Natural Security im Batch-Modus

In diesem Kapitel werden die folgenden Themen behandelt:


Allgemeine Informationen zum Batch-Modus

Bevor Sie Natural Security im Batch-Modus verwenden, sollten Sie sich mit den allgemeinen Aspekten der Verwendung von Natural im Batch-Betrieb vertraut machen, die im Kapitel Natural im Batch-Modus in der Natural Operations-Dokumentation beschrieben sind.

Beachten Sie auch die Besonderheiten des Batch-Betriebs des zugrunde liegenden Betriebssystems.

Wenn Sie einen Job im Batch-Modus unter Natural Security verarbeiten wollen, muss die Natural-Systemvariable *DEVICE auf BATCH gesetzt werden.

Anmeldung im Batch-Modus

In diesem Abschnitt finden Sie Informationen zu folgenden Themen:

Logon-Eingabedaten im Batch-Modus

Wenn Sie Natural Security im Batch-Modus verwenden, wird der Anmeldevorgang automatisch gestartet. Die Eingaben für das Kommando LOGON müssen wie folgt eingegeben werden:

Auf Großrechnern im Delimiter-Modus (IM=D) und auf allen anderen Plattformen:

%* 
library-ID,user-ID,password

Auf Großrechnern im Forms-Modus (IM=F)

library-ID user-ID
%*
password

Im Forms-Modus muss die Bibliothekskennung library-ID 8 Bytes lang sein. Ist sie kürzer als 8 Zeichen, müssen die restlichen Bytes mit Leerzeichen aufgefüllt werden.

Der Eingabemodus auf Großrechnern wird mit dem Natural-Profilparameter IM eingestellt (siehe Natural Parameter-Referenz-Dokumentation).

Die Angabe von %* verhindert, dass das Passwort gedruckt wird.

Wenn das Anmeldeverfahren über dynamische Parameter initialisiert werden soll, muss das Kommando LOGON mit dem Profilparameter STACK wie folgt angegeben werden:

STACK=(LOGON library-ID user-ID password)

Wenn für das LOGON-Kommando keine Eingabedaten eingegeben werden, wird die Natural Batch-Sitzung abgebrochen.

Anmerkung:
Unter Windows wird im Batch-Modus als Anmeldebildschirm die Maske (Map) LOGONM1 statt der Dialogbox GLOGONM1 angezeigt.

Passwortänderung im Batch-Modus

Um das Passwort im Batch-Modus zu ändern, muss die Eingabe beim Kommando LOGON wie folgt vorgenommen werden:

Auf Großrechnern im Delimiter-Modus (IM=D) und auf allen anderen Plattformen:

%*
library-ID,user-ID,password,new-password
%*
,,,new-password

Auf Großrechnern im Forms-Modus (IM=F)

library-ID user-ID
%*
password new-password
%*
new-password

Im Forms-Modus müssen Bibliothekskennung library-ID und Passwort password 8 Bytes lang sein. Sind sie kürzer, müssen die restlichen Bytes mit Leerzeichen aufgefüllt werden. Dem neuen Passwort (new-password) in der letzten Zeile müssen 8 Leerzeichen vorangestellt werden.

Automatische Anmeldung im Batch-Modus

Wenn Sie die automatische Anmeldung (Natural-Profilparameter AUTO=ON) im Batch-Modus verwenden, wird der Wert der Natural-Systemvariablen *INIT-USER als Benutzerkennung verwendet. Standardmäßig enthält *INIT-USER im Batch-Modus den Namen des Batch-Jobs, unter dem die Natural-Sitzung läuft. Ein Benutzersicherheitsprofil für diesen Batch-Job-Namen muss in Natural Security definiert werden. Eine Anmeldung mit einer anderen Benutzerkennung ist nicht möglich.

Auf Großrechnern unter z/OS wird der Wert von *INIT-USER durch den Parameter USERID in der Natural z/OS-Batch-Schnittstelle bestimmt. Je nach Einstellung dieses Parameters kann dieser Wert vom Security Access Control Block (ACEE) des verwendeten Sicherheitspakets (z.B. RACF oder ACF2) oder vom USER-Parameter in der Jobkarte geliefert werden.

Startup-Transaktion im Batch-Modus

Wenn Sie sich im Batch-Modus bei einer Bibliothek anmelden, bestimmt die Einstellung des Schalters Batch execution im Bibliothekssicherheitsprofil, ob die im Bibliothekssicherheitsprofil angegebene Starttransaktion ausgeführt wird oder nicht. Einzelheiten finden Sie unter Transactions (unter Bestandteile eines Bibliothekssicherheitsprofils im Kapitel Bibliotheken verwalten).

Mailboxen im Batch-Modus

Wenn Sie sich im Batch-Modus anmelden, hängt es von der Einstellung der allgemeinen Option Suppress mailboxes in batch mode (siehe Administrator Services) ab, ob Mailboxen angezeigt werden oder nicht.

Batch-Benutzersicherheitsprofile

Neben dem Anlegen von Sicherheitsprofilen für Benutzer der Typen A, P, M, G und T können Sie auch Benutzersicherheitsprofile vom Typ B (für Batch) anlegen. Sie werden auf die gleiche Weise angelegt wie andere Benutzersicherheitsprofile (siehe Neuen Benutzer anlegen im Kapitel Benutzer verwalten). Die Benutzerkennung eines solchen Batch-Benutzers können Sie dann in das Feld Batch User ID eines Benutzersicherheitsprofils eintragen.

Bevor eine Batch-Benutzerkennung in ein Benutzersicherheitsprofil eingegeben werden kann, muss ein Sicherheitsprofil für diese Batch-Benutzerkennung definiert worden sein.

Mehrere Benutzer können sich dieselbe Batch-Benutzerkennung teilen, d. h. dieselbe Batch-Benutzerkennung kann in die Sicherheitsprofile mehrerer Benutzer eingetragen werden. Dadurch können für mehrere Benutzer im Batch-Modus dieselben Benutzungsbedingungen gelten, die nur einmal definiert werden müssen.

Eine Batch-Benutzerkennung kann nicht für eine Anmeldung im Online-Modus verwendet werden.

Im Batch-Modus meldet sich ein Benutzer mit seiner "normalen" Benutzerkennung und seinem Passwort an. Natural Security verwendet dann die im Sicherheitsprofil des Benutzers angegebene Batch- Benutzerkennung, und es gelten die für diese Batch-Benutzerkennung definierten Nutzungsbedingungen.

Wenn im Sicherheitsprofil des Benutzers keine Batch-Benutzerkennung angegeben ist, werden die im Sicherheitsprofil des Benutzers angegebenen Privilegierten Gruppen (Privileged Groups) in der Reihenfolge ihres Eintrags auf eine Batch-Benutzerkennung überprüft. Wenn auch keine der privilegierten Gruppen eine Batch-Benutzerkennung hat, wird die eigene Benutzerkennung des Benutzers verwendet.

Ein Batch-Benutzersicherheitsprofil kann nicht direkt mit einer Bibliothek verlinkt werden, sondern muss über eine Gruppe (Group) verlinkt werden, d. h. es muss in einer Gruppe enthalten sein, und die Gruppe muss mit der Bibliothek verlinkt sein.

Gegenzeichnungen im Batch-Modus

Gegenzeichnungen können im Batch-Modus nicht verarbeitet werden. Das bedeutet, dass Sicherheitsprofile, die eine Gegenzeichnung für die Verwaltungserlaubnis erfordern, von der Verarbeitung im Batch-Modus ausgeschlossen sind.