Dieses Dokument beschreibt das Konzept und die Struktur des Servers für das Natural Web I/O Interface, der für den Einsatz auf z/OS konzipiert ist.
Die folgenden Themen werden behandelt:
Ein Natural Web I/O Interface Server ist eine Mehrbenutzer- und Multitasking-Anwendung. Er kann als Host für Natural-Sitzungen für mehrere Benutzer dienen und deren Anwendungen gleichzeitig ausführen.
Das Konzept basiert auf dem Serverized Natural Runtime System. Seine Architektur
besteht aus einem Server Frontend Stub (Web I/O Interface Server Stub
NATRNWO), der das Natural-Frontend nutzt, um Natural-Sitzungen zu
disponieren und Anwendungen innerhalb dieser Sitzung auszuführen.
Die Architektur des Natural Web I/O Interface Server besteht im Wesentlichen aus:
Frontend Stub
Der Stub NATRNWO wird gestartet, um einen Natural Web I/O Interface
Server zu initialisieren. Er wartet als Listener auf ankommende
Verbindungsanforderungen und startet eine Natural-Session zur Ausführung der
Anwendung.
Frontend
Das Frontend wird (zusammen mit dem Natural-Laufzeitsystem) vom Frontend Stub für
die Sitzungsinitialisierung/-beendigung, die Ausführung der Anwendung und das Ein-
und Ausspeichern (Roll-in/Roll-out) der Sitzung aufgerufen.
Server Monitor
Eine Monitor-Task ermöglicht es dem Administrator, die Server-Aktivitäten zu
kontrollieren, bestimmte Benutzersitzungen abzubrechen oder den gesamten Server zu
beenden usw.
Der Mehrbenutzer- und Multitasking-Frontend-Stub NATRNWO wird zur
Initialisierung eines Natural Web I/O Interface Server gestartet.
Die folgenden Themen werden behandelt:
Die Task (TMain), die die Initialisierung des Servers ausführt, ist im
Wesentlichen der Haupt-Listener, der auf eingehende Anfragen vom Web I/O Interface
Client wartet. Er verfügt über ein Sitzungsverzeichnis, um mehrere Clients (Benutzer)
und ihre entsprechenden Remote Natural Sessions zu verwalten. TMain hat die Aufgabe,
alle eingehenden Anfragen anzunehmen und zu disponieren, d.h. sie auf andere Subtasks
(TWork) zu verteilen. Dieser Vorgang läuft folgendermaßen ab:
Zunächst stellt eine vom Benutzer auf der Client-Seite (über die Schaltfläche
des Web I/O Interface Client) erstellte
Server-Verbindung eine Verbindung zu TMain her, um eine Verbindung
aufzubauen.
Anschließend trägt TMain den Client in sein Sitzungsverzeichnis ein,
fügt eine neue TWork-Subtask hinzu und übergibt die Verbindung an
TWork.
TWork initialisiert eine neue Natural-Sitzung und startet das
angegebene Natural-Anwendungsprogramm.
Während die Anwendung E/A-Anforderungen ausführt, fängt TWork die
Ein-/Ausgabe-Daten ab und leitet sie an den Web I/O Interface Client zur
Verarbeitung der E/A weiter. Die E/A-Antwort wird an den Server zurückgesendet und
der Server setzt die Anwendung fort.
Wenn die Anwendung beendet wird (den NEXT-Modus erreicht), beendet
TWork die Natural-Sitzung und trennt die Verbindung zum Web I/O
Interface Client.
Das heißt, jeder Client besitzt eine Subtask TWork auf dem Natural Web
I/O Interface Server. Diese Subtask führt eine Natural-Sitzung (und innerhalb der
Natural-Sitzung eine Natural-Anwendung) aus und bleibt so lange aktiv, wie die
Anwendung läuft.
Innerhalb einer Natural Web I/O Interface Server-Sitzung werden die folgenden Natural-Systemvariablen verwendet:
*TPSYS enthält
SERVSTUB,
*DEVICE enthält
BROWSER,
*SERVER-TYPE enthält
WEBIO.
Unter z/OS ist das für einen Natural Web I/O Interface Server erforderliche
Natural-Frontend ein Natural-Batch-Frontend-Treiber, der LE-fähig sein sollte (Option
LE370=YES). Einzelheiten finden Sie im
Beispiel-Installationsjob.
Unter z/OS wird das Frontend (zusammen mit dem Natural-Laufzeitsystem) vom Frontend-Stub für die Sitzungsinitialisierung/-beendigung, die Ausführung von Anfragen und das Ein-/Ausspeichern der Sitzung (Session Roll-in/Roll-out) aufgerufen.
Bei dem Natural-Frontend, das für die Ausführung von Natural-Sitzungen unter der
Kontrolle von CICS erforderlich ist, handelt es sich um das Natural-Remote-Frontend
NATCSRFE, das mit dem Natural Web I/O Interface Server ausgeliefert wird.
Weitere Informationen finden Sie unter Natural Web I/O Interface Server CICS Adapter.
Damit der Administrator den Status des Natural Web I/O Interface Server überwachen kann, wird eine Monitor-Task bereitgestellt, die beim Start des Servers automatisch initialisiert wird. Mit den Monitor-Kommandos kann der Administrator die Serveraktivitäten kontrollieren, bestimmte Benutzersitzungen abbrechen, den gesamten Server beenden usw. Siehe Betrieb des Web I/O Interface Server.