In diesem Kapitel wird beschrieben, welche Natural-Funktionen und -Merkmale von Natural Advanced Facilities unterstützt werden und wie Sie diese benutzen können.
Das Statement DEFINE PRINTER wird verwendet, um einer Report-Nummer einen
symbolischen Namen zuzuordnen und um die Zuordnung eines Reports zu einem logischen Ziel
(Destination, d.h. Drucker) zu steuern.
Anmerkung
Das Statement DEFINE
PRINTER ist in der Natural-Statements-Dokumentation ausführlich beschrieben.
Im vorliegenden Abschnitt werden nur die Klauseln beschrieben, die für Natural Advanced
Facilities gelten.
Dieser Abschnitt enthält außerdem Informationen zum Thema Gemischte Reports unter Verwendung von DEFINE PRINTER (siehe unten).
Die folgende Syntax des DEFINE PRINTER-Statements für NAF unterscheidet
sich von der allgemeinen DEFINE
PRINTER-Syntax, weil nicht alle Schlüsselwörter zutreffen:
DEFINE
PRINTER |
([logical-printer-name =
]n
) |
||||
[OUTPUT
operand1
] |
|||||
|
|
|
|
|||
|
|
|||||
logical-printer-name ist der Name, der dem
Drucker n zugewiesen werden soll. Dies ist der
Name, der für die rep-Notation in einem
DISPLAY- oder WRITE-Statement verwendet wird. Der Wert für
n kann im Bereich von 1 bis
31 liegen.
Der Operand OUTPUT ist das Ziel (Destination) innerhalb des
Online-Spooling-Systems und ist ein logischer Drucker (LPF). Dieser logische Drucker
muss in der Spool-Datei definiert sein (siehe Funktion 31.2), muss aber nicht Teil des derzeit aktiven Benutzerprofils
sein.
Mit der PROFILE-Klausel geben Sie als
operand2 den Namen einer
Druckersteuerzeichentabelle an, wie sie im NTCC-Makro oder in der Spool-Datei definiert
ist (siehe NTCC-Tabelle, Funktion 31.8).
Bei der DISP-Klausel sind die möglichen Werte für
operand2
DEL, HOLD und KEEP. Wenn die
DISP-Klausel weggelassen wird, wird die für den logischen Drucker
angegebene Disposition verwendet.
Mit der COPIES-Klausel geben Sie die Anzahl der zu druckenden Exemplare
an. Die möglichen Werte für operand3 sind
1 bis 255. Wenn die COPIES-Klausel weggelassen
wird, wird die für den logischen Drucker angegebene Anzahl von Exemplaren verwendet.
Mit der PRTY-Klausel geben Sie die Priorität für den Spool-Out an. Die
möglichen Werte für operand4 sind 1
bis 255 (wobei 1 für die niedrigste und 255 für
die höchste Priorität steht). Wenn die PRTY-Klausel weggelassen wird, wird
die für den logischen Drucker angegebene Priorität verwendet.
Im Allgemeinen verwendet Natural Advanced Facilities die logischen Druckerdefinitionen im physischen Hauptspeicher (nicht die in der Spool-Datei). Es sind zwei verschiedene Situationen zu unterscheiden:
Der angeforderte logische Drucker ist im aktiven Benutzerprofil enthalten.
Der angeforderte logische Drucker ist nicht im aktiven Benutzerprofil enthalten.
Wenn ein DEFINE PRINTER-Statement für Drucker
n einen logischen Drucker anfordert, der im
aktiven Benutzerprofil enthalten ist (siehe Beispiel 1 unten), werden die logischen
Druckerdefinitionen im Speicher nicht überschrieben. Ein nachfolgendes Natural-Programm
wird daher dieselben logischen Druckerdefinitionen antreffen. Die logischen
Druckerdefinitionen sind so lange gültig, bis ein anderes DEFINE
PRINTER-Statement veranlasst, dass sie überschrieben werden.
