Dieses Kapitel behandelt spezielle Aspekte, die Natural im Batch-Modus unter dem Betriebssystem z/OS betreffen.
Das Kapitel behandelt die folgenden Themen:
Siehe auch folgende Abschnitte im Kapitel Natural im Batch-Modus - Allgemeines:
Die Natural z/OS-Batch-Schnittstelle besteht aus dem Objektmodul NATOS, das
während des Installationsvorgangs für das Basisprodukt Natural (Installation
for z/OS-Dokumentation) mit dem Natural-Nukleus verknüpft wird.
Sie können die Natural z/OS-Batch-Schnittstelle an Ihre Anforderungen anpassen, indem Sie
die Parametereinstellungen im Makro NTOSP im Natural-Parametermodul während
des entsprechenden
Installationsschritts ändern.
NTOSP
ist vollständig reentrant und kann oberhalb der 16-MB-Grenze laufen. Mehrere
Natural-Sitzungen können innerhalb einer Batch-Region parallel gestartet werden. Siehe
Subtasking-Session-Unterstützung bei
Batch-Modus-Umgebungen.
Informationen zu den Treiberparametern, die für z/OS im Batch-Modus verfügbar sind,
finden Sie in der Beschreibung des Profilparameters OSP oder des Parameter-Makros NTOSP
in der Parameter-Referenz-Dokumentation.
Die folgenden Datasets sind erforderlich, wenn bestimmte Funktionen während einer Natural z/OS-Batch-Modus-Sitzung verwendet werden:
| Dataset | Erläuterung |
|---|---|
CMEDIT
|
Software AG Editor-Arbeitsdatei |
CMHCOPY
|
Hardcopy-Druckausgabe |
CMOBJIN
|
Eingabe für Natural-INPUT-Statements
|
CMPLOG
|
Ausgabe des dynamischen Profilparameter-Reports |
CMPRINT
|
Ausgabe des Primär-Reports |
CMPRMIN
|
Dynamische Profilparameter-Eingabe |
CMPRTnn
|
Zusätzliche Reports 01 - 31 |
CMSYNIN
|
Primäre Kommandoeingabe |
CMTRACE
|
Externe Trace-Ausgabe |
NATRJE
|
Job Submit-Ausgabe |
STEPLIB
|
Load Library für externe Module |
CMWKFnn
|
Arbeitsdateien 01 - 32 |
Diese Datasets werden im Folgenden beschrieben.
Für sequenzielle Datenausgabe-Sets gelten die folgenden
DCB-RECFM/LRECL-Standardinformationen:
RECFM=FBA und LRECL=133
Der VSAM-Dataset für die Software AG Editor-Arbeitsdatei ist erforderlich, wenn ein lokaler oder globaler Software AG Editor Buffer Pool verwendet werden soll.
Wenn er nicht in der JCL definiert ist, wird der Name der Editor-Arbeitsdatei, der im
Subparameter DSNAME des Profilparameters EDBP oder im Parametermakro
NTEDBP angegeben ist, von Natural verwendet, um
die dynamische Zuordnung für die Editor-Arbeitsdatei durchzuführen.
Alternativ kann der Profilparameter EDPSIZE verwendet werden, um mit einem
Editor-Hilfs-Buffer-Pool zu arbeiten, für den keine Editor-Arbeitsdatei erforderlich
ist. Informationen zur Installation des Software AG Editor finden Sie unter Software AG Editor
installieren in der Installation für
z/OS-Dokumentation.
Der Standardname des Hardcopy-Ausgabe-Dataset ist CMHCOPY. Er kann
geändert werden durch
den Subparameter DEST des Profilparameters PRINT für Druckdatei
0,
den Profilparameter HCDEST, der ein Äquivalent zu
PRINT=((0),DEST=...), ist,
die Einstellung der Systemvariablen *HARDCOPY während der Sitzung,
das Terminalkommando %H während der Sitzung.
Mit den Subparametern des Profilparameters PRINT für Druckdatei 0 können die
Standardwerte für den Hardcopy-Dataset geändert werden. Der voreingestellte Dataset-Name
CMHCOPY impliziert CLOSE=FIN für den Hardcopy-Print-Dataset, d.h. nachdem der
Dataset für die Ausgabe geöffnet wurde, wird eine nachträgliche Änderung des
Hardcopy-Print-Ausgabe-Dataset-Namens nicht beachtet. Wird zum Zeitpunkt des Öffnens ein
anderer Name festgelegt, wird der Hardcopy-Dataset entsprechend dem Subparameter
CLOSE
des Profilparameters PRINT für Druckdatei 0
geschlossen.
Während der Sitzung kann der Hardcopy-Dataset durch die dynamische Zuordnung über die Anwendungsprogrammierschnittstelle USR2021N, siehe Dienstprogramm SYSEXT freigegeben und neu zugewiesen werden (vor dem Öffnen oder nach dem Schließen).
Dieser Dataset kann verwendet werden, um Daten mit dem Natural-INPUT-Statement zu lesen, anstatt aus
dem primären Input-Dataset CMSYNIN.
Die Verwendung von CMOBJIN wird durch den Profilparameter OBJIN gesteuert. Die Länge
der Eingabe-Satzlänge für Natural wird durch den Profilparameter SL bestimmt. Die maximal
unterstützte Satzlänge (LRECL) beträgt 255. Das
Datensatzformat (RECFM) kann fest oder variabel sein.
