Dieses Kapitel behandelt die folgenden Themen:
Siehe auch Natural Roll Server-Funktionen.
In diesem Abschnitt werden die Systemerfordernisse für den Roll-Server beschrieben.
Verlinken Sie das Modul
NATRSMvr (vr
steht für die entsprechende Produktversion) mit einer APF-Library, indem Sie
den IEWL-Parameter AC(1) angeben. Siehe
Installing Natural on
z/OS.
Da der Roll Server einen System Linkage Index (System LX)
reserviert, müssen Sie überprüfen, ob der Wert von NSYSLX im
Member IEASYSxx der Library
SYS1.PARMLIB hoch genug ist.
Wenn der Roll Server beendet wird, ist seine Adressraumkennung (ID) nicht mehr verfügbar, da ein System LX verwendet wurde. Die Kennung wird mit dem nächsten IPL wieder verfügbar.
Sobald ein System LX reserviert wurde, wird er bei jedem Neustart des Roll Server bis zum nächsten IPL wieder verwendet.
| Speicher | Größe |
|---|---|
| ECSA | 84 Bytes |
| Privater Programmspeicher | 30 KB oberhalb * |
| Fester Subpool-Speicher (inkl. ELSQA): | 10 KB unterhalb, 50 KB oberhalb * |
| LRB directory | 32+(64*Anzahl der LRB Slots) |
| 100 Slots pro Roll File | 4 KB oberhalb * |
| Jedes weitere Roll File | 30 KB oberhalb * |
| Arbeitsspeicher | je nach Auslastung, ca. 1 MB oberhalb * |
* unterhalb bzw. oberhalb der Grenze
Eine CF-Struktur wird verwendet, um das Roll File Directory in einer z/OS-Parallel-Sysplex-Umgebung zu führen.
Die Größe einer CF-Struktur kann mit dem IBM-System z Coupling Facility Structure Sizer Tool (CFSizer Utility) berechnet werden, das Sie hier finden:
https://www.ibm.com/support/pages/cfsizer
Sie müssen in der Auswahlbox, dort wo Choose one
steht, XCF wählen.
Es wird ein neues Fenster angezeigt, das beispielsweise vorbelegt ist mit
Number of systems 8 und CLASSLEN 956
(= 936 + 20 -> CONA + CONALOCKATTR).
Siehe Makro IXLYCONA bezüglich dieser Größen:
01 SIZE: * CONA -- X'03A8' bytes = 936 * CONALOCKATTR -- X'0014' bytes = 20 * CONALISTATTR -- X'0028' bytes = 40 * CONACACHEATTR -- X'001C' bytes = 28
Der Roll Server verwendet nur CONA = 936 bytes.
Wenn Sie Number of systems = n
(LPARs) auswählen und auf Submit drücken, erhalten Sie
beispielsweise bei 5 LPARs mit 936 Bytes:
| Function | Type | Structure Name | INITSIZE | SIZE |
|---|---|---|---|---|
| XCF | LIST | IXC...... | 18M | 19M |
Danach folgt eine Reihe von Zeilen mit JCL.
In einer z/OS-Parallel-Sysplex-Umgebung kommunizieren die Roll Server über die XCF Signaling Services. Als Standard-XCF-Gruppenname werden die ganz linken acht Bytes des CF-Strukturnamens verwendet.
Wenn Sie einen eigenen XCF-Gruppennamen angeben möchten, sollten
Sie den User Exit NATRSU24 verwenden. Weitere Informationen zu
diesem User Exit finden Sie unter NATRSU24 User
Exit.
Um das Roll File zu formatieren, gehen Sie wie folgt vor:
Legen Sie es als physischen, sequenziellen Dataset mit einem festen Dataset-Format an.
Formatieren Sie es unter Verwendung des Moduls
NATRSRFI.
Wenn der Roll Server in einer z/OS-Parallel-Sysplex-Umgebung ausgeführt wird, setzen Sie die Struktur der Coupling Facility zurück, wie in Hinweise zum Formatieren oder Zurücksetzen von Roll Files beschrieben.
Bei der Formatierung wird das Role File in das BDAM-Format mit einer geräteabhängigen Blockgröße konvertiert.
