Dieses Kapitel behandelt Arbeitsdateien (Work Files) und gültige Formate, die für die Entlade-, Lade- und Scan-Funktionen des Object Handlers gelten.
Siehe auch Arbeitsdatei- und Report-Optionen im Kapitel Einstellungen (Settings).
Dieses Kapitel behandelt folgende Themen:
In der folgenden Tabelle sind die vom Object Handler verwendeten Arbeitsdateien aufgeführt.
| Arbeitsdatei | Erläuterung |
|---|---|
| Work File 1 | Wird für die Funktionen Unload
(Entladen), Load (Laden) und Scan
(Durchsuchen) verwendet.
Enthält die entladenen Daten. |
| Work File 7 | Wird nur verwendet, wenn Entire Connection installiert
und Use PC File im Bildschirm Options
markiert ist (siehe auch Zusätzliche Optionen
festlegen).
Die Arbeitsdatei 7 muss als Entire Connection-Arbeitsdatei definiert sein, um für die Entlade-, Lade- und Scan-Funktionen verwendet werden zu können. Enthält die entladenen Daten. |
| Work File 8 | Wird nur verwendet, wenn Entire Connection installiert
und Use PC File im Bildschirm Options
markiert ist (siehe auch Zusätzliche Optionen
festlegen
Die Arbeitsdatei 8 muss als Entire Connection-Arbeitsdatei definiert sein, um für die Entlade-, Lade- und Scan-Funktionen verwendet werden zu können. Wird als interne Datei für die Verarbeitung von Entire Connection-Kommandos verwendet. Anmerkung |
Es gibt zwei Dateiformate zum Entladen von Objekten aus der Quellumgebung in Arbeitsdateien und zum Laden von Objekten aus Arbeitsdateien in die Zielumgebung: ein internes Format und das Transfer-Format. Für das Übertragen von Binärdaten müssen Arbeitsdateien das interne Format haben. Für das Übertragen von Textdaten müssen die Arbeitsdateien das Transfer-Format haben. In diesem Abschnitt werden die Formate beschrieben:
Das interne Format ist ein internes Satzlayout für Arbeitsdateien, die dazu dienen, Natural-Quellcodeobjekte und katalogisierte Objekte, Fehlermeldungen, Natural-Kommandoprozessoren, Adabas Field Definition Tables (FDTs), Natural Data Definition Modules (DDMs) und Natural-zugehörige Objekte (Natural Related Objects) von einer Umgebung in eine andere zu übertragen.
Arbeitsdateien im internen Format können zur Übertragung von Objekten zwischen identischen Plattformen verwendet werden.
Wenn das interne Format aktiviert ist, werden Natural-Objekte aus der Quellumgebung gelesen und mit der Entladefunktion des Object Handlers in eine Natural-Arbeitsdatei geschrieben. Diese Arbeitsdatei kann unter Verwendung von Standard-Dateitransferdiensten in eine andere Umgebung transportiert werden. In der Zielumgebung können die Objekte dann aus der Arbeitsdatei gelesen und mit der Ladefunktion des Object Handlers in das lokale Datei- oder Datenbanksystem geladen werden.
Es wird dringend empfohlen, die Arbeitsdatei 1 mit
RECFM=VB (variable blocked) zu definieren, weil der
Object Handler Sätze mit variabler Länge in die Arbeitsdatei schreibt, wodurch
sich die Größe der Arbeitsdatei verringert.
Wenn Sie Arbeitsdatei 1 mit RECFM=FB (fixed
blocked) definieren, müssen Sie für die Entladefunktion die Option
FIXEDLENGTH angeben. Andernfalls werden die in die Arbeitsdatei
geschriebenen Sätze mit binären Nullen aufgefüllt.
Anmerkung
Arbeitsdateien, die mit dem Dienstprogramm NATUNLD auf dem
Server erstellt wurden, müssen im internen Format verarbeitet werden. Die
Arbeitsdateien müssen auf einem Server der gleichen Plattform erstellt werden,
auf der NATUNLD angewendet wurde.
Siehe auch Transfer format unter Einstellungen (Settings).
Das Transfer-Format ist ein generelles Satzlayout für Arbeitsdateien, die Lade- oder Entladedaten enthalten. Dieses Format ist plattformunabhängig und kann verwendet werden, um die Quellen von Natural-Objekten, Natural-Kommandoprozessorquellen, Fehlermeldungen, DDMs und Adabas-FDTs von einer Hardware-Plattform auf eine andere und zwischen UNIX-, Mainframe- und Windows-Plattformen zu übertragen.
Wenn die Option Transfer format gesetzt ist, liest die Entladefunktion des Object Handlers Natural-Objekte von einer Hardware-Plattform und strukturiert sie anschließend neu.
Die formatierten Datensätze werden in eine Natural-Arbeitsdatei geschrieben, die mit Standard-Dateitransferdiensten auf eine andere Plattform transportiert werden kann. Auf der Zielplattform liest die Ladefunktion des Object Handlers dann die Objekte aus der Arbeitsdatei und lädt sie in das lokale Datei- oder Datenbanksystem. Die aus der Arbeitsdatei gelesenen Objekte werden entsprechend der Struktur der neuen Hardware-Plattform restrukturiert.
Das Transfer-Format wird auch verwendet, um Quellcode von
Natural-Objekten in Unicode/UTF-8 (Universal Transformation Format, 8-Bit-Form)
zu entladen oder zu laden. Wenn Sie die entsprechende Entladeoption angeben
(WORKFILETYPE auf
UTF-8 im Kommandomodus oder
Unicode work
file im Menümodus), werden alle Objektquellen in eine
Arbeitsdatei in UTF-8 entladen. Wenn Sie die entsprechende Ladeoption angeben
(LOAD-CODE-PAGE
im Kommandomodus oder Use load code
page im Menümodus), werden alle Objektquellcodes in UTF-8
mit der angegebenen Codepage konvertiert, wenn sie in eine Natural-Systemdatei
geladen werden.
Verwenden Sie das Transfer-Format, um Arbeitsdateien zu verarbeiten, die mit dem Dienstprogramm SYSTRANS erstellt wurden. Arbeitsdateien, die in UTF-8 kodierte Objektquellcodes enthalten, können nicht mit SYSTRANS verarbeitet werden.