Wie im Kapitel Natural Security auf verschiedenen Plattformen erläutert, unterscheidet sich der Schutz von Datendefinitionsmodulen (DDMs) mit Natural Security auf dem Mainframe unter z/OS von dem auf anderen Plattformen. In diesem Kapitel wird beschrieben, wie Sie die Verwendung von DDMs unter Linux und Windows steuern können. Die Steuerung von DDMs auf Großrechnern wird im Kapitel DDMs auf Großrechnern schützen beschrieben.
In diesem Kapitel werden die folgenden Themen behandelt:
Zentrale Systemdatei für DDMs angeben (Profilparameter FDDM)
Profil kopieren/Verlinken mit allen Special-Links - Copy Profile/Link to All Special Links
Mit dem Natural-Profilparameter FDDM können Sie eine Systemdatei
als zentralen Speicherort angeben, an dem DDMs (außerhalb von Bibliotheken) gespeichert
werden sollen. Wenn der Parameter FDDM gesetzt ist, können
DDM-Sicherheitsprofile nur für DDMs erstellt und verwaltet werden, die in der Bibliothek
SYSTEM in dieser Systemdatei enthalten sind. Vorhandene
Sicherheitsprofile/Einstellungen/Verlinkungen für DDMs, die in anderen Bibliotheken
enthalten sind, gehen nicht verloren, sondern sind in Natural Security sichtbar und haben
keine Wirkung.
Wenn mit dem Profilparameter FDDM eine zentrale Systemdatei für
DDMs angegeben wird, erfolgt der Schutz von Linux- und Windows-DDMs und die Verwaltung
ihrer Sicherheitsprofile auf die gleiche Weise wie mit den im Kapitel DDMs unter z/OS schützen
beschriebenen Funktionen zur Dateiverwaltung für Großrechner-DDMs.
Wenn mit dem Profilparameter FDDM keine Systemdatei für DDMs
angegeben wird, erfolgt der Schutz und die Verwaltung von DDMs wie im Folgenden
beschrieben.
Bevor ein DDM unter Natural Security verwendet werden kann, muss sein Status in Natural
Security definiert werden. Dieser Status bestimmt, ob das DDM verwendet werden kann, d.h.
innerhalb eines Programms in einem Statement für den Datenbankzugriff (z.B.
READ, FIND, HISTOGRAM, STORE,
UPDATE, DELETE) referenziert werden kann.
Anmerkung
Programm bedeutet in diesem Zusammenhang jede Art von Natural-Programmierobjekt, das
Datenbankzugriffs-Statements enthalten kann, d.h. Programme, Subprogramme, Subroutinen
usw.
Ein DDM, dessen Status nicht definiert ist, kann nicht referenziert werden.
Bei jedem DDM, das verwendet werden soll, müssen in Natural Security zwei Statusklassifizierungen vorgenommen werden: ein interner Status und ein externer Status.
In diesem Abschnitt werden folgende Themen behandelt:
Der interne Status steuert die Verwendung des DDMs innerhalb der Bibliothek, in der er enthalten ist.
Der interne Status eines DDMs kann einer der folgenden sein:
| Status | Bedeutung |
|---|---|
| PUBLIC | Das DDM kann von allen Programmen innerhalb der Bibliothek gelesen und geändert werden (Read und Update möglich). |
| ACCESS | Das DDM kann von allen Programmen innerhalb der Bibliothek gelesen, aber nicht geändert werden. |
| PRIVATE | Das DDM kann von keinem Programm innerhalb der Bibliothek verwendet werden. |
Der interne Status gilt nur innerhalb der Bibliothek, in der das DDM enthalten ist.
Die Prüfung, ob ein Programm ein DDM verwenden darf, erfolgt beim Kompilieren des Programms.
Die folgende Abbildung zeigt, wie sich der interne Status auf die Verwendung eines DDMs innerhalb einer Bibliothek auswirkt:

Der externe Status steuert die Verwendung des DDM durch andere Bibliotheken.
