System-Spool-Zugang verwalten

Dieses Kapitel beschreibt die Funktion Write-to-Spool für Natural.

Folgende Themen werden behandelt:

Siehe auch Installing and Activating the Write-to-Spool Feature im Abschnitt Installing Entire System Server Interface on z/OS in der Installation for z/OS -Dokumentation.


Zweck

Mit der Funktion Write-to-Spool können Natural-Benutzer Reports direkt in den System-Spool schreiben. Die Funktion kann in jeder Natural-Umgebung (Com-plete, TSO, CICS, IMS TM, Batch usw.) verwendet werden. Sie nutzt die Entire System Server View (Datensicht) WRITE-SPOOL.

Unter z/OS ist SYSOUT Teil des Entire System Server-Job-Stream im JES-Spool und kann von jeder Software verarbeitet werden, die Ausgaben im JES-Spool erwartet, z. B. Entire Output Management. Der JES-Spool kann ein JES2- oder ein JES3-Spool sein.

Voraussetzung

Um die Funktion Write-to-Spool nutzen zu können, muss der Entire System Server installiert sein.

Verwendung der Write-to-Spool-Funktion

Die Write-to-Spool-Funktion wird über eine "Zugriffsmethode" (Access Method) abgewickelt, die ESS für Entire System Server heißt. Sie können Ihren Drucker im Natural-Parametermodul oder dynamisch in Ihren Session-Parametern definieren.

Wie Sie Ihren Drucker definieren

Beginn der AnweisungslisteVorgehensweise:

  1. Definieren Sie den Drucker im Natural-Parametermodul.

    Verwenden Sie das Makro NTPRINT, um die Druckernummer (n) und die Zugriffsmethode (AM anzugeben:

    NTPRINT (n),AM=ESS

    Beispiel:

    NTPRINT (1,3),AM=ESS

    In diesem Beispiel sind die Drucker 1 und 3 für die Verwendung mit der Zugriffsmethode ESS (Entire System Server) definiert.

    Oder:

    Definieren Sie den Drucker während des Sitzungsstarts, indem Sie den Profilparameter PRINT angeben, z. B:

    PRINT=((1-6),AM=ESS)

    In diesem Beispiel sind die Drucker 1 bis 6 für die Verwendung mit der Zugriffsmethode ESS (Entire System Server) definiert.

  2. Verlinken Sie die Module der Zugriffsmethode mit dem Natural-Nukleus.

    Siehe Write-to-Spool Feature installieren und aktivieren in Entire System Server Interface installieren in der Installation für z/OS-Dokumentation.

    Oder:

    Laden Sie die Module der Zugriffsmethode dynamisch, indem Sie die Profilparameter RCA und RCALIAS angeben:

    RCA=(NATAM11),RCALIAS=(NATAM11,NATPWSAM)

    wobei NATPWSAM das ausgelieferte Write-to-Spool-Modul ist, das die Standardparameter enthält.

    Wenn Sie ein Modul mit angepassten Parametern verlinkt haben, verwenden Sie stattdessen den Namen dieses Moduls.

  3. Definieren Sie das JES-Ziel (Destination) mit der Option OUTPUT des Statements DEFINE PRINTER. Sie können eines der folgenden Beispiele verwenden, je nachdem, ob Sie die Ausgabe an eine Spool-Datei, einen lokalen JES-Drucker oder über einen entfernten JES-Knoten an einen entfernten Benutzer oder ein entferntes Gerät senden wollen.

    Beispiel:

    DEFINE PRINTER (n) OUTPUT 'LOCAL' /* For printing on local JES/POWER printers

    Oder:

    DEFINE PRINTER (n) OUTPUT 'DAEF' /* For printing to JES spool called DAEF

    Oder:

    DEFINE PRINTER (n) OUTPUT 'DEST=node-name,REMOTE-USERID=user-id'  /* For printing to remote JES nodes

    wobei:

    • n die Nummer des NTPRINT-Eintrags im Natural-Parametermodul ist, wie in Schritt 1 beschrieben.

    • node-name der Name des entfernten JES-Knotens ist.

    • user-id die Kennung des Benutzers oder Geräts ist, das die Ausgabe erhält.

