In diesem Kapitel werden die in Natural Security verfügbaren User Exits beschrieben. Es enthält Informationen über:
Die folgenden anmeldungsrelevanten User Exits stehen zur Verfügung:
Anmerkung
Der User Exit LOGONEX4 steht nicht im Zusammenhang mit der normalen
Anmeldebehandlung von Natural Security, sondern ist nur in Verbindung mit der Anmeldung
eines RPC Client bei einem Natural RPC Server in einer RPC-Umgebung relevant. Er wird
unter RPC-relevanter User Exit
weiter unten beschrieben.
LOGONEX0, LOGONEX1, LOGONEX2,
LOGONEX3, LOGONEX5 und LOGONSX1 sind
Natural-Subprogramme, die in der Bibliothek SYSLIB gespeichert sein müssen,
damit sie aufgerufen werden können.
Die entsprechenden Quellcodes und Objektmodule dieser User Exits sind in der Bibliothek
SYSSEC unter den folgenden Namen verfügbar:
| User Exit in SYSLIB | Quellcodes und Objektmodule in SYSSEC |
|---|---|
LOGONEX0
|
NOGONEX0
|
LOGONEX1 |
NOGONEX1 |
LOGONEX2 |
NOGONEX2 |
LOGONEX3 |
NOGONEX3 |
LOGONEX4 |
NOGONEX4 |
LOGONEX5 |
NOGONEX5 |
LOGONSX1 |
NOGONSX1 |
Sie können jeden der User Exits an Ihre Bedürfnisse anpassen. Dazu müssen Sie eine Kopie
von NOGONEXn
(n = 0, 1,
2, 3 oder 5) erstellen, diese unter dem Namen
LOGONEXn speichern, Ihre Anpassungen vornehmen
und sie dann in die Bibliothek SYSLIB kopieren.
Damit die User Exits immer in SYSLIB vorhanden sind, geht Natural Security
wie folgt vor: Bei der Installation wird nach dem Laden aller Module in ihre jeweiligen
Bibliotheken geprüft, ob in SYSLIB bereits ein Subprogramm
LOGONEXn enthalten ist. Ist dies der Fall,
dann bleibt es unberührt. Ist dies nicht der Fall, wird das Objektmodul von
LOGONEXn automatisch von SYSSEC
nach SYSLIB kopiert und dort unter dem Namen
LOGONEXn gespeichert. Damit ist gleichzeitig
sichergestellt, dass Ihre angepassten Versionen der User Exits nicht versehentlich durch
einen Installationsvorgang überschrieben werden.
Das oben Gesagte gilt auch für den User Exit LOGONSX1/NOGONSX1.
Wenn in Voreingestellte
Benutzersicherheitsprofilwerte - User Preset Values die Option
Password phrases active auf Y oder A
gesetzt ist, wird LOGONEX0 (anstelle von LOGONEX1) vom Natural
Security-Anmeldeprogramm aufgerufen.
Wenn LOGONEX0 nicht geändert wird, ruft es den Natural
Security-Anmeldebildschirm auf (Map LOGONMX1 oder Dialogfenster
GLOGONMX1, siehe Anmeldebildschirm / Anmeldedialogfenster). Durch
Ändern von LOGONEX0 können Sie Ihre eigenen Anmeldebildschirme
aufrufen.
LOGONEX0 unterstützt die Verwendung von Passphrasen, d.h.
Passwörter, die länger als 8 Zeichen sind.
Wenn in den Voreingestellte
Benutzersicherheitsprofilwerte - User Preset Values die Option
Password phrases active auf N gesetzt ist, wird
LOGONEX1 (anstelle von LOGONEX0) vom Natural
Security-Anmeldeprogramm aufgerufen.
Wenn LOGONEX1 nicht geändert wird, ruft es den Natural
Security-Anmeldebildschirm auf (Map LOGONM1 oder Dialogfenster
GLOGONM1, siehe Anmeldebildschirm / Anmeldedialogfenster). Durch
Ändern von LOGONEX1 können Sie Ihre eigenen Anmeldebildschirme
aufrufen.