Anmerkung
Wenn Sie ein bestehendes Roll File einer früheren Version
verwenden wollen, genügt es, die Funktion NATRSRFI RESET
auszuführen.
Zum Formatieren geben Sie die folgende Parameterfolge unter dem
DD-Namen RFIPARMS oder als PARM im JCL
EXEC-Statement ein:
| function,dd-name,slot-size,number-of-slots |
Alle Parameter sind positionsgebunden; sie werden in der nachstehenden Tabelle erläutert:
Zur Berechnung des erforderlichen Plattenplatzes in Zylindern für
ein Roll File (Parameter SPACE des DD-Statements) können
Sie die folgende Formel verwenden:
number-of-cylinders = ceiling (number-of-slots * slot-size / (30*block-size))
Anzahl der Zylinder = Obergrenze (Anzahl der Slots * Slot-Größe / (30*Blockgröße))
oder in Spuren
number-of-tracks = ceiling (number-of-slots * slot-size / (2*block-size))
Anzahl der Spuren = Obergrenze (Anzahl der Slots * Slot-Größe / (2*Blockgröße))
Die verwendete Blockgröße ist:
23476 für 3380 DASD
27998 für 3390 DASD
22928 für 9345 DASD
Darüber hinaus wird Platz für den Kopf des Roll File-Verzeichnisses (40 Byte) und einen Verzeichniseintrag für jeden Roll File-Slot (24 Byte) benötigt. Somit wird ein zusätzlicher Block für etwa 976 Slots auf 3380, 1164 Slots auf 3390 oder 953 Slots auf 9345 DASD benötigt.
Wenn ein DD-Statement mit
ddname RFIPRINT angegeben
ist, leitet NATRSRFI seine Ausgabe an diesen Dataset. Wird
RFIPRINT weggelassen, so wird die Ausgabe unter Verwendung des
WTO-Makros (ROUTDCE=11) in JESMSGLG
geschrieben. Beachten Sie, dass RFIPRINT für die Funktion
LIST angegeben werden muss.
Die folgenden Condition Codes werden verwendet:
| Code | Erläuterung |
|---|---|
0 |
Normale Beendigung. |
4 |
Anzahl der formatierten Slots ist geringer als angefordert. |
20 |
Parameterfehler. |
Die folgenden User Abend Codes werden verwendet:
| Abend Code | Ursache |
|---|---|
U0100 |
Öffnen bei RFIPARMS oder
RFIPRINT fehlgeschlagen.
|
U0101 |
Öffnen bei Roll. File fehlgeschlagen. |
In den folgenden Beispielen steht
vr oder
vrs für die jeweilige
Produktversion.
Beispiel 1:
//FBRUNRFI JOB (FB,218),FB,CLASS=K,MSGCLASS=X,NOTIFY=FB //FORMAT EXEC PGM=NATRSRFI //STEPLIB DD DISP=SHR,DSN=NATURAL.NATvr.LOAD //RF1 DD DISP=SHR,DSN=FB.SYSF.ROLLF1 //RF2 DD DISP=SHR,DSN=FB.SYSF.ROLLF2 //RFIPARMS DD * FORMAT,RF1,200000,1000 FORMAT,RF2,200000
Auszug aus dem daraus resultierenden JESMSGLG:
+FBRUNRFI: FORMAT,RF1,200000,1000 +FBRUNRFI: RF1: FB.SYSF.ROLLF1 +FBRUNRFI: Creation date: 2001/06/13 Volume: ADA002(3390) IEC031I D37-04,IFG0554P,FBRUNRFI,FORMAT,RF1,305B,ADA002,FB.SYSF.ROLLF1 +FBRUNRFI: Not enough space for 1000 slots. +FBRUNRFI: 60 Blocks written. Block size is 27998. +FBRUNRFI: 1 Directory block. +FBRUNRFI: 8 Blocks per slot. Slot size is 223984. +FBRUNRFI: 7 Slots initialized. Roll file version vrs. +FBRUNRFI: 3 Blocks unused. +FBRUNRFI: FORMAT,RF2,200000 +FBRUNRFI: RF2: FB.SYSF.ROLLF2 +FBRUNRFI: Creation date: 2001/06/08 Volume: USRF08(3380) IEC031I D37-04,IFG0554P,FBRUNRFI,FORMAT,RF2,020F,USRF08,FB.SYSF.ROLLF2 +FBRUNRFI: 60 Blocks written. Block size is 23476. +FBRUNRFI: 1 Directory block. +FBRUNRFI: 9 Blocks per slot. Slot size is 211284. +FBRUNRFI: 6 Slots initialized. Roll file version vrs. +FBRUNRFI: 5 Blocks unused.
