sie vom PC. Vorgehensweise siehe Lizenzdatei mit FTP vom PC auf einen z/OS-Host übertragen in Mainframe-Produktlizenzierung.

  2. Prüfen, konvertieren, assemblieren und verlinken Sie die Lizenzdatei:

    Step 0101 Lizenzdatei NATvrs.LICS prüfen.

    Dieser Job führt die Funktion CHECK des Lizenzdienstprogramms LICUTIL aus (siehe unten).

    Step 0102 Lizenzdatei in einen Assembler-Quellcode umwandeln.

    Dieser Job führt die MAKE-Funktion des Lizenzprogramms LICUTIL aus (siehe unten).

    Step 0104 Assembler-Quellcode assemblieren und verlinken, um das Lademodul NATLIC zu erzeugen.

    Dieses Modul wird dann in Job I060 mit dem Nukleus verlinkt.

    Die Beschreibung der von LICUTIL bereitgestellten Funktionen und Optionseinstellungen finden Sie in Lizenzdienstprogramm LICUTIL benutzen in Mainframe-Produktlizenzierung.

  3. Dieser Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie Natural Batch for zIIP für eine Batch-, Batch-Server- oder TSO-Umgebung installieren möchten.

    Prüfen, konvertieren, assemblieren und verlinken Sie die mitgelieferte Lizenzdatei für Natural Batch for zIIP:

    Step 0111 Lizenzdatei NAZvrs.LICS prüfen.

    Dieser Job führt die CHECK-Funktion des Lizenzdienstprogramms LICUTIL aus.

    Step 0112 Lizenzdatei in einen Assembler-Quellcode umwandeln. Dieser Job führt die MAKE-Funktion des Lizenzprogramms LICUTIL aus.
    Step 0114 Assembler-Quellcode assemblieren und verlinken, um das Lademodul NAZLIC zu erzeugen. Dieses Modul wird dann in Job I060 mit dem Nukleus verlinkt.
  4. Dieser Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie den Natural Optimizer Compiler installieren möchten.

    Prüfen, konvertieren, assemblieren und verlinken Sie die mitgelieferte Lizenzdatei für den Natural Optimizer Compiler:

    Step 0111 Lizenzdatei NOCvrs.LICS prüfen.

    Dieser Job führt die CHECK-Funktion des Lizenzdienstprogramms LICUTIL aus.

    Step 0112 Lizenzdatei in einen Assembler-Quellcode umwandeln. Dieser Job führt die MAKE-Funktion des Lizenzprogramms LICUTIL aus.
    Step 0114 Assembler-Quellcode assemblieren und verlinken, um das Lademodul NOCLIC zu erzeugen. Dieses Modul wird dann in Job I060 mit dem Nukleus verlinkt.
  5. Dieser Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie Natural for Db2 installieren möchten.

    Prüfen, konvertieren, assemblieren und verlinken Sie die mitgelieferte Lizenzdatei für Natural for Db2:

    Step 0111 Lizenzdatei NDBvrs.LICS prüfen.

    Dieser Job führt die CHECK-Funktion des Lizenzdienstprogramms LICUTIL aus.

    Step 0112 Lizenzdatei in einen Assembler-Quellcode umwandeln. Dieser Job führt die MAKE-Funktion des Lizenzprogramms LICUTIL aus.
    Step 0114 Assembler-Quellcode assemblieren und verlinken, um das Lademodul NDBLIC zu erzeugen. Dieses Modul wird dann in Job I060 mit dem Nukleus verlinkt.

Schritt 3: Natural-Module mit einer APF Library verlinken

(Job I009, Steps 1200, 1210, 1220, 1230, 1232, 1240, 1250)

Wenn Sie eine der in der folgenden Tabelle aufgeführten Natural-Komponenten verwenden wollen, müssen Sie das entsprechende Natural-Modul mit einer APF Library (Authorized Program Facility) verlinken.

Die folgende Tabelle gibt an, wann eine Komponente erforderlich ist und mit welchen System Maintenance Aid (SMA)-Parametern Sie die Modulnamen angeben können.

Schritt/Zu installierende Komponente Modul SMA-Parameter
Step 1200: Globaler Buffer Pool1

Siehe auch Schritt 4: Globalen Buffer Pool starten.

