In der folgenden Tabelle sind die Natural-Systemdateien aufgeführt und beschrieben, die normalerweise in einer Natural-Umgebung verfügbar sind. Die Verfügbarkeit der Systemdateien und der in den Dateien enthaltenen Daten hängt von den Produkten ab, die zusätzlich zum Basisprodukt Natural installiert sind.
Die Einstellungen für die Systemdateien werden mit gleichnamigen Natural-Profilparametern definiert (Ausnahme: Scratch Pad File). Sie können den Hyperlinks in der folgenden Tabelle folgen, um Details zu diesen Parametern in der Parameter-Referenz-Dokumentation zu lesen.
| Systemdatei bzw.Parameter | Verfügbar mit | Datei-Inhalt |
|---|---|---|
FNAT |
Basis-Natural | Alle für Natural-Systemanwendungen benötigten Objekte. |
FUSER |
Basis-Natural | Für Benutzeranwendungen benötigte benutzerspezifische Objekte. |
FDIC |
Basis-Natural | Natural-DDMs (Datendefinitionsmodule).
Wenn Predict installiert ist, enthält FDIC außerdem noch Daten für das Predict-Datendiktionärsystem. Wenn der Natural Development Server installiert ist, enthält FDIC außerdem noch Anwendungsdaten und Informationen über die Sperrung von Objekten. |
FSEC |
Natural Security | Für Sicherheitseinstellungen benötigte Steuerungs-/Überwachungsinformationen. |
FSPOOL |
Natural Advanced Facilities | Steuerungs- und Spool-Informationen, die zum Ausgeben eines Reports auf dem Bildschirm oder einem Drucker und zum Erstellen von statistischen Druckinformationen benötigt werden. |
| Scratch-Pad | Basis-Natural | Daten die nicht explizit als Natural-Objekte in einer anderen Systemdatei gespeichert sind. |
FPROF |
Basis-Natural | Parameterprofile, die mit dem
Profilparameter PROFILE angegeben
werden, vorausgesetzt dass keine Datenbankinformationen als Subparameter von
PROFILE geliefert werden.
|
FREG |
Basis-Natural | Registry-Daten, die nicht explizit in einer anderen Systemdatei gespeichert werden. |
Die Natural-Scratch-Pad-Datei dient zum Speichern von Aufzeichnungen und Bildschirmabzügen, die nicht explizit als Natural-Objekt in der Natural-Systemdatei FNAT oder FUSER gespeichert werden können.
Im Gegensatz zu FNAT und FUSER ist eine Scratch-Pad-Datei in einer
Natural-Sitzung nicht zwingend erforderlich. Sie müssen jedoch eine
Scratch-Pad-Datei definieren, wenn Sie mit schreibgeschütztem Zugriff auf
Systemdateien arbeiten (Profilparameter ROSY=ON). Andernfalls
können die Aufzeichnungen und Bildschirmabzüge nicht gespeichert werden und es
wird eine entsprechende Fehlermeldung (NAT0106) ausgegeben. Die
Scratch-Pad-Datei ist vom schreibgeschützten Zugriff ausgeschlossen.
Eine vernünftige Schätzung des damit verbundenen Speicherbedarfs ist
kaum möglich, da der von der
Recording
Utility und vom Dienstprogramm
NATPAGE
(für Bildschirmabzüge) verwendete Speicherplatz nicht im Voraus berechnet
werden kann. Die Größe der Scratch-Pad-Datei, die an Ihrem Standort benötigt
wird, kann jedoch geschätzt werden, wenn Sie die Arten von Datensätzen, die
darauf gespeichert werden, besser kennen. Der Inhalt der Scratch-Pad-Datei wird
im folgenden Abschnitt beschrieben:
Scratch-Pad-Datei definieren in der Installation-Dokumentation.
Die Recording Utility wird über Terminalkommandos aktiviert. Übersicht siehe Bildschirme aufzeichnen in der Terminalkommandos-Dokumentation. Die mit dieser Utility erfolgenden Aufzeichnungen von Abläufen oder Mitschnitte von Eingaben werden wie Natural-Quellcodeprogramme (oder andere Objekttypen) gespeichert. Die Größe einer Aufzeichnung hängt davon ab, wie viele Bildschirmeingaben während einer Aufzeichnungssitzung getätigt wurden. Aufzeichnungen sind wie Programme, die mit einer Library verbunden sind.
Derzeit ist es nicht möglich, Aufzeichnungen in der
Scratch-Pad-Datei mit dem Natural-Systemkommando
LIST
aufzulisten. Das Dienstprogramm
SYSMAIN kann
jedoch verwendet werden, um die in der Scratch-Pad-Datei gespeicherten
Aufnahmen aufzulisten und zu verwalten. Um die Aufnahmen in der
FNAT/FUSER-Datei statt in der Scratch-Pad-Datei zu speichern, müssen Sie den
Profilparameter RFILE setzen.
Aufzeichnungen, die in der Systemdatei FNAT oder FUSER gespeichert sind, werden durch Transaction Backouts (BTs), die in den Anwendungsprogrammen des Benutzers ausgegeben werden, beeinflusst (unterbrochen). Dies ist ein sehr häufig auftretendes Problem für Benutzer der Aufzeichnungsfunktion, das durch die Verwendung der Scratch-Pad-Datei vermieden werden kann.
Das Dienstprogramm
NATPAGE
kann verwendet werden, um Bildschirmbilder (in chronologischer Reihenfolge
ihres Auftretens) in der Scratch-Pad-Datei zu speichern. NATPAGE kann mit dem
Terminalkommando %P aktiviert
werden. Ab dem Zeitpunkt, an dem %P abgesetzt wird,
werden alle Bildschirme, die dem Endbenutzer präsentiert werden, in der
Scratch-Pad-Datei gespeichert (sofern diese für Ihre Sitzung definiert wurde),
bis das Terminalkommando %O eingegeben wird.
Die erfassten Bildschirme können mit dem Terminalkommando
%E
angezeigt werden.
Für jedes Bildschirmbild wird der aktuelle Inhalt des
Seitenpuffers und des Seitenattributpuffers gespeichert. Das bedeutet, dass die
Menge der gespeicherten Daten von den Einstellungen der Profilparameter
PS/LS für die Sitzung und
natürlich von der Anzahl der Bildschirmbilder abhängt. Die Anzahl der möglichen
Bilder pro Benutzersitzung hängt vom Profilparameter
PD ab
(Voreinstellung ist 50, gültige Werte sind 0 -
255).
Die Größe des Seitenpuffers kann wie folgt berechnet werden:
PS * LS
Die Größe des Seitenattributpuffers wird dynamisch ermittelt.
Die Scratch-Pad-Datei muss nicht gewartet werden, sofern sie ausreichend groß ist.
Aufzeichnungen in der Scratch-Pad-Datei können mit Hilfe des Dienstprogramms SYSMAIN gelöscht, kopiert, verschoben und aufgelistet werden.
Erfasste Bildschirme können mit dem Terminalkommando
%E
gelöscht werden.
Gespeicherte Bildschirmbilder können jedoch in Natural nicht verwaltet werden.
Der Speicherplatz in der Scratch-Pad-Datei kann wiedergewonnen werden, indem sie in Zeiten der Inaktivität mit Adabas-Dienstprogrammen aktualisiert wird, ohne dass dies Auswirkungen auf nachfolgende Natural-Sitzungen hat, die die Scratch-Pad-Datei verwenden.