Dies setzt voraus, dass die Bibliothek, die das DDM enthält, von diesen anderen Bibliotheken als Steplib verwendet wird. Bibliotheken, für die die Bibliothek, die das DDM enthält, keine Steplib ist, können das DDM ohnehin nicht verwenden.
Der externe Status eines DDMs kann einer der Folgenden sein:
| Status | Bedeutung |
|---|---|
| PUBLIC | Das DDM ist nicht geschützt. Es kann von jeder Bibliothek verwendet, d. h. gelesen und geändert werden (Read und Update möglich). |
| ACCESS | Das DDM ist geschützt, was das Ändern (Update) betrifft. Es kann von jeder Bibliothek gelesen werden. Er kann jedoch nur von Bibliotheken geändert werden, die mit ihm verlinkt worden sind. |
| PRIVATE | Das DDM ist geschützt. Er kann nur von Bibliotheken verwendet werden, die mit ihm verlinkt wurden. Dieser Link kann als Read-Link (d.h. nur lesen) oder Update-Link (d.h. Ändern, was lesen impliziert) definiert werden. |
Der externe Status eines DDM ist nur dann relevant, wenn die Bibliothek, die das DDM enthält, von anderen Bibliotheken als Steplib verwendet wird.
Damit eine Bibliothek ein geschütztes DDM in einer der Steplibs der Bibliothek verwenden kann, müssen Sie einen Link zwischen der Bibliothek und dem DDM definieren.
Ein Link zu einem DDM, dessen externer Status PRIVATE ist, kann als Read-Link oder Update-Link definiert werden. Eine Verlinkung mit einem DDM, dessen externer Status ACCESS ist, kann nur als Update-Link definiert werden.
Die möglichen Beziehungen zwischen Bibliotheken und DDMs in einer Steplib sind in der folgenden Abbildung dargestellt:

Anmerkung
Ein Link kann nur zu einem DDM hergestellt werden, dessen externer Status ACCESS
oder PRIVATE ist, da zum Lesen (Read) oder Ändern (Update) eines DDM, dessen externer
Status PUBLIC ist, kein Link erforderlich ist.
Die Prüfung, ob ein Programm ein DDM in einer Steplib verwenden darf, erfolgt beim Kompilieren des Programms.
Wie Sie eine Bibliothek mit einem DDM verlinken können, erfahren Sie weiter unten unter Bibliothek mit einem geschützten DDM verlinken.
Der initiale interne und externe Status eines neu generierten DDMs hängt von der Option Set Status of DDMs ab, die im Fenster Restrictions des Bibliothekssicherheitsprofils eingestellt ist (siehe Bestandteile eines Bibliothekssicherheitsprofils im Kapitel Bibliotheken verwalten).
Diese Option betrifft alle DDMs in der Bibliothek, für die keine Sicherheitsprofile definiert wurden.
Standardmäßig ist diese Option auf UNDF gesetzt, d.h. sowohl der interne
als auch der externe Status eines neuen DDMs sind zu Beginn nicht definiert. Bevor ein
neues DDM von einem Programm verwendet werden kann, müssen Sie ein Sicherheitsprofil für
es erstellen und seinen internen und externen Status in dem Profil definieren.
Wenn Sie die Option auf PUBL setzen, werden sowohl der interne als auch
der externe Status aller neu erzeugten DDMs automatisch auf PUBLIC gesetzt. Das
bedeutet, dass neue DDMs von jedem Programm innerhalb der gleichen Bibliothek und in
Bibliotheken, die die Bibliothek als Steplib verwenden, verwendet werden können. Wenn
Sie die Verwendung dieser DDMs nicht einschränken wollen, brauchen Sie keine
Sicherheitsprofile für sie zu erstellen oder weitere Sicherheitsangaben zu machen. Wenn
Sie die Verwendung eines dieser DDMs einschränken wollen, müssen Sie ein
Sicherheitsprofil für es definieren und in dem Profil den internen und externen Status
wie gewünscht ändern.