Beispiel 2:
//FBRUNRFI JOB (FB,218),FB,CLASS=K,MSGCLASS=X,NOTIFY=FB //FORMAT EXEC PGM=NATRSRFI,PARM='FORMAT,RF1,200000' //STEPLIB DD DISP=SHR,DSN=NATURAL.NATvr.LOAD //RF1 DD DISP=SHR,DSN=FB.SYSF.ROLLF1 //RFIPRINT DD SYSOUT=X
Resultierendes RFIPRINT:
Natural Roll Server - Roll File Utility Version vrs FORMAT,RF1,200000 RF1: FB.SYSF.ROLLF1 Creation date: YYYY/MM/DD Volume: ADA002(3390) 60 Blocks written. Block size is 27998. 1 Directory block. 8 Blocks per slot. Slot size is 223984. 7 Slots initialized. Roll file version vrs. 3 Blocks unused.
Sie können mehrere Roll Files auf einmal formatieren oder
zurücksetzen, indem Sie mehrere Parameterzeilen in RFIPARMS
angeben.
Sie können ein Roll File nicht formatieren oder zurücksetzen, während der Roll Server aktiv ist.
Wenn das Roll File in einer z/OS-Parallel-Sysplex-Umgebung
formatiert wird, muss auch die Struktur der Roll Server Coupling Facility mit
dem Operator-Kommando SETXCF gelöscht werden, z.
B.:
SETXCF FORCE,STR,STRNAME=NATROLL1
Sie können den Roll Server entweder als Batch-Job starten oder als
Started Task, indem Sie das Modul
NATRSMvr ausführen (wobei
vr für die jeweilige Produktversion
steht). Das oder die Roll Files müssen als DD-Statements mit
ddname ROLLF1 bis
ROLLF5 definiert sein.
Sie können Parameter im JCL EXEC-Statement, in einer Parameterdatei oder in beiden angeben. Ein Parameter, der in der EXEC-Anweisung angegeben wird, überschreibt den entsprechenden Parameter in der Parameterdatei.
Wir empfehlen die Verwendung einer Parameterdatei. Der Parameter
TIMEOUTREPEAT (siehe
Parameter in der
Parameterdatei) und zukünftige Parameter können nur in der
Parameterdatei angegeben werden. Bestehende JCL wird unverändert weiter
ausgeführt.
In diesem Abschnitt werden die folgenden Themen behandelt:
Anmerkung
Der lokale Roll Buffer befindet sich in einem Speicherobjekt
"oberhalb der Grenze". Verwenden Sie den
MEMLIMIT-Parameter im EXEC-Statement, um
sicherzustellen, dass genügend Speicher "oberhalb der Grenze"
zugewiesen werden kann.
Geben Sie in dem JCL EXEC-Statement als
PARM die folgenden Parameter an:
subsystem-id,number-of-roll-files,number-of-LRB-slots,LRB-slot-size,CF-structure-name,low-water-mark,high-water-mark,non-activity-time,timeout-check-time,message-case
Subsystemkennung, Anzahl der Roll Files, Anzahl der LRB-Slots, LRB-Slot-Größe, CF-Strukturname, niedrigste Zuordnungsmarke, höchste Zuordnungsmarke, Inaktivitätszeit, Zeitüberschreitungsprüfzeit, Groß-/Kleinschreibung in Meldungen
Alle Parameter sind positionsgebunden und müssen durch ein Komma voneinander abgetrennt werden. Sie werden in der nachstehenden Tabelle erläutert:
| Parameter | Parametername für Parameter-Dataset | Mögliche Werte | Standardwert | Kommentar |
|---|---|---|---|---|
subsystem-id
|
SUBSID |
4-Byte-Zeichenkette ohne Leerzeichen | NATv
|
Der angegebene Wert muss mit dem Wert
des Natural-Profilparameters SUBSID
(v = Versionsnummer) übereinstimmen.
