Sie können während einer Natural-Session einen Bedienschritt ausführen, indem Sie entweder eine Menü-Funktion oder ein (Direkt-)Kommando benutzen. Wenn Sie ein Natural-Kommando benutzen, haben Sie den Vorteil, dass Sie einen Bedienschritt unmittelbar, d.h. ohne umständliche Navigation durch mehrere Menüs ausführen können.
Ein Natural-Objekt des Typs Programm können Sie auch ausführen, ohne ein Natural-Systemkommando zu benutzen; siehe Programme ausführen.
Dieser Abschnitt stellt die verschiedenen Arten von Kommandos vor, die es bei Natural gibt, und beschreibt, wie Sie ein Kommando absetzen bzw. wie Sie ein Menü benutzen können, um eine Funktion auszuführen.
Dieser Abschnitt behandelt folgende Themen:
In diesem Abschnitt werden die verschiedenen Arten von Kommandos vorgestellt, die Ihnen zur Bedienung von Natural zur Verfügung stehen.
Systemkommandos führen Funktionen aus, die Sie zum Erstellen, Pflegen oder Ausführen von Natural-Prorammierobjekten benötigen. Außerdem gibt es Systemkommandos, die Sie zum Überwachen und Verwalten Ihrer Natural-Umgebung benutzen können.
Natural-Terminalkommandos werden benutzt, um z.B.:
die Bildschirm-Anzeige und das Bildschirm-Format, z.B. die Positionierung der PF-Tastenzeile und Meldungszeile und die Zuordnung der Farben, einzurichten,
Fehlersuch-Informationen zu der aktuellen Umgebung zu erhalten,
eine aktuelle Natural-Operation zu unterbrechen.
Sie können ein Terminalkommando aufrufen, während gleichzeitig eine Anwendung
ausgeführt wird. Außer bei den Natural-Eingabeaufforderungzeilen können Terminalkommandos in einem
alphanumerischen Eingabefeld eingegeben werden. Das erste Zeichen eines
Terminalkommandos ist das Terminalkommando-Steuerzeichen, das durch Setzen eines Natural
Session-Parameters festgelegt werden kann. Siehe CF - Steuerzeichen für Terminalkommandos in der
Natural-Parameter-Referenz-Dokumentation. Das
Standardsteuerzeichen ist das Prozentzeichen (%).
Bildschirmgestaltung - Leitfaden zur Programmierung
Daten vom Bildschirm kopieren - Leitfaden zur Programmierung
Terminalkommandos nach Funktionsgruppen - Terminalkommandos-Dokumentation
Terminalkommandos (Übersicht) Terminalkommandos-Dokumentation
Zusätzlich zu den Systemkommandos und Terminalkommandos stehen Ihnen innerhalb der verschiedenen Natural-Editoren und Dienstprogramme (Utilities) weitere Kommandos zur Verfügung, die im Gegensatz zu den oben erwähnten Kommandos nicht global, sondern nur lokal in der entsprechenden Umgebung gültig sind. Diese Kommandos und ihre Anwendung werden in der Dokumentation der Natural-Editoren und Dienstprogramme (Utilities) beschrieben.
Sie können die zuvor genannten, global geltenden Natural-Kommandos an den folgenden Stellen eingeben:
In der Natural-Kommandozeile im Natural-Hauptmenü oder auf dem Bildschirm einem Natural-Dienstprogramm (Utility) oder eines Systemkommandos (siehe auch Beispiel weiter unten).
An einem Eingabeaufforderungszeichen in einem der Natural-Editoren, z.B. hinter dem Größer-Zeichen (>) im Programm-Editor (siehe Beispiel weiter unten).
Bei einigen Dienstprogrammen (Utilities) müssen Sie vor einem Systemkommando ein spezielles Zeichen eingeben, z.B. zwei nach rechts geneigte Schrägstriche (//). Entsprechende Hinweise erhalten Sie in der Dokumentation der betreffenden Dienstprogramme.
Bei manchen Systemkommandos können Sie einen oder mehrere Parameter bzw. Operanden mit angeben, die bewirken, dass eine bestimmte Funktion direkt ausgeführt wird. Andernfalls, wenn Sie ein solches Kommando ohne weitere Angaben absetzen, erscheint zunächst ein Auswahlmenü. Siehe Beispiel eines Systemkommandos weiter unten.
Ein Natural-Terminalkommando können Sie in der Kommandozeile, in jeder der zuvor genannten Eingabeaufforderungszeilen oder in einem beliebigen eingabefähigen Feld auf einer Bildschirmmaske eingeben.
Ein Natural-Editor- oder Natural-Dienstprogramm-(Utility-)Kommando können Sie in der Eingabeaufforderungszeile oder in der Kommandozeile des betreffenden Editors oder des betreffenden Dienstprogramms (Utility) eingeben.
Bei der Eingabe eines Natural-Kommandos brauchen Sie nicht auf
Groß-/Kleinschreibung zu achten. Natural for z/OS akzeptiert auch gemischte Schreibweisen.
