Dieses Kapitel beschreibt den Betrieb eines Natural Web I/O Interface Server (Produktcode: NWO). Sofern nicht anders angegeben, gelten die folgenden Informationen für alle Betriebssysteme.
Die folgenden Themen werden behandelt:
Der Web I/O Interface Server kann als eine Started Task gestartet werden:
//NWOSRV PROC
//KSPSRV EXEC PGM=NATRNWO,REGION=4000K,TIME=1440,
// PARM=('POSIX(ON)/NWOSRV1')
//STEPLIB DD DISP=SHR,DSN=NWOvrs.LOAD
// DD DISP=SHR,DSN=NATvrs.LOAD
//CMPRINT DD SYSOUT=X
//STGCONFG DD DISP=SHR,DSN=NWOvrs.CONFIG(SRV1)
//STGTRACE DD SYSOUT=X
//STGSTDO DD SYSOUT=X
//STGSTDE DD SYSOUT=X
wobei vrs für die entsprechende NWO- bzw. Natural-Produktversion von steht.
Anmerkung
PARM=('POSIX(ON)/NWOSRV1') - POSIX(ON) ist für eine ordnungsgemäße
LE370-Initialisierung erforderlich, und NWOSRV1 ist der Name des Servers
für die Kommunikation mit dem Monitor Client.
Der Name der Started Task muss unter RACF und den z/OS Linux System Services definiert werden.
Anmerkung
Wenn Sie die Datasets des Natural Web I/O Interface Server anhand der Serverkennung
(server-id) qualifizieren, ist die Serverkennung auf eine
maximale Länge von 6 Zeichen beschränkt.
Alternativ können Sie Natural Web I/O Interface Servers während der SMARTS-Initialisierung automatisch starten, indem Sie
den SMARTS SYSPARM-Parameter STARTUPPGM
verwenden. Geben Sie in der SMARTS SYSPARM-Datei Folgendes an:
STARTUPPGM='NATRNWO <server-id>'
STARTUPPGM='NATRNWO NWOS1'
Der Natural Web I/O Interface Server kann über den Monitor Client NATMOPI
beendet werden, siehe Monitor-Kommandos weiter unten.
Damit der Administrator den Status des Natural Web I/O Interface Server überwachen kann, steht eine Monitor-Task zur Verfügung, die beim Start des Servers automatisch initialisiert wird. Mit den unten beschriebenen Monitor-Kommandos kann der Administrator die Aktivitäten des Servers steuern und überwachen, bestimmte Benutzersitzungen abbrechen, den gesamten Server beenden usw.
Die folgenden Themen werden behandelt:
Zur Kommunikation mit dem Monitor können Sie den Monitor Client NATMOPI
verwenden, siehe Monitor Client
NATMOPI. Alternativ können Sie den HTML Monitor Client
verwenden, der Standard-Webbrowser unterstützt, siehe HTML Monitor Client.
Alternativ können Sie das Operator-Kommando MODIFY
verwenden, um die im Abschnitt Monitor-Kommandos beschriebenen Monitor-Kommandos
auszuführen. Die Ausgabe des ausgeführten Monitor-Kommandos wird in das
Systemprotokoll geschrieben.
F jobname,APPL=ping
sendet das Kommando ping an den Web I/O Interface Server,
der unter dem Job jobname ausgeführt wird.
Der Natural Web I/O Interface Server unterstützt die folgenden Monitor-Kommandos:
| Monitor-Kommando | Aktion |
|---|---|
ping |
Überprüft, ob der Server aktiv ist. Der Server antwortet und sendet die
Zeichenfolge I'm still up |
terminate |
Beendet den Server. |
abort |
Beendet den Server sofort, ohne Ressourcen freizugeben. |
set configvariable
value |
Mit dem Kommando set können Sie die
Konfigurationseinstellungen des Servers ändern. Beispiel zum Ändern von
TRACE_LEVEL:
set TRACE_LEVEL 0x00000012 |
list sessions |
Gibt eine Liste der aktiven Natural-Sitzungen auf dem Server zurück. Für jede Sitzung gibt der Server Informationen über den Benutzer, dem die Sitzung gehört, die Initialisierungszeit der Sitzung, die Zeit der letzten Aktivität und eine interne Sitzungskennung (session-id) zurück. |
list cputime |
Gibt eine Liste der Transaktionen mit der höchsten
CPU-Zeitnutzung zurück, sortiert nach CPU-Zeit in absteigender Reihenfolge.
