PRINT - Druckdatei-Zuweisungen

Dieser Natural-Profilparameter gibt an, welche Druckdateien (Printfiles) während der Session benutzt werden sollen. Er entspricht dem Makro NTPRINT im Natural-Parametermodul.

Mögliche Werte Siehe PRINT-Parameter-Syntax.
Standard-Einstellung Siehe Standardwerte der verschiedenen Schlüsselwort-Subparameter weiter unten.
Dynamische Angabe ja Der Parameter PRINT kann nur dynamisch angegeben werden. Im Natural-Parametermodul wird stattdessen das Makro NTPRINT verwendet.
Angabe innerhalb der Session nein  

Anmerkungen:

  1. Der alte dynamische Parameter PRINTER kann als Synonym für PRINT angegeben werden.
  2. Innerhalb einer Session können bis zu 31 logische Druckdateien (durchnummeriert von 1 bis 31) und die Hardcopy-Druckdatei (Nummer 0) verwendet werden.
  3. Die für den Zugriff auf Druckdateien in unterschiedlichen Umgebungen verwendeten Software-Komponenten werden als Zugriffsmethoden bezeichnet. Für die Dauer einer jeden Natural-Session kann jeder logischen Druckdatei nur eine Zugriffsmethode zugewiesen werden. Die Zugriffsmethode für eine Druckdatei wird mit dem Schlüsselwort-Subparameter AM (siehe weiter unten) festgelegt.
  4. In z/OS unter TSO und im Batch-Modus brauchen Druckdateien nicht in der JCL vordefiniert zu werden. Vorausgesetzt, sie werden mit dem Subparameter AM=STD definiert, können sie während der Session dynamisch durch ein Natural-Programm mittels des DEFINE PRINTER-Statements oder der Anwendungsprogrammierschnittstelle (API) USR2021 (in der Library SYSEXT) zugewiesen werden.
  5. Siehe auch Print and Work File Handling with External Datasets in a Server Environment in der Operations-Dokumentation.

Dieses Dokument behandelt folgende Themen:


PRINT-Parameter-Syntax

Mit dem Parameter PRINT geben Sie zunächst eine oder mehrere logische Druckdateinummern an, und danach mehrere Schlüsselwort-Subparameter, mit denen Sie die Eigenschaften dieser Druckdateien festlegen:

PRINT=((print-file-numbers),keyword-subparameter=value,...)

Dabei ist:

Syntax-Element Beschreibung
print-file-numbers Die Dateinummern müssen zuerst und in Klammern angegeben werden.
  • Die Nummern können im Bereich von 1 bis 31 liegen.

  • Die Reihenfolge der Nummern kann beliebig sein.

  • Die Nummern müssen durch Kommas voneinander getrennt werden.

  • Um einen Nummernbereich anzugeben, können Sie einen Bindestrich (-) verwenden.

keyword-subparameters Die Schlüsselwort-Subparameter (die es für verschiedene Umgebungen gibt) werden weiter unten beschrieben.

Falls für dieselbe Druckdatei schon eine frühere (oder Standard-)Einstellung existiert, werden nur die Werte für den jeweils angegebenen Schlüsselwort-Subparameter überschrieben, alle übrigen Werte bleiben unverändert.

Anmerkung:
Der Profilparameter PRINT kann mehrmals (abgetrennt durch ein Komma oder ein Leerzeichen) angegeben werden, um unterschiedliche Druckdatei-Definitionen anzulegen.

Beispiele:

PRINT=((2,12,18),AM=STD,DEST='PRINT**',OPEN=INITOBJ,CLOSE=CMD)
PRINT=((1,3,6-11,15),AM=NAF)
PRINT=((0),AM=STD,DEST=HARDCOPX)
PRINT=((2,12,18),AM=STD,DEST='PRINT**',OPEN=INITOBJ,CLOSE=CMD),PRINT=((0),AM=STD,DEST=HARDCOPX)

NTPRINT-Makro-Syntax

Mit einem Makro NTPRINT geben Sie zunächst eine oder mehrere logische Druckdateinummern an, und danach mehrere Schlüsselwort-Subparameter, mit denen Sie die Eigenschaften dieser Druckdateien festlegen:

          NTPRINT (print-file-numbers),keyword-subparameter=value,...

Dabei ist:

Syntax-Element Beschreibung
print-file-numbers Die Dateinummern müssen zuerst und in Klammern angegeben werden.
  • Die Nummern können im Bereich von 1 bis 31 liegen.

  • Die Reihenfolge der Nummern kann beliebig sein.

  • Die Nummern müssen durch Kommas voneinander getrennt werden.

  • Um einen Nummernbereich anzugeben, können Sie einen Bindestrich (-) verwenden.

keyword-subparameters Die Schlüsselwort-Subparameter (die es für verschiedene Umgebungen gibt) werden weiter unten beschrieben.