    Reports können nun mit einem der folgenden Statements in den System-Spool geschrieben werden:

    DISPLAY (n)

    oder

    PRINT (n)

    wobei n die Nummer des NTPRINT-Eintrags im Natural-Parametermodul in Schritt 1 ist.

    Benutzer können das Ausgabeformat und die Anzahl der Exemplare mit den Klauseln FORMS und COPIES des Statements DEFINE PRINTER festlegen.

    Beispiel:

    DEFINE PRINTER (2) OUTPUT 'DEST'
                       FORMS 'FORM'

    Die Voreinstellungen für Elemente wie Entire System Server-Knoten, Formulare und Ausgabeklasse finden Sie im Modul NATWSPDF.

Beispiele

Beispiel 1

Angenommen, Sie verwenden die Auslieferungseinstellungen und führen das Natural-Programm aus:

DEFINE PRINTER (2) OUTPUT 'WK1'
WRITE (2) 'THIS IS A SMART RECORD' 
CLOSE PRINTER (2)

Während der Ausführung dieses Programms können Sie die folgenden Felder mit ihren Werten in der Anzeige Display Active Tasks sehen:

DDNAME     DSID Owner C Dest Rec-Cnt Forms Wtr PageDef FormDef
SYS00001   104  WKK   A WK1     2     STD

Wenn Sie diesen Datensatz durchsuchen, können Sie sehen:

Page 1 
THIS IS A SMART RECORD
Beispiel 2

Angenommen, Sie verwenden das Standard-Member:

Parameter Erläuterung (mögliche Werte)
WSPDFLT NODE=55526, Zielknotennummer des Entire System Server (maximal 5 Zeichen)
PROGRAM=HUGO, JES-Writer (maximal 8 Zeichen)
CLASS=Y, SYSOUT-Klasse (1 Zeichen)
HOLD=YES, Hold (YES oder NO)
CNTL=A, Wagenrücklaufsteuerung (A oder M)
FORM=WOFO, Formular (maximal 4 Zeichen)Formular (maximal 4 Zeichen)
RMT=JESWOLF, JES remote (maximal 8 Zeichen)
FORMDEF=FOWOLF, Formulardefinition (maximal 6 Zeichen)
PAGEDEF=PAWOLF Seitendefinition (maximal 6 Zeichen)

Führen Sie das folgende Natural-Programm aus:

DEFINE PRINTER (2) OUTPUT 'WK1'
WRITE (2) 'THIS IS A SMART RECORD' 
CLOSE PRINTER (2)

Während der Ausführung dieses Programms können Sie die folgenden Felder mit ihren Werten in der Anzeige Display Active Tasks sehen:

DDNAME   DSID Owner C Dest Rec-Cnt Forms  Wtr   PageDef  FormDef
SYS00002 105   WKK  Y  WK1    2     WOFO  HUGO  PAWOLF   FOWOL

Wenn Sie diesen Dataset durchsuchen, können Sie sehen:

Page 1 
THIS IS A SMART RECORD
Beispiel 3

Angenommen, Sie verwenden das Standard-Member:

Parameter Erläuterung (mögliche Werte)
WSPDFLT NODE=55526, Entire System Server (NPR) Zielknoten (Knotennummer)
PROGRAM=*OUTPUT, JES-Writer (maximal 8 Zeichen)

Die anderen Parameter im Standard-Member werden nicht geändert.

Führen Sie das folgende Beispielprogramm aus:

DEFINE PRINTER (2) OUTPUT 'KURT' 
PRINT (2) ' here comes KURT'       
CLOSE PRINTER (2)

Danach holt sich der Entire System Server den Wert aus dem Feld OUTPUT im Statement DEFINE PRINTER und übergibt ihn als JES-Writer-Attribut für den spezifischen Spool-Dataset.

Wenn Sie in TSO/SDSF unter dem Jobnamen von Entire System Server nachsehen, können Sie Folgendes sehen:

PREFIX=NPR*  DEST=(ALL)  OWNER=*  SYSNAME=              
NP   DDNAME   Time     Forms    FCB  UCS  Wtr      Flash
     SYS00005 10:20:48          **** **** KURT     ****

Wenn in JES ein zugehöriges JES-Writer-Programm definiert ist, erhält es die Kontrolle und behandelt diese Ausgabe wie in dem Programm definiert.