NATGBPvr NAT-GLOBAL-BP

oder

EDT-GLOBAL-BP

Step 1210: Authorized Services Manager (ASM)1

Sie müssen in den folgenden Fällen einen ASM verwenden:

  • Der Natural-Profilparameter BPPROP ist auf PLEX oder GLOBAL oder GPLEX gesetzt (Buffer Pool Propagation wird verwendet).

  • Globale Natural Buffer Pools werden im Systemschlüssel zugewiesen; siehe Schritt 4: Globalen Buffer Pool starten.

  • Natural unter CICS wird in einer parallelen Sysplex-Umgebung verwendet (SIP-Funktion ist erforderlich).

  • Natural unter IMS TM wird im terminalorientierten, nicht-konversationellen Modus verwendet (SIP-Funktion ist erforderlich).

  • Natural unter IMS TM wird verwendet, wobei die Accounting-Funktion SMF-Datensätze schreibt.

  • Die Aktivierung der zIIP-Unterstützung ist erforderlich.

  • Die Aktivierung des Shared Memory Objects File Server von Natural for Db2 ist erforderlich.

  • Natural Development Server mit SECURITY_CACHING=YES wird verwendet.

Siehe auch Schritt 19: Natural Authorized Services Manager erstellen und starten.

NATASMvr NAT-ASM
Step 1220: Natural Roll Server1

In den folgenden Fällen müssen Sie einen Natural Roll Server verwenden:

  • Das Server-Frontend von Natural RPC (Remote Procedure Call) wird verwendet.

  • Natural unter IMS TM läuft in einer Parallel Sysplex-Umgebung.

  • Natural unter CICS läuft in einer Parallel Sysplex- oder CICSplex-Umgebung.

Siehe auch Schritt 17: Auslagerungsdatei erstellen und formatieren und Schritt 18: Natural Roll Server erstellen und starten.

NATRSMvr ROLLSRV
Step 1240: Message Buffer Pool 1

Siehe auch Schritt 20: Message Buffer Pool erstellen und starten.

NATMBPvr NAT-MTBP
Step 1250: Impersonation mit dem Natural RPC (Remote Procedure Call)2

Siehe auch Schritt 23: Beispiel-JCL für den Natural RPC Server erstellen.

RPC Server Front-End NAT-RPC-FRONT

1 Beschreibung siehe Operations-Dokumentation

2 Beschreibung siehe Natural RPC (Remote Procedure Call)-Dokumentation

Schritt 4: Globalen Buffer Pool starten

(Job I015, Steps 0100, 0101, 0102, 0104)

Diese Schritte sind nur erforderlich, wenn Sie einen globalen Buffer Pool verwenden möchten. Weitere Informationen über den globalen Buffer Pool finden Sie unter Natural Global Buffer Pool in der Operations-Dokumentation.

Die Installation des Natural Authorized Services Manager (ASM) ist obligatorisch, wenn ALLOWUSERKEYCSA(NO) standardmäßig gilt oder explizit in SYS1.PARMLIB(DIAGxx angegeben wurde. Siehe auch Zuordnung des Natural GBP in der Operations-Dokumentation.

  • Erstellen Sie die zum Starten und Stoppen eines globalen Buffer Pool erforderlichen Jobs:

    Step Job Funktion
    0100 GBNASTRT Global Buffer Pool starten
    0101 GBNASTOP Global Buffer Pool stoppen
    0102 GBEDSTRT Editor Global Buffer Pool starten
    0104 GBEDSTOP Editor Global Buffer Pool stoppen
  • Wenn Sie einen globalen Natural Buffer Pool verwenden wollen, müssen Sie den Job GBNASTRT starten, bevor Sie Natural verwenden.

  • Wenn Sie einen globalen Editor Buffer Pool verwenden wollen, müssen Sie den Job GBEDSTRT starten, bevor Sie Natural verwenden.

Schritt 5: FNAT-Systemdateidefinition laden

(Job I050, Step 0100)

Lassen Sie diesen Schritt aus, wenn Sie eine vorhandene Natural-FNAT-Systemdatei verwenden wollen.

Laden Sie die neue Natural-FNAT-Systemdateidefinition:

  1. Geben Sie die Datenbankkennung (DBID) und die Dateinummer (FNR) der Adabas-Datei an, in die die neue FNAT-Systemdateidefinition mit Hilfe des Adabas-Dienstprogramms ADALOD geladen werden soll.

