Dieses Kapitel beschreibt, wie Informationen über Natural-Sitzungen in einer Datei protokolliert werden können, die im Batch-Modus verarbeitet und ausgewertet werden kann.
Folgende Themen werden behandelt:
Optional können Informationen zu Natural-Sitzungen in einer Datei protokolliert werden, die im Batch-Modus verarbeitet und ausgewertet werden kann. Damit lässt sich die Nutzung des Natural-CICS-Systems über einen längeren Zeitraum verfolgen.
Im Gegensatz dazu steht die Online-Protokollierung mit Hilfe des Dienstprogramms SYSTP, das nur eine Momentaufnahme der aktuellen Systemnutzung liefert.
Es ist möglich, dass mehrere Natural CICS-Umgebungen (d. h. mehrere Systemverzeichnisse mit eindeutigen Threads, Roll Facilities und Buffer Pools) dasselbe Natural-Protokollziel (Log Destination) verwenden. Wenn eine SCP-Umgebung initialisiert wird, wird eine Systemkennung (System-ID) in das Systemverzeichnis geschrieben. Diese Systemkennung ist Teil eines Auswertungsprogramms zum "Sortieren" von Protokollsätzen nach Natural CICS-Systemumgebung.
Es wird empfohlen, die Natural-Protokolldatei (Log File) im CICS der Natural-Anwendung zu definieren, da die Protokollierung in einer entfernten (remote) Protokolldatei die Leistung beeinträchtigen würde.
Wenn Sie das Programm zur Auswertung der Protokolldatei ausführen (siehe SYSTP im Batch-Modus für CICS-Sitzungen in der Dienstprogramme-Dokumentation), sollte die Protokolldatei im CICS geschlossen werden, da es sonst zu unvorhersehbaren Ergebnissen kommen kann, weil der letzte Puffer noch im Speicher ist oder der EOF-Satz in der Datei fehlt.
Für die Natural-Protokolldatei sollte ausreichend Plattenplatz reserviert werden. Vorzugsweise sollte die Protokolldatei über eine sekundäre Zuordnung definiert werden.
Die Natural-Protokolldatei ist eine sequenzielle Plattendatei, d. h.
ein "zusätzliches Partitionsziel" im Sinne von CICS. Standardmäßig
lautet der interne (logische) Name der Protokolldatei NLOG. Dieser
Name kann durch Angabe des Subparameters
LOGDEST im
Makro NTCICSP geändert werden.
Die Protokolldatei muss in einem CICS-DCT als
TYPE=EXTRA mit zugehörigen Dataset-Steuerungsinformationen
definiert werden (TYPE=SDSCI-Eintrag im DCT). Diese Datei muss
auch in der CICS-Startup-JCL (DD-Anweisung) definiert werden.
Die folgenden Datensätze werden in der Natural-Protokolldatei protokolliert:
Länge=96
Nach erfolgreicher SCP-Systeminitialisierung wird ein Datensatz in die Protokolldatei geschrieben, der das Initialisierungsdatum und die Uhrzeit sowie andere Systemdaten wie das gemeinsame Systempräfix, die Anzahl der RCBs oder die Anzahl der Thread-Gruppen enthält.
Wenn diese erste Protokollanforderung fehlschlägt, wird die Natural-Protokolldatei im Systemverzeichnis als nicht verfügbar gekennzeichnet und es findet keine weitere Protokollierung statt.
System-Neustart-Datensätze werden immer dann geschrieben, wenn die Höchststandmarken des Systems durch die entsprechende Systemverwaltungsfunktion des Dienstprogramms SYSTP zurückgesetzt werden (siehe Debugger und Dienstprogramme (Utilities)-Dokumentation). Zusätzlich zu den Systemstartinformationen enthalten diese Sätze die Terminalkennung und die Benutzerkennung des SYSTP-Benutzers.
Länge=216
Bei der (normalen oder abnormalen) Beendigung einer Natural-Sitzung wird ein Sitzungsprotokollsatz in die Protokolldatei geschrieben. Dieser Datensatz ist intern in sechs Teile unterteilt:
Der Satzsteuerungsteil, der die eigentlichen Sitzungsstatistiken enthält:
das aktuelle Datum und die Uhrzeit (d.h. Datum und Uhrzeit der Beendigung der Sitzung),
die Systemkennung, die die Natural CICS-Umgebung angibt, in der die Sitzung aktiv war,
die Satzart = Session Record.
Der Satzsteuerungsteil ist bei allen Natural-Log-Sätzen
vorhanden, um die verschiedenen Satztypen zu unterscheiden. Das Makro
NCMLOG enthält die Datensatzlayouts.
