Dieses Kapitel enthält allgemeine Informationen über die Natural-Konfigurationstabellen,
die im Modul NATCONFG enthalten sind.
Folgende Themen werden behandelt:
Allgemeine Übersicht über die in NATCONFG verwendeten Makros
NTSTAT - Definition der mit dem Natural-Nukleus verlinkten Objekte
Siehe auch Unterstützte Eingabe- und Ausgabegeräte.
Das Modul NATCONFG enthält die Natural-Konfigurationstabellen.
| Warnung: Die Standardvorgaben in NATCONFG müssen und sollten generell nicht
verändert werden. Insbesondere sollten Sie keine der in der folgenden Liste mit
einem Stern (*) gekennzeichneten Tabellen ohne vorherige Rücksprache mit dem Support
ändern. |
Für die meisten der Tabellen gibt es entsprechende Makros im Natural-Parametermodul sowie dynamische
Profilparameter. Wenn Sie eine NATCONFG-Tabelle ändern müssen, verwenden Sie
das entsprechende Makro im Parametermodul oder den dynamischen Profilparameter, um die
Tabelle zu überschreiben. (Würden Sie die Änderungen in den NATCONFG-Tabellen
selbst vornehmen, müssten Sie NATCONFG mit späteren Natural-Releases erneut
ändern und neu assemblieren).
Das Modul NATCONFG enthält Makros für die Definition der folgenden
Natural-Standardkonfigurationstabellen.
Darüber hinaus enthält es die folgenden Tabellen:
Die Tabelle der Standard-Attention-Identifier. Sie definiert die physischen Terminalabruftasten für Natural (*).
Verschiedene andere Tabellen (*).
Die folgende Tabelle gibt einen allgemeinen Überblick über die Makros, die im Modul
NATCONFG für die Definition der Natural-Standardkonfigurationstabellen
verwendet werden:
| Makro | Zweck |
|---|---|
NTDVCE *
|
Tabelle der Terminaltypen. Dient dazu, den zu verwendenden Terminaltreiber
anzugeben, Einzelheiten siehe Beschreibung unten.
Wichtig |
NTMSG |
Meldungsprotokolltabelle. Natural-Meldungen, die in das Job-Meldungsprotokoll geschrieben oder auf der Bedienerkonsole angezeigt werden sollen. |
NTSTAT
|
Definition von Natural-Objekten, die mit dem Natural-Nukleus verlinkt sind. |
NTCPAGE
|
Definitionen von Codepages. |
NTTAB
|
Primäre Ausgabe-Umsetzungstabelle. |
NTTAB1
NTTAB2
|
Sekundäre Ausgabe/Eingabe-Umsetzungstabellen. |
NTUTAB1
NTUTAB2
|
Tabellen für die Umsetzung von Klein- und Großbuchstaben. Diese Tabellen müssen z.B. für den deutschen Zeichensatz angepasst werden. |
NTTABA1
NTTABA2
|
Tabellen für die Umsetzung von EBCDIC-Zeichen in ASCII-Zeichen und umgekehrt. Diese Tabellen werden vom Natural-Object Handler verwendet. |
NTTABL
|
SYS*-Umsetzungstabelle. Setzt die Ausgabe von Programmen um, die
in Natural SYS... Libraries enthalten sind.
|
NTLANG *
|
Sprachumsetzungstabelle. Enthält eine Liste aller verfügbaren Sprachcodes, die für Natural definiert sind. |
NTSCTAB
|
Scanner-Zeichentypentabelle. Legt fest, welche Zeichen Kleinbuchstaben,
Großbuchstaben, numerische Zeichen und Sonderzeichen sind (gilt für dynamische
Profilparameter, MASK- und SCAN-Optionen).
|
NTTZ
|
Zeitzonendefinitionen. Das Makro NTTZ ermöglicht die Angabe von
Zeitzonen und die automatische Umstellung auf die Sommerzeit und
umgekehrt.
|
NTBUFID |
Mit den Parametern MIN und MAX
dieses Makros können die Puffergrößengrenzen für variable Puffer geändert werden,
siehe Anpassung der Puffereigenschaften.
Wichtig Wichtig |
* Ändern Sie ohne vorherige Rücksprache mit dem Support keine der in dieser Liste mit einem Stern (*) gekennzeichneten Tabellen.
Weitere Einzelheiten finden Sie unter Umsetzungstabellen.