    Darüber hinaus müssen Sie diese Datenbankkennung und Dateinummer im Natural-Parametermodul angeben, wie in Schritt 13: Natural-Parametermodul erstellen beschrieben.

  2. Laden Sie die im Dataset NATvrs.SYSF enthaltene FNAT-Systemdateidefinition mit Hilfe des Adabas-Dienstprogramms ADALOD.

    Der folgende Parameter des ADALOD-Dienstprogramms darf nicht geändert werden:

    ISNREUSE=YES

    Die folgende Einstellung des ADALOD-Dienstprogramm-Parameters wird empfohlen:

    USERISN=YES

    Wenn Sie eine FNAT-Datei reorganisieren oder wenn Sie Daten aus der FNAT-Datei entladen oder in die FNAT-Datei laden (z.B. mit ADAULD/ADALOD), müssen Sie den Parameter USERISN=YES für das ADALOD-Dienstprogramm angeben, um die Natural-Fehler NAT7397 und NAT9988 zu vermeiden, die erfordern, dass Sie die Natural-FNAT-Systemdatei einem erneuten INPL unterziehen.

    Wenn Sie beim Laden einer neuen FNAT-Systemdatei den Parameter USERISN=YES angeben und Daten aus dieser FNAT-Datei entladen, nimmt das ADALOD-Dienstprogramm beim Zurückladen der Daten in die FNAT-Datei die Einstellung USERISN=YES als Standardeinstellung an.

Schritt 6: FUSER-Systemdateidefinition laden

(Job I050, Step 0101)

Lassen Sie diesen Schritt aus, wenn Sie eine vorhandene Natural-FUSER-Systemdatei verwenden möchten.

Laden Sie die neue Natural-FUSER-Systemdateidefinition:

  1. Geben Sie die Datenbankkennung und die Dateinummer der Adabas-Datei an, in die die neue FUSER-Systemdateidefinition mit Hilfe des Adabas-Dienstprogramms ADALOD geladen werden soll.

    Darüber hinaus müssen Sie diese Datenbankkennung und Dateinummer im Natural-Parametermodul angeben, wie in Schritt 13: Natural-Parametermodul erstellen beschrieben.

  2. Laden Sie die im Dataset NATvrs.SYSF enthaltene FUSER-Systemdateidefinition mit Hilfe des Adabas-Dienstprogramms ADALOD.

    Der folgende Parameter des Dienstprogramms ADALOD darf nicht geändert werden:

    ISNREUSE=YES
  3. Wenn Sie vorhandene Natural-Anwendungen verwenden wollen, müssen Sie alle selbst geschriebenen Objekte in die leere FUSER-Datei kopieren.

  4. Wenn Sie Natural-Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) verwenden möchten, dann finden Sie weitere Hinweise unter Eine Natural-API verwenden verwenden in der Dokumentation des Dienstprogramms SYSEXT.

Schritt 7: Scratch-Pad-Dateidefinition laden

(Job I050, Step 0102)

Dieser Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie schreibgeschützte Systemdateien verwenden möchten. Siehe auch Natural-Scratch-Pad-Datei in der Operations-Dokumentation.

Sie können diesen Schritt auslassen, wenn Sie eine vorhandene Natural Scratch-Pad-Datei verwenden möchten.

Laden Sie die neue Natural Scratch-Pad-Systemdateidefinition:

  1. Setzen Sie den System Maintenance Aid (SMA)-Parameter NAT-SCRF auf Y (Ja).

  2. Geben Sie die Datenbankkennung und die Dateinummer der Adabas-Datei an, in die die Scratch-Pad-Systemdatei mit Hilfe des Adabas-Dienstprogramms ADALOD geladen werden soll.

    Darüber hinaus müssen Sie diese Datenbankkennung und Dateinummer im Natural-Parametermodul angeben, wie in Schritt 13: Natural-Parametermodul erstellen beschrieben.

  3. Laden Sie die im Dataset NATvrs.SYSF enthaltene Scratch-Pad-Systemdateidefinition mit Hilfe des Adabas-Dienstprogramms ADALOD.

    Der folgende Parameter des Dienstprogramms ADALOD darf nicht geändert werden:

    ISNREUSE=YES

Schritt 8: FREG-Systemdateidefinition laden

(Job I050, Step 0104)

Dieser Schritt ist nur erforderlich, wenn Registry-Informationen verfügbar sein müssen, um gleichzeitige Benutzersitzungen zu steuern, die mit dem Natural-Profilparameter UCONMAX begrenzt sind (siehe Parameter-Referenz-Dokumentation).

