Dateien an Entire Output Management übergeben

Sie können SYSOUT-Dateien und/oder eine oder mehrere Dateien (z.B. Ausgabedateien eines Jobs) an Entire Output Management (NOM) zur Weiterbehandlung der Ausgabe(n) in dieser Umgebung übergeben.

Dieses Kapitel behandelt folgende Themen:


Grundlegende Erfordernisse für Datei-Übergaben an Entire Output Management

Folgende grundlegende Erfordernisse gelten, wenn Dateien von Entire Operations an Entire Output Management übergeben werden:

  1. In den Start-Parametern für System Automation Tools (SAT) bzw. Entire Operations muss eine NTLFILE-Makro- bzw. LFILE-Definition für die Entire Output Management-Systemdatei eingetragen sein.

    Weitere Informationen siehe Installation und Inbetriebnahme-Dokumentation.

  2. Wenn Entire Output Management (LFILE 206) definiert ist, und wenn der Entire Operations-Monitor die Meldung NAT0082 beim Aufrufen der Entire Output Management API erhält, wird vor dem Neustart des Entire Operations-Task die Meldung NOM Trigger-Schnittstelle nicht aktiv in das Protokoll (Log) geschrieben. Nachfolgende Versuche, SYSOUT an Entire Output Management zu übergeben, werden ignoriert und die Meldung Übergabe an NOM unmöglich ausgegeben.

  3. Wenn eine SYSOUT-Datei oder eine andere Datei nicht an die Entire Output Management API übergeben werden kann, fordert die Entire Output Management API dazu auf, dass ein Job wiederholt werden soll. Prüfen Sie das Entire Operations-Protokoll ("Log") auf ausführlichere Fehlerinformationen.

  4. In Entire Output Management lautet der Bericht-Name EOR-SOUT.

  5. Bezüglich UNIX und Windows siehe SYSOUT-Übergabe von UNIX- und Windows-Knoten an Entire Output Management.

Siehe auch:

Dateien zur Übergabe an Entire Output Management auflisten

Beginn der AnweisungslisteUm Dateien aufzulisten, die zur Weiterverarbeitung in Entire Output Management definiert sind:

  1. Markieren Sie im Dialog Verwaltung Jobs einen Job und wählen Sie das Register EOJ-Überprüfung.

    Register EOJ-Überprüfung

    Der Buchstabe T in der Tabellenspalte Aktion zeigt an, ob eine Job-Ende-Aktion für Entire Output Management existiert.

  2. Wählen Sie in der Tabellenzeile, die den Buchstaben T enthält, die Schaltfläche Bearbeiten [Bearbeiten].

    Der Dialog Bearbeiten EOJ-Überprüfung ... wird angezeigt (Beispiel s.u.).

  3. Wählen Sie die Schaltfläche Output Management:

    Bearbeiten EOJ-Überprüfung

    Der Dialog enthält eine Liste aller Dateien, die als EOJ-Aktion für die Übergabe an Entire Output Management definiert sind.

Datei-Definition für Entire Output Management anlegen oder ändern

Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie Definitionen für Dateien, die in Entire Output Management verarbeitet werden sollen, anlegen oder ändern können.

Anmerkung
Die Anzahl der Dateien, die Sie pro Job-Ereignis definieren können, ist auf 10 begrenzt. Wenn Sie mehr als 10 Dateien pro Job definieren wollen, müssen Sie zunächst eine oder mehrere zusätzliche Ereignisdefinitionen Job ok / Job nicht ok anlegen und dort die zusätzlichen Dateien für diese Ereignisse definieren.

Beginn der AnweisungslisteUm eine Datei-Definition für Entire Output Management anzulegen oder zu ändern:

  1. Markieren Sie im Dialog Verwaltung Jobs einen Job und wählen Sie das Register EOJ-Überprüfung.

    Ein Buchstabe T in der Tabellenspalte Aktion zeigt an, ob eine Job-Ende-Aktion für Entire Output Management existiert.

  2. Wählen Sie in der Tabellenzeile, die einen Buchstaben T enthält, die Schaltfläche Bearbeiten [Bearbeiten].

    Der Dialog Bearbeiten EOJ-Überprüfung ... wird angezeigt.

  3. Wählen Sie die Schaltfläche Output Management:

    Bearbeiten EOJ-Überprüfung

    Der Dialog enthält eine Liste mit Dateien, die als EOJ-Aktion für die Übergabe an Entire Output Management definiert sind.

  4. Wählen Sie die Schaltfläche + [Neu], um eine neue Job-Ende-Aktion anzulegen.

    Oder markieren Sie eine vorhandene EOJ-Definition, die für Entire Output Management definiert ist (gekennzeichnet durch den Buchstaben T in der Spalte Aktion) und wählen Sie die Schaltfläche Ändern

    Der Dialog Dateidefinition für das Output-Management... wird angezeigt (Beispiel):

    Ändern Dateidefinition für Output Management

    Abhängig von der Optionswahl unter Datei ist definiert durch sind im Bereich Dateidefintion andere Felder vorhanden.