Für jeden von Natural unterstützten Terminaltyp wird eine Terminal-Konvertierungsroutine bereitgestellt. Die entsprechenden Terminaltreiber sind für die eigentlichen Terminal-Ein-/Ausgaben zuständig. Sie bauen den physischen Datenstrom aus dem Bildschirmpuffer und dem Bildschirmattributpuffer auf und stellen ihn in den Terminal-E/A-Puffer.
Zusätzlich wird ein Telex-Treiber für Con-nect bereitgestellt, um eine schnellere Telex-, Telefax- und Teletext-Kommunikation vom und zum Topcall Messaging Server zu ermöglichen. Dieser Treiber unterstützt das Topcall-Ganzseitenprotokoll.
Mit dem NTDVCE-Makro ist es möglich, neue Terminaltreiber zu Natural
hinzuzufügen, um Änderungen der terminalspezifischen Ein-/Ausgabe- oder
Groß-/Kleinschreibungstabellen anzugeben. Weitere Informationen, die angegeben werden
können, sind das Rahmenzeichen, die Position der Nachrichtenzeile, ob die
Bildschirmoptimierung ein- oder ausgeschaltet werden soll, sowie verschiedene Flags in der
IOCB. Darüber hinaus kann die Terminalspezifikation an einen vorhandenen Treiber
weitergeleitet werden, indem andere Umsetzungstabellen verwendet werden, oder sie kann in
eine Treiberroutine eingehängt werden.
Das Makro NTDVCE wird entweder durch das Terminalkommando %T= in der
Natural-Kommandozeile oder durch das Statement SET CONTROL 'T=...' in einem Natural-Programm aufgerufen. Zu
Beginn einer Natural-Sitzung werden die Umsetzungstabellen NTTAB,
NTTAB1, NTTAB2, NTUTAB1 und NTUTAB2 aus dem Modul NATCONFG in den
Benutzerbereich kopiert, wo sie von NTDVCE geändert werden.
Beachten Sie, dass die Umsetzungstabellen von denselben Makros dynamisch oder innerhalb des Natural-Parametermoduls geändert werden können.
Das Makro NTMSG wird verwendet, um Natural-Meldungen zu definieren, die auf
der Bedienerkonsole ausgegeben oder in das Job-Meldungsprotokoll (falls vorhanden)
geschrieben werden sollen. Eine definierte Meldung wird zusätzlich geschrieben, d.h. die
übliche Natural-Verarbeitung bleibt unverändert. Die Tabelle zur Definition von
Protokollmeldungen finden Sie unter dem Label NATMSGT in
NATCONFG. Dort können Sie Ihre NTMSG-Definitionen auf der
Basis einer Meldung pro Zeile hinzufügen.
Die Syntax des Makros NTMSG lautet wie folgt:
NTMSG NATnnnn,logid
| Parameter | Beschreibung |
|---|---|
NATnnnn |
nnnn ist die Nummer
der Natural-Meldung (erforderlich).
|
logid |
Gibt das Protokollziel an, d.h. die Bedienerkonsole oder das
Job-Meldungsprotokoll oder beides.
Mögliche Werte: |
Jedes Objekt, das mit dem Natural-Nukleus verlinkt werden soll, muss mit einem
NTSTAT-Makro angegeben werden. Bei der Suche nach einem Objekt durchsucht
Natural immer zuerst diese Liste, unabhängig von der angegebenen Library. Wie Sie
Natural-Objekte mit dem Natural-Nukleus verlinken, erfahren Sie im Abschnitt Natural-Objekte mit dem Natural-Nukleus
verlinken beim Dienstprogramm ULDOBJ.
Die Syntax des NTSTAT-Makros lautet wie folgt:
NTSTAT object-name[,TYPE=W]
| Parameter | Beschreibung |
|---|---|
object-name |
Gibt den Namen des Objekts an, das mit dem Natural-Nukleus verlinkt ist. |
TYPE=W |
Bedeutet, dass der Einstiegspunkt des verlinkten Objekts als "weak external" für den Natural-Nukleus definiert ist. Dadurch wird eine Fehlermeldung des Linkage Editors vermieden, falls das Objekt nicht mit dem Natural-Nukleus verlinkt ist. |
Alle Codepages, die während einer Natural-Sitzung verwendet werden sollen, müssen im
Quellcode-Modul NATCONFG vordefiniert werden. Für jede zu definierende
Codepage muss ein spezielles NTCPAGE-Makro eingegeben werden. Während der
Sitzungsinitialisierung wird die durch die Profilparameter CP, CPOBJIN, CPSYNIN, CPPRINT und die CP und den
CP-Schlüsselwort-Subparameter des Profilparameters PRINT oder des
Parametermakros NTPRINT überprüft. Wenn diese Codepage nicht in
NATCONFG definiert ist, wird eine Fehlermeldung ausgegeben.