Falls für dieselbe Druckdatei schon eine frühere (oder eine Standard-)Einstellung existiert, werden nur die Werte für den jeweils angegebenen Schlüsselwort-Subparameter überschrieben, alle übrigen Werte bleiben unverändert.

Anmerkung:
Das Makro NTPRINT kann mehrmals angegeben werden, um unterschiedliche Druckdatei-Definitionen anzulegen.

Beispiele:

         NTPRINT (2,12,18),AM=STD,DEST='PRINT**',OPEN=INITOBJ,CLOSE=CMD 
         NTPRINT (1,3,6-11,15),AM=NAF
         NTPRINT (0),AM=STD,DEST=HARDCOPX

Schlüsselwort-Subparameter für alle Umgebungen

Die folgenden Schlüsselwort-Subparameter stehen für alle Umgebungen zur Verfügung:

AM | DEST | OPEN | CLOSE | ROUTE | CP | SHIFT

AM - Typ der Zugriffsmethode

Mit AM=value geben Sie den Typ der Zugriffsmethode an, die verwendet werden soll.

Wert Bedeutung
STD Sequenzielle Standard-Batch-Dateien (Batch, TSO, TIAM).
COMP Com-plete-Druckdateien.
CICS Transiente CICS-Daten oder Zwischenspeicher.
NAF Natural Advanced Facilities
IMS IMS/TM-Bestimmungsorte.
PC Entire Connection.
USER Drittanbieter-Druck-Interface.
SMARTS SMARTS-Druckdatei.
ESS Entire System Server.
NOM Entire Output Management.

Anmerkung:
Druckt in eine Entire Output Management Container-Datei, ohne die Spool-Funktion des Betriebssystems zu benutzen. Einzelheiten siehe Entire Output Management-Dokumentation.

OFF Ohne Zuweisung. Bei FAMSTD=OFF erfolgt keine automatische Zuweisung.

Anmerkung:
PRINT=OFF ist gleichbedeutend mit PRINT=((1-31)), AM=OFF) und hat keine Auswirkung auf die Angaben bei den übrigen Schlüsselwort-Subparametern.

0 Ohne Zuweisung. Bei FAMSTD=OFF erfolgt die automatische Zuweisung. Dies ist die Standard-Einstellung.

Anmerkungen:

  1. Für eine Online-Session muss allen zu verwendenden Druckdateien eine spezifische Zugriffsmethode zugewiesen werden.
  2. Für eine Batch-Session werden alle Druckdateien, denen keine spezifische Zugriffsmethode zugewiesen wurden, automatisch festgestellt. Ihnen wird dann die Standard-Zugriffsmethode (AM=STD) zugewiesen, vorausgesetzt sie wurden in der JCL vordefiniert. Siehe auch FAMSTD - Überschreiben der Arbeitsdatei-Zugriffsmethodenzuweisungen.
  3. PRINT=OFF ist gleichbedeutend mit PRINT=((1-31)),AM=OFF). Es hat keine Auswirkung auf Einstellungen der Schlüsselwort-Subparameter. PRINT=((0),AM=xxx) bzw. NTPRINT (0),AM=xxx bestimmt die Hardcopy-Druck-Zugriffsmethode und ist gleichbedeutend mit dem Profilparameter HCAM=xxx.

CCHAR - Steuerzeichen zulassen

Mit CCHAR=value können Sie definieren, dass hexadezimale Ausgabe-Steuerzeichen für die Druckdatei-Ein-/Ausgabe unverändert durchgelassen werden.

Wert Bedeutung
a1 or (a1,a2,…) Angegeben werden kann ein einzelnes Hexadezimalzeichen oder eine Liste mit Hexadezimalzeichen in Klammern. Die Hexadezimalzeichen müssen im Bereich x'01' bis x'3F' liegen. Anstelle eines Hexadezimalzeichens ist auch ein Bereich von Hexadezimalzeichen zulässig.

Es gibt keinen Standardwert.

OFF Mit CCHAR=OFF werden eventuelle frühere CCHAR-Definitionen zurückgesetzt.

Anmerkungen:

  1. Um Fehler bei der Ein-/Ausgabe zu vermeiden, setzt Natural die Ausgabe-Steuerzeichen x'01' bis x'3F' automatisch auf '?' um. Es gibt jedoch Fälle, in denen bestimmte Steuerzeichen für spezielle Zwecke benötigt werden.
  2. Für die angegebenen Druckdateien werden die Definitionen ersetzt, die in den Ausgabe-Umsetzungstabellen NTTAB, NTTAB1 und NTTABL im Konfigurationsmodul enthalten sind bzw. die durch den entsprechenden dynamischen Profilparameter oder durch das entsprechende Makro im Natural-Parametermodul definiert sind.

