Dieses Dokument beschreibt die Schritte zur Installation der Natural TSO-Schnittstelle (Natural TSO Interface, Produktcode NTI) auf z/OS.
Informationen zum Betrieb von Natural in einer TSO-Umgebung finden Sie unter Verwendung von Natural mit TP-Monitoren und Natural unter TSO in der TP-Monitor-Schnittstellen-Dokumentation und bei den folgenden Themen:
In diesem Dokument steht die Notation vrs oder
vr für die jeweilige Produktversion (siehe auch
Version im
Glossar).
Sie können das Produkt entweder über eine Workflow-Installation oder eine manuelle Installation installieren.
- Workflow-Installation
Bei der Workflow-Installation führt Sie ein z/OSMF-Workflow durch den Installationsprozess. Er bietet eine strukturierte Abfolge von Tasks, verfolgt den Fortschritt und trägt dazu bei, das Risiko zu verringern, dass erforderliche Schritte übersehen werden.
- Manuelle Installation
Die manuelle Installation folgt den in diesem Handbuch beschriebenen Verfahren. Sie eignet sich, wenn Sie einen dokumentationsbasierten Installationsprozess bevorzugen oder wenn in Ihrer Umgebung kein z/OSMF-Workflow verfügbar ist.
Beide Installationsmethoden führen zum gleichen Ergebnis. Wählen Sie die Methode, die am besten zu Ihrer Umgebung und Ihren Vorgehensweisen bei der Installation passt.
Siehe Allgemeine Voraussetzungen und Systemunterstützung und Übersicht über den Installationsvorgang.
Der Installationsdatenträger enthält die folgenden Datasets, die für die Produktinstallation erforderlich sind:
| Dataset-Name | Inhalt |
|---|---|
NTIvrs.LOAD |
Lademodule |
Kopieren Sie die Datasets in Ihre Umgebung, wie unter Datasets auf eine z/OS-Platte kopieren im Kapitel Natural auf z/OS installieren beschrieben.
Beispiel-Installationsjobs sind im Dataset
NATvrs.JOBS enthalten. Ihre Namen beginnen mit
dem Produktcode. Der Dataset befindet sich auf dem Installationsdatenträger, der mit dem
Basisprodukt Natural geliefert wird.
Bevor Sie mit der Installation beginnen, sollten Sie unbedingt die Abschnitte im Kapitel Installationsverfahren und wichtige Natural-Funktionen unter z/OS lesen.
Hinweis zu LE-Optionen:
Wenn Natural in der IBM-Language Environment (LE) laufen soll, müssen Sie den System
Maintenance Aid (SMA)-Parameter NAT-LE auf Y (Ja) setzen. Die
Standardeinstellung ist N (Nein). Wenn Sie außerdem die LE-Optionen im
Quellcodemodul NATLEOPT ändern wollen oder wenn Sie Programme verwenden, die
nicht in Natural laufen, müssen Sie den entsprechenden SMA-Parameter setzen, wie im
Abschnitt Natural-spezifische IBM Language Environment-Optionen erstellen im Kapitel
Natural auf z/OS installieren beschrieben.
Der Installationsvorgang umfasst die nachfolgend beschriebenen Schritte.
(Job I070, Step 2400)
Erstellen Sie eine TSO CLIST für Natural.
Diese CLIST wird später verwendet, um Natural unter TSO aufzurufen. Beachten Sie, dass die in diesem Schritt gelieferte CLIST nur ein einfaches Beispiel ist, das Sie an Ihre Anforderungen und an Ihre TSO-Umgebung anpassen können.
(Job I070, Step 2410)
Erstellen Sie ADARUN-Karten in einer Quellcode-Bibliothek.
Diese werden von der CLIST benötigt, die im Installationsschritt CLIST für die Natural TSO-Schnittstelle erstellen angelegt wurde.
(Job I080, Steps 0010, 0015)
Ändern Sie das Natural-Parametermodul für TSO.
