Dieses Kapitel behandelt folgende Themen:
Um Natural Messaging zu konfigurieren, müssen bestimmte Natural-Parameter im Natural-Parametermodul definiert werden. Dieses Parametermodul sollte an die Standards Ihres Standorts angepasst und dann mithilfe der entsprechenden Installations-Jobs assembliert und verlinkt werden.
Informationen zur Installation siehe Natural Messaging installieren in der Installation für z/OS-Dokumentation.
Um auf Messaging-Ressourcen wie IBM MQ-Warteschlangen zugreifen zu
können, muss in Natural Messaging eine dedizierte Datenbankkennung (DBID) als
Datenbanktyp MQ definiert werden. Diese logische Zuordnung ordnet
die DBID dem Datenbanktyp MQ zu, sodass Natural-Programme über für IBM
MQ-Warteschlangen definierte Datendefinitionsmodule (DDMs) mit
Nachrichtenwarteschlangen interagieren können.
Diese Einstellung kann auf eine der folgenden Arten vorgenommen werden:
Statisch, unter Verwendung des
NTDB-Makros
im Natural-Parametermodul.
Beispiel:
NTDB MQ, mq-dbid
Dynamisch, unter Verwendung des Profilparameters
DB.
Beispiel:
DB=(MQ, mq-dbid)mq-dbid
Anmerkungen:
NTDB-Makro für
Natural Messaging angegebene DBID nicht mit DBIDs im Konflikt steht, die
anderen Datenbankmanagementsystemen zugewiesen sind. So können Sie
Fehlleitungen und Zugriffsprobleme in Umgebungen vermeiden, in denen mehrere
DBMS-Typen verwendet werden.
NTDB-Makro oder
im DB-Parameter definiert ist. Dadurch wird ein konsistenter und
korrekter Zugriff auf Messaging-Ressourcen in der gesamten Anwendung
gewährleistet.
Das mitgelieferte Datendefinitionsmodul (DDM) MQ-QUEUE
ermöglicht es Natural-Anwendungen, mit IBM MQ-Nachrichtenwarteschlangen zu
kommunizieren. Um dieses DDM in eine kundenspezifische Umgebung zu integrieren,
muss möglicherweise seine DBID aktualisiert werden, damit sie mit der in Ihrer
Systemkonfiguration für Messaging definierten DBID übereinstimmt.
Bevor Sie das DDM aktualisieren, müssen Sie sicherstellen, dass die erforderliche DBID ordnungsgemäß konfiguriert ist, wie unter Festlegen des Datenbanktyps und der Datenbankkennung (DBID) beschrieben.
Starten Sie eine Natural-Sitzung und rufen Sie den DDM-Editor (SYSDDM Utility) auf.
Wählen Sie die Funktion Read (Code R)
und geben Sie MQ-QUEUE als DDM-Namen ein. Dadurch wird das DDM in
den Quellcodebereich geladen.
Ändern Sie das Feld DBID auf den für Ihre Umgebung
erforderlichen Wert.
Verwenden Sie das Kommando CATALOG
REPLACE, um das aktualisierte DDM zu speichern.
Nach der Änderung wird das DDM MQ-QUEUE an Ihre
Natural Messaging-DBID angepasst, wodurch eine korrekte Integration in Ihre
Messaging-Konfiguration gewährleistet ist.
Anmerkung
Weitere Informationen finden Sie unter
DDM-Editor (SYSDDM
Utility) in der
Editoren-Dokumentation oder wenden Sie sich an den
Support.
Um größere Nachrichten-Nutzlasten in Natural Messaging zu
unterstützen, müssen Sie möglicherweise die Länge des Feldes
MESSAGE im Datendefinitionsmodul (DDM) MQ-QUEUE
anpassen.
Gehen Sie wie folgt vor:
Starten Sie das Dienstprogramm SYSDDM in Ihrer
Natural-Sitzung.
Wählen Sie die Funktion Edit (Code E)
und geben Sie MQ-QUEUE als DDM-Namen ein.
Suchen Sie in der Liste der Felder das Feld MESSAGE
(in der Regel ein alphanumerisches Feld mit dem Namen MESSAGE
(MG)).
Passen Sie die Länge des Feldes an die von Ihrer Anwendung benötigte maximale Nachrichtengröße an.
Anmerkungen:
MESSAGE mit dem Format LB
(große Binärdatei) neu definieren. Dadurch werden große Nachrichten-Nutzlasten
(Payloads) unterstützt, die über die herkömmlichen Feldgrenzen hinausgehen.
Nachdem Sie Änderungen vorgenommen haben, müssen Sie das DDM mit
dem Kommando CHECK validieren und anschließend Ihre
Änderungen mit dem Kommando CATALOG REPLACE
speichern.
Das aktualisierte DDM unterstützt nun zur Laufzeit größere oder benutzerdefinierte MQ-Nachrichtengrößen und gewährleistet so die Kompatibilität mit Ihrer Nachrichtenarbeitslast.
Beim Abrufen von Nachrichten aus der Nachrichtenwarteschlange (MQ) werden sowohl die Nachrichtendaten als auch der interne MQ-Puffer im Natural-Thread gespeichert.
Eine unzureichende Thread-Größe kann zu Laufzeitfehlern führen. Um diese Probleme zu vermeiden, müssen Sie die Parameter für die Natural-Thread-Größe so anpassen, dass größere MQ-Nutzdaten sicher verarbeitet werden können.
Weitere Informationen zum Konfigurieren der Thread-Größe finden Sie
unter dem Profilparameter THSIZE in der
Parameter-Referenz-Dokumentation.