Wenn Sie die Option Set Status of
DDMs von PUBL nach UNDF
zurücksetzen, werden der interne und externe Status aller PUBLIC DDMs ohne
Sicherheitsprofile auf nicht definiert zurückgesetzt.
Sofern der Initialstatus eines DDMs nicht automatisch auf PUBLIC gesetzt ist (siehe oben), müssen Sie für jedes DDM, das verwendet werden soll, ein Sicherheitsprofil definieren.
Neben dem internen und externen Status eines DDMs können Sie in einem DDM-Sicherheitsprofil auch einige andere Optionen festlegen:
Sie können die Verwaltung des DDMs selbst auf bestimmte Benutzer (DDM-Änderer) beschränken.
Sie können die Verwaltung des DDM-Sicherheitsprofils auf bestimmte Benutzer (Eigentümer) beschränken.
Sie können Vermerke zum Sicherheitsprofil eingeben.
Diese Optionen werden im Folgenden erläutert.
Folgende Themen werden behandelt:

In diesem Abschnitt werden folgende Themen behandelt:
| Feld | Erläuterung |
|---|---|
| DDM Name (nur Anzeige) | Der Name, unter dem das DDM generiert wurde. |
| DBID / FNR (nur Anzeige) | Die Datenbankkennung und Dateinummer der Datenbankdatei, auf die das DDM verweist. |
| Internal Status / External Status | Erläuterungen siehe oben unter Status eines DDMs.
Mögliche Werte:
Wenn Sie ein DDM-Sicherheitsprofil anlegen, wird der interne und externe Status standardmäßig auf PUBL gesetzt. |
| DDM Modifiers | DDM-Änderer. Sie können bis zu acht Kennungen von Benutzern eingeben. Nur
diese Benutzer sind dann berechtigt, das DDM in Predict (oder mit den
DDM-Services von Natural) zu verwalten.
Wenn Sie keine DDM-Änderer angeben, können die Eigentümer des Sicherheitsprofils (siehe Zusätzliche Optionen - Additional Options unten) das DDM verwalten. Wenn weder DDM-Änderer noch Eigentümer angegeben werden, ist die Verwaltung des DDMs nicht eingeschränkt. Neben der Kennung jedes DDM-Änderers können Sie optional eine Zahl von 1 bis 3 angeben. Diese Zahl legt fest, wie viele der anderen angegebenen DDM-Änderer für die Verwaltungserlaubnis gegenzeichnen müssen (die Gegenzeichnungslogik, die für die DDM-Verwaltungserlaubnis gilt, ist analog zu der von Eigentümern und Miteigentümern, siehe Kapitel Gegenzeichnungen). |
Wenn Sie das Feld Additional Options im Basis-Bildschirm des
DDM-Sicherheitsprofils mit Y markieren, wird ein Fenster angezeigt, in
dem Sie die folgenden Optionen auswählen können:
Maintenance Information - Verwaltungsinformationen
Security Notes - Sicherheitsvermerke
Owners - Eigentümer
Die Optionen, bei denen schon etwas angegeben oder definiert wurde, sind mit einem Pluszeichen (+) gekennzeichnet.
Sie können ein oder mehrere Elemente aus dem Fenster auswählen, indem Sie sie mit einem beliebigen Zeichen markieren. Für jedes ausgewählte Element wird ein weiteres Fenster angezeigt:
| Zusätzliche Optionen - Additional Options | |
|---|---|
| Maintenance Information (nur Anzeige) | Verwaltungsinformationen. Folgende Informationen werden angezeigt:
|
| Security Notes | Sicherheitsvermerke. Hier können Sie Anmerkungen zum Sicherheitsprofil eingeben. |
| Owners | Eigentümer Sie können bis zu acht Kennungen von Administratoren eingeben.