Die Syntax des NTCPAGE-Makros lautet wie folgt:
NTCPAGE IANA=value, *
CCSID=value, *
CCSN=value, *
ALIAS=value, *
PHC=value, *
MULTI=value, *
ECS=value
| Parameter | Beschreibung | |
|---|---|---|
IANA |
Dieser Parameter gibt den Standardnamen der Codepage an. Maximale Länge: 64 Zeichen. | |
CCSID |
Dieser Parameter ist erforderlich. Er gibt
die kodierte Zeichensatzkennung an, d. h. einen numerischen Wert mit bis zu 5
Ziffern.
Beispiele: |
|
ALIAS |
Dieser Parameter ist optional. Er gibt den Alias-Namen der Codepage an. Maximale Länge: 32 Zeichen. | |
PHC |
Dieser Parameter ist optional. Er gibt das Platzhalterzeichen an. Länge: 2 Bytes hexadezimal. | |
ECS |
Dieser Parameter ist optional. Er gibt die Schlüsselnummer der Codepage im Entire Conversion Service (ADAECS) an, der von Adabas verwendet wird. | |
MULTI |
Dieser Parameter ist optional. Er gibt an, ob es sich bei der Codepage um eine Ein-Byte-Codepage oder eine Multi-Byte- oder ASCII-Codepage handelt. Mögliche Werte: | |
ON |
Die Codepage ist eine Ein-Byte-Codepage, z. B.
IBM01140. Die Codepage kann als Natural Sitzungs-Codepage
verwendet werden. Die Sitzungs-Codepage wird durch den Natural-Profilparameter
CP
definiert.
|
|
OFF |
Die Codepage ist eine Multi-Byte-Codepage oder
ASCII-Codepage. Sie kann nicht als Session-Codepage für Natural verwendet
werden. Jeder Versuch, diese Codepage zu verwenden, führt zur
Initialisierungsmeldung NAT7019.
Dies ist die Standardeinstellung. |
|
VALID |
Die Codepage ist eine Multi-Byte-Codepage, kann aber als
Natural-Session-Codepage verwendet werden. IBM-939 ist zum Beispiel
eine japanische EBCDIC-Codepage, die DBCS-Zeichen enthält.
|
|
Beispiele:
NTCPAGE IANA=IBM819, *
CCSID=819, *
ALIAS='ISO-8859-1', *
PHC=003F
NTCPAGE IANA='IBM-939', *
CCSID=939, *
ECS=3035, *
ALIAS='ibm-939_P120-1999', *
PHC=3013, *
MULTI=VALID
Siehe auch Unicode-/Codepage-Umgebung konfigurieren und verwalten.
Mit dem Makro NTDVCE können
verschiedene Codepages definiert und mit einem bestimmten Terminaltyp und -namen verlinkt
werden. Wenn Natural dann mit PM=C gestartet wird, werden alle Terminal-E/A bei
der Eingabe übersetzt und bei der Ausgabe neu übersetzt. Solange die Codepages kompatibel
sind, kann so eine gemeinsame Datendarstellung beibehalten werden.
Siehe auch SYSCP Utility in der Debugger und Dienstprogramme (Utilities)-Dokumentation.
Attributkontrollvariablen und -formate definieren Attribute, um eine bestimmte Darstellung auf dem Ausgabegerät zu erzeugen. Natural bietet eine breite Palette möglicher Attribute, um dem Endanwender die bestmögliche Nutzung bei der Gestaltung von Masken (Maps) und Reports auf dem Terminal zu ermöglichen.
Leider unterstützen nicht alle Terminals alle bei Natural verfügbaren Funktionen. Diese Eigenschaften werden auf solchen Geräten meist ignoriert oder durch andere Techniken simuliert. Grundsätzlich gibt es in einer IBM-Umgebung zwei Datenstromdefinitionen, den Standard-Datenstrom und den erweiterten Datenstrom.
Die folgenden Ausgabegeräte werden unterstützt:
Die Ausgabedaten enthalten Standard-ASA-Steuerzeichen, die den Zeilenvorschub und die Seitenauswurf-Funktion des jeweiligen Druckers steuern. Dieser Drucker kann entweder der zentrale Drucker im Rechenzentrum sein, der durch das Online- oder Batch-Spooling-System unterstützt wird, oder der SCS-Drucker, der als Online-Terminaldrucker verwendet wird.