LOGONEX1 unterstützt nur die Verwendung "normaler" Passwörter
mit bis zu 8 Zeichen.
LOGONEX2 wird vom Natural Security-Anmeldeprogramm unter einer der
folgenden Bedingungen aufgerufen:
Wenn # als Bibliothekskennung (ID) eingegeben wird (oder von
LOGONEX1 als Bibliothekskennung übergeben wird),
wenn keine Bibliothekskennung für die Anmeldung angegeben wurde und weder eine Standardbibliothek noch eine private Bibliothek existiert, die hätte aufgerufen werden können (siehe auch Anmeldung ohne Bibliothekskennung im Kapitel Anmeldung (Logon)).
Beim Aufruf von LOGONEX2 wurden die Benutzerkennung und das Passwort
bereits vom Anmeldeprogramm geprüft und für gültig befunden. Zu diesem Zeitpunkt enthält
die Natural-Systemvariable *USER einen gültigen Wert, der verwendet
werden kann.
Sofern nicht geändert, besteht LOGONEX2 lediglich aus einem
END-Statement. Bei der Rückkehr zum Anmeldeprogramm muss eine gültige
Bibliothekskennung (ID) an das Anmeldeprogramm übergeben werden, sonst wird die
Anmeldung zurückgewiesen. Außerdem ist es möglich, eine von möglicherweise mehreren
Kennungen (IDs) zurückzugeben, über die ein Benutzer mit einer Bibliothek verbunden
ist.
Da die Gültigkeit der benutzerspezifischen Anmeldedaten zum Zeitpunkt des Aufrufs von
LOGONEX2 bereits durch die Prüfung der Benutzerkennung und des Passworts
festgestellt wurde, kann LOGONEX2 verwendet werden, um zusätzliche
benutzerspezifische Verfahren zu implementieren oder benutzerspezifische Daten
abzufragen. So kann beispielsweise die Anwendungsprogrammierschnittstelle SECNOTE
aufgerufen werden, um Sicherheitsvermerke des Benutzers zu lesen.
Wenn das Anmeldeprogramm LOGONEX1 oder LOGONEX2 aufruft,
übergibt es die Parameter PUSERDUMMY1 und
PUSERDUMMY2 an die Subprogramme. Beide Parameter sind für Ihre
Verwendung vorgesehen. Ihr Format/Länge ist A8. Sie können diesen Parametern in
LOGONEX1 Werte zuweisen und diese Werte anschließend in
LOGONEX2 verwenden, da sie unverändert von einem Subprogramm an das
andere übergeben werden.
LOGONEX3 wird vom Natural Security-Anmeldeprogramm unter einer der
folgenden Bedingungen aufgerufen:
Wenn es Mailboxen gibt, die angezeigt werden sollen,
wenn mindestens einer der Parameter PUSERDUMMY1 oder
PUSERDUMMY2, die von LOGONEX1 bzw.
LOGONEX2 übergeben werden, nicht leer ist.
LOGONEX3 wird unmittelbar nach einer erfolgreichen Anmeldung und vor der
Übergabe der Kontrolle vom Anmeldeprogramm an die aufgerufene Bibliothek aufgerufen. Mit
dem Aufruf von LOGONEX3 ist die Anmeldeverarbeitung bis auf die Anzeige der
Mailboxen abgeschlossen.
Wenn LOGONEX3 unverändert gelassen wird, führt es die für die Anzeige der
Mailboxen erforderlichen Subprogrammaufrufe aus.
Sie können LOGONEX3 für einen der folgenden Zwecke ändern:
Um die Anzeige von Mailboxen zu unterdrücken,
um eine nicht bibliotheksspezifische Verarbeitung unmittelbar nach einer erfolgreichen Anmeldung, aber vor der Ausführung bibliotheksspezifischer Transaktionen durchführen zu lassen.
LOGONEX5 wird vom Natural Security-Anmeldeprogramm aufgerufen, wenn das
Systemkommando LOGOFF ausgeführt wird.
Dieser User Exit ist nur unter Linux und Windows verfügbar.
Wenn Authentication Type im LDAP-Sicherheitsprofil auf
LDAP eingestellt ist, wird LOGONSX1 - anstelle von
LOGONEX1 - vom Natural Security-Anmeldeprogramm aufgerufen.