Nur die hier angegebenen Administratoren dürfen dieses DDM-Sicherheitsprofil
verwalten oder Bibliotheken damit verlinken.
Wenn kein Eigentümer angegeben wird, kann jeder Benutzer vom Typ Administrator das Sicherheitsprofil verwalten und verlinken. Zu jedem Eigentümer kann optional im Feld hinter der Kennung die Anzahl der Miteigentümer angegeben werden, deren Gegenzeichnung für die Verwaltungs-/Verlinkungserlaubnis erforderlich ist. Eine Erläuterung der Begriffe Eigentümer und Miteigentümer finden Sie im Kapitel Gegenzeichnungen. |
Anmerkung
Wenn der Natural-Profilparameter FDDM gesetzt ist, können
DDM-Sicherheitsprofile nur für DDMs angelegt und verwaltet werden, die in der Bibliothek
SYSTEM enthalten sind.
Um DDM-Sicherheitsprofile anzulegen oder zu verwalten:
Markieren Sie in der Library Maintenance-Auswahlliste eine
Bibliothek mit dem Code MD (oder, im Falle einer privaten Bibliothek,
wenn private Bibliotheken im Private Mode verwendet werden, markieren Sie den
Benutzer mit der gleichen Kennung in der User
Maintenance-Auswahlliste mit dem Code MD).
Es wird ein Fenster angezeigt, in dem Sie einen Startwert für die Liste der DDMs eingeben können (wie im Kapitel Grundlagen der Benutzung beschrieben).
Anschließend wird eine Liste der in der Bibliothek enthaltenen DDMs angezeigt.
Zu jedem DDM werden der DDM-Name, die Kennung der Bibliothek sowie der interne und externe Status angezeigt.
Wenn für ein DDM ein Sicherheitsprofil existiert, wird dies in Spalte P angezeigt:
X
|
Sowohl das DDM-Sicherheitsprofil als auch das entsprechende DDM existieren. |
N
|
Das DDM-Sicherheitsprofil existiert, aber kein entsprechendes DDM. |
leer |
Weder das DDM-Sicherheitsprofil noch das entsprechende DDM existieren. |
In der Liste kann geblättert werden, siehe Grundlagen der Benutzung.
Wenn Sie nur DDMs mit einem bestimmten Status auflisten möchten, können Sie im Feld External Status oberhalb der Liste eines der folgenden Auswahlkriterien angeben:
PUBL |
Alle DDMs mit dem Status PUBLIC. |
|---|---|
ACCE
|
Alle DDMs mit dem Status ACCESS. |
PRIV
|
Alle DDMs mit dem Status PRIVATE. |
DEFI
|
Definiert, d. h. alle DDMs mit dem Status PRIV,
ACCE und PUBL (*).
|
UNDF
|
Nicht definiert, d. h. alle DDMs, deren Status nicht PRIV,
ACCE oder PUBL (*).ist.
|
DDM
|
Alle definierten und nicht definierten DDMs (*). |
NDDM
|
DDM-Sicherheitsprofile, für die keine entsprechenden DDMs existieren (*). |
Dies ist kein echter DDM-Status, sondern dient nur zu Auswahlzwecken.
Der Standardstatus für die Auswahl ist DDM, d. h. alle DDMs
werden aufgelistet.
Aus der DDM-Liste rufen Sie alle Funktionen zum Anlegen und Verwalten eines DDM-Sicherheitsprofils auf. Die folgenden Funktionen stehen zur Verfügung (mögliche Codeabkürzungen sind unterstrichen):
| Code | Funktion |
|---|---|
AD |
Add DDM Profile - DDM-Sicherheitsprofil anlegen |
CO |
Copy DDM Profile - DDM-Sicherheitsprofil kopieren |
MO |
Modify DDM Profile - DDM-Sicherheitsprofil ändern |
DE
|
Delete DDM Profile - DDM-Sicherheitsprofil löschen |
DI |
Display DDM Profile - DDM-Sicherheitsprofil anzeigen |
CU
|
Copy Profile/Link to All Special Links - Profil kopieren/Verlinken mit allen Special-Links |
Um eine bestimmte Funktion für ein DDM aufzurufen, müssen Sie das DDM mit dem entsprechenden Funktionscode in Spalte Co markieren.
