Allgemeine Informationen zu Natural Messaging

Folgende Themen werden behandelt:


Was ist Natural Messaging?

Natural Messaging ermöglicht die direkte Integration mit Messaging-Systemen, sodass Natural-Benutzer problemlos Daten austauschen können.

Die hier dokumentierte Version von Natural Messaging unterstützt die Kommunikation mit dem IBM MQ-System. Es wird vorausgesetzt, dass die aktuelle Version von Natural for z/OS installiert ist.

Alle Operationen, die eine Interaktion mit dem IBM MQ-System erfordern, werden durch die Natural Messaging-Schnittstelle ausgeführt.

  • Das Natural-Statement PROCESS wird verwendet, um Nachrichten in Nachrichtenwarteschlangen zu stellen oder Nachrichten aus Nachrichtenwarteschlangen zu holen.

  • Das Natural-Statement FIND wird verwendet, um Nachrichtenwarteschlangen zu durchsuchen.

Natural Messaging ermöglicht es Natural auf z/OS, Nachrichten nahtlos über IBM MQ zu versenden und zu empfangen, wodurch eine reibungslose Integration mit anderen MQ-basierten Systemen und Anwendungen ermöglicht wird.

Natural Messaging Integration

Komponenten von Natural Messaging

Die Natural Messaging-Schnittstelle besteht aus den folgenden Komponenten:

  • Das Modul NMQNUC, das obligatorisch und umgebungsunabhängig ist und nur als Lademodul geliefert wird. Dieses Modul ist mit dem gemeinsam genutzten Nukleus verlinkt.

  • Das Modul NMQTAB, das ebenfalls obligatorisch ist und nur als Lademodul geliefert wird. Dieses Modul ist mit dem Frontend verlinkt.

  • Datendefinitionsmodule (Natural-DDMs) für den MQ-Zugriff, die mit der NMQ-INPL-Datei geliefert werden.

Umgebungsspezifische Aspekte

Natural Messaging ermöglicht eine nahtlose Integration mit IBM MQ, sodass Natural-Anwendungen Nachrichten über MQ-Warteschlangen senden und empfangen können. Es eignet sich für Hochleistungs-Transaktionsanwendungen, die in z/OS-Umgebungen ausgeführt werden.

Natural Messaging läuft in den folgenden Umgebungen:

  • Com-plete

  • CICS

  • Batch

  • TSO

Anmerkung
Unter CICS erfolgt die Integration von Natural Messaging mit IBM MQ über den MQ Adapter for CICS. Es werden sowohl die dialogorientierte als auch die pseudodialogorientierte Betriebsart unterstützt.

Dieser Abschnitt behandelt die folgenden Themen:

Unterstützte Warteschlangentypen

Natural Messaging kann auf die folgenden MQ-Objekttypen zugreifen:

  • Lokale Warteschlangen

Natural Messaging unterstützt sowohl persistente als auch nicht persistente Nachrichten und kann Nachrichten je nach Warteschlangenkonfiguration in FIFO-Reihenfolge (First In First Out) oder nach Priorität verarbeiten.

Nachrichtenzugriffsmodi

Natural Messaging unterstützt:

  • GET mit den Optionen WAIT und NOWAIT

  • BROWSE (Meldungen nicht-löschend lesen) und "destructive" GET (Meldungen löschend lesen)

  • Filterung basierend auf CorrelId und MsgId

Performance und Optimierung

Natural Messaging ist für eine hochleistungsfähige Nachrichtenübermittlung optimiert durch:

  • Wiederverwendung von Verbindungen über MQ-Aufrufe hinweg.

  • Wiederverwendung von Object Handles (wann immer möglich).

  • Effiziente Speichernutzung bei Nachrichten-Puffern.

Durch Bildung von Pools wird die Anzahl der Vorgänge zum Öffnen und Schließen von Warteschlangen minimiert.