Die folgenden Geräte können zum Drucken der in dieser Form erstellten Reports verwendet werden:
| Gerät | Typ |
|---|---|
| Anschlagdrucker | Zentrale Standard-Druckerhardware |
| Laserdrucker | Hochgeschwindigkeitsdrucker, Terminaldrucker |
| Typenraddrucker | Terminaldrucker |
| Tintenstrahl | Terminaldrucker |
| Terminal-Marke | Beschreibung |
|---|---|
| TTY | Daten, die an TTY-Geräte gesendet werden, werden mit den Standardzeichen Formfeed, Linefeed usw. generiert. |
| Terminal-Marke | Beschreibung |
|---|---|
| IBM | Alle Modelle und Größen, die den Standard-Datenstrom und/oder den erweiterten Datenstrom unterstützen. |
| PC | Alle Modelle und Größen, die den Standard-Datenstrom und/oder den erweiterten Datenstrom unterstützen. |
Alle Daten, die von Natural-Programmen gedruckt, angezeigt oder geschrieben werden, werden von Natural umgesetzt. Dadurch wird sichergestellt, dass keine unzulässigen Steuerzeichen zu Terminal-E/A-Fehlern führen oder Datenmüll auf dem Terminal erscheinen kann.
Ein weiteres Merkmal ist die Umsetzung in und aus Zeichensätzen, die von der lateinischen Definition abweichen, insbesondere arabische, kyrillische, griechische und hebräische Zeichen.
In diesem Abschnitt werden alle Merkmale und Funktionen beschrieben, die die Umsetzung von Feldern betreffen, wenn Daten auf externe Geräte wie CRT (Bildschirmterminals) oder Online- und Batch-Spooling-Systeme geschrieben werden.
Die Statements INPUT, DISPLAY, PRINT und WRITE schreiben Daten auf externe Geräte
wie CRT, TTY oder in sequenzielle Dateien oder lesen Daten von ihnen. Alle diese
Statements verwenden Parameter wie Konstanten, Variablen, Editiermasken,
Attributkontrollvariablen und Formate zur Steuerung des Ausgabebildes und der
Eingabedarstellung. Konstanten und Variablen werden durch Verwendung ihrer jeweiligen
Werte im Ausgabebild erzeugt. Die Darstellung dieser Werte wird dann durch die
Attributkontrollvariablen, Formate, Editiermasken und Umsetzungstabellen gesteuert.
Natural verwendet mehrere Umsetzungstabellen und bietet auch die Verwendung alternativer Umsetzungstabellen an, die alle in NATCONFG enthalten sind.
Die folgenden Tabellen werden bereitgestellt:
| Makro | Tabelle |
|---|---|
NATSCTU
|
Scanner-Tabelle, die für Unicode-Zeichen erforderlich ist. Sie bildet die
Eigenschaften von Unicode-Zeichen der Unicode-Spezifikation ab (wie von der
gelieferten ICU-Version unterstützt), die vom Natural-Nukleus verwendet werden
sollen.
Wichtig |
NATCPTAB
|
Optionale Tabellen zur Beschleunigung der Konvertierung von
Einzelbyte-Codepages.
Wenn die Tabelle vorhanden ist, erfolgt die Konvertierung von einer Codepage in eine andere Codepage schneller, da sie über diese Tabelle und nicht durch den Aufruf von ICU-Funktionen erfolgt. Die folgenden Codepages werden von der mitgelieferten
Es ist möglich, mit dem Makro |
NTSCTAB |
Tabelle, die die Eigenschaften von Zeichen definiert,
Diese Tabelle kann zur Definition von Großbuchstaben-Attributen, Kleinbuchstaben-Attributen, Sonderzeichen, hexadezimalen Zeichen und numerischen Zeichen verwendet werden. Um diese Tabelle zu ändern, können Sie das Makro Wenn der Profilparameter |
NTTAB |
Die standardmäßige (primäre) Ausgabe-Umsetzungstabelle, die für die
Bildschirm- oder Druckerausgabe verwendet wird.