Sie können mehrere DDMs gleichzeitig für verschiedene Funktionen auswählen, d.h. Sie können mehrere DDMs auf dem Bildschirm mit einem Funktionscode markieren. Für jedes markierte DDM wird der entsprechende Verarbeitungsbildschirm angezeigt, und Sie können für ein DDM nach dem anderen die ausgewählten Funktionen ausführen.
Mit dieser Funktion können Sie ein DDM in Natural Security definieren, d.h. ein neues DDM-Sicherheitsprofil anlegen.
Dazu:
Geben Sie in der DDM-Auswahlliste im Feld Ext. Status das
Auswahlkriterium UNDF (nicht definiert) ein.
Es werden nur die DDMs in der Bibliothek aufgelistet, die noch nicht in Natural Security definiert wurden.
In der Liste kann geblättert werden, siehe Grundlagen der Benutzung.
Markieren Sie in der Liste das DDM, für das Sie ein Sicherheitsprofil erstellen
möchten, mit dem Funktionscode AD.
Der Bildschirm Add DDM wird angezeigt.
Die einzelnen Bestandteile, die Sie auf diesem Bildschirm definieren können, sowie alle zusätzlichen Fenster, die Teil eines DDM-Sicherheitsprofils sein können, sind unter Bestandteile eines DDM-Sicherheitsprofils beschrieben.
Wenn Sie ein DDM anlegen, werden die im Sicherheitsprofil der Bibliothek, in der das DDM enthalten ist, angegebenen Eigentümer automatisch in das DDM-Sicherheitsprofil übernommen.
Mit dieser Funktion können Sie ein DDM in Natural Security definieren, indem Sie ein Sicherheitsprofil anlegen, das mit einem bereits vorhandenen DDM-Sicherheitsprofil in derselben Bibliothek identisch ist.
Alle Bestandteile des bestehenden DDM-Sicherheitsprofils werden in das neue DDM-Sicherheitsprofil kopiert - jedoch nicht:
die Dateinummer und die Kennung der Datenbank,
die Eigentümer (die Eigentümer werden aus Ihrem eigenen Benutzersicherheitsprofil in das neue DDM-Sicherheitsprofil kopiert).
Ob Links kopiert werden, hängt davon ab, ob Sie das Kopieren mit oder ohne Links wählen (siehe unten beim Feld With Links = Y/N).
Markieren Sie in der DDM-Auswahlliste das DDM, dessen Sicherheitsprofil Sie
duplizieren möchten, mit dem Funktionscode CO.
Es wird ein Fenster angezeigt, in dem Sie folgende Angaben machen können:
| Feld | Erläuterung |
|---|---|
| To DDM | Nach DDM. Geben Sie den Namen des "neuen" DDM ein. |
| With links | Mit Links. Geben Sie Y oder N ein. Mit
dieser Option können Sie zusätzlich zum DDM-Sicherheitsprofil auch dessen
Links kopieren; siehe Mit
Links kopieren weiter unten.
|
Das neue DDM-Sicherheitsprofil wird angezeigt. Seine Bestandteile, die Sie definieren oder ändern können, sind unter Bestandteile eines DDM-Sicherheitsprofils beschrieben.
Wenn Sie With Links = N wählen, werden alle Verlinkungen von Bibliotheken mit dem bestehenden DDM nicht für das neue DDM übernommen.