Beispiele:

CCHAR=17
CCHAR=19-1B
CCHAR=(03-06,0A,1B,3A-3F)

DEST - Name des externen Dataset

DEST=value gibt den Bestimmungsort (Destination) für den Ausdruck an.

Wert Erklärung
1 - 8 Zeichen. Bestimmungsort (Destination) für den Ausdruck

Anmerkung:
Der Subparameter DEST entspricht dem OUTPUT-Wert des Statements DEFINE PRINTER (und kann mit einer DEFINE PRINTER OUTPUT-Angabe überschrieben werden).

Die Bedeutung des Subparameters DEST ist abhängig von der Zugriffsmethode:

Zugriffsmethode Bedeutung von DEST
AM=STD DEST ist der logische Dataset-Name (DDNAME, LINK-Name, DTF-Name).

Wenn der Bestimmungsort für mehrere Dateien gelten soll, müssen zwei Sterne (**) für die Dateinummer angegeben werden. Diese werden für jede Druckdatei durch die entsprechende logische Dateinummer ersetzt. Ein DEST-Wert, der zwei Sterne enthält, muss in Hochkommas gesetzt werden, wenn er als dynamischer Parameter verwendet werden soll.

Die Standard-Einstellung ist DEST='CMPRT**' für z/OS-, z/VSE-Umgebungen und DEST='P**' für BS2000-Umgebungen.

Unter z/VSE werden nur Namen mit 7 Zeichen unterstützt.

AM=CICS Für Druckdateien unter CICS gibt es keinen Standard-Wert. Hier ist der Subparameter DEST zwingend erforderlich, d.h., dass CICS-Druckdateien ohne gültige DEST-Angabe ignoriert werden.

Das Natural CICS Interface unterstützt außerdem eine Variable (siehe TERMVAR-Parameter im Generierungsmakro NCIPRM oder NTCICSP (abhängig von der Version des installierten Natural CICS Interface), dabei ist &TID die Standard-Einstellung), als Teil des DEST-Werts, der bei der Angabe durch die tatsächliche CICS-Terminalkennung ersetzt wird; siehe auch Natural Print and Work Files under CICS in der TP Monitor Interfaces-Dokumentation).

AM=IMS Gibt den IMS/TM-Bestimmungsort an.

Anmerkung:
PRINT=((0),DEST=xxx) bzw. NTPRINT (0),DEST=xxx definiert den Bestimmungsort für den Hardcopy-Ausdruck und ist gleichbedeutend mit dem Natural-Profilparameter HCDEST=xxx.

OPEN - Zeitpunkt der Datei-Öffnung

Mit OPEN=value bestimmen Sie den Zeitpunkt der Datei-Öffnung:

Wert Die Datei wird geöffnet ...
INIT für die Ausgabe bei der Initialisierung der Session.
OBF gemäß der OPEN-Standard-Einstellung für unterschiedliche Umgebungen (Batch, CICS, Com-plete, TSO).
OBJ wenn die Ausführung des ersten Objekts, das auf die Arbeitsdatei zugreift, beginnt. Dies ist die allgemeine Standard-Einstellung, außer bei AM=COMP und AM=IMS.
OBJ1 wenn die Ausführung des ersten Objekts auf Ebene 1, das auf die Datei zugreift, beginnt. Andernfalls wird sie geöffnet, wenn zum ersten Mal auf sie zugegriffen wird.
ACC wenn zum ersten Mal durch ein Statement auf sie zugegriffen wird. Dies ist die Standard-Einstellung bei AM=COMP und AM=IMS.
INITOBF für die Ausgabe bei der Initialisierung der Session. Bei jeder anschließenden erneuten Öffnung der Datei wird der OPEN-Standard-Wert für unterschiedliche Umgebungen (Batch, CICS, Com-plete, TSO) gesetzt.
INITOBJ für die Ausgabe bei der Initialisierung der Session. Jede anschließende erneute Öffnung der Datei wird durchgeführt, wenn die Ausführung des ersten Objekts, das auf die Arbeitsdatei zugreift, beginnt.
INITOBJ1 wenn die Ausführung des ersten Objekts auf Ebene 1, das auf die Arbeitsdatei zugreift, beginnt. Andernfalls wird sie geöffnet, wenn zum ersten Mal auf sie zugegriffen wird.
INITACC für die Ausgabe bei der Initialisierung der Session. Jede anschließende erneute Öffnung der Datei wird durchgeführt, wenn zum ersten Mal durch ein Statement auf sie zugegriffen wird.

CLOSE - Zeitpunkt der Datei-Schließung

Mit CLOSE=value bestimmen Sie den Zeitpunkt der Datei-Schließung:

Wert Die Datei wird geschlossen ...
OBJ entweder wenn die Verarbeitung des Objekts, in dem zuerst auf die Datei zugegriffen wurde, beendet ist oder wenn der Kommandomodus, NEXT- oder MAINMENU-Modus erreicht ist.
CMD wenn der Kommandomodus, NEXT- oder MAINMENU-Modus erreicht ist.