Anmerkung |
number-of-roll-files
|
NUMFILES |
0 - 5 |
1 |
In einer Nicht-Parallel-Sysplex-Umgebung unter z/OS kann der Roll Server ohne Roll File arbeiten und nur den speicherinternen Local Roll Buffer verwenden. |
number-of-LRB-slots
|
NUMSLOTS |
1 - 32767 |
keiner | Die Anzahl der LRB-Slots multipliziert
mit der Slot-Größe darf 2 GB nicht überschreiten.
Für jeden LRB, d. h. für jedes verwendete Roll File, wird die gleiche Anzahl an LRB-Slots zugewiesen. Die Gesamtzahl der LRB-Slots wird nach folgender Formel berechnet: number-of-roll-files * number-of-LRB-slots |
LRB-slot-size
|
SLOTSIZE |
beliebiger numerischer Wert | Roll File Slot-Größe | Wert in Anzahl von Bytes.
Dieser Parameter muss angegeben werden, wenn kein Roll File verwendet wird. Wenn Roll Files verwendet werden, wird dieser Parameter ignoriert und stattdessen die Slot-Größe der Roll Files verwendet. Wenn keine Roll Files verwendet werden, d. h. die Anzahl
der Roll Files ( |
CF-structure-name
|
STRUCTURE |
beliebiger gültiger Strukturname | keiner | Wenn Sie weniger als 16 Zeichen
angeben, werden Leerzeichen angefügt.
Geben Sie diesen Parameter nur an, wenn Sie die Coupling Facility (mit z/OS Parallel Sysplex) verwenden. Andernfalls kann die Verwendung dieses Parameters unnötigen Overhead verursachen. |
low-water-mark
|
LOWWATER |
0 - 9 |
|
Gibt die niedrigste Zuordnungsmarke in
Schritten von 10 Prozent der Anzahl der LRB-Slots an.
Der
Dieser Wert wird immer ignoriert und auf 0
zurückgesetzt, wenn |
high-water-mark
|
HIGHWATER |
0 - 10 |
|
Analog zum Parameter
low-water-mark.
Der Wert Der
Dieser Wert wird immer ignoriert und auf |
non-activity-time |
NONACTIVITY |
1 - 999999
|
keiner | Die Anzahl der Stunden, die eine
Sitzung inaktiv sein kann, bevor sie aus dem Roll File gelöscht wird.
Wird diese Zeit überschritten, dann wird die Sitzung bei der nächsten geplanten Zeitüberschreitungsprüfung gelöscht. Wenn dieser Parameter weggelassen wird, wird keine Zeitüberschreitungsprüfung durchgeführt. Dieser Parameter kann mit dem Operator-Kommando
Sowohl der Authorized Services Manager als auch der Roll
Server gestatten die Angabe eines Timeout-Wertes. Wenn Natural in einer
SYSPLEX-Umgebung ausgeführt wird, müssen Sie für diesen Parameter und den
|
timeout-check-time |
TIMEOUTCHECK |
0000 - 2359 |
keiner | Die Tageszeit, zu der die
Zeitüberschreitungsprüfung durchgeführt werden soll.
Sitzungen werden gelöscht, wenn sie länger als die durch den vorhergehenden Parameter festgelegte Inaktivitätszeit inaktiv waren. Wird dieser Parameter weggelassen, dann wird keine Zeitüberschreitungsprüfung eingeplant. Dieser Parameter kann mit dem Operator-Kommando
|
message-case |
MSGCASE |
UCTRAN oder leer
|
leer | Geben Sie UCTRAN an, wenn
der Roll Server alle seine Meldungen in Großbuchstaben ausgeben soll.
|
repeat-timeout-check |
TIMEOUTREPEAT |
0000 - 1440 |
keiner | Anzahl der Minuten zwischen
aufeinanderfolgenden Zeitüberschreitungsprüfungen.