Grundsätzlich werden mit dieser
Tabelle alle Zeichen unterhalb von Wenn nichts anderes angegeben ist, werden alle Natural-Ausgabedaten mit
Um diese Tabelle zu ändern, können Sie das Makro Die Änderung wird ignoriert, wenn mit dem Profilparameter Außerdem werden alle Zeichen unterhalb von
|
NTTAB1 |
Die alternative (sekundäre) Ausgabe-Umsetzungstabelle für den sekundären
Zeichensatz, die verwendet wird, wenn der Natural-Parameter PM auf C
gesetzt ist.
Wichtig ist dabei die Umsetzung aller möglichen
Terminal-Steuerzeichen. Wenn Um diese Tabelle zu ändern, können Sie das Makro Die Änderung wird ignoriert, wenn eine Codepage über den Profilparameter
|
NTTAB2 |
Die sekundäre Eingabeumrechnungstabelle, die verwendet wird, wenn der
Natural-Parameter PM auf C eingestellt ist. Wenn
PM=C angegeben ist, werden alle Natural-Eingabedaten mit NTTAB2 umgesetzt. Die Umsetzung zwischen
verschiedenen Sprachen oder Codepages kann mit dieser Tabelle zusammen mit
NTTAB1 durchgeführt werden.
Um diese
Tabelle zu ändern, können Sie das Makro Die Änderung wird ignoriert, wenn eine Codepage über den Profilparameter
|
NTTABS |
In dieser Tabelle sind alle gültigen Zeichen definiert, die in
Natural-Variablennamen verwendet werden können. Sie wird für den
Natural-Syntaxprozessor verwendet.
Außerdem sind darin alle gültigen Zeichen definiert, die an der ersten Position eines Natural-Variablennamens verwendet werden können. Darüber hinaus wird festgelegt, ob es sich bei der Variablen um eine globale Variable, eine Nicht-Datenbank-Variable oder eine Quellcode-Variable handelt. Wenn mit dem Profilparameter |
NTUTAB1 |
Die benutzerspezifische Beispieltabelle für die Umsetzung der Eingabe von
Klein- in Großbuchstaben.
Darüber hinaus führt diese Tabelle die mit dem
Statement Um diese Tabelle zu ändern, können Sie das Makro Die Änderung wird ignoriert, wenn eine Codepage mit dem Profilparameter
|
NTUTAB2 |
Beispiel für eine benutzerspezifische Umsetzungstabelle, die die mit dem
Statement EXAMINE TRANSLATE
INTO LOWER CASE angegebene Umsetzung durchführt.
Um diese Tabelle
zu ändern, können Sie das Makro Die Änderung wird ignoriert, wenn eine Codepage mit dem Profilparameter
|
NTLANG |
Sprachencode-Tabelle, die festlegt, welche Sprachnummer welchem Sprachencode
in der Systemvariablen *LANGUAGE zugeordnet ist.
|
NTTABL |
Die SYS*-Ausgabe-Umsetzungstabelle, die durch den
Natural-Profilparameter TS gesteuert wird. Bei TS=ON
wird diese Tabelle verwendet, um die von Programmen in Natural
SYS*-Libraries erzeugten Ausgaben (außer änderbaren Feldern) von
lateinischer Kleinschreibung in Großschreibung umzusetzen.
Diese Tabelle ermöglicht die Verwendung aller Groß- und Kleinbuchstaben in lateinisch geprägten Ländern, erlaubt aber auch die Verwendung dieser Anwendungen in Ländern, in denen die Kleinbuchstaben durch ein eigenes Alphabet ersetzt wurden. Um diese Tabelle zu ändern, können Sie das Makro Wenn Natural mit einer MBCS-Codepage (z. B. |
|
|
Die DBCS-Umsetzungstabellen, die für die Umsetzung von Doppelbyte-Zeichen in
lateinische Zeichen und umgekehrt verwendet werden.
Wichtig |
Für änderbare Felder und Eingabefelder kann die Umsetzung in Groß- und Kleinbuchstaben festgelegt werden. Generell bedeutet die Umsetzung in Kleinbuchstaben, dass die Daten so übernommen werden, wie sie eintreffen. Es wird keine Umsetzung vorgenommen. Damit ist es z.B. auch im Batchbetrieb möglich, hexadezimale Daten ohne Umsetzung einzulesen.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Groß-/Kleinschreibung anzugeben:
LC=OFF |
Die Umsetzung von Kleinbuchstaben (Lower to Upper Case Translation) ist
ausgeschaltet, d.h. es erfolgt eine globale Großbuchstabenumsetzung.