Dies ist die Standard-Einstellung bei AM=NAF, AM=COMP und AM=IMS.

FIN beim Session-Ende (Dies ist die Standard-Einstellung bei AM=STD).

Anmerkung:
Bei CLOSE=FIN, verursacht ein DEFINE PRINTER-Statement einen Fehler, wenn der Drucker schon geöffnet wurde. Ein CLOSE PRINTER-Statement für den Drucker wird ignoriert.

USER nur wenn die Datei offen ist und eine der folgenden Bedingungen zutrifft:
  • ein CLOSE PRINTER-Statement wird abgesetzt,

  • ein DEFINE PRINTER-Statement wird abgesetzt,

  • beim Session-Ende.

ROUTE - Logische Druckdatei-Weiterleitung

Mit ROUTE=value geben Sie an, ob die Weiterleitung einer logischen Druckdatei gemäß den Angaben in der OUTPUT-Klausel des DEFINE PRINTER-Statements erfolgen soll.

Wert Bedeutung
ON Die Druckdatei wird weitergeleitet. Die Ziel-Druckdatei kann jede verfügbare Druckdatei außer PC sein.

Dies ist die Standard-Einstellung.

OFF Es erfolgt keine Weiterleitung der Druckdatei.
am Die Weiterleitung der Druckdatei erfolgt nur an Drucker mit angegebener Zugriffsmethode (Access Method).

Als möglicher Wert kann jede gültige Druckdatei-Zugriffsmethode verwendet werden (siehe Beschreibung des Subparameters AM weiter oben).

PC ist als Zugriffsmethode nicht erlaubt.

Anmerkung:
Druckdatei-Weiterleitung bedeutet, dass die Druckausgabe an jeden beliebigen freien Drucker weitergeleitet werden kann, wenn der Name, der in der OUTPUT-Klausel des DEFINE PRINTER-Statements definiert ist, einen Druckdatei-Bestimmungsort bezeichnet, der durch einen logischen Drucker definiert wird. Wird kein Drucker mit dem angegebenen Namen gefunden, kann die Druckausgabe an einen beliebigen freien Drucker weitergeleitet werden.

CP - Codepage für die Druckausgabe

CP=value definiert die Codepage für die Druckausgabe.

Wert Bedeutung
1 - 64 Zeichen.

Der Name der gewünschten Codepage.

Möglich ist eine beliebige Zeichenkette, sie muss jedoch mit einem der Codepage-Parameter CCSID, CCSN, IANA oder ALIAS des Makros NTCPAGE im Source-Modul NATCONFG vordefiniert werden.

Anmerkungen:

  1. Es wird angenommen, dass alle Codepage-Daten, z.B. Natural-Sources, Inhalt von Feldern mit Format A, in dieser Codepage gespeichert werden. Wenn mit dem Subparameter CP keine Codepage angegeben wird, dann wird die aus der Auswertung der Einstellung des Profilparameters CP resultierende Codepage verwendet.
  2. Bei ausgeschalteter Natural-Codepage-Unterstützung (z.B. durch Parameter CP=OFF) wird jeder für diesen Parameter gelieferte Wert ignoriert.
  3. Siehe auch Profilparameter CP und Profile Parameters and Macros in der Unicode and Code Page Support-Dokumentation.

SHIFT - Datensätze nach Rechts verschieben

SHIFT=value gibt an, ob die Druckdatensätze um die Anzahl an Leerstellen nnn nach Rechts verschoben werden sollen.

Wert Bedeutung
0 oder 1 - 248 Die Druckdatensätze werden nach Rechts verschoben, und die angegebene Anzahl Leerzeichen wird, beginnend mit Spalte 1, vor dem Datensatz eingefügt.
0 Die Druckdatensätze werden nicht verschoben.

Dies ist der Standardwert.

Anmerkungen:

  1. Das ASA-Steuerzeichen in Spalte 0 ist davon nicht betroffen.
  2. Die angegebene Anzahl Zeichen geht am Ende der Datensätze verloren (Shift-Out).

Schlüsselwort-Subparameter für AM=STD in allen Umgebungen

Die folgenden Schlüsselwort-Subparameter stehen für die Zugriffsmethode AM=STD in allen Umgebungen zur Verfügung:

RECFM | BLKSIZE | LRECL | TRUNC | PAD | PADCHRO | ASA | STRIP

RECFM - Standard-Datensatzformat des Dataset

Mit RECFM=value bestimmen Sie das Standard-Datensatzformat des Dataset.

