Natural Advanced Facilities unter CICS auf z/OS installieren

Dieses Dokument beschreibt die Schritte zur Installation von Natural Advanced Facilities unter CICS auf z/OS.


Voraussetzungen für CICS

Bevor Sie Natural Advanced Facilities installieren können, müssen unterstützte Versionen der folgenden Produkte installiert sein:

Siehe auch Allgemeine Voraussetzungen und Systemunterstützung und Übersicht über den Installationsvorgang.

Installationsdatenträger für CICS

Der Installationsdatenträger enthält die folgenden Datasets, die für die Produktinstallation erforderlich sind:

Dataset-Name Inhalt
NAFvrs.LOAD Lademodule
NAFvrs.SRCE Quellcodemodule und Makros
NAFvrs.SYSF Natural-FSPOOL-Systemdateidefinition
NAFvrs.INPL Natural-Objekte
NAFvrs.ERRN Natural-Fehlermeldungen

Kopieren Sie die Datasets in Ihre Umgebung, wie unter Datasets auf eine z/OS-Platte kopieren im Kapitel Natural auf z/OS installieren beschrieben.

Beispiel-Jobs

Beispiel-Installationsjobs sind im Dataset NATvrs.JOBS enthalten. Ihre Namen beginnen mit dem Produktcode. Der Dataset befindet sich auf dem Installationsdatenträger, der mit dem Basisprodukt Natural geliefert wird.

Installationsvorgang für CICS

Bevor Sie mit der Installation beginnen, sollten Sie unbedingt die Abschnitte im Kapitel Installationsverfahren und wichtige Natural-Funktionen unter z/OS lesen.

Der Installationsvorgang umfasst die nachfolgend beschriebenen Schritte.

Schritt 1: CICS RDO Definitionen definieren

(Job I005)

Dieser Schritt ist gilt nur bei Verwendung von VSAM-Systemdateien.

  • Definieren Sie die CICS-RDO-Definitionen für die VSAM-Beispieldateien:

    Fügen Sie die Natural Advanced Facilities-Spooldateien (SPOOL, SPOOLA, SPOOLB, SPOOLC, SPOOLD und SPOOLE) zu Ihrer FCT hinzu.

Aus Performance-Gründen wird dringend empfohlen, eine Transaktionskennung für den Spool-Server anzugeben, die sich von derjenigen der Terminal-Task unterscheidet. Es ist dann möglich, dem Spool-Server spezielle Threads zuzuweisen.

Wenn Sie eine bestehende VSAM-Spooldatei konvertieren wollen, muss die FCT die Einträge für diese Spool-Datei enthalten. Die Cluster-Namen der neuen und der alten Version müssen unterschiedlich sein. Die VSAM-Datenbankkennung (DBID) und Dateinummer (FNR) sowie die VSAM-DD-Namen müssen unverwechselbar sein.

Schritt 2: VSAM-Cluster für die Spool-Datei vorbereiten

(Job I008, Steps 0300 - 0311)

Dieser Schritt gilt nur bei Verwendung von VSAM-Systemdateien.

  • Definieren und initialisieren Sie einen VSAM-Cluster, der als Spool-Datei (FSPOOL) verwendet werden soll, und fünf alternative Indizes.

Schritt 3: FSPOOL-Systemdateidefinition für Adabas laden

(Job I050, Step 0300)

Dieser Schritt gilt nur für die Verwendung von Adabas-Systemdateien.

Überspringen Sie diesen Schritt, wenn Sie eine vorhandene Spool-Datei von Natural Advanced Facilities verwenden wollen.

Laden Sie die neue Definition der FSPOOL-Systemdatei, die im Dataset NAFvrs.SYSF enthalten ist, mit dem Adabas-Dienstprogramm ADALOD.

Schritt 4: NAFPARMC-Parametermodul erstellen

(Job I055, Step 0305)

Die Verwendung des Parametermoduls NAFPARMC ist optional. Alternativ können Sie die Serveroptionen mit der Funktion 30 (siehe die Natural Advanced Facilities-Dokumentation) der Anwendung SYSPOOL einstellen.

  • Ändern, assemblieren und verlinken Sie das Modul NAFPARMC.

Schritt 5: Natural-Parametermodul erstellen

(Jobs I060, I080)

  1. Ändern Sie die Parameter FSPOOL, NTPRINT, NAFUPF und NAFSIZE im Natural-Parameter-Modul entsprechend den Anforderungen Ihres Standorts. Weitere Informationen zu diesen Parametern finden Sie unter NATSPOOL-Initialisierung in der Natural Advanced Facilities-Dokumentation.