Wenn ein DEFINE PRINTER-Statement für Drucker
n einen logischen Drucker anfordert, der
nicht im aktiven Benutzerprofil enthalten ist (siehe Beispiel 2 unten), wird die
n--te logische Druckerdefinition im Speicher
durch die angeforderte überschrieben. Ein nachfolgendes Natural-Programm wird auf
geänderte logische Druckerdefinitionen stoßen, die durch das vorherige DEFINE
PRINTER-Statement festgelegt wurden (weil davon ausgegangen wird, dass die
geänderten logischen Druckerdefinitionen auch von nachfolgenden Natural-Programmen
verwendet werden sollen).
Die folgenden Beispiele zeigen, wie das Statement DEFINE PRINTER
funktioniert.

DEFINE PRINTER (2) OUTPUT 'LPF1' ... ... WRITE (2) 'text' ... WRITE (1) 'different text' ...
Wenn das obige Natural-Programm ausgeführt wird, wird die Ausgabe des WRITE
(2)-Statement unter Verwendung der Definitionen von LPF1 gespoolt.
Das Statement WRITE (1) verwendet standardmäßig LPF1, da es
kein Statement DEFINE PRINTER (1) gibt. Daher verwenden sowohl das
WRITE (1)- als auch das WRITE (2)-Statement denselben
logischen Drucker.
Wenn ein nachfolgendes Natural-Programm ein WRITE (2)-Statement ausführt
und das Programm kein DEFINE PRINTER (2)-Statement enthält, wird die
Ausgabe unter Verwendung der Definitionen von LPF2 gespoolt.

Wenn der OUTPUT-Operand des DEFINE PRINTER-Statement nicht
mit einem der logischen Druckernamen im aktiven Benutzerprofil identisch ist, werden die
Werte für das Druckerprofil mit den im OUTPUT-Operanden angegebenen neuen
Werten überschrieben.
... DEFINE PRINTER (2) OUTPUT 'LPF9' ...
Der Operand OUTPUT des obigen DEFINE PRINTER-Statement
bewirkt, dass die Definitionen von LPF2 mit den Werten überschrieben
werden, die LPF9 zugewiesen sind, einschließlich des logischen
Druckernamens. Das aktive Benutzerprofil wird wie folgt geändert:

Diese Definition bleibt für das Benutzerprofil so lange gültig, bis ein anderes
DEFINE PRINTER (2)-Statement ausgeführt wird. So wird die Ausgabe aller
nachfolgenden WRITE (2)-Statements innerhalb derselben Natural-Sitzung
unter Verwendung der Definitionen von LPF9 gespoolt, wenn kein weiteres
DEFINE PRINTER (2)-Statement ausgeführt wird.
Natural-Programme müssen manchmal verschiedene Reports für denselben physischen
Drucker erstellen. In diesem Fall muss auf den OUTPUT-Operanden des
DEFINE PRINTER-Statement geachtet werden.
Wenn Sie DEFINE PRINTER-Statements für verschiedene logische Drucker,
aber mit demselben
OUTPUT-Operanden (d.h. demselben logischen Druckernamen) verwenden, wird
nur ein Report erstellt. Dieser Report enthält die Ausgaben aller
WRITE-, PRINT- oder DISPLAY-Anweisungen in
gemischter Reihenfolge.
DEFINE PRINTER (1) OUTPUT 'LPF1' /* LPF same as in (0020) DEFINE PRINTER (2) OUTPUT 'LPF1' /* LPF same as in (0010) WRITE (1) 'This is for report 1' WRITE (2) 'This is for report 2' WRITE (1) 'This is for report 1' END
Wenn Sie DEFINE PRINTER-Statements für verschiedene logische Drucker und
mit verschiedenen
OUTPUT-Operanden (d. h. verschiedenen logischen Druckernamen) verwenden,
werden mehrere Reports erstellt. Um diese Reports an denselben physischen
Drucker weiterzuleiten, muss für die logischen Drucker dasselbe Ziel/Formular
angegeben werden.