Unterstützte Formate

F Fest
V Variable
U Undefiniert
B In Blöcke unterteilt
S Segmentiert
A ASA
M Maschinensteuerzeichen

Mögliche Werte bzw. Wertekombinationen

Wert Bedeutung
RECFM=F, RECFM=FA, RECFM=FM, RECFM=FB, RECFM=FBA, RECFM=FBM, RECFM=V, RECFM=VA, RECFM=VM, RECFM=VB, RECFM=VBA, RECFM=VBM, RECFM=VBS, RECFM=VBSA, RECFM=VBSM, RECFM=U, RECFM=UA, RECFM=UM Diese Werte bzw. Wertekombinationen können angegeben werden.
RECFM=VBA In variable Blöcke unterteilt, mit ASA.

Dies ist der Standardwert.

Anmerkung:
Die RECFM-Angabe gilt nur, wenn in der JCL oder (nur bei z/OS) im Dataset-DCB kein Datensatzformat vordefiniert ist.

BLKSIZE - Standard-Block-Größe des Dataset

Mit BLKSIZE=value bestimmen Sie die Standard-Blockgröße des Dataset.

Wert Bedeutung
0 oder 8 - 32767 Standard-Blockgröße des Dataset (in Bytes).
1016 Dies ist der Standardwert.

Die BLKSIZE-Angabe gilt nur, wenn in der JCL oder (nur bei z/OS) im Dataset-DCB keine Blockgröße vordefiniert ist.

LRECL - Standard-Datensatzlänge des Dataset

Mit LRECL=value bestimmen Sie die Standard-Datensatzlänge (in Bytes) des Dataset.

Wert Bedeutung
0 oder 5 - 254 Datensatzlänge des Dataset (in Bytes).
0 Dies ist der Standardwert.

Anmerkungen:

  1. Dieser Subparameter wird insbesondere zur Prüfung beim Abschneiden (Trunkierung) und Auffüllen genutzt.
  2. Für RECFM=V (B) enthält der LRECL-Wert ein 4-Byte-Datensatz-Deskriptorwort.
  3. Bei Angabe von LRECL=0 gilt Folgendes:Bei RECFM=V(B) nimmt LRECL den Standardwert BLKSIZE-4 und 254 an.Bei RECFM=U nimmt LRECL den Standardwert BLKSIZE an.Bei RECFM=F(B) wird die maximale Datensatzlänge in dem momentan ausgeführten Natural-Programm genommen, wenn die Datei geöffnet wird. Wenn beim Öffnen der Datei keine Datensatzangabe aus einem Programm verfügbar ist, z.B. bei OPEN=INIT, wird eine Datensatzlänge von 132 genommen (plus 1 bei ASA oder ein Maschinensteuerzeichen und/oder plus 4 für ein Datensatzdeskriptorwort, wenn das Datensatzformat variabel ist).
  4. Die LRECL-Angabe gilt nur, wenn in der JCL oder (nur bei z/OS) im Dataset-DCB keine Datensatzlänge vordefiniert ist.

TRUNC - Trunkierung von Ausgabe-Datensätzen

TRUNC=value gibt an, ob die Ausgabe-Datensätze abgeschnitten werden oder nicht:

Wert Bedeutung
ON Ausgabe-Datensätze, die länger sind als die Datensatzlänge (LRECL) des Dataset , werden abgeschnitten.

Dies ist der Standardwert.

OFF Die Fehlermeldung NAT1512 wird ausgegeben, wenn ein Ausgabe-Datensatz länger ist als die Datensatzlänge des Dataset.

PAD - Auffüllen von Ausgabe-Datensätzen

PAD=value gibt an, ob die Ausgabe-Datensätze aufgefüllt werden oder nicht (gilt nur für Datasets mit fester Datensatzlänge):

Wert Bedeutung
ON Ausgabe-Datensätze, die kürzer sind als die Datensatzlänge (LRECL) des Dataset , werden mit Füllzeichen aufgefüllt, die mit dem Subparameter PADCHRO definiert werden.

Dies ist der Standardwert.

OFF Die Fehlermeldung NAT1510 wird ausgegeben, wenn ein Ausgabe-Datensatz kürzer ist als die Datensatzlänge des Dataset.

PADCHRO - Füllzeichen für Ausgabe-Datensätze

PADCHRO=value gibt das Zeichen an, das zum Auffüllen verwendet wird, wenn PAD=ON für die Druckdatei definiert wird.

Wert Bedeutung
'x' Ein Zeichen x in Hochkommas.
x'xx' Ein Hexadezimalzeichen xx.
' ' (leer) Leerzeichen oder x'40'.

Dies ist der Standardwert.

ASA - Verwendung des Datensatzformats ASA

ASA=value gibt an, ob das Datensatzformat ASA verwendet wird.

