Neue und geänderte Merkmale des Basisprodukts Natural


Operations und Performance

Roll Server

Meldung über die Roll File-Belegung

Der Roll Server gibt jetzt jedes Mal eine Meldung aus, wenn der Schwellenwert für die Belegung des Roll Files überschritten wird, oder wenn die Belegung unter den Mindestwert fällt.

Der Roll Server gibt eine solche Meldung aus, wenn er eine Bereinigung von Slots durchführt, die länger als der definierte Timeout-Wert nicht benutzt wurden.

Sie können sich die Anzahl der belegten Slots und das Belegungsverhältnis für Ihr Natural-Subsystem auch mit dem Dienstprogramms SYSTP anzeigen lassen, indem Sie im SYSTP Main Menu den Code R (Natural Subsystems and Roll Server Information) eingeben und dann im Bildschirm Roll File Directory for Sub-System ... das Zeilenkommando L in der Zeile des Subsystems eingeben. Siehe Natural-Subsysteme und Roll Server-Informationen anzeigen im SYSTP-Teil der Debugger und Dienstprogramme (Utilities)-Dokumentation.

Betriebssystem-Schnittstellen

Server-Schnittstellen

Die Verwendung von nicht-IBM-Language-Environment (LE)-fähigen Natural-Add-On-Produkten als Serverumgebung ist nicht mehr gestattet. Dies betrifft Add-On-Produkte wie Natural Development Server (NDV), Natural Web I/O Interface (NWO) und Natural Remote Procedure Call (RPC). Die Verwendung solcher Add-On-Produkte als Serverumgebung kann zum Erhalt von S0C4-Abend-Codes führen.

Ab Natural Version 9.2.2 werden solche Server mit der Fehlermeldung NAT9991 gestoppt:

Required module not linked - NATOSL. Please check all your servers for using module NATOSL and restart Natural.

Weitere Informationen siehe Step 14: Link the Nucleus in Installing Natural on z/OS.

AMODE64-Unterstützung beim CALL-Statement

Das Natural CALL-Statement unterstützt jetzt auch AMODE64-Programme. Dies gilt für z/OS-Batch- und TSO-Umgebungen.

Unicode- und Codepage-Unterstützung

ICU-Versions-Upgrade

Die ICS (International Components for Unicode) Version 3.2.1 erhielt ein Upgrade auf ICU-Version 72.1, Diese ICU-Version unterstützt die Unicode-Version 15.0.

Die Erweiterungen der ICU-Version 72.1 bringen Verbesserungen hinsichtlich Performance und Stabilität.

Eine Zusammenfassung aller Änderungen in ICU-Version 72.1 und Unicode-Version 15 finden Sie auf den Webseiten ICU-TC und Unicode 15.0.0.

Syntax- und Compiler-Verbesserungen

Lese-Reihenfolge DESCENDING beim READ BY ISN-Statement verfügbar

Für den Zugriff auf Adabas für Großrechner Version 8.6 (oder höher) steht jetzt beim Statement READ BY ISN eine Klausel zur Verfügung, mit der die Richtung, in der die Leseschleife läuft, festgelegt werden kann.

Beispiele:

READ VIEW-NAME DESCENDING    BY ISN = 1000	/* Read in fixed descending ISN order, starting with ISN=1000 (or lower)
READ VIEW-NAME VARIABLE #DIR BY ISN = 1000	/* Read direction is determined at READ loop start. If field #DIR(A1) contains
						/* ‘A’,  the READ loop runs in ‘A’scending   order, starting with ISN=1000 (or higher)
						/* ‘D’,  the READ loop runs in ‘D’escending order, starting with ISN=1000 (or lower)

Informationen darüber, wie Sie festlegen können, ob die Datensätze in auf- oder absteigender Reihenfolge gelesen werden sollen, erhalten Sie in der Beschreibung der Syntax-Klausel ASCENDING | DESCENDING | VARIABLE | DYNAMIC SEQUENCE beim READ-Statement in der Natural-Statements-Dokumentation.

Die Angabe der Adabas-Datenbank-Version 8.6 können Sie mit dem Wert ADAV86 im Profilparameter DB bzw. im Parameter-Makro NTDB vornehmen. Siehe Abschnitt Mögliche Datenbanktypen in der Parameter-Referenz-Dokumentation.