DEFINE PRINTER (1) OUTPUT 'LPF1' /* LPF different from (0020) DEFINE PRINTER (2) OUTPUT 'LPF2' /* LPF different from (0010) WRITE (1) 'This is for report 1' WRITE (2) 'This is for report 2' WRITE (1) 'This is for report 1' END
Sie können alle gedruckten Reports oder Teile davon hervorheben., indem Sie mit Con-form-Anweisungen benutzen, z.B. während einer Con-nect-Session.
Folgende Con-form-Anweisungen werden unterstützt:
| Anweisung | Beschreibung |
|---|---|
.BF |
Die Textzeilen zwischen zwei .BF-Anweisungen werden fett
gedruckt.
|
.BP |
Der in der nächsten Eingabezeile enthaltene Text wird fett gedruckt. |
.US |
Der in der nächsten Eingabezeile enthaltene Text wird unterstrichen. |
char B |
Rückschritt zur Überlagerung eines Zeichens durch ein anderes. |
char U1... char
U0 |
Text zwischen den Symbolen U1 und U0 wird
unterstrichen.
|
char M1... char
M0 |
Text zwischen den Symbolen M1 und M0 wird fett
gedruckt.
|
Dabei steht char für ein beliebiges
Sonderzeichen, das unter Verwendung der folgenden Con-form-Anweisung als Escape-Zeichen
definiert worden ist:
.OP ESC=char
Anmerkung:
Text kann nur in Fettdruck gedruckt werden, wenn der Natural-Profileparameter
INTENS (siehe
Natural Parameter-Referenz-Dokumentation) auf einen Wert größer als
1 gesetzt worden ist.
Wenn das Natural-Terminalkommando %H als Antwort auf eine Eingabeaufforderung abgesetzt
wird, erzeugt es die Ausgabe von Natural-Reports und Dialogbildschirm-Layouts auf einem
Drucker. Die Ausgabe erfolgt auf dem ersten freien (FREE) physischen
Drucker, der für den definierten logischen Drucker für Hardcopy zugeordnet ist (siehe
Funktionen 12, 30.5, 31.1 und 33). Das %H-Kommando ist für die aktuelle Seite
wirksam und wird am Ende der Programmausgabe automatisch deaktiviert.
Wird %H bei einer durch ein INPUT-Statement
erzeugten Bildschirm-Maske (Objekttyp Map) verwendet, wird der gesamte Inhalt des
Seitenpuffers auf das Ausgabegerät gespoolt.
Das gleiche gilt für das Statement SET CONTROL 'H'.
Der NATSPOOL-Nukleus schließt die Reports, wenn Natural in den
Kommandomodus zurückkehrt. Wenn ein Natural-Anwendungsprogramm ein STACK
COMMAND-Statement verwendet, um ein anderes Natural-Programm zu laden, wird der
Kommandomodus aktiviert und die vom aufrufenden Programm erstellten Reports werden
geschlossen und entsprechend ihrem Ziel (Disposition) gedruckt (vorausgesetzt, Natural
befindet sich im ET-Status, d.h. es steht kein END OF TRANSACTION-Statement
des Benutzers an).
Wenn jedoch ein FETCH-Statement verwendet wird, wird intern nicht in den
Kommandomodus gewechselt, und die vom aufrufenden Programm erstellten Reports werden
erst geschlossen und gedruckt, wenn das aufgerufene Programm endet. Auf diese Weise
können mehrere Natural-Programme an der Erstellung eines einzigen Reports beteiligt
sein.
* PGM-1 WRITE (1) 'output from PGM-1' STACK COMMAND 'PGM-2' END
* PGM-2 INPUT 'something' F1 (A8) (AD=MI) END
Wenn das Programm PGM-1 ausgeführt wird, wird der durch das WRITE
(1)-Statement erstellte Report geschlossen und sofort gedruckt.