Erforderliche Verlinkungen für Natural Messaging mit IBM MQ

Damit Natural Messaging mit IBM MQ kommunizieren kann, muss der umgebungsabhängige Nukleus bei jeder Laufzeitumgebung mit den folgenden Modulen verlinkt sein:

  • NMQTAB (Natural Messaging-Schnittstellenkonfigurationstabelle)

  • IBM MQ-Stub-Programm (umgebungsspezifisch)

IBM MQ-Stub-Programme nach Umgebung:

Umgebung Erforderliches IBM MQ-Stub-Programm
Com-plete CSQBSTUB (Batch MQ-Stub-Programm)
CICS CSQCSTUB (CICS MQ-Stub-Programm)
TSO CSQBSTUB (Batch MQ-Stub-Programm)
Batch CSQBSTUB (Batch MQ-Stub-Programm)

Ausführliche Informationen zur Installation siehe Natural Messaging installieren in der Installation für z/OS-Dokumentation.

Natural Messaging unter Com-plete

Bei MQ-Operationen (z. B. bei der Ausführung des PROCESS-Statements oder innerhalb einer FIND-Schleife) ist Task-Affinität in Com-plete erforderlich, um eine korrekte Ausführung zu gewährleisten. Der Grund dafür ist, dass MQ intern auf denselben Task-Kontext angewiesen ist, um die Konsistenz zwischen Anfragen und Beendigungen aufrechtzuerhalten.

In Natural Messaging unter Com-plete wird die Task-Affinität während MQ-Aufrufoperationen intern erzwungen.

Wenn Sie MQ mit Com-plete verwenden, müssen Sie eine ausreichende Anzahl von Tasks konfigurieren, um die erforderliche Affinität zu gewährleisten und Systemverlangsamungen zu vermeiden.

PUT- und GET-Operationen werden sofort ausgeführt. Sie sind dann dauerhaft und können nicht rückgängig gemacht werden.

Natural Messaging unter CICS

Für die Verwendung von Natural Messaging unter CICS müssen die folgenden Laufzeitbedingungen erfüllt sein:

  • Damit Messaging-Operationen durchgeführt werden können, muss zuvor die CICS-Region über den MQ CICS Adapter mit einem Queue Manager verbunden werden,

  • Transaktionsverhalten: In der aktuellen Version – insbesondere in CICS-Umgebungen – werden PUT- und GET-Operationen ohne SYNCPOINT ausgeführt, wodurch sie transaktionsbezogen sind.

    Nachrichtenoperationen werden unter den folgenden Umständen mit einem Commit ausgeführt:

    • Bei einer Terminal-E/A in einer pseudokonversationalen Sitzung, bei der das Ende der Transaktion zu einem SYNCPOINT-Commit führt.

    • Mittels des END TRANSACTION-Statements. Um diese Option zu verwenden, müssen Sie den Parameter ETSYNC=ON setzen.

    • Am Ende der Sitzung

Natural Messaging unter Batch und TSO

Es gibt keine zusätzlichen umgebungsspezifischen Aspekte, die über die Standarderfordernisse hinsichtlich Verlinkung und Laufzeit hinausgehen, die denen anderer Umgebungen ähneln.

  • PUT- und GET-Operationen werden sofort ausgeführt. Sie sind dann dauerhaft und können nicht rückgängig gemacht werden.

Allgemeine Überlegungen zum Laufzeitverhalten von Natural Messaging

Dieser Abschnitt behandelt das Laufzeitverhalten in allen unterstützten Umgebungen (Batch, TSO, CICS und Com-plete).

Wenn eine BROWSE-Operation ausgeführt wird, löst Natural vor deren Ausführung automatisch einen impliziten internen Commit aus.

Die aus einer MQ-Warteschlange abgerufene oder in eine MQ-Warteschlange geschriebene Nachricht wird in einem der von Natural Messaging verwalteten internen Puffern gespeichert. Stellen Sie daher sicher, dass die Natural-Thread-Größe ausreichend konfiguriert ist, um die Größe der zu verarbeitenden Nachricht abzudecken.

In dieser Dokumentation verwendete Begriffe

Begriff Erläuterung
MQ MQ bezieht sich auf IBMs MQ for z/OS.
DDM Natural-Datendefinitionsmodul.
NMQ Dies ist der Produktcode von Natural Messaging. In dieser Dokumentation wird der Produktcode häufig als Präfix in den Namen von Datasets, Modulen usw. verwendet.