Folgende Themen werden behandelt:
Natural Messaging ermöglicht die direkte Integration mit Messaging-Systemen, sodass Natural-Benutzer problemlos Daten austauschen können.
Die hier dokumentierte Version von Natural Messaging unterstützt die Kommunikation mit dem IBM MQ-System. Es wird vorausgesetzt, dass die aktuelle Version von Natural for z/OS installiert ist.
Alle Operationen, die eine Interaktion mit dem IBM MQ-System erfordern, werden durch die Natural Messaging-Schnittstelle ausgeführt.
Das Natural-Statement PROCESS wird verwendet, um Nachrichten in
Nachrichtenwarteschlangen zu stellen oder Nachrichten aus Nachrichtenwarteschlangen zu
holen.
Das Natural-Statement FIND wird verwendet, um Nachrichtenwarteschlangen zu
durchsuchen.
Natural Messaging ermöglicht es Natural auf z/OS, Nachrichten nahtlos über IBM MQ zu versenden und zu empfangen, wodurch eine reibungslose Integration mit anderen MQ-basierten Systemen und Anwendungen ermöglicht wird.

Die Natural Messaging-Schnittstelle besteht aus den folgenden Komponenten:
Das Modul NMQNUC, das obligatorisch und umgebungsunabhängig ist und nur
als Lademodul geliefert wird. Dieses Modul ist mit dem gemeinsam genutzten Nukleus
verlinkt.
Das Modul NMQTAB, das ebenfalls obligatorisch ist und nur als Lademodul
geliefert wird. Dieses Modul ist mit dem Frontend verlinkt.
Datendefinitionsmodule (Natural-DDMs) für den MQ-Zugriff, die mit der
NMQ-INPL-Datei geliefert werden.
Natural Messaging ermöglicht eine nahtlose Integration mit IBM MQ, sodass Natural-Anwendungen Nachrichten über MQ-Warteschlangen senden und empfangen können. Es eignet sich für Hochleistungs-Transaktionsanwendungen, die in z/OS-Umgebungen ausgeführt werden.
Natural Messaging läuft in den folgenden Umgebungen:
Com-plete
CICS
Batch
TSO
Anmerkung
Unter CICS erfolgt die Integration von Natural Messaging mit IBM MQ über den MQ
Adapter for CICS. Es werden sowohl die dialogorientierte als auch die
pseudodialogorientierte Betriebsart unterstützt.
Dieser Abschnitt behandelt die folgenden Themen:
Natural Messaging kann auf drn folgenden MQ-Objekttyp zugreifen: Lokale Warteschlangen.
Natural Messaging unterstützt sowohl persistente als auch nicht persistente Nachrichten und kann Nachrichten je nach Warteschlangenkonfiguration in FIFO-Reihenfolge (First In First Out) oder nach Priorität verarbeiten.
Natural Messaging unterstützt:
GET mit den Optionen WAIT und NOWAIT
BROWSE (Meldungen nicht-löschend lesen) und "destructive"
GET (Meldungen löschend lesen)
Filterung basierend auf CorrelId und MsgId
Natural Messaging ist für eine hochleistungsfähige Nachrichtenübermittlung optimiert durch:
Wiederverwendung von Verbindungen über MQ-Aufrufe hinweg.
Wiederverwendung von Object Handles (wann immer möglich).
Effiziente Speichernutzung bei Nachrichten-Puffern.
Durch Bildung von Pools wird die Anzahl der Vorgänge zum Öffnen und Schließen von Warteschlangen minimiert.
Damit Natural Messaging mit IBM MQ kommunizieren kann, muss der umgebungsabhängige Nukleus bei jeder Laufzeitumgebung mit den folgenden Modulen verlinkt sein:
NMQTAB (Natural Messaging-Schnittstellenkonfigurationstabelle)
IBM MQ-Stub-Programm (umgebungsspezifisch)
IBM MQ-Stub-Programme nach Umgebung:
| Umgebung | Erforderliches IBM MQ-Stub-Programm |
|---|---|
| Com-plete | CSQBSTUB (Batch MQ-Stub-Programm)
|
| CICS | CSQCSTUB (CICS MQ-Stub-Programm)
|
| TSO | CSQBSTUB (Batch MQ-Stub-Programm)
|
| Batch | CSQBSTUB (Batch MQ-Stub-Programm)
|
Ausführliche Informationen zur Installation siehe Natural Messaging installieren in der Installation für z/OS-Dokumentation.