Der Benutzersitzungsteil, der die eigentlichen Sitzungsstatistiken enthält:
die Terminalkennung,
die (letzte) Benutzerkennung,
das Datum und die Uhrzeit des Sitzungsbeginns,
den von der Sitzung maximal belegten Speicherplatz,
die Anzahl der Wiederaufnahmen/Einspeicherungen (Roll Ins) der Sitzung,
die maximale Anzahl an Datensätzen, die von der Sitzung per Rolling verschoben wurden (falls vorhanden).
Der Thread-Gruppen-Teil, der die aktuellen Daten der mit der Sitzung verbundenen Thread-Gruppe enthält:
die Thread-Gruppen-Nummer,
die Anzahl der TCB-Slots in der Gruppe (falls vorhanden),
die gemeinsame Thread-Größe der Gruppe,
den von einer Sitzung in der Gruppe maximal belegten Speicherplatz,
die maximale Anzahl der in der Gruppe aktiven Sitzungen,
die maximale Größe der Warteschlange der Gruppe (bei
TYPE=SHR-Thread-Gruppen) und die maximale Anzahl der in der Gruppe
nebenläufig aktiven Sessions (bei TYPE=GETM-Thread-Gruppen),
wie oft diese maximale Warteschlangengröße erreicht wurde.
Der Thread-Teil, der die Daten des
TYPE=SHR-Threads enthält, der von der Sitzung als letzter Thread
verwendet wurde (falls überhaupt verwendet):
den Thread-Namen,
die Anzahl der Thread-Nutzungen,
der höchste von einer Sitzung verwendete Thread-Speichergröße,
die Anzahl der Wiederaufnahmen/Einspeicherungen (Roll Ins) der Sitzung in diesem Thread,
die maximale Warteschlangengröße dieses Threads,
wie oft diese maximale Warteschlangengröße erreicht wurde.
Der Roll Facilty-Teil, der Informationen über die Roll Facilty enthält, der die Sitzung zugewiesen wurde (falls sie überhaupt zugewiesen wurde):
den Namen der Roll Facility,
die maximale Anzahl der dieser Roll Facility zugewiesen Sitzungen,
die Datensatzgröße der Roll Facility
die Slot-Größe der Roll Facility,
die Anzahl der Slots in dieser Roll Facility,
die maximale Anzahl der Aus-/Einspeicherungen (Roll Outs/Roll Ins) bei dieser Roll Facility.
Der Teil des Systemverzeichnisses, der Statistiken über die globale Systemnutzung enthält:
die maximale Anzahl der UCB-Blockerweiterungen,
die maximale Anzahl der im System aktiven Sitzungen,
die maximale Anzahl von Sitzungen, die gleichzeitig im SCP aktiv sind,
die Anzahl der SCP-Systemwiederherstellungen.
Konzeptgemäß werden die Datensätze zur Beendigung von Sitzungen nach Datum und Uhrzeit der Sitzung gespeichert. Das bedeutet, dass die Teile 3 bis 6 eines späteren Sitzungsdatensatzes immer aktuellere Informationen enthalten als die Teile eines früheren Datensatzes. Die Teile 3 bis 6 des Datensatzes werden vom Programm zur Auswertung der Protokolldatei verwendet, um die entsprechenden Informationen zu aktualisieren, d.h. Informationen über die Thread-Gruppe, den Thread, die Roll Facility und die SCB.
Diese Vorgehensweise dient dazu, aktuelle Informationen über die Natural CICS-Systemressourcen zu erhalten, falls CICS unkontrolliert beendet wird.
Die Sitzungsbeendigungsprotokolle geben natürlich nur die Ressourcen wieder, die von den entsprechenden Sitzungen verwendet wurden. Daher spiegeln diese Aufzeichnungen möglicherweise nicht die gesamte SCP-Umgebung wider. Berichte über eine vollständige SCP-Umgebung erhalten Sie, wenn Sie einen Snapshot der gesamten Umgebung erstellen, indem Sie entweder die Funktion System Administration Facilities des Dienstprogramms SYSTP verwenden (siehe die Debugger und Dienstprogramme-Dokumentation) oder Natural unter CICS in die CICS PLTSD stellen (wie im Abschnitt Spezielle Natural CICS-Funktionalität beschrieben).
System-Snapshot-Sätze in der Natural-Protokolldatei sind Sitzungsbeendigungssätze ohne sitzungsspezifische Informationen, wie sie in Teil 2 aufgeführt sind.