Diese Form des INPUT-Statements wird benutzt, wenn bei der Eingabeverarbeitung
eine mit dem Natural-Map-Editor erstellte Eingabemaske (Map) verwendet werden soll.
Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten:
das Programm enthält keine Parameterliste
das Programm enthält eine Parameterliste (operand1).
INPUT [WINDOW='window-name'] [WITH-TEXT-option]
|
||
| [MARK-option] | ||
| [ALARM-option] | ||
[USING] MAP
map-name [NO ERASE]
|
||
|
|
operand1
|
|
NO PARAMETER |
||
Dieser Abschnitt behandelt folgende Themen:
Eine Erläuterung der in dem Syntax-Diagramm verwendeten Symbole entnehmen Sie dem Abschnitt Syntax-Symbole.
Die folgenden Anforderungen müssen bei der Benutzung von INPUT USING MAP
ohne Parameterliste erfüllt werden:
Der map-name muss als alphanumerische Konstante (maximal 8 Zeichen lang) angegeben werden.
Die verwendete Map muss bereits erstellt sein, bevor das Programm, das sie referenziert, kompiliert werden kann.
Die Feldnamen werden bei der Kompilierung dynamisch von dem Quellcode der Map übernommen. Die Feldnamen müssen in Map und Programm identisch sein.
Zu diesem Zeitpunkt muss auf alle im INPUT-Statement referenzierten
Felder zugegriffen werden können.
Im Structured Mode müssen die Felder vorher definiert werden, und Datenbankfelder müssen durch Referenzierung der betreffenden Verarbeitungsschleife bzw. des betreffenden Views korrekt referenziert werden.
Im Reporting Mode müssen Benutzervariablen in der Map neu definiert werden.
Wird das Layout der Map verändert, müssen die die Map verwendenden Programme nicht neu katalogisiert werden. Wenn aber Array-Strukturen oder -Namen, Format/Länge von Feldern geändert oder Felder zur Map hinzugefügt bzw. aus ihr gelöscht werden, müssen die die Map verwendenden Programme neu katalogisiert werden.
Die Map-Source muss bei der Programm-Kompilierung zur Verfügung stehen; sonst kann
das INPUT USING MAP-Statement nicht kompiliert werden.
Anmerkung
Wollen Sie das Programm kompilieren, obwohl noch keine Map zur Verfügung steht,
geben Sie NO PARAMETER an: das INPUT USING MAP-Statement
kann dann kompiliert werden, auch wenn die Map noch nicht vorhanden ist.
Wenn Sie Namen der Eingabefelder (operand1) im Programm definieren, müssen diese nicht mit den für die Maske (Map) verwendeten Feldnamen übereinstimmen.
Die Reihenfolge der Felder im Programm muss allerdings zur Reihenfolge der Felder in der Maske passen. Hierbei ist zu beachten, dass der Masken-Editor die in der Maske definierten Felder in alphabetischer Reihenfolge der Feldnamen sortiert. Näheres hierzu finden Sie in der Masken-Editor-Beschreibung in der Editoren-Dokumentation.
Das Programm-Editor-Zeilenkommando .I(mapname)
kann dazu verwendet werden, ein vollständiges INPUT USING MAP-Statement mit
einer Parameterliste, die anhand der in der angegebenen Map definierten Felder generiert
wird, zu erstellen.
Wird das Layout der Map verändert, muss das Programm nicht neu katalogisiert werden, es sei denn, in der Map werden Felder gelöscht, hinzugefügt oder umbenannt, Feldformate/-längen geändert oder Array-Strukturen modifiziert.
Bei der Ausführung prüft Natural, ob Format und Länge der Map-Felder in Einklang mit denen der Programm-Felder stehen. Ist dies nicht der Fall, wird eine entsprechende Fehlermeldung ausgegeben.
Operanden-Definitionstabelle:
| Operand | Mögliche Struktur | Mögliche Formate | Referenzierung erlaubt | Dynam. Definition | ||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
map-name
|
C | S | A | U | ja | nein | ||||||||||||||
operand1
|
S | A | A | U | N | P | I | F | B | D | T | L | C | ja | ja | |||||
Syntax-Element-Beschreibung:
| Syntax-Element | Beschreibung |
|---|---|
INPUT
WINDOW='window-name' |
Eingabe-Fenster:
Siehe Syntax
1 des |
WITH TEXT/MARK/ALARM-options
|
Optionen:
Diese Optionen sind unter Syntax 1 des |
USING MAP
map-name
|
Name der Eingabemaske:
Mit der Der map-name kann als 1 bis 8 Zeichen lange
alphanumerische Konstante oder in Form einer Benutzervariablen angegeben werden.