* PGM-1 WRITE (1) 'output from PGM-1' FETCH 'PGM-2' END
* PGM-2 WRITE (1) 'output from PGM-2' INPUT 'something' F1 (A8) (AD=MI) END
Wenn das Programm PGM-1 ausgeführt wird, wird der mit dem Statement
WRITE (1) erstellte Report nicht sofort gedruckt. Wenn das
INPUT-Statement im Programm PGM-2 ausgeführt wird, hat der
Report den Status LOAD (der Report ist noch nicht geschlossen). Der Report
wird erst nach Beendigung von PGM-2 geschlossen und gedruckt. Die von
PGM-2 erzeugte Ausgabe wird in denselben Report geschrieben wie die
Ausgabe von PGM-1.
Der NATSPOOL-Nukleus versucht nur dann, ein
Adabas-ET-Kommando für einen bestimmten Report zu erteilen,
wenn die Schließen-Anforderung (Close) ausgeführt wird. Die
Schließen-Anforderung wird ausgeführt, wenn Natural (intern) in den Kommandomodus
zurückkehrt oder wenn ein CLOSE PRINTER-Statement ausgeführt wird. Zu
diesem Zeitpunkt wird geprüft, ob sich Natural im ET-Status befindet, d.h.
ob ein END OF TRANSACTION-Statement des Benutzers anhängig ist. Der
NATSPOOL-Nukleus gibt nur dann ein ET-Kommando
aus, wenn Natural im ET-Status ist (wenn kein
Benutzer-ET ansteht). Dadurch wird sichergestellt, dass die
Reports vollständig in der Spool-Datei gespeichert werden und dass die Logik der
Benutzertransaktionen nicht beeinträchtigt wird.
Besondere Aufmerksamkeit muss der Reihenfolge der Statements END OF
TRANSACTION und CLOSE PRINTER (rep)
gewidmet werden, wie in den Beispielen 6 bis 8 unten gezeigt wird.
Bei der Erstellung von langen Reports in einer Adabas-Spool-Datei muss das
Transaktionszeitlimit für ET-Logik-Benutzer (Parameter ADARUN
TT) entsprechend definiert sein. Wenn das Zeitlimit überschritten
wird, wird der Report aus der Spool-Datei zurückgezogen.
Die Größe der Hold-Warteschlange (Parameter ADARUN
NH) muss ausreichend sein, um den Rückmeldecode 145 (HOLD
QUEUE OVERFLOW) während der Erstellung eines Reports zu verhindern.
Der Datenschutzbereich (Parameter ADARUN
LP) muss groß genug sein, um Rückmeldecode 9 zu verhindern.
READ (1) PERSONNEL BY NAME
UPDATE ...
WRITE (1) 'string'
END OF TRANSACTION
END
Die Datei PERSONNEL wird aktualisiert, und der Report wird gedruckt. Ein
ET wird durch Natural (und nicht durch NATSPOOL)
ausgegeben.
READ (1) PERSONNEL BY NAME
UPDATE ...
WRITE (1) 'string-1'
END OF TRANSACTION
WRITE (1) 'string-2'
END
Die Datei PERSONNEL wird aktualisiert, und der Report wird gedruckt.
Das Statement END OF TRANSACTION zwingt Natural zur Ausgabe eines
ET. Sobald dieser ET ausgeführt ist, wird die Datei
PERSONNEL aktualisiert, die Ausgabe string-1 wird
in der Spool-Datei gespeichert und der Report befindet sich im Status LOAD.
Da Natural sich jetzt im Status ET befindet, gibt NATSPOOL
einen weiteren ET aus, um die Ausgabe string-2 zu
speichern. Der Status des Reports wird auf TOBE gesetzt.
Tritt zwischen der Ausführung von END OF TRANSACTION und dem nachfolgenden
ET von NATSPOOL eine Unterbrechung auf, wird die Ausgabe
string-2 aus der Spool-Datei zurückgesetzt und der Report
bleibt im Status LOAD. Wenn das obige Programm kein END OF
TRANSACTION hätte und die Taste CLEAR gedrückt würde, dann würde der
gesamte Report zurückgesetzt werden. Dies liegt daran, dass Natural beim Drücken der
CLEAR-Taste einen BT ausgibt.
Der Report kann wiederhergestellt werden (d.h. der Status TOBE kann
erzwungen werden), indem der Funktionscode RC mit Funktion 10 ausgegeben wird.