Damit kann eine Zeitüberschreitungsprüfung mehrmals am Tag erfolgen. |
Die Parameterdatei ist eine physische sequenzielle Datei
(DSORG=PS). In Ihrer JCL geben Sie diese Datei mit DDNAME RSMPARM
an.
Die Parameter in der Parameterdatei werden als
name=value-Paare angegeben. Geben Sie
einen Parameter pro Zeile an, beginnend in Spalte 1. Das
name=value-Paar wird durch das erste
Leerzeichen abgeschlossen, und der Rest der Zeile wird nicht geprüft. Zeilen,
die mit einem Stern (*) in Spalte 1 beginnen, werden als Kommentare behandelt.
Parameter werden in Großbuchstaben umgesetzt, bevor sie verarbeitet werden.
| Parameter | Mögliche Werte | Standardwert | Kommentar |
|---|---|---|---|
SUBSID
|
4-Byte-Zeichenkette ohne Leerzeichen | NATv
|
Der angegebene Wert muss mit dem Wert des
Natural-Profilparameters SUBSID
übereinstimmen (v steht für Versionsnummer).
Anmerkung |
NUMFILES
|
0 - 5 |
1 |
In einer Nicht-Parallel-Sysplex-Umgebung unter z/OS kann der Roll Server ohne Roll File arbeiten und nur den speicherinternen Local Roll Buffer verwenden. |
NUMSLOTS
|
1 - 32767 |
keiner | Die Anzahl der LRB-Slots, die für jedes verwendete
Roll File zugewiesen ist.
Die Gesamtzahl der LRB-Slots wird nach folgender
Formel berechnet: |
SLOTSIZE
|
beliebiger numerischer Wert | Roll File Slot-Größe | Wert in Anzahl von Bytes.
Dieser Parameter muss angegeben werden, wenn kein Roll File verwendet wird. Wenn Roll Files verwendet werden, wird dieser Parameter ignoriert und stattdessen die Slot-Größe der Roll Files verwendet. |
STRUCTURE
|
beliebiger gültiger Strukturname | keiner | Wenn Sie weniger als 16 Zeichen angeben, werden
Leerzeichen angefügt.
Geben Sie diesen Parameter nur an, wenn Sie die Coupling Facility (mit z/OS Parallel Sysplex) verwenden. Andernfalls kann die Verwendung dieses Parameters unnötigen Overhead verursachen. |
LOWWATER
|
0 - 9 |
|
Gibt die niedrigste Zuordnungsmarke in
Schritten von 10 Prozent der Anzahl der LRB-Slots an.
Der Dieser Wert wird immer ignoriert und auf |
HIGHWATER
|
0 - 10 |
|
Analog zum Parameter
low-water-mark.
Der Wert Der Dieser Wert wird immer ignoriert und auf |
NONACTIVITY |
1 - 999999
|
keiner | Die Anzahl der Stunden, die eine Sitzung inaktiv sein
kann, bevor sie aus dem Roll File gelöscht wird.
Wird diese Zeit überschritten, wird die Sitzung bei der nächsten geplanten Zeitüberschreitungsprüfung gelöscht. Wenn dieser Parameter weggelassen wird, wird keine Zeitüberschreitungsprüfung durchgeführt. Dieser Parameter kann mit dem Operator-Kommando
|
TIMEOUTCHECK |
0000 - 2359 |
keiner | Die Tageszeit, zu der die Zeitüberschreitungsprüfung
durchgeführt werden soll.
Sitzungen werden gelöscht, wenn sie länger als die mit
dem Parameter Wird dieser Parameter weggelassen, dann wird keine Zeitüberschreitungsprüfung eingeplant. Dieser Parameter kann mit dem Operator-Kommando
|
TIMEOUTREPEAT |
0 - 1440 |
keiner | Die Anzahl der Minuten zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Timeout-Prüfungen.
Die erste Zeitüberschreitungsprüfung nach dem Roll
Server-Start erfolgt nach der mit dem Parameter Wenn Die Angabe von |
MSGCASE |
UPPER oder MIXED |
mixed case | Die Einstellung MSGCASE=UPPER bewirkt,
dass alle Meldungstexte in Großbuchstaben angezeigt werden.