Wird eine Variable verwendet, muss diese vorher definiert worden sein. Die
Groß-/Kleinschreibung des Namens wird nicht verändert. Der Map-Name darf ein
Und-Zeichen (&) enthalten; dies wird dann zur Ausführungszeit durch den aus
einem Zeichen bestehenden Code ersetzt, der dem aktuellen Wert der
Systemvariablen Die Ausführung des |
NO ERASE |
Überlagerte Anzeige:
Siehe Syntax 1
des |
operand1
|
Zu verwendende Felder:
Es können Datenbankfelder oder Benutzervariablen angegeben werden, die jedoch alle vorher definiert worden sein müssen. Die Felder müssen in Anzahl, Reihenfolge Format und Länge und für (Arrays) in der Anzahl der Ausprägungen mit den referenzierten Map-Feldern übereinstimmen, da andernfalls ein Fehler generiert wird. Ändert sich der Wert eines Datenbankfeldes aufgrund einer
|
Sie können den Eingabemodus mit dem Session-Parameter IM oder den Terminalkommandos %F und %D ändern.
Der Forms-Modus wird mit dem Terminalkommando %F eingeschaltet.
Im Forms-Modus (Profil/Session-Parameter IM=F) zeigt Natural den gesamten Ausgabetext des
Map-Layouts Feld für Feld an, und zwar entsprechend der Positionierungsparameter.
Dadurch kann der Benutzer Daten Feld für Feld eingeben. Wenn alle Daten eingegeben sind,
wird eine Hardcopy-Ausgabe erzeugt, die genau dem Abbild auf dem Bildschirm
entspricht.
Im Falle eines Fehlers kann der Benutzer das Terminalkommando %R eingeben und sodann das gesamte
Formular erneut eingeben. Die Eingaben werden dann wie bei der ersten Ausführung des
INPUT-Statements verarbeitet.
Der Keyword/Delimiter-Modus wird mit dem Terminalkommando %D eingeschaltet.
In diesem Modus (Profil/Session-Parameter IM=D) können Daten unter Verwendung von Schlüsselwörtern
oder in Abhängigkeit von der Position/Reihenfolge der Felder eingegeben werden.
Daten, die im Keyword/Delimiter-Modus eingegeben werden, werden wie beim Screen-Modus auf Gültigkeit geprüft. Falls versucht wird, mehr Zeichen einzugeben, als für ein Feld definiert wurden, wird eine Fehlermeldung zurückgegeben.
Wenn das INPUT-Statement auf einem gepufferten Terminal (Typ 3270) oder
einer Workstation im Keyword/Delimiter-Modus verarbeitet werden soll, müssen alle Daten,
die einem INPUT-Statement zugewiesen werden sollen, auf demselben
Bildschirm eingegeben werden. ENTER soll erst dann benutzt werden, nachdem
alle Daten für das INPUT-Statement eingegeben worden sind.
Bei der Dateneingabe unter Verwendung von Schlüsselwörtern kann der Terminal-Operator
Daten für die einzelnen Felder eingeben, indem er den Eingabeaufforderungstext als
Schlüsselwort (Keyword) benutzt, der im Forms-Modus vor einem Feld ausgegeben werden
würde, um das betreffende Feld zu identifizieren. Nach dem Schlüsselwort muss das
Eingabezuweisungszeichen stehen (siehe Session-Parameter IA) und unmittelbar danach die Eingabedaten. Alle
Stellen nach dem Eingabe-Zuweisungszeichen bis hin zum Eingabebegrenzungszeichen (siehe
Session-Parameter ID)
werden als Daten genommen. Nach dem letzten Datenelement braucht kein
Eingabebegrenzungszeichen zu stehen. Schlüsselwort-Dateneingaben für die einzelnen
Felder müssen durch das Eingabebegrenzungszeichen voneinander getrennt sein und können
in beliebiger Reihenfolge stehen. Falls der Terminal-Operator ein Schlüsselwort eingibt,
das nicht im INPUT-Statement definiert ist, wird eine entsprechende
Fehlermeldung zurückgegeben. Es brauchen nicht alle Felder mit Eingabedaten gefüllt zu
werden. Felder, in die nichts eingegeben wird, werden auf Leerzeichen (alphanumerische
Felder) bzw. Null (numerische und hexadezimale Felder) gesetzt.