Nach Eingabe des Kommandos drücken Sie die EINGABE-Taste, um das Kommando zu
bestätigen (dieser Vorgang wird in der Natural-Dokumentation normalerweise nicht erwähnt,
siehe Anmerkung weiter unten). Danach führt Natural das eingegebene Kommando aus oder
zeigt ein spezielles Fenster an, in dem Sie die Ausführung des Kommandos (z.B.
DELETE) ausdrücklich bestätigen müssen.
Anmerkung
Wenn Sie in der Natural-Dokumentation beispielsweise aufgefordert werden, "geben
Sie ein Kommando ein", so bedeutet dies: "tippen Sie das Kommando ein, und
drücken Sie EINGABE". Falls Sie eine andere Taste zum Bestätigen des Kommandos
drücken müssen, wird das in der Dokumentation ausdrücklich erwähnt.
Dieser Abschnitt behandelt folgende Themen:
Standardmäßig befindet sich die Kommandozeile im unteren Bereich des Bildschirms, und zwar oberhalb der PF-Tastenzeilen:
Kommando ===>
Enter-PF1---PF2---PF3---PF4---PF5---PF6---PF7---PF8---PF9---PF10--PF11--PF12---
Help Exit Canc |
Die NEXT-Eingabeaufforderungszeile ist immer dann vorhanden, wenn noch
kein Natural-Programm (z.B. das Programm, das das Natural-Hauptmenü aufruft) gestartet
wurde. Die NEXT-Eingabeaufforderung zeigt an, dass Natural bereit ist, Ihre
nächste Eingabe entgegenzunehmen.
Die MORE-Eingabeaufforderungszeile erscheint während der Ausführung eines
Programms und zeigt an, dass zusätzliche Ausgabedaten zur Verfügung stehen. Drücken Sie
EINGABE, um diese Ausgabedaten anzuzeigen. Sie können auch in der
MORE-Eingabeaufforderungszeile ein Kommando absetzen. Dann wird das
Programm, das zurzeit ausgeführt wird, beendet und das eingegebene Kommando wird
ausgeführt.
Standardmäßig erscheint die NEXT- bzw. die
MORE-Eingabeaufforderungszeile in der linken oberen Ecke des
Bildschirms.
NEXT LIB=TEST |
In diesem folgenden Beispiel wird beschrieben, wie Sie ein Natural-Systemkommando absetzen, um ein Objekt mit einem Editor zu bearbeiten.
Um einen Natural-Editor für ein Objekt aufzurufen
Geben Sie in einer Eingabeaufforderungszeile ein Natural-Systemkommando und gegebenenfalls einen oder mehrere Parameter oder Operanden ein.
Zum Beispiel:
EDIT P PROGX
Dabei ist EDIT der Name des Systemkommandos,
P der Objekttyp (Programm) und PROGX der Name des zu
bearbeitenden Objekts.
Drücken Sie EINGABE.
Da Sie für den Objekttyp ein P eingegeben haben, wird der
Natural-Programm-Editor aufgerufen. Im Arbeitsbereich des Editors befindet sich
schon der Quellcode (Sourcecode) des zu bearbeitenden Programms
PROGX, zum Beispiel:
> > + Program PROGX Lib TEST
All ....+....1....+....2....+....3....+....4....+....5....+....6....+....7..
0010 READ (3) EMPLOYEES BY NAME
0020 DISPLAY NAME
0030 END
0040
0050
0060
0070
0080
0090
0100
0110
0120
0130
0140
0150
0160
0170
0180
0190
0200
0210
0220
0230
0240
0250
0260
0270
0280
....+....1....+....2....+....3....+....4....+....5....+... S 3 L 1 |
Zum Vergleich können Sie unter Beispiel für eine Menü-Funktion lesen, wie Sie diese Aktion unter Benutzung der entsprechenden Menüfunktionen ausführen können.
Kommandosyntax-Beispiel - Systemkommandos-Dokumentation
Jeder Natural-Menü-Bildschirm bietet Ihnen eine Anzahl von Funktionen zur Auswahl an. Wie Sie eine Funktion aufrufen, hängt davon ab, wie das Menü aufgebaut ist und welche Auswahlmöglichkeiten vorhanden sind.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, um eine Menüfunktion auszuwählen und aufzurufen:
Auf manchen Menü-Bildschirmen befindet sich vor jeder Funktion ein Eingabefeld.
Auf manchen Menüschirmen steht vor jeder Funktion ein ein- oder zweibuchstabiger Code, den Sie in dem Code-Feld auf dem Menüschirm eingeben können.
Außerdem sind Programmfunktionstasten (PF-Tasten) vorhanden, die mit einer der Menüfunktionen belegt sein können.
Die PF-Tasten und die Funktion, mit der sie belegt sind, werden standardmäßig im unteren Bereich des Menüschirms angezeigt. Siehe Standard-PF-Tasten weiter unten.
Zusätzlich zu den Funktionen enthalten manche Natural-Menüs auch Felder, in denen Sie weitere Optionen und/oder Auswahlkriterien angeben können, z.B. können Sie im Feld Name im Menü Entwicklungsfunktionen den Namen eines Natural-Objekts eingeben. Diese Felder und die jeweils gültigen Eingabewerte werden an den entsprechenden Stellen in der Dokumentation erläutert oder nach Aufrufen der Hilfefunktion (siehe Hilfe benutzen) am Bildschirm angezeigt.