Dieser Profilparameter kann im Natural-Parametermodul oder als dynamischer Parameter angegeben werden. Achtung: Der Session-Parameter |
%U
|
Die Großbuchstabenumsetzung ist global aktiv.
Auf Feldebene kann das
Attribut |
EXAMINE
TRANSLATE
|
Die Umsetzung von Groß-/Kleinschreibung kann auch mit dem Statement EXAMINE
TRANSLATE durchgeführt werden.
|
Die Verwendung des CMULT-Eintrags wird nicht mehr empfohlen. Verwenden Sie
stattdessen das EXAMINE
TRANSLATE-Statement (siehe oben).
Alle Felder werden nach der Formatierung durch eventuelle Editiermasken, AL- oder NL-Parameterwerte,
Füllzeichen usw. anhand einer Umsetzungstabelle umgewandelt. Dadurch wird sichergestellt,
dass keine Daten mit eingebetteten Steuerinformationen, die nicht explizit von Natural
erzeugt wurden, an das Front-End-Druckgerät gesendet werden können. Das bedeutet, dass
Felder an ein Anzeigegerät gesendet werden können, auch wenn sie hexadezimale
Informationen enthalten, die mit internen Attributen identisch sind. Diese Attribute
werden vor einer Ausgabeoperation umgewandelt, so dass Natural das in der Ausgabeanweisung
definierte Bildschirmlayout garantiert.
Es sind mehrere Umsetzungstabellen verfügbar. Wenn nichts explizit definiert ist, wird
die primäre Umsetzungstabelle NTTAB verwendet.
Wenn PM angegeben ist, wird die
sekundäre Umsetzungstabelle NTTAB1 verwendet. Für änderbare Felder bedeutet
PM=C auch, dass die eingehenden Daten erneut umgesetzt werden, d.h. für die
Ausgabe umgesetzt und für die Eingabe neu umgesetzt werden.
Mit dieser Umsetzungstabellenlogik ist es z.B. möglich, arabische Ziffern in lateinische Ziffern umzuwandeln. Arabische Ziffern haben eine andere hexadezimale Darstellung als die normalen lateinischen Ziffern auf der Terminal-Hardware. So können bei der Ausgabe die lateinischen Ziffern in das arabische Äquivalent umgewandelt werden und bei der Eingabe können die arabischen Ziffern wieder in lateinische zurückgewandelt werden.
Besondere Überlegungen sind bei Natural-System-Anwendungen erforderlich, die lateinische Klein- und Großbuchstaben verwenden. Vor allem auf Terminals, die Arabisch, Griechisch, Kyrillisch usw. unterstützen, kann die Hardware so eingestellt werden, dass keine lateinischen Kleinbuchstaben, sondern die einheimischen Zeichen angezeigt werden.
Leider sind lateinische Kleinbuchstaben krakelig, wenn sie z. B. in kyrillischer Schrift
angezeigt werden. Daher kann Natural mit dem Parameter TS=ON (Systemausgabe umsetzen) verwendet werden.
TS=ON bewirkt, dass SYS*-Libraries (ohne die Library
SYSTEM) und alle Natural-Systemkommandos mit Hilfe einer dritten
Umsetzungstabelle namens NTTABL umgesetzt werden. Standardmäßig führt diese
Umsetzungstabelle eine Umsetzung in Großbuchstaben für alle lateinischen Kleinbuchstaben
durch. Allerdings werden nur Ausgabedaten auf diese Weise behandelt. Dies ermöglicht die
Eingabe von Daten im nativen Zeichensatz auch in Natural-Editoren oder
Systemanwendungen.
Werden jedoch Natural-Dienstprogramme (Utilities) verwendet, um Daten anzuzeigen, die im
nativen Zeichensatz eingegeben wurden, führt dies zu einer Großbuchstabenumsetzung auch
für Daten in z. B. kyrillischer Darstellung. Das Ergebnis wäre wiederum unleserlich. Daher
können alle Dienstprogramme (Utilities) des Natural-Systems das Format PM=C für Felder verwenden, die Daten
enthalten, die im nativen Zeichensatz eingegeben wurden. In diesem Fall wird weder die
Umsetzungstabelle NTTABL noch die sekundäre Umsetzungstabelle
NTTAB1 verwendet. Die Daten werden einfach mit der
primären Umsetzungstabelle NTTAB umgesetzt.
Weitere Informationen finden Sie unter den Profilparametern PM und TS in der
Parameter-Referenz-Dokumentation.