READ (1) PERSONNEL BY NAME UPDATE ... WRITE (1) 'string' END
Die Datei PERSONNEL und der Report befinden sich im Status
HOLD. Wenn der Benutzer die Taste CLEAR drückt oder die
Natural-Sitzung beendet, wird der Report aus der Spool-Datei zurückgesetzt
(Backout).
Es wird kein ET ausgegeben, und der Report kann weder storniert noch von
einem anderen Benutzer wiederhergestellt werden.
READ (1) PERSONNEL BY NAME UPDATE ... WRITE (1) 'string' BACKOUT TRANSACTION END
Die Änderung an der Datei PERSONNEL
und der Report werden zurückgesetzt (Backout). Es wird kein
ET ausgegeben.
READ (1) PERSONNEL BY NAME WRITE (1) 'string' END
Der Report wird gedruckt und es wird von NATSPOOL (nicht von Natural) ein
ET ausgegeben.
READ (1) PERSONNEL BY NAME
UPDATE ...
WRITE (1) 'string'
END OF TRANSACTION
CLOSE PRINTER (1)
END
Die Datei PERSONNEL wird aktualisiert und der Report wird gedruckt, sobald
das CLOSE PRINTER-Statement ausgeführt wird. Es wird von Natural (nicht von
NATSPOOL) ein ET ausgegeben.
READ (1) PERSONNEL BY NAME
UPDATE ...
WRITE (1) 'string'
CLOSE PRINTER (1)
END OF TRANSACTION /* issued too late
END
Während der Close-Verarbeitung (erzwungen durch das Statement CLOSE
PRINTER) befindet sich die Datei PERSONNEL noch im Hold-Zustand.
Da der Druckbeginn während der Close-Verarbeitung ausgelöst wird, wird der Report nicht
gedruckt, sondern verbleibt in der Spool-Datei im Status TOLA (END OF
TRANSACTION zu spät ausgegeben). Ein ET wird von Natural (nicht
von NATSPOOL) ausgegeben.
READ (1) PERSONNEL BY NAME
UPDATE ...
WRITE (1) 'string'
CLOSE PRINTER (1)
END
Während der Close-Verarbeitung (erzwungen durch das Statement CLOSE
PRINTER) befindet sich die Datei PERSONNEL noch in Wartestellung.
Da der Druckbeginn während der Close-Verarbeitung ausgelöst wird, wird der Report nicht
gedruckt, sondern verbleibt in der Spool-Datei im Status "nicht geschlossen,
Transaktionsende fehlt" (NOCL = not closed, END OF
TRANSACTION missing).
Es wird kein ET ausgegeben, und der Report kann weder
storniert noch von einem anderen Benutzer wiederhergestellt werden.
Wenn der TP-Monitor während des NATSPOOL-Druckvorgangs abnormal beendet
wird, geht der Report nicht verloren. Der Report verbleibt mit Status ONPR
in der Spool-Datei.
Nach einem Neustart des TP-Monitors kann der Report wiederhergestellt werden, indem der
Funktionscode RC mit der Funktion
10 abgesetzt wird. Dadurch wird der Report-Status TOBE
erzwungen. Danach kann der Drucker neu gestartet werden, um den Report zu drucken.
Diese Utility-Module dienen zum Lesen der Spool-Datei und zum Drucken von Reports im
Batch-Modus. Die Module sind als SPPBATPR, NSPOBAT und
SPPPRINT in der Natural-System-Library SYSPOOL katalogisiert.
Nachfolgend finden Sie Informationen über:
Reports, die mit NSPOBAT gedruckt werden, werden, ähnlich wie in
Funktion 10 (Reports/Queues), nach
ihrer Ziel-/Formularidentifikation ausgewählt.
Alle Reports, die mit Disposition D, K oder H
ausgewählt wurden, werden so oft gedruckt, wie bei der Erstellung des Reports
angefordert wurde. Reports mit anderen Dispositionen werden nicht gedruckt.