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Dieser Abschnitt beschreibt die verschiedenen Möglichkeiten, die Sie haben, um eine Menü-Funktion aufzurufen.
Um eine Menü-Funktion aufzurufen
Stellen Sie den Cursor in das Eingabefeld neben der gewünschten Menü-Funktion und drücken Sie EINGABE.
Oder:
Stellen Sie den Cursor in das Eingabefeld neben der gewünschten Menü-Funktion,
geben Sie ein beliebiges Zeichen ein und drücken Sie EINGABE.
Oder:
Geben Sie im Feld Code den ein- oder zweibuchstabigen
Funktionscode ein, der vor der gewünschten Funktion angezeigt wird und drücken Sie
EINGABE.
Oder:
Falls entsprechend belegte PF-Tasten vorhanden sind, drücken Sie die PF-Taste,
die der gewünschten Funktion entspricht (siehe Standard-PF-Tasten weiter unten).
Oder:
Rufen Sie die gewünschte Menü-Funktion mit einem Doppelklick auf das Eingabefeld
neben der Funktion auf.
Falls in dem Menü zusätzliche Eingabefelder vorhanden sind, geben Sie dort die erforderlichen Informationen ein. Wenn Sie diese Felder nicht ausfüllen, erscheint entweder ein Auswahlfenster, aus dem Sie einen gültigen Wert übernehmen können, oder eine entsprechende Natural-Fehlermeldung.
Sie können die Hilfe-Funktion benutzen, um sich eine Erklärung der möglichen Feldeingaben anzeigen zu lassen. Geben Sie dazu ein Fragezeichen (?) in das betreffende Feld ein und drücken Sie EINGABE.
Dieser Abschnitt beschreibt die verschiedenen Möglichkeiten, die Sie haben, um eine Menü-Funktion ordnungsgemäß zu beenden und die vorgenommenen Änderungen zu speichern oder um sie ohne Speicherung der zuvor gemachten Änderungen abzubrechen.
Um die Ausführung einer Funktion abzubrechen
Geben Sie in der Kommandozeile einen Punkt (.) ein und drücken Sie EINGABE.
Oder:
Drücken Sie PF12 (Cancel =
Abbruch).
Die zuvor gemachten Angaben werden verworfen (nicht gespeichert).
Um eine Funktion ordnungsgemäß zu beenden
Drücken Sie PF3.
Die zuvor gemachten Angaben werden gespeichert.
Standardmäßig können überall in Natural folgende PF-Tasten mit folgenden Funktionen belegt sein:
| PF Key | PF-Key Name | Explanation |
|---|---|---|
| PF1 | Help | Ruft das Online-Hilfe-System auf. |
| PF2 | Menu | Ruft das Natural-Hauptmenü auf. |
| PF3 | Exit | Beendet die aktuelle Funktion und führt die vorher gemachten Änderungen aus. |
| PF12 | Canc | Bewirkt den Abbruch der aktuellen Funktion. Die die vorher gemachten Angaben werden nicht ausgeführt. |
Das folgende Beispiel zeigt, wie Sie ein Natural-Menü benutzen können, um ein Objekt (hier: ein Programm) im zugehörigen Natural-Editor zu bearbeiten.
Um einen Natural-Editor zum Bearbeiten eines Natural-Objekts aufzurufen
Im Menü Entwicklungsfunktionen:
Geben Sie im Feld Code den einbuchstabigen Code, ein
E, für die Funktion Objekt editieren ein.
Geben Sie im Feld Typ den einbuchstabigen Code ein, der dem
gewünschten Objekttyp entspricht (hier: P für Programm).
Geben Sie im Feld Name den Namen des zu bearbeitenden
Natural-Objekts ein (hier der Name des Programms: PROGX).
12:20:02 ***** NATURAL ***** 2022-11-18
Benutzer SAG - Entwicklungsfunktionen - Library TEST
Modus Structured
Editor leer
Code Funktion Code Funktion
C Objekt erstellen L Objekte / einzelnen Source-Code listen
E Objekt editieren O Source-Code + referenz. Sourcen listen
X Programm ausfuehren N Erweiterte Objektnamen listen
R Objekt umbenennen I Directory-Informationen anzeigen
D Objekte loeschen U Benutzte Subroutinen, etc. listen
S Objekte durchsuchen ? Help
. Exit
Code .. E Typ ... P Name .. PROGX___________________________
Kommando ===>
Enter-PF1---PF2---PF3---PF4---PF5---PF6---PF7---PF8---PF9---PF10--PF11--PF12---
Help Menu Exit Canc |
Drücken Sie EINGABE.
Der Natural-Programm-Editor wird aufgerufen. Der Quellcode des Programms
PROGX befindet sich im Arbeitsbereich des Editors und kann sofort
bearbeitet werden (siehe auch Beispiel für ein Systemkommando).