Sie können diesen Schritt auslassen, wenn Sie eine vorhandene Natural-FREG-Systemdatei verwenden wollen.

Laden Sie die neue Natural-FREG-Systemdateidefinition:

  1. Setzen Sie den System Maintenance Aid (SMA)-Parameter NAT-FREG auf Y (Ja).

  2. Geben Sie die Datenbankkennung und die Dateinummer der Adabas-Datei an, in die die FREG-Systemdatei mit Hilfe des Adabas-Dienstprogramms ADALOD geladen werden soll.

    Darüber hinaus müssen Sie diese Datenbankkennung und Dateinummer im Natural-Parameter-Modul angeben, wie Schritt 13: Natural-Parametermodul erstellen beschrieben.

  3. Laden Sie die im Dataset NATvrs.SYSF enthaltene FREG-Systemdateidefinition mit Hilfe des Adabas-Dienstprogramms ADALOD.

    Der folgende Parameter des Dienstprogramms ADALOD darf nicht geändert werden:

    ISNREUSE=YES

Schritt 9: FDIC-Systemdateidefinition laden

(Job I050, Step 0103)

Lassen Sie diesen Schritt aus:

  • wenn Sie Predict installieren möchten. In diesem Fall müssen Sie den entsprechenden Installationsschritt in der Predict-Installation-Dokumentation ausführen.

  • wenn Sie eine vorhandene Natural-FDIC-Systemdatei verwenden wollen.

Laden Sie die neue Natural-FDIC-Systemdateidefinition:

  1. Geben Sie die Datenbankkennung und die Dateinummer der Adabas-Datei an, in die die neue FDIC-Systemdateidefinition mit Hilfe des Adabas-Dienstprogramms ADALOD geladen werden soll.

    Darüber hinaus müssen Sie diese Datenbankkennung und Dateinummer im Natural-Parametermodul angeben, wie in Schritt 13: Natural- Parametermodul erstellen beschrieben.

  2. Laden Sie die im Dataset NATvrs.SYSF enthaltene FDIC-Systemdateidefinition mit dem Adabas-Dienstprogramm ADALOD.

    Der folgende Parameter des Dienstprogramms ADALOD darf nicht geändert werden:

    ISNREUSE=YES

Schritt 10: FSEC-Systemdateidefinition laden

(Job I050, Step 9900)

Lassen Sie diesen Schritt aus, wenn Sie Natural Security nicht verwenden.

Schritt 11: Natural-Konfigurationsmodul erstellen

(Job I055, Step 0110)

Dieser Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie das ausgelieferte Modul NATCONFG ändern müssen, um z.B. die NTDVCE-Makrodefinition an Ihre Anforderungen anzupassen.

  1. Ändern und assemblieren Sie den im Dataset hilev.NATvrs.SRCE enthaltenen Quellcode..

  2. Verlinken Sie das resultierende Natural-Konfigurationsmodul NATCONFG mit dem umgebungsunabhängigen Nukleus (siehe Schritt 14: Nukleus verlinken).

    Weitere Informationen zu den Konfigurationstabellen in NATCONFG finden Sie unter Natural-Konfigurationstabellen in der Operations-Dokumentation.

Schritt 12: Natural-spezifische IBM Language Environment-Optionen erstellen

(Job I055, Step 0120 or 0130)

Erstellen Sie die Natural-spezifischen Laufzeitoptionen für das IBM Language Environment (LE).

Step 0120 ist nur erforderlich, wenn Sie die LE-Optionen im .MVSDEF-Label im ausgelieferten Modul NATLEOPT an Ihre Anforderungen anpassen müssen.

  1. Setzen Sie den System Maintenance Aid (SMA)-Parameter NAT-LEOPT auf Y (Ja). Die Standardeinstellung ist N (Nein).

  2. Ändern Sie die erforderlichen LE-Optionen im Quellcodemodul NATLEOPT, das im Dataset NATvrsSRCE unter dem Label .MVSDEF enthalten ist.

  3. Assemblieren und verlinken Sie das im Dataset NATvrsSRCE enthaltene Quellcodemodul NATLEOPT.

  4. Verlinken Sie das resultierende Modul NATLEOPT mit dem umgebungsabhängigen Nukleus (siehe Schritt 14: Nukleus verlinken).