Siehe CPU_TIME_HISTORY und
CPU_TIME_TRACE, um den CPU-Zeitverlauf zu
aktivieren.
|
cancel session
session-id |
Bricht eine bestimmte Natural-Sitzung innerhalb des Natural Web I/O
Interface Server ab. Um die Sitzungskennung
(session-id) zu erhalten, können Sie das
Monitor-Kommando list sessions verwenden.
|
cleanup |
Beendet Sitzungen, die länger als in der
Konfigurationsparameter SESSION_TIMEOUT angegeben inaktiv
sind.
|
help |
Liefert Hilfeinformationen zu den unterstützten Monitor-Kommandos. |
Zu Debugging-Zwecken verfügt der Servercode über eine integrierte Trace-Funktion, die bei Bedarf aktiviert werden kann.
Die folgenden Themen werden behandelt:
Der Natural Web I/O Interface Server schreibt seine Laufzeit-Trace in die logische
Systemdatei SYSOUT der FSIO-Task.
Die Trace-Funktion wird durch einen Trace-Level konfiguriert, der die Details der Trace definiert. Sobald
eine Trace aktiviert ist, kann sie durch Angabe eines Trace-Filters auf bestimmte Clients oder
Client-Anfragen beschränkt werden, siehe auch Web I/O Interface
Server-Konfigurationsparameter TRACE_FILTER.
Jede Natural-Sitzung verfügt über ein 32-Bit-Trace-Statuswort (TSW), das den
Trace-Level für diese Sitzung definiert. Der Wert des TSW wird im Web I/O Interface
Server-Konfigurationsparameter TRACE_LEVEL festgelegt. Der Wert Null bedeutet,
dass die Trace-Funktion deaktiviert ist.
Jedes Bit des Trace-Statusworts (TSW) ist für bestimmte Trace-Informationen zuständig. Beginnend mit dem Bit ganz rechts:
| Bit 31 | Tracing der Hauptereignisse (Serverinitialisierung/-beendigung, Clientanforderung/-ergebnis). |
| Bit 30 | Detaillierte Funktionen (Sitzungszuordnung, Rollin-/Rollout-Aufrufe, Details der Anfrageverarbeitung). |
| Bit 29 | Dump der internen Speicherbereiche. |
| Bit 28 | Zugriff auf das Sitzungsverzeichnis. |
| Bit 27 | Dump des Sende-/Antwortpuffers ausgeben. |
| Bit 26 | Dump des Sende-/Antwortpuffers verkürzt ausgeben. Es werden nur die ersten 64 Bytes ausgegeben. |
| Bit 25 | Dump des E/A-Puffers ausgeben. |
| Bit 24 | Dump des E/A-Puffers verkürzt ausgeben. Es werden nur die ersten 64 Bytes ausgegeben. |
| Bit 23 | Gateway-Ereignis abrufen. |
| Bit 22-16 | Frei. |
| Bit 15 | Tracing nur bei Fehlersituationen. |
| Bit 14 | Anwendung von Trace-Filterdefinitionen. |
| Bit 13-08 | Frei. |
| Bit 07-01 | Frei. |
| Bit 00 | Reserviert für Trace-Level-Erweiterung. |
Es ist möglich, das Tracing durch einen logischen Filter einzuschränken, um das Volumen der Server-Trace-Ausgabe zu reduzieren.
Der Filter kann mit dem Konfigurationsparameter TRACE_FILTER eingestellt werden.
Der Filter kann aus mehreren durch Leerzeichen getrennten keyword=filtervalue-Zuweisungen bestehen.
Um die Filterdefinition zu aktivieren, muss das Trace-Bit 14 im Trace-Statuswort (siehe Trace-Level) gesetzt sein.
Das Filter-Schlüsselwort lautet:
Client |
Filtert die Trace-Ausgabe nach bestimmten Clients. |
Es gelten folgende Regeln:
Wenn ein Schlüsselwort mehrfach definiert ist, werden die Werte kumuliert.
Der Wert muss in geschweifte Klammern gesetzt werden und kann eine durch Leerzeichen getrennte Liste von Filterwerten sein.
Die Werte sind nicht groß-/kleinschreibungsabhängig.
Die Verwendung von Platzhalterzeichen (*) ist möglich.
TRACE_FILTER="Client=(KSP P*)"
Jede Anfrage der Benutzerkennung KSP und jede Anfrage der
Benutzerkennungen, die mit einem "P" beginnen, wird
verfolgt.