Konfigurieren Sie die TSO-Batch-Schnittstelle:
Ändern Sie die Einstellungen der Parameter, die mit dem NTTSOP-Makro im Natural-Parametermodul geliefert
werden, so, dass sie Ihren Anforderungen entsprechen. Eine Beschreibung dieser
Parameter finden Sie beim entsprechenden dynamischen Profilparameter TSOP in der
Parameter-Referenz-Dokumentation.
Ändern Sie die folgenden Parameter:
FNAT=(database-id,file-number) FUSER=(database-id,file-number)
wobei database-id und
file-number die Werte sind, die Sie
beim Laden der Systemdateien während des Installationsvorgangs für das
Basisprodukt Natural angegeben haben.
Globaler Buffer Pool:
Wenn Sie einen globalen Buffer Pool verwenden wollen, müssen Sie das Makro
NTBPI angeben.
Bei allen anderen Parametern:
Sie können generell die Standardwerte verwenden. Ändern Sie nur die Werte derjenigen Parameter, deren Standardwerte nicht Ihren Anforderungen entsprechen. Beschreibungen zu den einzelnen Parametern, die im Parametermodul enthalten sind, finden Sie in der Parameter Reference-Dokumentation .
Zur dynamischen Zuordnung von Profilparametern siehe auch das Dataset CMPRMIN,
das im Abschnitt Natural im Batch
Modus unter z/OS in der
Operations-Dokumentation beschrieben ist.
Assemblieren und verlinken Sie das Natural-Parametermodul.
(Job I080, Step 0020)
Verlinken Sie den umgebungsabhängigen Nukleus.
Lassen Sie diesen Schritt aus, wenn das Adabas-Link-Modul in Ihrem LPA verfügbar ist.
Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
Nehmen Sie die Adabas-Ladebibliothek in die Steplib Ihrer TSO-Benutzerprozeduren auf.
Kopieren Sie die in der entsprechenden Adabas-Installationsdokumentation im Abschnitt zur Installation mit TSO aufgeführten Module in eine Bibliothek Ihrer TSO-Benutzer-Steplib.
Bevor Sie z/OSMF Workflows zur Installation eines Mainframe-Produkts verwenden, müssen Sie sicherstellen, dass folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
Zugriff auf z/OS UNIX System Services (USS)
Für die Installation benötigen Sie Zugriff auf USS, um die erforderlichen Workflows und zugehörigen Dateien zu übertragen und zu speichern.
Zugriff auf z/OSMF
Für die Installation benötigt der Anwender Zugriff auf die z/OS Management Facility, um die Workflows-Anwendung auszuführen.
Produkt-Datasets
Die Produkt-Datasets von Adabas, Natural und Natural TSO Interface müssen bereits auf der Festplatte vorhanden sein. Andernfalls muss der Anwender sie zusammen mit allen erforderlichen Informationen vom Installationsmedium auf das Mainframe-System übertragen.
Mit APF autorisierte Datasets
Die Reihenfolge muss wie folgt sein:
<HLQ-PROD>.ADAvrs.LOAD
<HLQ-PROD>.MLCvrs.LOAD
<HLQ-ENV>.OSMF.LOAD
Lizenzdateien für Adabas und Natural
Die folgenden Lizenzdateien sind erforderlich:
ADAvrs.LICS Adabas-Lizenzdatei
AOSvrs.LICS Adabas-Online-System-Lizenzdatei
NATvrs.LICS Natural-Lizenzdatei
Vorhandene Instanz eines Adabas-SVC
Bei dieser Workflow-Iteration wird kein neuer SVC installiert. Sie benötigen einen vorhandenen SVC oder müssen einen neuen installieren, bevor Sie mit der Workflow-Installation beginnen. Informationen zur Installation des SVC finden Sie in der Adabas-Dokumentation.