Step 0130 ist nur erforderlich, wenn Sie Nicht-Natural-Programme haben, die im 24-Bit-Adressierungsmodus laufen:

  1. Setzen Sie den SMA-Parameter NAT-LEOPT-AMODE24 auf Y (Ja). Die Standardeinstellung ist N (Nein).

  2. Assemblieren Sie das im Dataset NATvrsSRCE enthaltene Modul NATLEOPT.

  3. Verlinken Sie das resultierende Modul NATLEOPT mit dem umgebungsabhängigen Nukleus (siehe Schritt 14: Nukleus verlinken).

Schritt 13: Natural-Parametermodul erstellen

(Job I060, Steps 0010, 0015)

Erstellen Sie das Natural-Parametermodul für den Batch-Modus.

  1. Ändern Sie, falls erforderlich, die Einstellungen der Natural-Profilparameter, die mit diesem Job geliefert werden. Die Parameter und die entsprechenden Makros (falls zutreffend) sind in der Parameter-Referenz-Dokumentation beschrieben. Die wichtigsten Parameter- bzw. Makroeinstellungen werden im Folgenden beschrieben.

    • Konfigurieren Sie die z/OS-Batch-Schnittstelle: Ändern Sie die Einstellungen der mit dem Makro NTOSP gelieferten Parameter so, dass sie Ihren Anforderungen entsprechen. Eine Beschreibung dieser Parameter finden Sie beim entsprechenden dynamischen Profilparameter OSP. Passen Sie die folgenden Parameter an:

    • Passen Sie die folgenden Parameter an:

      FNAT=(database-id,file-number)
      FUSER=(database-id,file-number)
      FDIC=(database-id,file-number)

      wobei database-id und file-number entweder die Datenbankkennung und die Dateinummer sind, die Sie beim Laden der neuen Systemdateien FNAT, FUSER und FSEC angegeben haben (siehe Schritt 5, Schritt 6 und Schritt 9), oder die Datenbankkennung und die Dateinummer Ihrer vorhandenen Natural-Systemdateien.

      Diese Parameter werden mit dem Makro NTPRM geliefert, das in der Operations-Dokumentation beschrieben wird.

    • Wenn Sie die Anzahl der gleichzeitigen Benutzer mit dem Natural-Profilparameter UCONMAXbegrenzen wollen, gehen Sie wie folgt vor:

      Geben Sie im Makro NTPRM den folgenden Parameter an:

      FREG=(database-id,file-number)

      wobei database-id und file-number entweder die Datenbankkennung und die Dateinummer sind, die Sie beim Laden der neuen Natural-Systemdatei FREG (siehe Schritt 8) angegeben haben, oder die Datenbankkennung und die Dateinummer Ihrer vorhandenen Natural-Systemdatei Schritt 8.

    • Wenn Sie schreibgeschützte Systemdateien verwenden wollen, gehen Sie wie folgt vor:

      Übergeben Sie mit dem Makro NTPRM den folgenden Parameter:

      ROSY=ON

      Geben Sie das Makro NTLFILE an (siehe Profilparameter LFILE):

      NTLFILE 212,database-id,file-number

      wobei database-id und file-number die Datenbankkennung und die Dateinummer sind, die Sie beim Laden der neuen Natural-Scratch-Pad-Datei (siehe Schritt 7) angegeben haben, oder die Datenbankkennung und die Dateinummer Ihrer vorhandenen Natural-Scratch-Pad-Datei.

    • Wenn Sie einen globalen Natural Buffer Pool verwenden wollen, müssen Sie die folgenden Schritte ausführen:

      Geben Sie das Makro NTBPI an (siehe Profilparameter BPI):

      NTBPI TYPE=NAT,NAME=gbp-name

      wobei gbp-name der Name des zu verwendenden globalen Natural Buffer Pool ist.

      Übergeben Sie den folgenden Parameter mit dem Makro NTPRM:

      SUBSID=subsystem-name

      wobei subsystem-name der Name des Natural-Subsystems ist, das beim Anlegen des globalen Buffer Pool angegeben wurde.

      Achten Sie darauf, dass der System Maintenance Aid (SMA)-Parameter NAT-GLOBAL-BP auf Y (Yes) gesetzt ist. Dies ist die Standardeinstellung.

      Ausführliche Informationen zum Natural Global Buffer Pool finden Sie unter Natural Global Buffer Pool unter z/OS in der Operations-Dokumentation.