Bei |
Anmerkung
Der Local Roll Buffer befindet sich in einem Speicherobjekt
"oberhalb der Grenze". Verwenden Sie den
MEMLIMIT-Parameter im EXEC-Statement, um
sicherzustellen, dass genügend Speicher "oberhalb der Grenze"
zugewiesen werden kann.
In den folgenden Beispielen steht
vr für die jeweilige
Version des
Produkts.
// EXEC PGM=NATRSMvr,PARM='NAvr,,1000' //ROLLF1 DD DSN=SYSF.ROLLFILE
Die Subsystemkennung ist
NAvr, es wird ein Roll File verwendet
(Standard), und der lokale Roll Buffer hat 1000 Slots. Die verwendete
Slot-Größe ist identisch mit der Slot-Größe des Roll File. Die Niedrigste
Zuordnungsmarke ist 70 Prozent (Standard), die höchste Zuordnungsmarke ist 80
Prozent (Standard).
// EXEC PGM=NATRSMvr,PARM=',5,1000,150000,NATROLL1',MEMLIMIT=800M //ROLLF1 DD DSN=DASD1.ROLLFILE //ROLLF2 DD DSN=DASD2.ROLLFILE //ROLLF3 DD DSN=DASD3.ROLLFILE //ROLLF4 DD DSN=DASD4.ROLLFILE //ROLLF5 DD DSN=DASD5.ROLLFILE
Die Subsystemkennung ist
NATv (Voreinstellung), es werden fünf
Roll Files verwendet, und jeder der fünf lokalen Roll Buffers hat 1000 Slots.
Die Größe der LRB-Slots beträgt 150000 Bytes. Das Verzeichnis der Roll Files
befindet sich in der Struktur NATROLL1 der Coupling Facility.
Niedrigste und höchste Zuordnungsmarken werden ignoriert, da jeder Thread in
das Roll File geschrieben wird (siehe Natural Roll
Server-Funktionen). Da dieser Job für z/OS gedacht ist,
gibt die Option MEMLIMIT 800 Megabyte für die lokalen Roll Buffers
an.
Anmerkung
Der Roll Server wird in den folgenden Fällen nicht
gestartet:
Ein anderer Roll Server läuft mit der gleichen subsystem-id.
Ein anderer Roll Server greift auf ein Roll File zu, das in seiner JCL angegeben ist.
Ein Roll File wurde mit dem Kommando SETXCF
FORCE neu formatiert, ohne die CF-Struktur zurückzusetzen.
Der Roll Server schreibt Informations- und Fehlermeldungen unter
Verwendung des WTO-Makros (ROUTCDE=11) in
JESMSGLG. Den Meldungen werden eine Meldungskennung und der
Jobname des Roll Servers vorangestellt, zum Beispiel:
RSM0019 FBRSMvrs: Roll Server Version vrs is active
wobei vrs für die jeweilige Produktversion steht.
Die Meldungen werden im Abschnitt Roll Server Messages in der Messages and Codes-Dokumentation erläutert.
Die folgenden Condition Codes werden verwendet:
0
|
Normale Beendigung |
12
|
Falsche Parametereingabe |
16
|
Laufzeitfehler |
20
|
Abbruch ist aufgetreten |
>100
|
Initialisierungsfehler |
Wenn ein XCF- oder XES Service Call einen unerwarteten Return Code ausgibt, wird ein Abend (Abbruch) mit Dump (Speicherauszug) erzwungen. Register 14 des Abend-Registers enthält den Reason Code. Eine Beschreibung der Ursache finden Sie unter Programming: Sysplex Services Reference (IBM-Dokumentation). Wenn der Fehler nicht umgebungsspezifisch war, senden Sie den Dump an den Software AG-Support.
Die folgenden Benutzer-Abbruchcodes werden verwendet:
| Abend Code | Ursache |
|---|---|
U0200
|
IXLCONN fehlgeschlagen
|
U0201
|
IXLFORCE fehlgeschlagen
|
U0202
|
IXLLIST fehlgeschlagen
|
U0203
|
IXLDISC fehlgeschlagen
|
U0204
|
IXCLEAVE fehlgeschlagen
|
U0301
|
IXLLIST fehlgeschlagen
|
U0302
|
IXCMSGO fehlgeschlagen
|
U0401
|
IXLLIST fehlgeschlagen
|
U0501
|
IXLLIST fehlgeschlagen
|
Dies sind Codes, die Natural von den PC-Services-Routinen des Roll-Servers erhalten kann. Sie werden von den jeweiligen Teleprocessing-Schnittstellen (Natural CICS Interface oder Natural IMS TM Interface) gemeldet.