Um nach Beendigung des Druckjobs alle Reports mit Disposition D oder
H aus der Spool-Datei zu löschen, geben Sie als letzten Parameter
PURGE an. Reports mit anderen Dispositionen werden nicht gelöscht.
Reports, die mit SPPBATPR gedruckt werden, werden, ähnlich wie in
Funktion 10 (Reports/Queues), nach
ihrer Ziel-/Formularidentifikation ausgewählt.
Alle Reports, die mit Disposition D oder K ausgewählt
wurden, werden so oft gedruckt, wie bei der Erstellung des Reports angefordert
wurde.
Um nach Beendigung des Druckjobs alle Reports mit Disposition D oder
H aus der Spool-Datei zu löschen, geben Sie als letzten Parameter
PURGE an.
Mit SPPPRINT gedruckte Reports werden nach Ziel/Formular, Disposition,
Benutzerkennung und nach der Anzahl der Tage (Alter in Tagen) oder dem
Erstellungsdatum ausgewählt.
Die Anzahl der Tage bestimmt, dass alle Reports gedruckt werden, die die Anzahl der Tage überschreiten, die als Speicherlimit für die Spool-Datei angegeben ist.
Das Erstellungsdatum bestimmt, dass alle Reports gedruckt werden, deren Erstellungsdatum vor dem definierten Datum liegt.
Alle ausgewählten Reports werden so oft gedruckt, wie bei der Erstellung des Reports angegeben.
Um alle Reports nach Beendigung des Druckjobs aus der Spool-Datei zu löschen, geben
Sie PURGE als letzten Parameter an.
Im folgenden Beispiel werden aus der Spool-Datei alle Reports mit Formular A und
einer Zielangabe (Destination) beginnend mit ROOM gedruckt.
//SPPBATPR JOB SPPBATPR,CLASS=G,MSGCLASS=X //LIST EXEC PGM=NATBATCH,PARM='IM=F,FSPOOL=(,XXX)' //STEPLIB DD DSN=NATURAL.V41.LOAD,DISP=SHR // DD DSN=ADABAS.V61.LOAD,DISP=SHR //DDCARD DD DSN=NATURAL.V41.SOURCE(ADAPARM),DISP=SHR //CMPRINT DD SYSOUT=X //CMPRT01 DD SYSOUT=X //CMSYNIN DD * LOGON SYSPOOL SPPBATPR DESTINATION=ROOM*,FORM=A FIN /*
Wenn Sie Reports unter Verwendung von NSPOBAT, SPPBATPR
oder SPPPRINT löschen möchten, ohne sie zu drucken, können Sie zu
DUMMY zuweisen.
LOGON SYSPOOL SPPBATPR DESTINATION=xxxxxxxx,FORM=y,PURGE=PURGE FIN
Alle Reports mit Ziel (Destination) xxxxxxxx und Formular y werden nach erfolgtem Druck aus der Spool-Datei gelöscht.
Alle Reports aus der Spool-Datei werden gedruckt und nach erfolgtem Druck aus der Spool-Datei gelöscht.
LOGON SYSPOOL SPPBATPR DESTINATION=*,FORM=*,PURGE=PURGE FIN
Nach dem Start des Programms MENU in der Library SYSPOOL
wird dieses Unterprogramm aufgerufen. Mit diesem Unterprogramm können Sie Ihre eigenen
Einstellungen, Berechtigungen usw. festlegen. Die Einstellungen für die Meldungszeile
(%M) und die
PF-Tastenzeile (%Y) dürfen Sie nicht verändern.
Nach Beendigung der SYSPOOL-Anwendung wird dieses Unterprogramm
aufgerufen. Sie können dieses Unterprogramm zur Steuerung Ihres Umfeldes
verwenden.
Dieses Unterprogramm wird vom Spool-Server während einer Natural-Session verwendet. Es erhält die Kontrolle, bevor ein Block an den Drucker gesendet wird. Die gelieferte Source enthält alle Parameterinformationen. Wenn Sie Daten in diesem Unterprogramm ändern, werden die geänderten Daten ungeprüft an den Drucker gesendet.