Konfigurierte Variablen-Eingabedatei
Die Workflows verwenden eine Variablen-Eingabedatei, um Umgebungswerte (vor)zu konfigurieren und zu speichern. Die Verwendung ist zwar nicht zwingend erforderlich, wird jedoch dringend empfohlen.
Erstellen Sie eine Natural-Workflow-Instanz.
Klicken Sie auf Review Variable Values (Variablenwerte überprüfen).
Wenn alle Werte der variablen Eingabedatei für Ihre Umgebung richtig sind, fahren Sie mit den nächsten Schritten fort.
Klicken Sie auf Create Installation Sources and Procedures (Installationsquelldateien und -prozeduren erstellen).
Die Beschreibung des Schritts sowie etwaige zu erwartende Fehler werden auf dem Bildschirm angezeigt.
Führen Sie den Schritt aus, um die erforderlichen Natural TSO Interface-Installations-Datasets, -quelldateien und -prozeduren zu erstellen, und überprüfen Sie die Ausgabe.
Schließen Sie das Fenster, um zur Übersicht der Arbeitsschritte zurückzukehren.
Führen Sie die Schritte unter Link Natural TSO Interface Components (Natural TSO Interface-Komponenten verlinken) aus und bestätigen Sie sie.
Die Installation von Natural TSO Interface ist abgeschlossen.
| Kategorie | Variable | Beschreibung | Mögliche Werte |
|---|---|---|---|
| Adabas | ADA-DBID |
Kennung der für die Installation verwendeten physischen Datenbank | 1 - 65535 |
| Adabas | ADA-SVCNO |
Adabas-SVC-Nummer für die interne Kommunikation | 200 - 255 |
| Adabas | ADA-VRS |
Versionsnummer von Adabas im dreistelligen Format ohne Trennzeichen | 861 |
| Adabas | ADA-PREFIX |
Prefix for the name of the Adabas started task, stored in the USR-PROCLIB. It has a maximum length of 3. | AAA-ZZZ |
| Natural | NAT-BP-SIZE |
Größe des lokalen Natural-Puffer Pool in KB | 256 - 2097151 |
| Natural | NAT-BP-NAME |
Name des globalen Buffer Pool. Die maximale Länge beträgt 8. | |
| Natural | NAT-SUBSID |
Natural-Subsystemkennung | |
| Natural | NAT-SUBSID |
Natural-Subsystemkennung | |
| Natural | NAT-FUSER |
Natural-Systemdateinummer für Anwenderprogramme | 1 - 65535, außer 255 |
| Natural | NAT-VRS |
Versionsnummer von Natural im dreistelligen Format ohne Trennzeichen | 923 |
| Natural | NAT-VRS-2D |
Versionsnummer von Natural im zweistelligen Format ohne Trennzeichen | 92 |
| Natural | NAT-ASM-NAME |
Name Ihres Authorized Services Manager. Die maximale Länge beträgt 8. | |
| General | HLQ-ENV |
Übergeordneter Qualifizierer für die Umgebung, die zur Bildung der Dataset-Namen verwendet wird. | |
| General | HLQ-PRODS |
Übergeordneter Qualifizierer, der angibt, wo sich die Produkt-Datasets befinden. | |
| General | MLC-VRS |
Versionsnummer des Mainframe License Check im dreistelligen Format ohne Trennzeichen | 141 |
| General | USR-PROCLIB |
Dataset-Name der Proclib, in der die gestartete Task gespeichert ist. |
Sie können die erfolgreiche Installation der Natural TSO-Schnittstelle überprüfen, indem Sie die folgenden Schritte durchführen:
Starten Sie eine TSO-Sitzung im ISPF-Modus.
Rufen Sie die CLIST auf, die Sie im Installationsschritt CLIST für die Natural TSO-Schnittstelle erstellen angelegt haben.
Beispiel:
TSO EX 'SAGLIB.SMASRCE(NTICLIST)'
Fahren Sie mit den im Abschnitt Online Natural testen beschriebenen Schritten fort.