  2. Assemblieren und verlinken Sie das Natural-Parametermodul.

Schritt 14: Nukleus verlinken

(Job I060, Steps 0020, 0105)

  1. Wenn Natural in der IBM Language Environment (LE) laufen soll, müssen Sie den System Maintenance Aid (SMA)-Parameter NAT-LE auf Y (Ja) setzen. Die Standardeinstellung ist N (No).

  2. Verlinken Sie den umgebungsabhängigen Nukleus (Step 0020) für Batch Natural.

    Die Liste der zu verlinkenden Module für den umgebungsabhängigen Nukleus wird in Schritt 0020 geliefert.

    Verlinken Sie den umgebungsabhängigen Nukleus nicht mit der Linkage-Editor-Option RENT.

    Wenn Sie Natural in der IBM Language Environment (LE) laufen lassen wollen, müssen Sie ENTRY LESTART anstelle von ENTRY CMSTART angeben.

  3. Verlinken Sie den umgebungsunabhängigen Nukleus (Schritt 0105).

    Die Liste der zu verlinkenden Module für den umgebungsunabhängigen Nukleus wird in Schritt 0105 mitgeliefert.

    Achten Sie darauf, dass der im Natural-Parametermodul angegebene Natural-Profilparameter NUCNAME (siehe Parameter-Referenz-Dokumentation) den Namen des aus diesem Verlinkungsschritt resultierenden Moduls enthält.

Schritt 15: Neue Natural-Objekte und Natural-Fehlermeldungen laden

(Job I061, Step 0100)

  • Laden Sie die Natural-Objekte und Natural-Fehlermeldungen aus dem Dataset NATvrs.INPL mit Hilfe des Natural-Dienstprogramms INPL in die Natural-Systemdateien.

    Die Natural-Fehlermeldungen bestehen aus Kurz- und Langmeldetexten und den deutschen (ULANG=2) Kurzmeldetexten. Mit dem Programm ERRUPPER des Natural-Dienstprogramms SYSERR können Sie die Meldungstexte in Großbuchstaben umwandeln.

    Einzelheiten zu ULANG und ERRUPPER finden Sie in der Parameter-Referenz-Dokumentation bzw. in der SYSERR-Dienstprogramm-Dokumentation..

Schritt 16: Roll File erstellen und formatieren

(Job I200, Step 0101)

Dieser Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie den Natural Roll Server verwenden wollen. Informationen zu den verschiedenen Arten von Auslagerungsdateien (Roll Files) finden Sie unter Roll File und LRB in der Operations-Dokumentation sowie unter Natural unter CICS und Natural unter IMS TM in der TP-Monitor-Schnittstellen-Dokumentation.

  • Wenn Sie das Roll File einer früheren Version verwenden, genügt es, die Funktion NATRSRFI RESET auszuführen. Siehe Roll File formatieren in der Operations-Dokumentation.

  • Wenn Sie ein neues Roll File verwenden, müssen Sie den Job FORMRF1 (wird mit Step 0101 geliefert) erstellen und starten, bevor Sie Natural benutzen.

Schritt 17: Natural Roll Server erstellen und starten

(Job I200, Step 0102)

Dieser Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie den Natural Roll Server verwenden möchten, der unter Betrieb des Natural Roll Servers in der Operations-Dokumentation beschrieben ist.

  • Erstellen und starten Sie den Job SAGRSM (wird mit Step 0102 geliefert), bevor Sie Natural verwenden. Siehe Roll Server starten in der Operations-Dokumentation.

Schritt 18: Natural Authorized Services Manager erstellen und starten

(Job I200, Step 0103)

Dieser Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie den Natural Authorized Services Manager (ASM) verwenden wollen, der unter Authorized Services Manager unter z/OS in der Operations-Dokumentation beschrieben ist.

  • Erstellen und starten Sie den Job SAGASM, bevor Sie Natural benutzen. Erstellen und starten Sie den Job SAGASM, bevor Sie Natural benutzen.

Schritt 19: Message Buffer Pool anlegen und starten

(Job I200, Step 0107)

Dieser Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie den Message Buffer Pool verwenden wollen, der unter Message Buffer Pool in der Operations-Dokumentation beschrieben ist.

  • Erstellen und starten Sie den Job SAGMTBP (wird mit Step 0107 geliefert), bevor Sie Natural benutzen. Siehe auch Betrieb des Message Buffer Pool in der Operations-Dokumentation.