Ein Schlüsselwort und das entsprechende Eingabefeld müssen sich in derselben logischen
Zeile befinden. Wenn ihre Gesamtlänge länger als die Zeilenlänge ist, passen Sie die
Zeilenlänge (siehe Parameter LS) so an, dass Schlüsselwort und Feld in eine
Zeile passen.
Bei der Dateneingabe unter Verwendung eines Indexes kann der Terminal-Operator Daten
für die einzelnen Felder eingeben, indem er ihre ordinalen Werte mit einem
Prozentzeichen (%) als Präfix benutzt. Nach der Indexangabe muss das
Eingabezuweisungszeichen stehen (siehe Session-Parameter IA) und unmittelbar danach die Eingabedaten.
Indizierte Daten für die verschiedenen Felder können in beliebiger Reihenfolge stehen.
Sie müssen durch Eingabebegrenzungszeichen (siehe Session-Parameter ID) voneinander getrennt sein.
Falls der angegeben ordinale Wert keinem der Werte eines existierenden Feldes
entspricht, wird eine entsprechende Fehlermeldung zurückgegeben. Es brauchen nicht alle
Felder mit Eingabedaten gefüllt zu werden. Felder, in die nichts eingegeben wird, werden
auf Leerzeichen (alphanumerische Felder) bzw. Null (numerische und hexadezimale Felder)
gesetzt.
Bei der Dateneingabe in Abhängigkeit von der Position der Felder gibt der
Terminal-Operator allein die Daten für die einzelnen Felder ein. Diese müssen durch
Eingabebegrenzungszeichen (siehe Session-Parameter ID) voneinander getrennt sein. Die Reihenfolge
der Felder bei der Dateneingabe muss der Reihenfolge der Eingabefelder im
INPUT-Statement entsprechen.
Der Benutzer kann vom positionsgebundenen Modus in den Schlüsselwortmodus wechseln,
indem er zunächst eine Anzahl von durch Eingabebegrenzungszeichen voneinander getrennten
Werten im positionsgebundenen Modus eingibt und dann bei ausgewählten Feldern durch
Angabe des jeweiligen Schlüsselworts vor den Werten in den Schlüsselwortmodus wechselt.
Nachdem zum Positionieren eines Feldes ein Schlüsselwort benutzt worden ist, werden alle
nicht auf ein Schlüsselwort bezogenen Eingaben, die auf das Schlüsselwort folgen, als
positionsgebundene Eingaben verarbeitet, die zu den Feldern nach dem zuvor ausgewählten
Feld im INPUT-Statement folgen.
Wenn Sie das folgende Programm aus der Kommandozeile ausführen
***** Program PGM1 *****
DEFINE DATA LOCAL
1 #F1 (A10)
1 #F2 (A10)
1 #F3 (A10)
END-DEFINE
INPUT (IP=ON) / 'FLD1' #F1
/ 'FLD2' #F2
/ 'FLD3' #F3
WRITE 'FLD1' #F1
/ 'FLD2' #F2
/ 'FLD3' #F3
END
und dabei eines der folgenden Kommandos benutzen, wobei das Komma (,) als
Eingabebegrenzungszeichen benutzt wird,
PGM1 FLD1=AA,FLD3=CC |
Schlüsselworteingabe |
PGM1 %1=AA,%3=CC |
Indexeingabe |
PGM1 AA,,CC |
positionsgebundene Eingabe |
PGM1 AA,FLD3=CC |
positionsgebundene Eingabe kombiniert mit Schlüsselworteingabe |
PGM1 AA,FLD2=,CC |
positionsgebundene Eingabe kombiniert mit Schlüsselworteingabe |
PGM1 AA,%3=CC |
positionsgebundene Eingabe kombiniert mit Indexeingabe |
dann erhalten Sie immer die folgende Ausgabe:
FLD1 AA FLD2 FLD3 CC
Daten, die mittels eines FETCH-,
RUN- oder STACK-Statements auf dem Natural-Stack abgelegt wurden, werden
bei der Ausführung des nächsten INPUT-Statements als Eingabedaten
verarbeitet.
Das INPUT-Statement verarbeitet die Daten in dem oben beschriebenen
Keyword/Delimiter-Modus.