Bei MQ-Operationen (z. B. bei der Ausführung des PROCESS-Statements oder innerhalb einer FIND-Schleife) ist Task-Affinität in
Com-plete erforderlich, um eine korrekte Ausführung zu gewährleisten. Der Grund dafür
ist, dass MQ intern auf denselben Task-Kontext angewiesen ist, um die Konsistenz
zwischen Anfragen und Beendigungen aufrechtzuerhalten.
In Natural Messaging unter Com-plete wird die Task-Affinität während MQ-Aufrufoperationen intern erzwungen.
Wenn Sie MQ mit Com-plete verwenden, müssen Sie eine ausreichende Anzahl von Tasks konfigurieren, um die erforderliche Affinität zu gewährleisten und Systemverlangsamungen zu vermeiden.
PUT- und GET-Operationen werden sofort ausgeführt. Sie sind
dann dauerhaft und können nicht rückgängig gemacht werden.
Für die Verwendung von Natural Messaging unter CICS müssen die folgenden Laufzeitbedingungen erfüllt sein:
Damit Messaging-Operationen durchgeführt werden können, muss zuvor die CICS-Region über den MQ CICS Adapter mit einem Warteschlangen-Manager (Queue Manager) verbunden werden,
Transaktionsverhalten: In der aktuellen Version – insbesondere in CICS-Umgebungen –
werden PUT- und GET-Operationen ohne
SYNCPOINT ausgeführt, wodurch sie transaktionsbezogen sind.
Nachrichtenoperationen werden unter den folgenden Umständen mit einem Commit ausgeführt:
Bei einer Terminal-E/A in einer pseudokonversationalen Sitzung, bei der das
Ende der Transaktion zu einem SYNCPOINT-Commit führt.
Mittels des END
TRANSACTION-Statements. Um diese Option zu verwenden,
müssen Sie den Parameter ETSYNC=ON setzen.
Am Ende der Sitzung
Es gibt keine zusätzlichen umgebungsspezifischen Aspekte, die über die Standarderfordernisse hinsichtlich Verlinkung und Laufzeit hinausgehen, die denen anderer Umgebungen ähneln.
PUT- und GET-Operationen werden sofort ausgeführt. Sie sind
dann dauerhaft und können nicht rückgängig gemacht werden.
Wenn Natural Messaging unter Natural Development Server (NDV) mit
SECURITY_MODE=IMPERSONATE_LOCAL ausgeführt wird, wird die NDV-Sitzung
unter der lokalen Identität des NaturalONE-Client-Benutzers ausgeführt. In diesem Modus
muss der MQ-Adapter innerhalb eines stabilen Benutzersicherheitskontexts geladen
werden.
Wenn der NDV-Server mit SECURITY_CACHING=NO ausgeführt wird, wird das
Impersonationstoken für jede Anforderung neu erstellt. Dies führt dazu, dass der
MQ-Adapter mit NMQ2129 MQRC_ADAPTER_CONN_LOAD_ERROR fehlschlägt. Daher ist
SECURITY_CACHING=YES erforderlich, wenn SECURITY_MODE auf
IMPERSONATE_LOCAL gesetzt ist, um ein konsistentes Laden des Adapters und
eine erfolgreiche Herstellung der MQ-Verbindung sicherzustellen.
Dieser Abschnitt behandelt das Laufzeitverhalten in allen unterstützten Umgebungen (Batch, TSO, CICS und Com-plete).
Wenn eine BROWSE-Operation ausgeführt wird, löst Natural vor deren
Ausführung automatisch einen impliziten internen Commit aus.
Die aus einer MQ-Warteschlange abgerufene oder in eine MQ-Warteschlange geschriebene Nachricht wird in einem der von Natural Messaging verwalteten internen Puffern gespeichert. Stellen Sie daher sicher, dass die Natural-Thread-Größe ausreichend konfiguriert ist, um die Größe der zu verarbeitenden Nachricht abzudecken.
| Begriff | Erläuterung |
|---|---|
| MQ | MQ bezieht sich auf IBMs MQ for z/OS. |
| DDM | Natural-Datendefinitionsmodul. |
| NMQ | Dies ist der Produktcode von Natural Messaging. In dieser Dokumentation wird der Produktcode häufig als Präfix in den Namen von Datasets, Modulen usw. verwendet. |