Wenn Sie With Links = Y wählen, werden alle Verlinkungen von Bibliotheken zum bestehenden DDM für das neue DDM kopiert, und Sie haben die Möglichkeit, die Links aufzuheben, die Sie nicht für das neue DDM übernehmen möchten. Die Vorgehensweise ist wie folgt:
Nachdem Sie Änderungen am kopierten DDM-Sicherheitsprofil vorgenommen und den Bildschirm Copy DDM durch Drücken von PF3 verlassen haben, wird eine Liste der Bibliotheken angezeigt: Sie enthält alle Bibliotheken, die mit dem bestehenden DDM verlinkt sind.
In der Liste können Sie einzelne Bibliotheken mit CL (Cancel)
markieren, um Verknüpfungen aufzuheben, die Sie nicht für das neue DDM übernehmen
möchten. Alle Bibliotheken, die Sie nicht markieren, werden automatisch mit
dem neuen DDM auf dieselbe Weise verlinkt (Read- oder Update-Link) wie das
bestehende DDM.
Mit dieser Funktion können Sie ein bestehendes DDM-Sicherheitsprofil ändern.
Dazu:
Markieren Sie in der DDM-Auswahlliste das DDM, dessen Sicherheitsprofil Sie ändern
möchten, mit dem Funktionscode MO.
Das DDM-Sicherheitsprofil wird angezeigt. Seine Bestandteile, die Sie definieren oder ändern können, sind unter Bestandteile eines DDM-Sicherheitsprofils beschrieben.
Mit dieser Funktion können Sie ein bestehendes DDM-Sicherheitsprofil löschen.
Dazu:
Markieren Sie in der DDM Maintenance-Auswahlliste das DDM, das
Sie löschen möchten, mit dem Funktionscode DE.
Es wird ein Fenster angezeigt.
Wenn Sie sich gegen das Löschen des DDM-Sicherheitsprofils entscheiden, können Sie das Fenster verlassen, indem Sie ENTER drücken, ohne etwas eingegeben zu haben.
Um das DDM-Sicherheitsprofil zu löschen, müssen Sie den Namen des DDMs in das Fenster eingeben, um den Löschvorgang zu bestätigen.
Wenn Sie ein DDM-Sicherheitsprofil löschen, werden auch alle bestehenden Links zu diesem Profil gelöscht.
Wenn Sie ein DDM-Sicherheitsprofil löschen, wird das DDM selbst nicht gelöscht. Der
DDM-Name verbleibt in der DDM-Auswahlliste, wobei der interne Status entweder auf
UNDF (nicht definiert) oder PUBL (öffentlich) gesetzt wird, je
nach der Option Set Status of
DDMs (diese Option wird im Kapitel Bibliotheken
verwalten beschrieben).
Anmerkung
Wenn ein DDM selbst gelöscht wird (in Predict oder mit den DDM Services oder dem
Dienstprogramm SYSMAIN von Natural), wird das zugehörige
DDM-Sicherheitsprofil nicht gelöscht. Um die DDM-Sicherheitsprofile ohne DDMs in einer
Bibliothek aufzulisten, müssen Sie NDDM als Auswahlkriterium für die Liste der
DDM-Sicherheitsprofile eingeben.
Wenn Sie mehr als ein DDM mit DE markieren, erscheint ein Fenster, in dem
Sie gefragt werden, ob Sie die Löschung jedes DDM-Sicherheitsprofils durch Eingabe des
DDM-Namens bestätigen wollen, oder ob alle zum Löschen ausgewählten DDM-Sicherheitsprofile
ohne diese individuelle Bestätigung gelöscht werden sollen. Achten Sie darauf, dass Sie
nicht versehentlich ein DDM-Sicherheitsprofil löschen.
Mit dieser Funktion können Sie sich ein bestehendes DDM-Sicherheitsprofil anzeigen lassen.
Dazu:
Markieren Sie in der DDM-Auswahlliste mit dem Funktionscode DI das
DDM, dessen Sicherheitsprofil Sie anzeigen möchten.