    Weitere Vorgehensweise siehe:

  5. Wählen Sie die Schaltfläche OK, um die Eingaben zu speichern.

    Die neue bzw. geänderte Datei wird Entire Output Management zugewiesen.

Weitere Vorgehensweise siehe:

Spool-Datei-Definition

Sie können zur Weiterbehandlung durch Entire Output Management eine Spool-Datei entweder durch Angabe von Spoolfile-Typ und Nummer oder Proc.-Name, Step-Name und DD-Name definieren.

Spoolfile-Typ und Nummer

Beginn der AnweisungslisteUm eine Spool-Datei für Entire Output Management durch "Spoolfile-Typ und Nummer" zu definieren:

  1. Markieren Sie im Dialog Neue Dateidefinition für das Output Management bzw. Bearbeiten Dateidefinition für Output Management die Option Spoolfile Typ und Nummer.

    Ändern Dateidefinition für Output Management

    Sie können eine Datei des Job-SYSOUT zur Weiterbehandlung durch Entire Output Management definieren. Weitere Informationen siehe Felder: Spool-Datei-Definition.

  2. Bestätigen Sie die Eingaben mit OK.

    Die neue Datei ist damit Output Management zugewiesen.

Proc.-Name, Step-Name und DD-Name

Beginn der AnweisungslisteUm eine Spool-Datei für Entire Output Management durch "Proc.-Name, Step-Name und DD-Name" zu definieren:

  1. Markieren Sie im Dialogfenster Neu hinzufügen Dateidefinition für Output Management bzw. Ändern Dateidefinition für Output Management die Option Proc., Step and DD-Name.

    Dateidefinition für Output Management - Proc. Step and DD-Name

    Sie können eine Datei des Job-SYSOUT zur Weiterbehandlung durch Entire Output Management definieren. Weitere Informationen Sie Felder: Spool-Datei-Definition.

  2. Bestätigen Sie die Eingaben mit OK.

    Die neue Datei ist damit dem Output Management zugewiesen.

Felder: Spool-Datei-Definition

Dieser Abschnitt beschreibt die Felder, die im Dialog Dateidefinition für Output Management vorhanden sind.

Feld | Option Bedeutung
Datei ist definiert durch
Typ der Spool-Datei Typ der Spool-Datei, zum Beispiel SO für JES SYSOUT.
Nummer der Spool-Datei Die Nummer der Spool-Datei.
Dateidefinition
Procname PROCNAME, der die Datei kennzeichnet.
Stepname STEPNAME, der die Datei kennzeichnet.
DD-Name DD-Name, der die Datei kennzeichnet.

Weitere Informationen zu Spool-Dateien finden Sie unter Report-Identifikation für JES definieren oder Report-Identifikation für POWER definieren im Abschnitt Attribute eines Reports definieren im Entire Output Management-Benutzerhandbuch.

Datei-Definitionen für Entire Output Management löschen

SYSOUT- und Datei-Übergabe an Entire Output Management

Dieser Abschnitt behandelt folgende Themen:

Wiederholung bei fehlender oder geöffneter Datei

Falls die zu übergebende Datei (noch) nicht existiert hat, bzw. (noch) nicht geschlossen ist, wird die Übergabe bis zu fünf Mal versucht. Die Zeit zwischen den Übergabe-Versuchen entspricht der Monitor-Wartezeit.

Dabei gelten die folgenden Regeln:

Fall Wiederholungen Intervalle zwischen den Wiederholungen
Ausgabedatei wird nicht gefunden

(gilt nicht für Spool-Dateien)

3 5 Minuten
In allen anderen Fällen 1000 30 Minuten

Die Wiederholungswarteschlange wird beim Herunterfahren oder Neustart des Monitors nicht gelöscht.

Dateikopie vor der Übergabe an Entire Output Management

In den Standardeinstellungen kann definiert werden, dass SYSOUT-Dateien vor der Übergabe an Entire Output Management physisch kopiert werden. Weitere Informationen siehe Kontrollkästchen SYSOUT-Datei vor Übergabe an NOM kopieren im Abschnitt Standardwerte für andere Einstellungen - Register "Andere" in der Systemverwaltung-Dokumentation.

Der Vorteil dabei ist, dass die exklusive Nutzung (sowie Umbenennen und Löschen) der Kopie durch Entire Output Management in Entire Operations weiterhin betrachtet werden kann. Dies hat allerdings einen erhöhten Platzbedarf für SYSOUT-Dateien zur Folge.

Datei auf einen anderen Entire System Server-Knoten kopieren

Unter folgenden Randbedingungen wird die SYSOUT-Kopie auf einem anderen Knoten angelegt:

  • Das Symbol SYSOUT-NODE-GLOBAL existiert in der Symboltabelle SYSDBA/A und enthält eine gültige Knotennummer.