Die Umsetzungsstabelle NTUTAB1 ist vorhanden, um die Umsetzung von Klein-
in Großbuchstaben zu steuern. Dies kann in Ländern, in denen Sonderzeichen verwendet
werden, die nicht nach der einfachen Logik aufgebaut sind, dass nur ein Bit den Status
dieses Buchstabens steuert, zu Problemen führen. Dies betrifft insbesondere deutsche
Umlaute oder dänische Sonderzeichen. In solchen Fällen kann die Umsetzung nur durch eine
Anpassung der NTUTAB1-Tabelle erreicht werden, in der für jedes Zeichen der
entsprechende Klein-/Großbuchstabe angegeben werden kann.
Wenn Großbuchstabenumsetzung (%U) und PM=C angegeben ist, erfolgt zuerst die
Großbuchstabenumsetzung (mit NTUTAB1) und dann die sekundäre Eingabeumsetzung
(mit NTTAB2).
Damit Doppelbyte-Zeichensätze (DBCS) verarbeitet werden können, gibt es die Anwendungsprogrammierschnittstelle USR4213N, die Doppelbyte-Zeichen in lateinische Zeichen umsetzt, siehe Doppelbyte-Zeichensätze (DBCS).
Das Makro NTTZ wird verwendet, um eine Zeitzone und eine automatische
Umstellung auf und von der Sommerzeit festzulegen.
Anmerkung
Zeitdefinitionen werden vom Systemadministrator festgelegt, und der Benutzer kann
diese Definitionen mit dem Natural-Profilparameter TD=zonename referenzieren. Mit
diesem Parameter können Benutzer aus verschiedenen Ländern und Zeitzonen ihre eigene
Ortszeit wählen.
Das Makro NTTZ kann auf minimaler Basis verwendet werden, um eine
Zeitdifferenz für eine Zeitzone zu definieren. Außerdem kann ein automatischer Wechsel zur
und von der Sommerzeit angegeben werden, entweder als festes Datum oder in einer
flexibleren Definition wie "erster Sonntag im April". Die automatische
Umstellung auf die Sommerzeit erfolgt während einer laufenden Natural-Sitzung, ohne dass
eine Benutzerinteraktion erforderlich ist. Vordefinierte Beispiele für
NTTZ-Makrodefinitionen sind in dem ausgelieferten Modul NATCONFG
verfügbar.
Bezugspunkt für die automatische Sommerzeitumstellung ist die aktuelle Maschinenzeit, also die UTC (GMT)-Zeit. Je nachdem, in welchem Zeitraum sich die aktuelle Maschinenzeit befindet, wird die aktuelle Ortszeit ermittelt. Die Unterstützung der automatischen Sommerzeitumstellung gilt derzeit für den Zeitraum von 2002 bis 2041.
Die folgenden Themen werden in diesem Abschnitt behandelt:
Folgende Überlegungen und Einschränkungen sind zu beachten:
Das grundlegende Zeitformat ist:
+hh:mm:ss
oder:
-hh:mm:ss
Gilt von 00:00:00 bis 23:59:59. Auch Abkürzungen sind
zulässig, zum Beispiel: hh:mm.
Das Pluszeichen (+) wird standardmäßig angenommen, das Minuszeichen (-) kann bei den
Parametern TDON
oder TDOFF
erforderlich sein.
Um einen eindeutigen Bezugspunkt für die Zeitumstellung zu haben, werden die
NTTZ-Makroparameter SWTON und SWTOFF in UTC-Zeit angegeben, während die
Wochentagsnamen und die Tageszahlen in den NTTZ-Makroparametern
DSTON und
DSTOFF in
Ortszeit angegeben werden.
Die Natural-Profil-Parameter DD und YD haben keinen Einfluss auf die automatische
Sommerzeitumstellung, weil die Umstellung auf Basis der aktuellen Maschinenzeit
erfolgt.
Es wird empfohlen, die gleichzeitige Verwendung von DD oder YD und dem
Profilparameter TD=zonename zu vermeiden.
Die gleichzeitige Verwendung des Profilparameters TD=zonename und des User
Exit CMCOTIME (Maschinenzeit überschreiben) wird nicht empfohlen, da
eine Änderung der Maschinenzeit (TOD Clock) zu unvorhersehbaren Ergebnissen bei der
automatischen Umschaltung führen kann, die mit
TD=zonename aufgerufen wird.