Das DDM-Sicherheitsprofil wird angezeigt. Seine Bestandteile sind unter Bestandteile eines DDM-Sicherheitsprofils beschrieben.
Diese Funktion führt Folgendes aus:
Sie kopiert ein vorhandenes DDM-Sicherheitsprofil aus dieser Bibliothek in die Sicherheitsprofile aller vorhandenen Special-Links zur Bibliothek. Dadurch wird sichergestellt, dass für dieses DDM dasselbe DDM-Sicherheitsprofil innerhalb des Bibliothekssicherheitsprofils und aller seiner Special-Link-Profile vorhanden ist.
Sie kopiert einen bestehenden Link zwischen einem DDM und einer personengeschützten Bibliothek, so dass zwischen dem DDM und allen Benutzern, die einen Special-Link zu dieser Bibliothek haben, gleichzeitig die gleiche Art von Link (Read-Link oder Update-Link) hergestellt wird.
Dazu:
Markieren Sie in der DDM-Auswahlliste das DDM, dessen Link/Profil Sie kopieren
möchten, mit dem Funktionscode CU.
Es wird eine Meldung angezeigt, dass es kopiert wurde.
Wenn der Natural-Profilparameter FDDM nicht gesetzt ist, können
Sie eine Bibliothek wie folgt mit geschützten DDMs in einer Steplib verlinken:
Rufen Sie die DDM-Auswahlliste dieser Bibliothek auf (wie unter DDM-Sicherheitsprofile anlegen und verwalten beschrieben).
Geben Sie in das Feld Library oberhalb der Liste einen Stern (*) ein. Es wird ein Fenster angezeigt, in dem alle für die Bibliothek definierten Steplibs aufgelistet sind.
Markieren Sie die Steplib, die das DDM oder die DDMs enthält, mit denen Sie die
Bibliothek verlinken möchten. Es wird eine Liste aller DDMs in der ausgewählten
Steplib mit dem externen Status ACCESS und PRIVATE
angezeigt.
In der Liste kann geblättert werden, siehe Grundlagen der Benutzung.
Markieren Sie in der Spalte Co der Liste ein oder mehrere DDMs mit einem der unten aufgeführten Funktionscodes.
Wenn der Natural-Profilparameter FDDM gesetzt ist, kann eine
Bibliothek nur mit geschützten DDMs verlinkt werden, die in der Steplib
SYSTEM enthalten sind. Dies geschieht wie folgt:
Rufen Sie die DDM-Auswahlliste dieser Bibliothek auf (wie unter DDM-Sicherheitsprofile anlegen und verwalten beschrieben).
Es wird eine Liste aller DDMs in der Steplib SYSTEM mit dem externen
Status ACCESS und PRIVATE angezeigt.
In der Liste kann geblättert werden, siehe Kapitel Grundlagen der Benutzung beschrieben.
Markieren Sie in der Spalte Co der Liste ein oder mehrere DDMs mit einem der folgenden Funktionscodes:
| Code | Funktion |
|---|---|
RE
|
Read-Link - Die so verlinkte Bibliothek darf das DDM nur lesen, aber nicht ändern. |
UP
|
Update-Link - Die so verlinkte Bibliothek darf das DDM lesen und ändern. |
CL
|
Cancel - Eine bestehende Verlinkung wird aufgehoben. |
CU
|
Copy - Eine bestehende Verlinkung zwischen einem DDM und einer personengeschützten Bibliothek wird kopiert, so dass die gleiche Art von Verlinkung (Read- oder Update-Link) gleichzeitig zwischen dem DDM und allen Benutzern hergestellt wird, die einen Special-Link zu dieser Bibliothek haben. |
Eine Verlinkung zu einem PRIVATE DDM kann als Read-Link (RE) oder
Update-Link (UP) angegeben werden. Eine Verbindung zu einem ACCESS-DDM kann
nur als Update-Link (UP) angegeben werden, da zum Lesen eines ACCESS-DDM kein
Link erforderlich ist.