  2. Assemblieren und verlinken Sie das Natural-Parametermodul.

VSAM-Systemdateien

Der folgende zusätzliche Schritt gilt bei Verwendung von VSAM-Systemdateien:

  • Setzen Sie den Parameter FSPOOL wie folgt:

    FSPOOL=(vsam-dbid,fnr-fspool,dd-name-fspool)

    Dabei ist:
    vsam-dbid die Datenbankkennung der VSAM-Datei, die als Spool-Datei verwendet werden soll,
    fnr-fspool die Dateinummer der VSAM-Datei, die als Spool-Datei verwendet werden soll,
    dd-name-fspool auf sieben Zeichen begrenzt.

Schritt 6: Nukleus verlinken

(Jobs I060, I080)

  • Fügen Sie die folgenden INCLUDE-Anweisungen zu den Link-Schritten für Natural hinzu und verlinken (Link-Edit) Sie das ausführbare Modul:

     INCLUDE NAFLIB(NAFAF)
     INCLUDE NAFLIB(NAFNUC)
     INCLUDE SMALIB(NAFPARMC)

    (optional)

Das Verlinken (Link-Edit) des Lademoduls, das Natural Advanced Facilities enthält, kann auf eine der folgenden Arten erfolgen:

  • Alle Module von Natural Advanced Facilities, d.h. NAFNUC, NAFAF und optional NAFPARMC, in den Link-Edit von Natural einbeziehen.

    Anmerkung
    Wenn ein gemeinsamer Nukleus erstellt wird, können die Module in den gemeinsam genutzten Nukleus aufgenommen werden.

  • Verlinken Sie NAFNUC, NAFAF und optional NAFPARMC und ein alternatives Natural-Parametermodul als separates Modul mit dem in der ENTRY-Anweisung angegebenen obligatorischen Namen CMPRMTB. Der Name des resultierenden Moduls ist optional.

    Anmerkung
    Diese Art der Verlinkung gilt nur, wenn ein alternatives Parametermodul (PARM=module-name) verwendet wird. In diesem Fall ist ein zusätzlicher CICS PPT-Eintrag mit PROGRAM=name erforderlich.

  • Verlinken Sie NAFNUC, NAFAF und optional NAFPARMC als separates Modul mit dem in der ENTRY-Anweisung angegebenen obligatorischen Namen NATAM08. Der Name des resultierenden Moduls ist optional. Wenn er jedoch von NATAM08 abweicht, muss er als Alias-Name im Makro NTALIAS des Natural-Parametermoduls angegeben werden.

    Anmerkung
    Diese Art der Verlinkung gilt nur, wenn die Profilparameter CSTATIC und RCA (siehe Parameter-Referenz-Dokumentation) verwendet werden. In diesem Fall ist ein zusätzlicher CICS PPT-Eintrag mit PROGRAM=name erforderlich.

Der folgende zusätzliche Schritt gilt für die Verwendung von VSAM-Systemdateien.

  • Fügen Sie die folgende INCLUDE-Anweisung in alle Links des Nukleus ein:

     INCLUDE NVSLIB(NVSFSPO)

Schritt 7: Natural-Objekte laden

  • Laden Sie mit Hilfe des Natural-Dienstprogramms INPL die Natural-Objekte für Natural Advanced Facilities aus dem Dataset NAFvrs.INPL in die Natural-Systemdateien SYSPOOL und SYSPRINT.

    Stellen Sie sicher, dass die INPL-Ladefunktion mit der Meldung beendet wird:

    Natural Advanced Facilities initialized by INPL

    Wenn diese Initialisierung fehlschlägt, treten zur Ausführungszeit verschiedene Probleme auf.

Die im Dataset enthaltenen Masken (Maps) werden als Quellcode zur Verfügung gestellt, damit Sie sie Ihren Anforderungen entsprechend ändern können (z. B. Übersetzung der Masken vom Englischen in eine andere Sprache). Wenn Sie diese Masken verändern, müssen Sie sicherstellen, dass alle Felder das gleiche Format, die gleiche Länge und die gleiche relative Position in der Maske haben. Die Nichtbeachtung dieser Einschränkungen führt zu einem ungültigen System.