Die Syntax des Makros NTTZ lautet wie folgt:
NTTZ ZONE=value; *
TDON=value, *
TDOFF=value, *
SWTON=value, *
SWTOFF=value, *
DSTONvalue, *
DSTOFF=value
ZONE | TDON | TDOFF | SWTON | SWTOFF | DSTON | DSTOFF
- ZONE - Time Zone Name
ZONE=valuegibt den Namen der Zeitzone an, auf die mit dem ParameterTDverwiesen werden kann. Die erste Vorkommen eines Namens wird ausgewählt.
Wert Erläuterung 32 Zeichen. Die maximale Länge eines Zeitzonennamens beträgt 32 Zeichen, um beschreibende benutzerdefinierte Zonennamen zu ermöglichen, z. B. den Namen der Hauptstadt eines Landes. - TDON - Differenz der lokalen Sommerzeit zur UTC-Zeit
TDON=valuegibt die Differenz der lokalen Sommerzeit zur UTC-Zeit (früher GMT) an.
Wert Erläuterung
+hh:mm:ss
or
-hh:mm:ssSiehe auch Zeitformat. Anmerkungen:
- Wenn nur der Parameter
TDONdefiniert ist, erhält der Benutzer die Anzeige der Ortszeit als seine Zonenzeit, ohne automatische Umschaltung auf und von Sommerzeit.- Der Parameter
TDONentspricht dem ParameterSWTON.- TDOFF - Differenz der lokalen Zonenzeit zur UTC-Zeit
TDOFF=valuegibt die Differenz der lokalen Zonenzeit zur UTC-Zeit (früher GMT) an.
Wert Erläuterung
+hh:mm:ss
or
-hh:mm:ssSiehe auch Zeitformat. Anmerkung
Dieser Parameter entspricht dem ParameterSWTOFF.- SWTON - Zeitpunkt des Beginns der Sommerzeit
SWTON=valuegibt den UTC-Zeitpunkt an, an dem die Sommerzeit eingeschaltet wird.
Wert Erläuterung hh:mm:ssSiehe auch Zeitformat. - SWTOFF - Zeitpunkt des Endes der Sommerzeit
SWTOFF=valuegibt den UTC-Zeitpunkt an, an dem die Sommerzeit ausgeschaltet wird.
Wert Erläuterung hh:mm:ssSiehe auch Zeitformat. - DSTON - Datum des Beginns der Sommerzeit
DSTON=(value1,value2,value3,value4,day-number)bezeichnet den Tag, an dem die Sommerzeit eingeschaltet wird.
Wert Mögliche Einstellungen value1FIRST,SECOND,THIRD,FOURTHoderLAST.value2MONDAY,TUESDAY,WEDNESDAY,THURSDAY,FRIDAY,SATURDAYoderSUNDAY.value3AFTER,BEFOREoderIN.value4JANUARY...DECEMBER.day-numberEine gültige Tageszahl für den jeweiligen Monat. Der Standardwert ist
1.Anmerkungen:
- Das Schlüsselwort
LASTerfordert das SchlüsselwortBEFOREoderIN.- Wenn das Schlüsselwort
INangegeben wird, darf keine Tageszahl (day number) angegeben werden.- DSTOFF - Datum, an dem die Sommerzeit endet
DSTOFF=(value1,value2,value3,value4,day-number)bezeichnet den Tag, an dem die Sommerzeit abgeschaltet wird.
Wert Mögliche Einstellungen value1FIRST,SECOND,THIRD,FOURTHoderLAST.value2MONDAY,TUESDAY,WEDNESDAY,THURSDAY,FRIDAY,SATURDAYoderSUNDAY.value3AFTER,BEFOREoderIN.value4JANUARY...DECEMBER.day-numberEine gültige Tageszahl für den jeweiligen Monat. Der Standardwert ist
1.Anmerkungen:
- Das Schlüsselwort
LASTerfordert das SchlüsselwortBEFOREoderIN.- Wenn das Schlüsselwort
INangegeben wird, darf keine Tageszahl (day number) angegeben werden.
Für die Sommerzeitumstellung in Westeuropa:
NTTZ ZONE=MEZ, *
TDON=2, *
TDOFF=+01:00:00, *
SWTON=01:00:00, *
SWTOFF=01:00:00, *
DSTON=(LAST,SUNDAY,IN,MARCH), *
DSTOFF=(LAST,SUNDAY,IN,OCTOBER)
Zusätzliche Beispiele für andere Zeitzonen (Nord- und Südamerika, Asien usw.) sind in
dem ausgelieferten Modul NATCONFG
enthalten.