Wenn der Profilparameter PLOG=ON gesetzt und der Dataset CMPLOG verfügbar
ist, werden die ausgewerteten dynamischen Profilparameter während der
Sitzungsinitialisierung in diesen Dataset geschrieben. Wenn der Dataset
CMPLOG nicht verfügbar ist, werden die ausgewerteten dynamischen
Profilparameter in CMPRINT geschrieben.
CMPRINT wird für den primären Output-Report verwendet, der aus den
DISPLAY-, PRINT- und WRITE-Statements in einem
Natural-Programm resultiert.
Das Datensatzformat (RECFM) für CMPRINT ist FBA. Wenn keine
DCB-Informationen für LRECL aus dem Dataset oder der JCL verfügbar sind,
wird LRECL=133 als Voreinstellung verwendet. Wenn keine DCB-Informationen
für BLKSIZE aus dem Dataset oder der JCL verfügbar sind, ist
BLKSIZE das 10-fache des Wertes von LRECL als
Voreinstellung.
Wenn in der JCL nicht definiert, wird CMPRINT dynamisch zugeordnet als
//CMPRINT DD SYSOUT=*
wenn der erste Datensatz geschrieben werden soll.
CMPRMIN kann als dynamischer Parameter-Dataset verwendet werden, um die
Längenbeschränkung für die Zeichenkette im Job-Control-Schlüsselwort PARM
des EXEC-Statement zu umgehen.
Falls verfügbar, wird diese Datei während der Sitzungsinitialisierung gelesen, um die dynamischen Profilparameter zu erhalten.
Alle Eingabesätze von CMPRMIN werden zu einer einzigen
Parameterzeichenkette verkettet. Nur die ersten 72 Positionen eines jeden
CMPRMIN-Datensatzes sind von Bedeutung. Nachfolgende Leerzeichen am Ende
jedes Datensatzes werden abgeschnitten. Wenn das letzte Nicht-Leerzeichen ein Komma ist,
werden alle nachstehenden Leerzeichen abgeschnitten, andernfalls wird nur ein
Leerzeichen als Trennzeichen belassen. Es werden keine Kommas eingefügt.
Zusätzliche dynamische Parameter können mit dem Job-Control-Schlüsselwort
PARM übergeben werden. Sie werden an das Ende der Parameterzeichenkette
angehängt, die aus der Eingabe von CMPRMIN gebildet wurde, d.h. sie können
dazu verwendet werden, die Parameter von CMPRMIN zu überschreiben.
Ein Kommentar beginnt mit einem Schrägstrich /* und endet mit einem
Schrägstrich */ und kann an beliebiger Stelle in Ihrem Dataset stehen.
Kommentare können sich über mehrere Zeilen in Ihrer Datei erstrecken.
Diese Datasets können von Natural-Druckdatei-Statements wie WRITE
(nn) verwendet werden. Wenn keine
DCB-Informationen (z.B. RECFM, LRECL, BLKSIZE)
vorhanden sind, werden die Standardwerte durch den Profilparameter PRINT oder das Makro
NTPRINT im Natural-Parametermodul definiert. Die
Namen der Druckdateien können durch den Subparameter DEST
überschrieben werden.
Dieser Dataset wird verwendet, um Kommandoeingaben und Daten zu lesen, die vom
Natural-INPUT-Statement
angefordert werden. Letzteres wird durch den Profilparameter OBJIN gesteuert (siehe auch
CMOBJIN).
Die Länge der Eingabesatzdaten für Natural wird durch den Profilparameter SL bestimmt. Die maximal
unterstützte Satzlänge (LRECL) beträgt 255. Das Satzformat
(RECFM) kann fest oder variabel sein.
Wenn der Profilparameter ETRACE=ON gesetzt ist oder das entsprechende Terminalkommando
%TRE+
abgesetzt wurde, wird jede Natural-Trace-Ausgabe während der Sitzung in den
CMTRACE-Dataset geschrieben. Um die Natural-Komponenten zu definieren,
die überwacht werden sollen, ist der Profilparameter TRACE
erforderlich.
Wenn der Dataset CMTRACE nicht verfügbar ist, wird er dynamisch wie folgt
zugewiesen
//CMTRACE DD SYSOUT=*
wenn der erste Trace-Satz geschrieben werden soll.
Dieser Dataset wird für die Natural Job Submitting Utility verwendet. Wenn er nicht definiert ist, wird er dynamisch zugeordnet als
//NATRJE DD SYSOUT=(A,INTRDR)
wenn der erste Job übergeben wird.
STEPLIB ist der Standardname der Load Library für das Laden externer
Module, z.B:
den umgebungsunabhängigen Nukleus (Profilparameter NUCNAME),
ein separates Adabas-Linkroutinenmodul (Profilparameter ADANAME),
das Session-Backend-Programm (Profilparameter PROGRAM),
alle externen Subprogramme, die nicht mit dem Natural-Parametermodul verlinkt sind..
Der Name der Load Library kann über den Profilparameter LIBNAM geändert werden.
Der angegebene Name der Load Library muss durch ein DD-Statement in der JCL definiert
werden.
Diese Datasets können von Natural-Arbeitsdatei-Statements wie READ WORK
nn und WRITE WORK
nn verwendet werden.
Wenn keine DCB-Informationen (RECFM, LRECL,
BLKSIZE usw.) in der JCL oder im VTOC-Eintrag für den Dataset vorhanden
sind, werden die Standardwerte durch den Profilparameter WORK oder das Makro
NTWORK im Natural-Parametermodul definiert.
Die Workfile-Dataset-Namen können durch den Subparameter DEST überschrieben
werden.