Schritt 8: Natural-Fehlermeldungen laden

(Job I061, Step 0304)

  • Laden Sie die en Natural-Fehlermeldungen aus dem Dataset NAFvrs.ERRN in die Natural-Systemdatei FDIC. Verwenden Sie dazu das Programm ERRLODUS des Natural-Dienstprogramms SYSERR (siehe Debugger und Dienstprogramme (Utilities)-Dokumentation).

Schritt 9: Separate Thread-Gruppe für Druckertransaktion erstellen

(Job I070, Steps 2245, 2250 und Job I080)

Es wird empfohlen, eine separate Thread-Gruppe für die Natural Advanced Facilities-Druckertransaktion zu erstellen. Führen Sie dazu die folgenden Schritte aus:

  1. Ändern Sie das Systemverzeichnis der Natural CICS-Schnittstelle (Step 2245):

    Fügen Sie eine Definition der Natural Advanced Facilities-Drucker-Thread-Gruppe in das Systemverzeichnis der Natural CICS-Schnittstelle ein.

  2. Verlinken Sie das geänderte Natural CICS-Schnittstellen-Systemverzeichnis neu (Step 2250).

    Wiederholen Sie die Verlinkung des Natural CICS-Schnittstellen-Systemverzeichnisses.

Siehe auch Natural CICS Interface-Systemverzeichnismodul erstellen in Natural CICS Interface auf z/OS installieren in der vorliegenden Dokumentation.

Schritt 10: Natural Advanced Facilities in Natural Security definieren

Dieser Schritt muss nur durchgeführt werden, wenn Natural Advanced Facilities in einer Natural Security-Umgebung installiert wird.

  • Definieren Sie SYSPOOL in Natural Security mit dem Startup-Programm MENU.

    Anmerkung
    Die physischen CICS-Drucker und die Anwendung SYSPRINT müssen nicht in Natural Security definiert werden. Die Natural Security-Anmeldeverarbeitung erkennt den NATSPOOL-Spool-Server und führt eine vereinfachte Anmeldung bei SYSPRINT durch, d.h. ohne weitere Sicherheitsüberprüfungen. Auf diese Weise werden der Pflegeaufwand und die Anzahl der Adabas-Aufrufe beim Start des Spool-Servers erheblich reduziert. Jede Anmeldung bei SYSPRINT, die von anderen Benutzern als dem NATSPOOL-Spool-Server versucht wird, wird von Natural Security abgelehnt, unabhängig davon, ob SYSPRINT für ihn definiert ist oder nicht.

Schritt 11: Natural starten

  • Starten Sie Natural und fügen Sie das Benutzerprofil, das im Profilparameter NAFUPF des Natural-Parametermoduls definiert ist, mit der Funktion 31.1 zur SYSPOOL-Datei hinzu ( siehe Beschreibung in der Natural Advanced Facilities-Dokumentation).

    Anmerkung
    Zu Beginn der Sitzung wird eine NAT7201-Meldung ausgegeben, die anzeigt, dass das Profil noch nicht zur SYSPOOL-Datei hinzugefügt wurde.

Schritt 12: NATSPOOL-Umgebung erstellen

  • Initialisieren Sie eine neue NATSPOOL-Umgebung wie unter NATSPOOL-Initialisierung in der Natural Advanced Facilities-Dokumentation beschrieben.

Schritt 13: Natural Advanced Facilities für VTAM/SNA definieren

Dieser Schritt muss nur durchgeführt werden, wenn Natural Advanced Facilities in Verbindung mit VTAM/SNA-Druckern verwendet werden soll.

  • Definieren Sie Geräte in der TCT mit RELREQ=YES. Dadurch wird sichergestellt, dass VTAM-Drucker am Ende der Druckzeit freigegeben werden, wenn Geräte gemeinsam mit anderen CICS-, TSO- oder BATCH-Regionen oder mit JES genutzt werden.

  • Definieren Sie TRMSTAT=INTLOG oder CREATESESS=YES für den Drucker, um EXEC CICS START-Anfragen zur Erstellung einer Sitzung zuzulassen.

  • Stellen Sie sicher, dass die Geräte die generierte SHARE-Option in den VTAM-Spezifikationen des Controllers haben.

Schritt 14: Natural Advanced Facilities für VTAM/non-SNA definieren

Dieser Schritt muss nur ausgeführt werden, wenn Natural Advanced Facilities in Verbindung mit VTAM/non-SNA-Druckern verwendet werden soll.

  1. Fügen Sie TRMSTAT=TRANSCEIVE in die TCT-Definition für das Gerät ein.

  2. Setzen Sie die VTAM-Definition für den Geräteparameter ISTATUS auf ACTIVE.