Felder, für die keine Eingabedaten zur Verfügung stehen, werden je nach Format mit Leerzeichen bzw. Nullen gefüllt. Sind mehr Daten als Eingabefelder vorhanden, so werden überschüssige Eingabedaten ignoriert.
Wenn ein Feld mit Daten aus dem Natural-Stack gefüllt wird, gelten die Feldattribute nicht für die Daten.
Über die Natural-Systemvariable *DATA können Sie erfahren, wieviele
Datenelemente gegenwärtig im Natural-Stack zur Verfügung stehen.
Folgende Themen werden behandelt:
Im Batch-Forms-Modus wird die Eingabe-Map angezeigt. Für jede Zeile, die ein oder
mehrere Eingabefelder (AD=A oder AD=M) enthält,
wird ein Datensatz gelesen, und die in dem Satz enthaltenen Daten werden den
entsprechenden Feldern zugeordnet.
Eingabedatenfelder werden als benachbart angesehen. Werden keine Delimiter-Zeichen
verwendet, so müssen die Daten genau den intern definierten Feldlängen entsprechend
eingegeben werden. Bei numerischen Feldern müssen gegebenenfalls eine Stelle für das
Vorzeichen (falls SG=ON gesetzt ist) und/oder eine Stelle für das
Komma (Dezimalpunkt) berücksichtigt werden.
Werden Delimiter-Zeichen verwendet, um die Eingabedaten der einzelnen Felder
voneinander zu trennen, so ist dies nicht erforderlich; die Eingabedaten werden dann
jeweils von links nach rechts ab Stelle 1 verarbeitet. Für die Eingabe der Daten gelten
die unter Eingabe von Daten als Reaktion auf ein
INPUT-Statement beschriebenen Regeln. Darüber hinaus kann mit dem
Zuweisungszeichen für Eingabe-Parameter (siehe Profil- und Session-Parameter IA) bewirkt werden, dass der
Inhalt eines *OUTIN-Feldes
nicht zurückgesetzt wird.
Im Batch-Betrieb gilt für diesen Modus dasselbe wie im TP-Betrieb, allerdings mit folgenden Ausnahmen:
Das Drucken der gesamten Eingabemaske kann über das Terminalkommando %Q gesteuert werden.
*OUTIN-Felder behalten
ihre ursprünglichen Werte, wenn diese nicht explizit geändert werden.
Folgende Terminalkommandos können
verwendet werden, wenn ein INPUT-Statement im Batch-Betrieb auf einem
Großrechner verwendet wird:
| Terminalkommando | Funktion |
|---|---|
%*
|
Unterdrückung des nächsten Eingabedatensatzes:
Wenn in Position 1 oder 2 eines Datensatzes eingegeben, bewirkt
DATA RECORD %* SUPPRESSED DATA RECORD |
%
|
Fortsetzung des Datensatzes:
Als letztes Zeichen eines Datensatzes bewirkt DATA, RECORD, WITH, CONTINUATION, % CONTINUATION RECORD INPUT V1 V2 V3 V4 V5 V6 DISPLAY V1 V2 V3 V4 V5 V6 erzeugt folgende Ausgabe: DATA RECORD WITH CONTINUATION CONTINUATION RECORD |
%/
|
Dateiende-Bedingung:
|
%%
|
Restart-Punkte setzen:
Sie können mit dem Terminalkommando %% Restart-Punkte in den Eingabedateien setzen und so die Synchronisation der Eingabedateien im Falle eines Fehlers sicherstellen. |
%.
|
Lesen der Eingabewerte beenden:
Lesen der Eingabewerte für das gerade ausgeführte
|
%Knn
|
Simulieren von PF-Tasten bzw. PA-Tasten:
Dadurch können PF-Tastenfunktionen auch im Batch-Betrieb verwendet werden. |
%KPn
|
|
%Q
|
Maskenausgabe im Batch-Betrieb
unterdrücken: Bewirkt, dass Masken, die zum Lesen von
Eingabedaten verwendet werden, nicht mit ausgedruckt werden.
|
Ausführliche Informationen zu den oben genannten Kommandos finden Sie in der Terminalkommandos-Dokumentation.
Zur Verwendung des INPUT-Statements im Batch-Betrieb ist zusätzliche JCL
erforderlich. Bitte wenden Sie sich an Ihren Natural-Administrator um sicherzustellen,
dass diese JCL bereitgestellt ist, bevor Sie eine Batch-Ausführung versuchen.