Wert Bedeutung
ON In die ausgegebenen Druckdatensätze wird ein ASA-Zeichen eingefügt. Unter z/OS wird dadurch die Verwendung des Datensatzformats ASA erzwungen, und zwar ohne Rücksicht auf die RECFM-Einstellung im DCB oder die Einstellung im Subparameter RECFM.

Dies ist der Standardwert.

OFF In die ausgegebenen Druckdatensätze wird kein ASA-Zeichen eingefügt. Bei der z/VSE Batch Zugriffsmethode (AM=STD) muss in Spalte 1 des Ausgabedatensatzes ein gültiges ASA-Zeichen geliefert werden, wenn die Ausgabedatei eine Spool-Datei ist; sonst wird die Fehlermeldung NAT1530 ausgegeben.

STRIP - Entfernen von nachgezogenen Leerstellen deaktivieren

STRIP=value kann das Entfernen von nachgezogenen Leerstellen deaktiviert werden.

Wert Bedeutung
ON Nachgezogene Leerstellen werden entfernt.

Dies ist der Standardwert.

OFF Nachgezogene Leerstellen werden nicht entfernt.

Anmerkung:
Bei sequenziellen Batch-Dateien (Zugriffsmethode AM=STD) werden nachgezogene Leerstellen entfernt, wenn der Dataset mit variablem Datensatzformat (RECFM=VB) definiert wird, um Plattenspeicherplatz zu einzusparen. Wenn anschließend andere Anwendungen auf diesen Datensatz zugreifen, kann es wegen fehlender Leerzeichen Probleme geben. Diese Probleme lassen sich mit der Einstellung STRIP=OFF vermeiden.

Schlüsselwort-Subparameter für AM=STD in z/OS-Umgebungen

Die folgenden Schlüsselwort-Subparameter stehen für die Zugriffsmethode AM=STD in z/OS-Umgebungen zur Verfügung:

REREAD | FREE | BUFNO | DISP | VMAX

REREAD - Schließen von Tape File Datasets

REREAD=value setzt die REREAD-Option für das Schließen der Banddatei.

Wert Bedeutung
ON Die REREAD-Option wird für das CLOSE SVC gesetzt. Dadurch wird der Datenträger (Volume) neu positioniert, um den Dataset erneut zu verarbeiten.

Dies ist der Standardwert.

OFF Die REREAD-Option wird für das CLOSE SVC nicht gesetzt.

FREE - Dataset-Freigabe beim Schließen der Datei

FREE=value gibt an, ob der Dataset freigegeben wird, wenn die Datei geschlossen wird.

Wert Bedeutung
ON Die FREE-Option wird für das CLOSE SVC gesetzt, d.h., der Dataset wird freigegeben, wenn er geschlossen wird (und nicht bei der Step-Beendigung).
OFF Die FREE-Option wird für das CLOSE SVC nicht gesetzt.

Dies ist der Standardwert.

BUFNO - Standard-Anzahl der z/OS-E/A-Puffer des Dataset

BUFNO=value definiert die Standard-Anzahl der z/OS-Ein-/Ausgabepuffer des Dataset.

Wert Bedeutung
0 oder 0 - 255 Standard-Anzahl der z/OS-E/A-Puffer des Dataset
0 In diesem Fall ordnet z/OS fünf Ein-/Ausgabepuffer zu.

Dies ist der Standardwert.

Anmerkungen:

  1. Die Anzahl der Ein-/Ausgabepuffer hat drastische Auswirkungen auf die Performance beim Druckdateizugriff. Beachten Sie, dass der Speicher für die Ein-/Ausgabepuffer unterhalb der 16 MB-Grenze zugeordnet wird.
  2. Die BUFNO-Angabe gilt nur, wenn der Parameter BUFNO nicht in der JCL des Dataset angegeben wird.

DISP - Druckdatei für Änderung öffnen

DISP=value bestimmt, ob die Druckdatei zur Änderung geöffnet wird.

Wert Bedeutung
MOD Neue Datensätze werden am Ende der Datei hinzugefügt.
NOMOD Die Arbeitsdatei wird von Beginn an neu geschrieben.

Dies ist der Standardwert.

Anmerkung:
Dieser Subparameter entspricht dem JCL DD Statement-Parameter DISP=MOD.

VMAX - LRECL-Einstellung für variables Datensatzformat steuern

VMAX=value steuert die LRECL-Einstellung für eine Ausgabedatei mit variablem Datensatzformat (RECFM=V).

Wert Bedeutung
ON Vorausgesetzt, dass für die Datei ein BLKSIZE-Wert existiert, der nicht Null ist, wird mit VMAX=ON für variables Datensatzformat LRECL=BLKSIZE-4 gesetzt, unabhängig von der Einstellung in der DCB oder im LRECL-Subparameter.
NAT LRECL wird auf die Länge +4 des größten Datensatzes im Anwendungsprogramm gesetzt, wenn dieser Wert kleiner ist als im LRECL in der DCB für den Dataset.
OFF Es wird die LRECL-Einstellung aus der DCB für den Dataset oder die Einstellung im Subparameter LRECL verwendet.

