Installation des Natural Web I/O Interface Server unter z/OS

Dieses Dokument beschreibt, wie Sie einen Server für das Natural Web Interface (Produktcode NWO) unter dem Betriebssystem z/OS installieren.

Die Installation des Web I/O Interface Server erfolgt über Installationsjobs. Beispieljobs sind im Dataset NWOvrs.JOBS enthalten (wobei vrs für die jeweilige Produktversion steht) und tragen das Präfix NWO oder werden von System Maintenance Aid (SMA) erzeugt.

Die folgenden Themen werden behandelt:


Voraussetzungen für z/OS

Einzelheiten finden Sie im Abschnitt Voraussetzungen.

Inhalt des Distributionsmediums des Web I/O Interface Server

Der Installationsdatenträger enthält die in der folgenden Tabelle aufgeführten Datasets. Die Reihenfolge der Datasets und die Anzahl der benötigten Bibliotheksblöcke entnehmen Sie bitte dem Product Delivery Report, der dem Installationsmedium beiliegt.

Dataset-Name Inhalt
NWOvrs.OBJS Enthält die Objektmodule des Servers.
NWOvrs.JOBS Beispiel-Installationsjobs.

In diesem Dokument steht in den Dataset-Namen die Notation vrs oder vr für die jeweilige Produktversion (siehe auch Version im Glossar).

Installationsschritte

Step 1: Zuweisung der Web I/O Interface Server LOAD Library

(Job I008, Step 8410)

Step 2: Erstellen einer Web I/O Interface Server-Konfigurationsdatei und einer Beispiel-Clist

(Job I009 / Step 9410, 9420, 9430)

Step 9410 erstellt ein NWOCONFG-Beispiel für den Batch-Server.

Step 9420 erstellt eine Beispiel-Clist zum Anpingen und Beenden eines Web I/O Interface Server.

Step 9430 erzeugt einen Beispiel-Batch-Job zum Anpingen und Beenden eines Web I/O Interface Server.

Die folgenden Parameter der Konfigurationsdatei müssen definiert werden. Siehe Konfigurieren des Natural Web I/O Interface Server. Bei den anderen Parametern können die Standardwerte verwendet werden:

FRONTEND_NAME Geben Sie den Namen des Web I/O Interface Server-Frontend-Moduls an, das Sie in einem der folgenden Schritte erzeugen werden.
PORT_NUMBER Geben Sie die TCP/IP-Port-Nummer an, unter der der Server verbunden werden kann.

Step 3: Verlinken der Objektmodule in die NWO Load Library

(Job I054, Step 9410)

Die NWO-Objektmodule müssen mit den notwendigen Laufzeit-Erweiterungen Ihrer Batch-Installationen zu ausführbaren Lademodulen verlinkt werden.

Anmerkung
Das Modul NATCNRFE gilt für zwei verschiedene Produkte, den Natural Web I/O Interface Server (NWO) und den Natural Development Server (NDV). Wenn Sie also den NDV bereits installiert haben, könnte das Modul NATCNRFE schon vorhanden sein. Es spielt jedoch keine Rolle, ob Sie NATCNRFE mit NWO neu installieren, da das resultierende Modul bei beiden Installationen dasselbe ist.

Siehe Beispieljob NWOI054 im Dataset NWOvrs.JOBS.

Step 4: Erstellen des Natural-Parametermoduls und des NWO-Server-Frontend-Moduls

(Job I060, Steps 9410, 9420, 9430)

  • Job I060, Step 9410 startet das Batch-Programm IEBUPDATE, um das Parametermodul NWOPARM zu speichern.

  • Job I060, Step 9420 assembliert und verlinkt das Parametermodul NWOPARM.

  • Job I060, Step 9430 verlinkt das NWO-Server-Frontend-Modul. Das reentrante ADALINK-Modul ADALNKR muss verwendet werden.

Anmerkung
Wenn Sie Natural-Subprodukte für den IBM-Datenbankzugriff installiert haben, z. B. Natural for Db2, Natural for VSAM, müssen Sie den Link-Job so anpassen, dass er ATRRCSS aus SYS1.CSSLIB einschließt, um die Nutzung der SYNCPOINT-/ROLLBACK-Funktionalitäten zu ermöglichen.

Step 5: Erstellen der Server-Start-JCL

(Job I200, Step 9415)

Beschreibung siehe Konfigurieren des Natural Web I/O Interface Server. Siehe Beispiel-Member NWOSTART im Dataset NWOvrs.JOBS.

Step 9415 erzeugt eine Startprozedur für den Batch-Server.

Beispiel:

// PROC SRV=SAGNWO //NWO EXEC PGM=NATRNWO, //
REGION=4000K,TIME=1440,PARM='POSIX(ON),TRAP(ON,NOSPIE)/&SRV' //STEPLIB DD
DISP=SHR,DSN=NWOvrs.LOAD // DD DISP=SHR,DSN=SAGLIB.SMALOAD //SYSUDUMP DD
SYSOUT=X //CEEDUMP DD SYSOUT=X //CMPRINT DD SYSOUT=X //STGCONFG DD DISP=SHR, //
DSN=NWO.CONFIG(&SRV) //STGTRACE DD SYSOUT=X //STGSTDO DD SYSOUT=X //STGSTDE
DD SYSOUT=X //SYSOUT DD SYSOUT=X

Anmerkung
Das Konto des Web I/O Interface Server muss in den z/OS Linux System Services (OE Segment) definiert sein. Wenn das Serverkonto nicht definiert ist, wird der Server mit U4093 und der Systemmeldung CEE5101C in der Trace-Datei beendet.

Step 6: Web I/O Interface Clients müssen in Natural Security definiert sein

Wenn Natural Security (NSC) installiert ist:

  • Die initiale Web I/O Interface-Benutzerkennung (Standardkennung ist STARGATE) muss in Natural Security mit einer gültigen Default Library definiert sein. Siehe auch den Web I/O Interface Server-Konfigurationsparameter INITIAL_USERID. Alternativ können Sie den Natural-Profilparameter AUTO=OFF (Automatische Anmeldung) für das Web I/O Interface definieren.

  • Jede Client-Benutzerkennung muss in Natural Security definiert werden.

Wenn die initiale Web I/O Interface-Benutzerkennung nicht definiert ist, bricht die Web I/O Interface Server-Initialisierung mit dem Fehler NAT0856 ab.

Wenn ein Web I/O Interface Client nicht definiert ist, gibt die Serververbindung einen NSC-Fehler zurück.

Wenn Sie von einem Web I/O Interface Client aus eine Verbindung zum Server herstellen, müssen Sie sicherstellen, dass für den in Natural Security definierten Benutzer eine Default Library oder eine Private Library definiert ist. Andernfalls tritt die Fehlermeldung NAT0815 auf.

Step 7: Web I/O Interface Clients müssen im Server-Host definiert werden

Wenn Sie den Web I/O Interface Server so konfigurieren, dass er ein externes Security-System verwendet (siehe Web I/O Interface Server-Konfigurationsparameter SECURITY_MODE), müssen die Web I/O Interface Clients in dem externen Security-System definiert werden.