Message Buffer Pool verwenden

Dieser Teil beschreibt die Verwendung des Message Buffer Pool, der unter z/OS verwendet werden kann.

Die folgenden Themen werden behandelt:

Siehe auch folgende Themen in der SYSBPM Utility-Dokumentation:

Anmerkung
In der SYSBPM Utility wird der Message Buffer Pool häufig auch verkürzt als Message Pool bezeichnet.


Zweck

Der Message Buffer Pool ist ein Cache-Speicher, in dem die Natural-Systemmeldungen und die Benutzertexte gespeichert werden.

Bevor eine Fehlermeldung ausgegeben wird, prüft Natural zunächst, ob der entsprechende Meldungstext im Message Buffer Pool vorhanden ist. Wenn ja, wird dieser Text ausgegeben. Andernfalls wird die Fehlermeldung aus der Datenbank gelesen und im Message Buffer Pool gespeichert.

Der Message Buffer Pool ist nur als globaler Buffer Pool verfügbar. Seine Verwendung ist optional und wird durch den Natural-Profilparameter BPI oder das entsprechende Makro NTBPI gesteuert.

Wenn ein Message Buffer Pool verwendet wird, wird er in einem Datenbereich zugeordnet.

Voraussetzungen

Die folgenden Voraussetzungen müssen erfüllt sein, wenn Sie den Message Buffer Pool verwenden wollen:

  1. Das Modul NATMBPvr muss in eine APF-Bibliothek (Authorized Program Facility) verlinkt worden sein. Siehe den entsprechenden Schritt in Natural auf z/OS installieren in der Installation für z/OS-Dokumentation.

  2. Der Message Buffer Pool muss angelegt und gestartet worden sein. Siehe den entsprechenden Schritt in Natural auf z/OS installieren in der Installation für z/OS-Dokumentation.

  3. Der Schlüsselwort-Subparameter TYPE des Profilparameters BPI oder des Makros NTBPI muss auf MSG gesetzt sein.

Betrieb des Message Buffer Pool

Der Message Buffer Pool wird unter Verwendung des Programms NATMBPvr betrieben, das in einer APF-Bibliothek (Authorized Program Facility) ausgeführt werden muss.

Die folgenden Themen werden behandelt:

Anmerkung
In diesem Dokument steht die Schreibweise vrs oder vr für die jeweilige Produktversion (siehe auch Version im Glossar).

Message Buffer Pool einrichten

Die von NATMBPvr zur Verfügung gestellten Funktionen (siehe auch Funktionsparameter) werden dadurch aktiviert, dass sie

  • durch eine Parameterkarte (PARM=) geliefert werden,

  • aus einer Datei gelesen werden (siehe unten),

  • oder durch das Operator-Kommando MODIFY geliefert werden, wenn NATMBPvr noch nicht beendet wurde.

NATMBPvr erwartet das erste Kommando im Parameterfeld (PARM=) des EXEC-Statements.

Sie können Folgendes eingeben:

  • eine der im Abschnitt Message Buffer Pool-Betriebsfunktionen beschriebenen Funktionen,

  • oder einen Verweis auf eine Eingabedatei mit CF=<dd-name>, wobei <dd-name> für einen in der JCL definierten DD-Namen steht.

    Es werden nur Card Image-Dateien unterstützt, d.h. RECFM=F,LRECL=80, und nur die ersten 72 Bytes des Eingabedatensatzes werden berücksichtigt.

    Jeder in der Eingabedatei enthaltene Satz stellt ein Kommando dar.

    Leere Sätze oder Sätze mit einem vorangestellten Stern (*) werden ignoriert.

    Eine Datei wird bis zum End-Of-File (EOF) verarbeitet.

    Beispiel: PARM='CF=SYSIN1'

Wenn das Parameterfeld nicht angegeben oder leer ist, werden die Kommandos standardmäßig aus der Datei SYSIN gelesen.

Es ist nur möglich, jeweils eine Funktion an der Konsole oder eine Funktion pro Zeile über die Kommandodatei einzugeben, andernfalls wird eine Fehlermeldung zurückgegeben.

Jedes Kommando, das von der Parameterkarte, per Dateieingabe oder per Eingabe über die Bedienerkonsole empfangen wird, wird auf der Bedienerkonsole angezeigt.

Message Buffer Pool-Betriebsprogramm starten

Um das Programm NATMBPvr zu starten, können Sie entweder eine Started Task starten oder einen Job übergeben, der NATMBPvr ausführt.

Message Buffer Pool-Betriebsprogramm stoppen

Das Programm NATMBPvr wird mit der Funktion TERMINATE (siehe Message Buffer Pool-Betriebsfunktionen) oder im Notfall mit dem Betriebsprogramm CANCEL beendet.

Beispiele für NATMBPvr-Ausführungsjobs

Die folgenden Beispiele zeigen Beispiele für Batch-Jobs zur Erstellung und Beendigung eines globalen Pufferpools.

Anmerkung
In den folgenden Beispielen steht die Schreibweise vrs oder vr für die jeweilige Produktversion (siehe auch Version im Glossar).