Dies ist der Standardwert.

Schlüsselwort-Subparameter für AM=STD in z/VSE-Umgebungen

Die folgenden Schlüsselwort-Subparameter stehen für die Zugriffsmethode AM=STD in z/VSE-Umgebungen zur Verfügung:

SYSNR | LABEL | REWIND

SYSNR - Logische VSE SYS-Nummer

SYSNR=value bestimmt die logische VSE SYS-Nummer.

Wert Bedeutung
value Der Wertebereich ist 1 - 99.

Standardwert:

  • Bei Druckdateien 1 - 31: Die SYS-Nummer ist die Nummer der Druckdatei plus 40.

  • Bei Druckdatei 0 (Hardcopy-Drucker): For print file 0, that is the hardcopy printer, the default is SYSLST.

Beispiel:

Die z/VSE-Standard-SYS-Nummer für Druckdatei 11 ist 11 + 40 >= SYS051:

SYSNR=51

LABEL - Bandkennsatz-Verarbeitung

LABEL=value bestimmt die Verarbeitung des Bandkennsatzes (Tape Label).

Wert Bedeutung
ON Das Band ist im Standard-Kennsatzformat.

Dies ist die Standard-Einstellung.

OFF Das Band ist ohne Bandkennsatz mit Bandmarkierung an der Vorderseite.
NOTM Das Band ist ohne Bandkennsatz ohne Bandmarkierung an der Vorderseite.

REWIND - Maßnahme bei Datei-Schließung

REWIND=value bestimmt die durchzuführende Maßnahme, wenn eine Banddatei geschlossen wird.

Wert Bedeutung
ON Das Band wird zurückgespult, wenn die Datei geschlossen wird.

Dies ist die Standard-Einstellung.

OFF Das Band wird nicht zurückgespult, wenn die Datei geschlossen wird.
UNLOAD Das Band wird entladen, wenn die Datei geschlossen wird.

Schlüsselwort-Subparameter für AM=STD in BS2000-Umgebungen

Die folgenden Schlüsselwort-Subparameter stehen für die Zugriffsmethode AM=STD in BS2000-Umgebungen zur Verfügung:

DISP | FREE

DISP - Datei-Öffnungsmodus

DISP=value bestimmt den Öffnungsmodus der Datei.

Wert Bedeutung
EXT Der Öffnungsmodus wird auf EXTEND gesetzt.
NOEXT Der Öffnungsmodus wird auf den Standardwert OUTPUT gesetzt.

Dies ist die Standard-Einstellung.

FREE - Linkname-Freigabe bei Dateischließung

FREE=value bestimmt, ob der Linkname der Datei freigegeben wird, wenn die Zieldatei auf eine andere umgeschaltet wird.

Wert Bedeutung
ON Der Linkname wird freigegeben.
OFF Der Linkname wird beibehalten.

Beispiel:

DEFINE PRINTER (1) OUTPUT 'P01' 
WRITE (1) 'TEST' 
CLOSE (1)
DEFINE PRINTER (1) OUTPUT 'FILE=REPORT01.NEW,LINK=LINKP01

Wenn FREE=ON gesetzt ist, wird der Linkname freigegeben; bei FREE=OFF wird er beibehalten.

Schlüsselwort-Subparameter für AM=CICS

Die folgenden Schlüsselwort-Subparameter stehen für die Zugriffsmethode AM=CICS zur Verfügung:

TYPE | DISP

TYPE - Typ des CICS-Speichermediums

TYPE=value gibt den Typ des zu verwendenden CICS-Speichermediums an.

Wert Bedeutung
MAIN Temporärer Hauptspeicher.
AUX Temporärer Hilfsspeicher.
TD Übergangsdaten.

Anmerkung:
Der Standardwert hängt von der Einstellung des Subparameters DEST ab. Wenn der Wert des DEST-Subparameters zu einer gültigen CICS-Übergangsdaten-Warteschlange passt, dann ändert sich der Wert des Subparameters TYPE auf den Standardwert TD, andernfalls wird MAIN als Standardwert genommen.

DISP - Temporäre CICS-Speicherwarteschlangen-Disposition

DISP=(value1,value2) gibt die temporäre CICS-Speicherwarteschlangen-Disposition an.

Wertepaar Bedeutung
(NEW,KEEP) Die Speicherwarteschlange wird gelöscht, wenn die Datei geöffnet wird.

Dies ist die Standard-Einstellung.

