ICS 322

Folgende Themen werden behandelt:


Umfang und Handhabung der Daten

In ICS 322 werden alle verfügbaren Daten zur kundenspezifischen Anpassung in modularisierter Form als so genannte Datenelemente (Data Items) zur Verfügung gestellt. Der Dataset, der die Datenelemente enthält, ist ebenso wie die ICS 322-Lademodule SAGICU und SAGICUA9 im Lieferumfang enthalten.

Ein Datenelement (Collator, Converter) befindet sich im Dataset auf der Platte und wird bei Bedarf in den Speicher geladen (z.B. durch ein MOVE ENCODED-Statement). Sobald es geladen wird, ist es für die künftige Verwendung sofort verfügbar, ohne dass es neu geladen werden muss.

Dadurch kann die Größe der ICS 322-Lademodule SAGICU und SAGICUA9 minimal gehalten werden.

Mit der Utility SYSCP können Sie sich alle geladenen Datenelemente auflisten lassen (siehe SYSCP-Funktion Geladene Codepages - Funktion: Loaded Code Pages in der Debugger und Dienstprogramme (Utilities)-Dokumentation).

Schlüsselwort-Subparameter STEPLIB im Profilparameter CFICU

Zur Verfügung gestellte Datendateien werden ab ICS 322 nicht mehr unterstützt. Die ICU-Lokalisierungsdaten werden nur dynamisch aus einem Dataset geladen, der die Datenelemente (Collators, Converters usw.) enthält.

Der Name des Dataset kann

  • statisch angegeben werden als eine Natural-Steplib in der JCL.

  • dynamisch zugeordnet werden mit dem Schlüsselwort-Subparameter STEPLIB des Profilparameters CFICU.

Um nach Datenelementen zu suchen, macht ICS von beiden Zuordnungsmethoden Gebrauch: zunächst bei dem im Schlüsselwort-Subparameter STEPLIB angegebenen Dataset (falls gegeben) und dann bei den statisch angegebenen Steplibs in der JCL.

Diese dynamische Vorgehensweise ermöglicht eine hohe Flexibilität. Die JCL braucht nicht geändert werden. Um Natural laufen zu lassen, muss nur in der Session ein Subparameter hinzugefügt werden.

Der mit dem Schlüsselwort-Subparameter STEPLIB des Profilparameters CFICU angegebene Dataset wird dynamisch nur einmal zugeordnet durch die erste Natural-Session in einem gegebenen TP-System unter der DD Karte ICSxxxDD (dabei steht xxx für die ICS-Version) und wird danach in allen Natural-Sessions benutzt.

Beispiel: CFICU=(STEPLIB='I322ITEMS.LOAD')

Validierung des STEPLIB-Subparameterwerts im Profilparameter CFICU

Die erste Natural-Session in einem gegebenen TP-System versucht, den Wert des Schlüsselwort-Subparameters STEPLIB im Profilparameter CFICU auf Gültigkeit zu prüfen. Verläuft die Gültigkeitsprüfung erfolgreich, wird ICS initialisiert. In allen anschließenden Natural-Sessions in dem TP-System wird der STEPLIB-Subparameter nicht beachtet und der in der ersten Session dynamisch zugeordnete Dataset verwendet. Für den mit dem STEPLIB-Subparameter angegebenen Dataset-Namen gelten folgende Validierungsregeln:

  • Der Dataset muss existieren.

  • Der Name des Dataset muss mit Hochkommas (' ') umschlossen sein, siehe Beispiel weiter oben.

  • Der Name des Dataset muss den z/OS-Namenskonventionen entsprechen:

    • Maximale Länge: 44 Zeichen.

    • Darf keine Sonderzeichen enthalten.

    • Darf kein High Level Qualifier sein, d.h., er muss mindestens einen Punkt (.) enthalten.

War die Gültigkeitsprüfung nicht erfolgreich, wird der folgende Natural-Fehler ausgegeben:

NAT3414 STEPLIB DSN <data set name> cannot be loaded

Die nächste Natural-Session wird dann versuchen, den STEPLIB-Subparameter zu validieren und ICS neu zu initialisieren. Dieser Vorgang wird iterativ so lange fortgesetzt, bis eine erfolgreiche Initialisierung erreicht worden ist. Alle Sessions nach einer erfolgreichen ICS-Initialisierung werden den STEPLIB-Subparameter nicht beachten. Sie benutzen die bereits zugeordnete Ressource.

ICS32 in einer Natural-Subtask verwenden (benötigt APF-autorisierte ICS-Ladebibliothek)

Bei der aktuellen Implementierung des Entire System Server (NPR) muss die Ladebibliothek PRD.ICSnnn.MVSLOAD immer APF-autorisiert sein. Dies ist unabhängig davon, ob sie Teil der Steplib-Verkettung ist oder mit dem STEPLIB-Subparameter des Profilparameters CFICU angegeben wird.

Für die Verwendung von ICS31 in einer Natural-Subtask gibt es folgende Szenarien:

  • Wenn mehrere Natural-Sitzungen/-Subtasks von einem Entire System Server (NPR)-Knoten aus laufen.

  • Wenn Entire Operations (NOP), Entire Output Management (NOM), EOR automatisch von einem ESS/NPR-Knoten ausgeführt werden sollen.

  • Wenn ein NDV-Server ausgeführt wird.