  • In der Zielumgebung existieren die gleichen PubIDs und BS2000-Benutzerkennungen wie in der Quellumgebung.

Zusammenhang mit einer definierten Fehlerbehandlung (Recovery Action)

Definierte Fehlerbehandlungs-Aktionen für einen fehlerhaften Job werden erst ausgeführt, nachdem sämtliche Aktivitäten für die Übergabe der SYSOUT-Datei an Entire Output Management abgeschlossen sind, oder nachdem die maximale Anzahl an Übergabe-Versuchen erreicht wurde.

Im Falle einer Fehlerbehandlung werden die SYSOUT-Dateien aller Job-Läufe an Entire Output Management übergeben.

Weitere Informationen siehe Fehlerbehandlungsaktionen definieren (Wiederherstellung).

Limit für SYSOUT-Zeilen

Wenn die SYSOUT-Datei oder die Spool-Datei ein vorgegebenes Zeilen-Limit überschreitet, wird die kopierte Datei gekürzt. Siehe Limit für SYSOUT-Zeilen auf der Registerkarte Netzwerk-Optionen in der Systemverwaltung.

Übergabe von SYSOUT von UNIX- und Windows-Knoten an Entire Output Management

Auf UNIX- und Windows-Systemen muss die Umgebungsvariable EOR_NOM definiert sein. Sie muss einen gültigen Verzeichnisnamen enthalten. Entire Operations kopiert die SYSOUT-Dateien für Entire Output Management in dieses Verzeichnis. Wenn das Verzeichnis nicht vorhanden ist, erstellt es der Entire System Server auf UNIX (Entire System Server auf Windows) beim ersten Versuch, es zu benutzen.

Dies ist eine Definition auf Jobebene. Sie gilt nur für den gewählten Job.

Entire Operations erstellt die SYSOUT-Dateikopien in diesem Verzeichnis mit eindeutigen Namen.

Es ist obliegt dann Entire Output Management, die Dateien von dort abzuholen.

Anmerkungen:

  1. Wenn kopierte SYSOUT-Dateien nicht von Entire Output Management innerhalb des Aufbewahrungszeitraums für aktive Jobs abgeholt werden, werden sie durch die Entire Operations-Bereinigung nach diesem Zeitpunkt gelöscht (nur wenn Entire System Server Version 2.1.2 PL 2 oder höher im Einsatz ist). Es empfiehlt sich, Entire System Server Version 2.1.2 PL 2 oder höher in Verbindung mit dieser Funktionalität zu benutzen. Siehe auch Standardwerte: Zeiträume in der Systemverwaltung-Dokumentation.
  2. Wenn die SYSOUT-Datei oder die Spool-Datei ein vorgegebenes Zeilen-Limit überschreitet, wird die kopierte Datei gekürzt. Siehe Limit für SYSOUT-Zeilen auf der Registerkarte Netzwerk-Optionen in der Systemverwaltung.

Namenskonventionen für Dateien, die in das Verzeichnis EOR_NOM kopiert werden (UNIX und Windows)

SYSOUT-Dateien

Die Dateinamen für SYSOUT-Dateien für das Verzeichnis $EOR_NOM haben folgende Syntax:

dbid-fnr.owner.network.run.job.txt
Dabei hat ... ... folgende Bedeutung:
dbid-fnr Verkettete Datenbankkennung und Dateinummer, 10 Stellen.
owner Job-Eigentümer.
network Netzwerk des Jobs.
run Laufnummer des Jobs.
job Job.

Andere Dateien

Die Dateinamen für andere Dateien für das Verzeichnis $EOR_NOM haben folgende Syntax:

Format A mit den Bestandteilen

yymmdd.hhiisst.rrrrr.filename.ext
Dabei hat ... ... folgende Bedeutung:
yymmdd Jahr, Monat, Tag.
hhiisst Zeit, einschließlich 1/10 Sek.
rrrr Entire Operations-Laufnummer, mit führenden Nullen.
filename Nicht qualifizierter Teil des ursprünglichen Dateinamens.
ext Erweiterung des ursprünglichen Dateinamens.

Format B mit den Bestandteilen

yymmdd.hhiisst.rrrrr.job.ix
Dabei hat ... ... folgende Bedeutung:
yymmdd Jahr, Monat, Tag.
hhiisst Zeit, einschließlich 1/10 Sek.
rrrr Entire Operations-Laufnummer, mit führenden Nullen.
job Entire Operations-Job-Name.
ix Index der Dateidefinition in Entire Operations (2 Stellen).

Anmerkung
Aufgrund einer Größenbeschränkung in Entire Output Management wird Format B nur dann benutzt, wenn die Länge von filename.ext mehr als 20 Zeichen beträgt.