Wenn Ihr Drucker einen anderen User-Exit benötigt, können Sie mit den mit
USPSER01 gelieferten Parameterinformationen ein User-Exit-Unterprogramm
schreiben, das Ihren Anforderungen entspricht, und es in der Natural-System-Library
SYSPRINT katalogisieren. Um den User-Exit dem Drucker zuzuweisen,
verwenden Sie die Funktion 31.4. Dort tragen den Namen des User-Exit-Unterprogramms in
das Feld Server-Exit ein. Ihr User-Exit übernimmt dann die Kontrolle,
bevor ein Block an den Drucker gesendet wird.
Weitere Einzelheiten finden Sie unter Funktion 31.4 (Printer) im Abschnitt Objekte - Funktion 31.
Mit dem Programm SPPULDUS kann der Natural-Administrator Objekte
(Benutzerprofile, logische Drucker, physische Drucker usw.) aus einer Spool-Datei in die
Arbeitsdatei (Work File) 3 entladen. SPPULDUS wird in der Library
SYSPOOL ausgeliefert.
Die folgenden Funktionscodes stehen bei SPPULDUS zur Verfügung:
| Code | Beschreibung |
|---|---|
1 |
Benutzerprofil entladen. |
2 |
Logischen Drucker entladen. |
3 |
Zuordnungstabelle entladen. |
4 |
Physischen Drucker entladen. |
5 |
Deckblätter entladen. |
6 |
Anwendung entladen. |
7 |
Cluster entladen. |
8 |
NTCC-Tabelle entladen. |
9 |
Kalender entladen. |
* |
Alle Objekte entladen. |
Um Objekte aus der Arbeitsdatei (Work File) 3 in eine Spool-Datei zu laden, kann der
Administrator das Programm SPPLODUS verwenden. SPPLODUS wird
in der Library SYSPOOL ausgeliefert.
Im Batch-Modus kann SPPLODUS außerdem verwendet werden, um Objekte aus
einer vom Benutzer erstellten Arbeitsdatei, die zu CMWKF03 zugewiesen ist,
in eine Spool-Datei zu laden. Um mehrere Objekte im Batch-Modus zu ändern, entladen Sie
zunächst die Objekte mit SPPULDUS in diese Arbeitsdatei, ändern dann die
Objekte mit einem beliebigen Bearbeitungs-/Änderungswerkzeug und laden schließlich die
Objekte mit SPPLODUS zurück. Informationen zum Layout der entladenen
Objekte finden Sie in der Online-Hilfe von Natural Advanced Facilities (wählen Sie im
Hilfe-Menü Funktion 99 und dann Funktion 1).
Anmerkung
Beim Ausführen von SPPLODUS muss keiner der oben aufgeführten
Funktionscodes angegeben werden.
//SPPULDUS JOB CLASS=K,MSGCLASS=X //SPPULDUS EXEC PGM=NAT41OBT,REGION=2000K,PARM='FSPOOL=(XXX,XXX),IM=D' //STEPLIB DD DSN=NATURAL.V41.LOAD,DISP=SHR // DD DSN=ADABAS.V61.LOAD,DISP=SHR //DDCARD DD DSN=NATURAL.V41.SOURCE(ADAPARM),DISP=SHR //CMPRINT DD SYSOUT=X //CMWKF03 DD DSN=NAF41.UNLOAD,DISP=SHR //CMSYNIN DD * LOGON SYSPOOL SPPULDUS * . FIN
Der Beispiel-Job zur Ausführung von SPPULDUS bewirkt folgende Ausgabe:
NEXT LOGON SYSPOOL LOGON ACCEPTED TO LIBRARY SYSPOOL NEXT SPPULDUS DATA * UNLOADED USER PROFILES : 17 UNLOADED LOGICAL PRINTERS : 33 UNLOADED ALLOCATIONS : 101 UNLOADED PHYSICAL PRINTERS : 48 UNLOADED EJECT CONTROLS : 51 UNLOADED MESSAGE HEADERS : 2 DATA . NEXT FIN NAT9995 Natural-Session TERMINATED NORMALLY