Monitor Client NATMOPI

Dieses Kapitel behandelt die folgenden Themen:


Über den Monitor Client NATMOPI

Der Monitor Client NATMOPI ist eine zeichenbasierte Kommando-Schnittstelle zur Überwachung verschiedener Servertypen, die in einer z/OS Natural-Umgebung bereitgestellt werden. Jeder dieser Server verfügt über eigene Monitoring-Kommandos, die in der entsprechenden Server-Dokumentation beschrieben sind. Darüber hinaus steht eine Reihe von Verzeichnis-Kommandos zur Verfügung, die unabhängig vom Servertyp verwendet werden können. Ein NATMOPI kann zur Überwachung verschiedener Servertypen verwendet werden.

Syntax der Kommando-Schnittstelle

Grundsätzlich besteht die Syntax der Kommando-Schnittstelle aus einer Liste von Optionen, wobei jede Option einen Wert haben kann/muss. Beispiel:

-s <server-id> -c help

wobei -s und -c Optionen sind und und <server-id> und help die Optionswerte sind.

Es ist möglich, mehrere Optionen anzugeben, aber jeder Option kann nur ein Wert zugewiesen werden.

Die verfügbaren Kommando-Optionen sind unten aufgeführt.

Verfügbare Kommando-Optionen

Wörter in <> sind vom Benutzer angegebene Werte.

Kommando-Option Aktion
-s <server-id> Geben Sie eine Serverkennung für das Senden eines Monitor-Kommandos an. Wenn die Serverkennung im Serververzeichnis nicht eindeutig ist, fordert NATMOPI den Benutzer auf, einen Server auszuwählen.
-c <monitor command> Geben Sie ein Monitor-Kommando an, das an die mit der Option -s definierte Serverkennung gesendet werden soll.
-d <directory command> Geben Sie ein auszuführendes Verzeichnis-Kommando an.
-a Unterdrückung der Aufforderung zur Eingabe einer eindeutigen Serverkennung. Verarbeiten aller Server, die für die angegebene Serverkennung gelten.
-h Anzeigen der NATMOPI-Hilfe.

Monitor-Kommandos

Dies sind Kommandos, die zur Ausführung an einen Server gesendet werden. Die verfügbaren Monitor-Kommandos hängen vom Servertyp ab, jedoch unterstützt jeder Server mindestens die Kommandos ping, terminate und help. Weitere Kommandos finden Sie unter Betrieb des Web-I/O Interface Server, wo die entsprechenden Server-Kommandos beschrieben sind.

Verzeichnis-Kommandos

Verzeichnis-Kommandos werden nicht von einem Server, sondern direkt vom Monitor Client NATMOPI ausgeführt.

Mit den Verzeichnis-Kommandos können Sie die vorhandenen Servereinträge durchsuchen und blockierte Einträge entfernen.

Die folgenden Verzeichnis-Kommandos stehen zur Verfügung. Wörter in <> sind vom Benutzer angegebene Werte, Wörter in [ ] sind optional.

Verzeichnis-Kommando Aktion
ls [<server-id>] Listet alle Server aus dem Server-Verzeichnis auf, die auf die angegebene Serverkennung zutreffen. Die Server-Liste wird in Kurzform angezeigt.
ll [<server-id>] Wie ls, jedoch enthält die Server-Liste erweiterte Server-Informationen.
rs [<server-id>] Entfernt Server-Einträge aus dem Server-Verzeichnis.

Anmerkung
Wenn Sie den Eintrag eines aktiven Servers entfernen, können Sie diesen Serverprozess nicht mehr überwachen.

cl [<server-id>] Bereinigt das Server-Verzeichnis. Dieses Kommando pingt den angegebenen Server an. Wenn der Server nicht antwortet, wird sein Eintrag aus dem Verzeichnis entfernt.
ds Gibt den Inhalt des Server-Verzeichnisses aus.
lm Listet ausstehende IPC-Nachrichten auf.

Kommando-Beispiele

Beispiel für das Anpingen eines Servers in verschiedenen Umgebungen

Server in z/OS (SMARTS/Com-plete), Ausgabe in STDOUT:

  • System-Operator:

    /F complete-jobname,NATMOPI -sServerName -cPING
  • Com-plete-Online-Kommando

    NATMOPI -sServerName -cPING

Server in z/OS (Started-Task oder Batch-Modus):

  • NATMOPI im Batch-Modus ausführen:

    NATMOPI,PARM=('-sServerName -cPING')

    Beispiel-Job:

    //SAGMOPI  JOB  SAG,CLASS=K,MSGCLASS=X                       
    //NATEX EXEC PGM=NATMOPI,REGION=3000K,                       
    // PARM=('-Sname -CPING')                                  
    //* PARM=('-H')                                              
    //STEPLIB  DD DISP=SHR,DSN=NATURAL.XXXvr.LE.LOAD         
    //         DD DISP=SHR,DSN=CEE.SCEERUN                       
    //SYSOUT   DD   SYSOUT=X
    //SYSPRINT DD   SYSOUT=X                                     
    //*  

    Dabei steht XXX für den Web I/O Interface Server-Produktcode (NWO) und vr für die zweistellige Produktversion.

  • NATMOPI in TSO (Kommando) ausführen:

    NATMOPI -sServerName -cPING

    Die NWO-Library muss in der Steplib von TSO enthalten sein.

Weitere Kommando-Beispiele

  • natmopi -dls
    Listet alle im Verzeichnis registrierten Server in Kurzform auf.

  • natmopi -dcl TST -ls TST
    Bereinigt alle Server mit der Kennung TST* (Server anpingen und entfernen, wenn er nicht antwortet) und listet alle Server mit der Kennung TST* nach der Bereinigung auf.

  • natmopi -sSRV1 -cping -sSRV2 -sSRV3 -cterminate
    Kommando ping an SRV1 senden. Kommando terminate an SRV2 und SRV3 senden.

  • natmopi -cterminate -sSRV1 -cping -sSRV2 -sSRV3
    Entspricht dem vorherigen Beispiel. Das heißt, NATMOPI sendet das Kommando nach der Option -s an den Server. Wenn der Option -s keine Option -c folgt, wird die erste Option -c aus der Kommandozeile verwendet.

  • natmopi -sSRV1 -cterminate -a
    Kommando terminate an SRV1 senden. Wenn SRV1 im Server-Verzeichnis mehrdeutig ist, das Kommando an alle SRV1-Server senden, ohne zur Auswahl aufzufordern.