Schritt 20: Beispiel-JCL für den Natural RPC erstellen

(Job I200, Steps 0109, 0115, 0120)

Diese Schritte sind nur erforderlich, wenn Sie den Natural RPC Server verwenden wollen.

Beispiel für einen Natural RPC-Server:

  1. Erstellen Sie die CMPRMIN-Beispiel-Eingabe, um einen Natural RPC Server im Batch-Modus auszuführen (Step 0109).

  2. Erstellen Sie die Beispiel-JCL, um eine Standard-Natural RPC Server Task ohne RPC Server-Frontend auszuführen (Step 0115).

  3. Erstellen Sie die Beispiel-JCL, um eine Natural RPC Server Task mit dem RPC Server-Frontend auszuführen (Schritt 0120). Diese JCL ist für Impersonation erforderlich.

Installation überprüfen

Dieser Abschnitt enthält eine Anleitung zur Überprüfung, ob die Installation von Natural erfolgreich war.

Natural im Batch-Modus testen

Mit der folgenden Beispiel-JCL können Sie Natural im Batch-Modus aufrufen und prüfen, ob die Natural-Systemdateien verfügbar sind:

//JOBNAME JOB (,,,999),CLASS=K,MSGCLASS=X,MSGLEVEL=(1,1)
//*
//NATBAT   EXEC PGM=NATvrsBA,COND=(0,LT)
//STEPLIB   DD DSN=NATURAL.BATCH.LIBRARY,DISP=SHR
//          DD DSN=ADAvrs.LOAD,DISP=SHR
//DDCARD    DD * 
ADARUN DB=001,DE=3390,SVC=249,MODE=MULTI
//CMPRINT   DD SYSOUT=X
//CMPRT01   DD SYSOUT=X
//CMWKF01   DD DUMMY
//SYSOUT    DD DUMMY
//CMSYNIN    * 
EDIT         
WRITE 'TESTBAT'
END          
.E           
RUN 
SAVE TESTBAT 
FIN          
//

Dieser Job startet Natural, erstellt das Beispiel-Programm TESTBAT und führt mit dem Systemkommando RUN das Programm aus.

Online-Natural testen

Mit dem folgenden Prüfverfahren können Sie die Natural-Systemfunktionen im Online-Modus testen und prüfen, ob die Natural-Systemdateien verfügbar sind.

  1. Melden Sie sich in der Natural-Benutzerbibliothek SYSTEM an:

    LOGON SYSTEM
  2. Geben Sie das folgende Natural-Systemkommando ein:

    MAINMENU
  3. Wählen Sie Development Functions und geben Sie Folgendes ein:

    C in das Feld Code field,
    P in das Feld Type und
    TEST in das Feld Name.

  4. Geben Sie im Bearbeitungsbereich des Programmeditors Folgendes ein:

    WRITE 'HELLO'
    END
  5. Sichern Sie den Quellcode und verlassen Sie den Programmeditor.

  6. Geben Sie im Menü Development Functions Folgendes ein:

    L in das Feld Code und
    TES* in das Feld Name.

  7. Geben Sie auf dem Bildschirm LIST Objects in a Library das Zeilenkommando RU für das Programm TEST ein.

  8. Geben Sie im SYSDDM-Utility-Menü Folgendes ein:

    SYSDDM
  9. Geben Sie im SYSDDM-Utility-Menü Folgendes ein:

    R in das Feld Code und
    EMPLOYEES in das Feld DDM Name

  10. Nachdem Sie ENTER gedrückt haben, geben Sie Folgendes ein:

    C in das Feld Code,
    in das Feld FNR die entsprechende Nummer der Natural-Systemdatei,
    die entsprechende Datenbankkennung in das Feld DBID und
    Y in das Feld Replace.

    Das angegebene DDM wurde an Ihre Umgebung angepasst.

  11. Wiederholen Sie die Schritte 9 und 10 für das DDM VEHICLES.

  12. Sie können überprüfen, ob die Datendefinitionsmodule (DDMs) EMPLOYEES und VEHICLES jetzt in Ihrer Umgebung verfügbar sind, indem Sie sich bei der Natural-Systembibliothek SYSEXSYN anmelden und die Beispielprogramme (z.B. AEDEX1R) mit dem Systemkommando RUN ausführen.