Wenn LOGONSX1 nicht geändert wird, ruft es den Natural
Security-Anmeldebildschirm auf (Map LOGONSM1 oder Dialogfenster
GLOGONS1, siehe Anmeldebildschirm / Anmeldedialogfenster).
Durch Ändern von LOGONSX1 können Sie Ihre eigenen Anmeldebildschirme
aufrufen.
Der User Exit LOGONEX4 ist ein Natural-Subprogramm, das nur in einer
RPC-Umgebung verwendet wird. Er wird vom RPC-Anmeldeprogramm von Natural Security nach
einer erfolgreichen Anmeldung eines RPC Client an einem Natural RPC Server aufgerufen.
Anmerkung
Die Anmeldung eines RPC-Clients bei einem Natural RPC Server führt nicht dazu, dass
einer der unter Anmeldungsrelevante
User Exits (siehe oben) beschriebenen User Exits aufgerufen
wird.
Der Aufruf von LOGONEX4 ist immer die letzte Aufgabe, die das
Anmeldeprogramm ausführt, wenn alle anderen Anmeldevorgänge abgeschlossen sind und bevor
ein RPC-Dienst ausgeführt wird. Zu diesem Zeitpunkt sind die Benutzerkennung und das
Passwort bereits vom Anmeldeprogramm geprüft und für gültig befunden worden, und die
Natural-Systemvariablen *USER und *LIBRARY-ID
enthalten gültige Werte, die verwendet werden können.
Im konversationellen Modus wird der User Exit beim Start der Konversation aufgerufen.
Die Eingabeparameter für den User Exit sind die Bibliothekskennung (Library ID) und der Subprogrammname. Der Ausgabeparameter des User Exit ist ein Rückgabecode. Dieser kann verwendet werden, um die RPC-Anmeldung mit einem Rückgabecode ungleich Null zu beenden. Ist dies der Fall, gibt Natural den Fehler NAT1696 mit dem Reason Code 10 aus.
Ein Beispiel-Quellcode-Modul für LOGONEX4 ist in der Bibliothek
SYSSEC unter dem Namen NOGONEX4 verfügbar. Um den User Exit
aufzurufen, muss sein Objektmodul unter dem Namen LOGONEX4 in der Bibliothek
SYSTEM in der dem RPC Server zugewiesenen FNAT-Systemdatei gespeichert
werden. Nach dem Kopieren in diese Bibliothek muss der RPC Server neu gestartet
werden.
Sobald der User Exit aufgerufen worden ist, bleibt er bis zum Ende der RPC Server-Sitzung aktiv.
Um den User Exit zu deaktivieren, müssen Sie zuerst den RPC Server beenden und dann das
Objekt LOGONEX4 aus der Bibliothek SYSTEM entfernen.
Entfernen Sie LOGONEX4
nicht, solange eine RPC Server-Sitzung, die diese FNAT-Systemdatei verwendet,
noch aktiv ist, da dies die RPC Server-Sitzung funktionsunfähig machen würde (bei der
nächsten Anmeldung am RPC-Server würde der Fehler NAT0082 ausgegeben).
Die Bibliothek SYSSEC enthält mehrere andere User Exits:
| User Exit | Funktion |
|---|---|
NSCXXEX1
|
Wobei XX der Objekttyp ist:
Der objekttypspezifische User Exit
|
NSCUSEX2 |
Dieser User Exit wird aufgerufen, wenn Sie die Funktion Edit Group
Members verwenden und die von Ihnen vorgenommenen
Änderungen mit dem Systemkommando CATALOG
katalogisieren. Er zeigt eine Liste der Gruppenmitglieder an, aus der hervorgeht,
welche Mitglieder in der Gruppe hinzugefügt und welche aus ihr entfernt
wurden.
|
NSCXXEX3
|
wobei XX der Objekttyp ist:
Der objekttypspezifische User Exit
Die Quellcodes von |
Die Parameter dieser User Exits sind nicht änderbar.
Einzelheiten finden Sie in den Quellcodes der User Exits.