Die neue Funktionalität kann bereits mit Adabas für Großrechner Version 8.5 genutzt werden, wenn der Adabas Zap AY854180 angewendet wird. Eine solche Datenbank muss zusätzlich im Parameter-Makro NTDB oder im Profilparameter DB als Datenbanktyp ADAV86 markiert werden, um anzuzeigen, dass diese Adabas 8.6-Funktionalität für diese Datenbank verfügbar ist.

Systemkommandos

Neues Systemkommando WHICH

Das neue Systemkommando WHICH ermöglicht es, ein Objekt in den zur Laufzeit verwendeten Libraries in der so genannten "Library-Suchreihenfolge" (Library Search Order, LSO) zu finden.

Weitere Informationen siehe Systemkommando WHICH in der Systemkommandos-Dokumentation.

Dienstprogramme (Utilities)

Aktivierung der Datenverarbeitung beim Natural Profiler nicht mehr nötig

Die Aktivierung der Datenverarbeitungsfunktionen CONSOLIDATE, READ, LIST und DELETE des Profiler-Dienstprogramms ist nicht mehr erforderlich. Sie können diese Funktionen jetzt uneingeschränkt nutzen.

Die Natural-Ressource NaturalONEProfilerKey.nprk in der System-Library SYSPRFLR, die den generierten NaturalONE-Profiler-Schlüssel enthält, wird nicht mehr benötigt und kann gelöscht werden.

SYSTP-Funktion Natural License Information erweitert

Die Funktion Natural License Information des Dienstprogramms SYSTP wurde erweitert und bietet Ihnen jetzt die Möglichkeit, die Inhalte der Lizenzdateien des Basisprodukts Natural sowie aller installierten Add-On-Produkte sukzessiv oder direkt anzuzeigen.

Weitere Informationen siehe Abschnitt Natural-Lizenzinformationen im Kapitel Allgemeine SYSTP-Funktionen in der Dokumentation des Dienstprogramms SYSTP.

Profilparameter

Anmerkung
Falls nichts anderes angegeben ist, befinden sich die Abschnitte, auf die für weitere Informationen verwiesen wird, in der Parameter-Referenz-Dokumentation.

Geänderte oder verbesserte Profilparameter

Parameter

Entsprechendes
Makro

Aufgabe Änderung / Verbesserung
DB NTDB Datenbanktypen und -optionen Bei den möglichen Datenbanktypen ist der Typ ADAV86 hinzugekommen.

Anwendungsprogrammierschnittstellen

Die folgenden Natural-Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) sind in der System-Library SYSEXT neu hinzugekommen oder geändert worden.

API Aufgabe Verbesserung
USR4002N Informationen über das aktuelle System abfragen Die API USR4002N liefert jetzt auch die Jobkennung (ID) der aktuellen Umgebung in der Variablen #JOBID. Dies kann die Jobnummer des aktuellen Batch-Jobs sein. Bei der Ausführung in einer TP-Monitor-Umgebung (z. B. CICS) ist dies die Kennung der gestarteten Task des TP-Monitors.
USR9201N Zeitbezogene Variablen konvertieren Die API USR9201N unterstützt jetzt smarte Store Clock-Werte (1900 bis 38434), die helfen, das Jahr-2042-Problem zu lösen.

Zusätzlich zur API werden mehrere Copycodes für die Konvertierung zeitbezogener Variablen bereitgestellt.

Ausführliche Informationen finden Sie unter Verarbeitung von Store Clock-Werten im Leitfaden zur Programmierung.
USR9202N Löschen eines dynamisch geladenen 3GL-Programms Die API USR9202N unterstützt jetzt die Formate (A) DYNAMIC und (A70) für die Parameter-Rückgabenachricht.

Bei Ausführung der API auf der Server-Seite (siehe auch API USR9204N), erfordert die Parameter-Rückgabenachricht das Format (A70).

USR9205N Erstellen eines Hash-Wertes mit SHA-256 oder anderen Die API USR9205N erstellt einen Hash-Wert für eine Variableneingabe. Sie unterstützt die Hash-Methoden MD5, RPMD-160, SHA-1, SHA-224, SHA-256, SHA-384 und SHA-512.

Diese API ist die Nachfolgerin der API USR4011N , die nur die Hash-Methode SHA-1 unterstützt.