(NEW,DELETE) Die Speicherwarteschlange wird gelöscht, wenn die Datei geöffnet und wenn sie geschlossen wird.
(OLD,DELETE) Die Speicherwarteschlange wird gelöscht, wenn die Datei geschlossen wird.
(OLD,KEEP) Die Speicherwarteschlange wird nicht gelöscht.

Beispiel:

DISP=(NEW,DELETE)

Anmerkung:
Die DISP-Angabe gilt nicht für CICS-Übergangsdaten-Warteschlangen außerhalb der Partition.

Schlüsselwort-Subparameter für AM=COMP (Com-plete)

Der folgende Schlüsselwort-Subparameter steht für die Zugriffsmethode AM=COMP (Com-plete) zur Verfügung:

DRIVER

DRIVER - Name des Com-plete-Druck-Treibers

DRIVER=value gibt den Namen des zu verwendenden Com-plete-Druck-Treibers an.

Schlüsselwort-Subparameter für AM=SMARTS (Com-plete)

Der folgende Schlüsselwort-Subparameter steht für die Zugriffsmethode AM=SMARTS (Com-plete) zur Verfügung:

DEST

DEST - Logischer Drucker

DEST=value gibt den logischen Drucker an.

Wert Bedeutung
print-server-queue Die Umgebungsvariable SAG_APS_LPD_xyz definiert einen logischen Drucker unter Com-plete; dabei ist xyz der Name der Print Server-Warteschlange.

Wenn die Umgebungsvariable SAG_APS_LPD_xyz für das angegebene Ziel DEST existiert, wird die Ausgabe direkt an diesen Drucker (Line Printer). Weitere Informationen siehe Complete Initialization and Startup Manual, Abschnitt Defining Terminals and Printers.

printer-file-name Wenn für diesen Drucker keine Print Server-Warteschlange zur Verfügung steht, gibt DEST einen Drucker-Dateinamen an. Er gibt die Lage der Ausgabedatei im Dateisystem an. Der Name der Ausgabedatei wird aus der Benutzerkennung und einer Folgenummer gebildet.

Da die DEST-Klausel auf maximal 8 Zeichen eingeschränkt ist, ist es nutzlos, eine Datei mit absoluter PFS-Pfadangabe zu definieren. Der in der DEST-Klausel angegebene Name bezieht sich auf das Druckdatei-Wurzelverzeichnis. Das Druckdatei-Wurzelverzeichnis wird mit der Umgebungsvariablen NAT_PRINT_ROOT angegeben.

Beispiel:

NAT_PRINT_ROOT=/nat/printer
DEST=printer1
UserId=xyz

Die erste Ausgabe wird in die Datei /nat/printer/printer1/xyz1 geschrieben.

Um eine Datei mit absoluter Pfaddefinition anzugeben, kann die OUTPUT-Klausel des DEFINE PRINTER-Statements benutzt werden.

Schlüsselwort-Subparameter für AM=IMS

Die folgenden Schlüsselwort-Subparameter stehen für die Zugriffsmethode AM=IMS zur Verfügung:

BLKSIZE | DRIVER

Mögliche Werte siehe Support of the Natural WRITE (n) Statement im Abschnitt Natural under IMS/TM in der TP Monitor Interfaces-Dokumentation.

BLKSIZE - Größe des Druck-Puffers

BLKSIZE=value gibt die Größe des an den IMS/TM-Bestimmungsort gesendeten Druck-Puffers an.

DRIVER - Name des Natural IMS-Druck-Treibers

DRIVER=value gibt den Namen des zu verwendenden Natural IMS-Druck-Treibers an.

Schlüsselwort-Subparameter für das DEFINE PRINTER-Statement

Mit den folgenden Schlüsselwort-Subparametern können Sie die Standardwerte für die gleichlautenden Optionen des DEFINE PRINTER-Statements setzen. Wenn ein Drucker geschlossen wird, werden alle Optionen des DEFINE PRINTER-Statements auf ihre Standardwerte zurückgesetzt.

PROFILE | NAME | FORMS | DISP | COPIES | CLASS | PRTY

PROFILE - Name der Druckersteuerzeichentabelle

PROFILE=value gibt den Namen name der Druckersteuerzeichentabelle an (NTCCTAB-Makro).

NAME - Listing-Name

NAME=value gibt den Namen des Listings an.

FORMS - Name der Listing-Formulare

FORMS=value gibt den Namen der Listing-Formulare an.

DISP - Listing-Disposition

DISP=value gibt die Dispositionsverarbeitung (HOLD, KEEP, DELETE oder LEAVE) des Listing an.

COPIES - Anzahl der Kopien

COPIES=value gibt die Anzahl der zu druckenden Kopien (1 - 255) an.

CLASS - Spool-Klasse

CLASS=value gibt die Spool-Klasse (1 Byte) an.

PRTY - Listing-Priorität

PRTY=value gibt die Listing-Priorität (1 - 255) an.