Beispiel 1

//MBPSTART JOB 
//*
//* Starts a message buffer pool with the name NATvrMBP and
//* a size of 10 MB.
//* The subsystem used is NATv. 
//* 
//STEP EXEC PGM=NATMBPvr,PARM='BP=NATvrMBP,SI=10'
//SETPLIB DD DISP=SHR,DSN=USER.APF.LINKLIB

Beispiel 2

//MBPRES JOB 
//* 
//* Starts a message buffer pool with the name MBP and a default size of
//* 100 MB. The subsystem used is SAGS. 
//* 
//STEP EXEC PGM=NATMBPvr,PARM='BP=MBP,S=SAGS'

Beispiel 3

//MBPSTRT2 
//* Read commands from SYSIN1:
//* 
//* Start 2 message buffer pools (subsystem ID Nvrs) with name
//*   NATMBP1 - size=1000MB 
//*   NATMBP2 - size=2000MB     
//* If the buffer pools should shut down, send operator command MODIFY with
//* parameter "CF=SYSIN2" to execute the corresponding FSHUTs. 
//*
//STEP EXEC PGM=NATMBPvr,PARM='CF=SYSIN1'
//SYSIN1  DD *
CREATE,BP=NATMBP1,S=Nvrs,SI=1000M
CREATE,BP=NATMBP2,S=Nvrs,SI=2000M
SHOWBP S=Nvrs
//SYSIN2 DD *
FSHUT,BP=NATMBP1,S=Nvrs
FSHUT,BP=NATMBP2,S=Nvrs
//*

Message Buffer Pool-Betriebsfunktionen

Die folgenden Funktionen sind verfügbar:

Anmerkung
Die Funktionsnamen können abgekürzt werden. Es genügt, wenn Sie nur das erste Zeichen verwenden, z.B. T für TERMINATE.

HELP - Zeigt eine Übersicht über die verfügbare Syntax

Diese Funktion gibt eine Liste der verfügbaren Syntax-Kommandos und ggf. die Standardwerte der Funktionsparameter aus.

CREATE - Message Buffer Pool anlegen

Mit dieser Funktion wird ein Message Buffer Pool mit den angegebenen Parametern angelegt.

FSHUT - Message Buffer Pool außer Betrieb setzen

Der Message Buffer Pool mit den angegebenen Parametern wird freigegeben.

TERMINATE oder STOP- Message Buffer Pool-Betriebsprogramm beenden

Das Betriebsprogramm des Message Buffer Pool wird beendet. Zuvor werden alle aktiven Message Buffer Pools freigegeben.

ZAPS - Anzeige der auf den Message Buffer Pool angewendeten Zaps

Zeigt alle auf das Message Buffer Pool-Betriebsprogramm angewendeten Zaps an.

Funktionsparameter

Die Funktionen des Betriebsprogramms des Message Buffer Pool können mit Hilfe von Parametern gesteuert werden. Diese Parameter können in beliebiger Reihenfolge angegeben und dürfen abgekürzt werden.

Die folgenden Parameter sind verfügbar:

BPNAME Name des Message Buffer Pool.
BPLIST Name der Preload-Liste (optional).
SUBSID Natural-Subsystemkennung (ID).
SIZE Größe des Message Buffer Pool.

Anmerkung
Der unterstrichene Teil des Parameternamens markiert die kürzest mögliche Abkürzung.

BPNAME - Name des Message Buffer Pool

BPNAME=value gibt den Namen des anzulegenden Message Buffer Pool an.

Wert Erläuterung
8 Bytes Der Name des Message Buffer Pool.

Anmerkung
Wenn der angegebene Name kürzer als 8 Byte ist, werden Leerzeichen angehängt.

MTBP Dies ist der Standardwert.

BPLIST - Name der Preload-Liste (optional)

BPLIST=value gibt den Namen der optionalen Preload-Liste an.

Wert Erläuterung
8 Bytes Der Name der Preload-Liste.

Anmerkung
Wenn der angegebene Name kürzer als 8 Byte ist, werden Leerzeichen angehängt.

Es gibt keinen Standardwert.

SUBSID - Natural-Subsystemkennung

SUBSID=value gibt die Kennung (ID) des Natural-Subsystems an.

Wert Erläuterung
4 Bytes Die Kennung des Natural-Subsystems.

Anmerkung
Wenn der angegebene Name kürzer als 8 Byte ist, werden Leerzeichen angehängt.

NATv Dies ist der Standardwert, wobei v die erste Ziffer der aktuellen Natural-Version ist.

SIZE - Größe des Message Buffer Pool

SIZE=value gibt die Größe des Message Buffer Pool an.

Wert Erläuterung
1 - 2000 MB Die Größe des Message Buffer Pool.
1 Dies ist der Standardwert.

Anmerkung
Ein Message Buffer Pool der Größe 1 MB kann bis zu 7000 Fehlermeldungen aufnehmen.

Meldungen

Siehe Message Buffer Pool Messages in der Messages and Codes-Dokumentation.