Eine Liste dieser Codes finden Sie unter Return Codes and Reason Codes of the Roll Server Request in der Messages and Codes-Dokumentation.
Die folgenden Kommandos können über das Operator-Kommando
MODIFY an den Roll Server übergeben werden:
Wenn ein TP-Monitor oder eine Server-Region, die den Roll Server verwendet, abbricht, gibt der Roll Server möglicherweise einen Fehler zurück. Beispielsweise könnte das Roll Server-Verzeichnis als voll gemeldet werden, weil vor dem Abbruch der Region keine Sitzungsbereinigung durchgeführt wurde. Um einen solchen Fehler zu beheben, müssen Sie die entsprechende Coupling Facility-Struktur löschen:
Schalten Sie alle Roll Server ab, die die betroffene CF-Struktur verwenden.
Setzen Sie das Operator-Kommando SETXCF
FORCE,STR,STRNAME=structure-name ab,
wobei structure-name der Name der für
die Roll Server verwendeten CF-Struktur ist.
Starten Sie alle Roll Server neu.
Formatieren Sie die Roll Files.
Wenn im normalen Betrieb die Roll Files oder der LRB aufgrund der Anzahl der gleichzeitig aktiven Benutzer voll werden, starten Sie den Roll Server neu und geben Sie größere Roll Files oder einen größeren LRB an.
Sie können die Auslastung der Roll Files auch mit dem Dienstprogramm
SYSTP
überwachen: Funktionscode R, Funktion
Natural
Subsystems and Roll Server Information.
Als allgemeine Regel für die Leistungsverbesserung des Roll Servers gilt: Geben Sie dem Roll Server eine höhere Dispatching-Priorität als den Adressräumen, in denen Natural läuft.
Um herauszufinden, wo die Performance-Schwachstellen liegen, können
Sie die Systemleistung mit der Funktion
Natural
Subsystems and Roll Server Information des
Dienstprogramms SYSTP. Zeilenkommando
R (Statistical Information) analysieren.
Achten Sie bei der Analyse der Roll Server-Statistiken insbesondere auf die folgenden Werte:
Die Anzahl der direkten Schreibvorgänge.
Direct write bedeutet, dass der empfangene Natural-Thread direkt in das Roll File geschrieben wurde.
Dafür gibt es zwei mögliche Ursachen:
Kein LRB-Slot verfügbar. Erhöhen Sie den LRB.
Der komprimierte Thread war größer als ein einzelner LRB-Slot. Erhöhen Sie die Größe des LRB-Slots.
Die Anzahl der direkten Lesevorgänge.
Direct read bedeutet, dass der angeforderte Thread nicht mehr im LRB war und direkt aus dem Roll File gelesen werden musste.
Wenn das Verhältnis zwischen direkten Lesevorgängen und der Gesamtzahl der Lesevorgänge in einem einzelnen z/OS-System sehr hoch ist, dann ist die LRB zu klein. Erhöhen Sie sie.
Wenn der Anteil der direkten Lesevorgänge an der Gesamtzahl der Lesevorgänge in einer z/OS-Parallel-Sysplex-Umgebung sehr hoch ist, kann dies auch bedeuten, dass es viele systemübergreifende Aktivitäten gibt, was wiederum bedeutet, dass eine Natural-Sitzung während ihrer Lebendauer ziemlich häufig die z/OS-Images wechselt.
Die Anzahl der Staging-Wartezeiten (in einer einzelnen z/OS-Umgebung).
Ein Staging Wait ist eine Situation, in der eine Schreibanforderung warten musste, bis die Einstufungs-Task (Staging Task) den LRB-Slot in das Roll File geschrieben hatte. Wenn das Verhältnis zwischen Staging-Wartezeiten und der Gesamtzahl der Schreibanforderungen sehr hoch ist, deutet dies darauf hin, dass die höchste und die niedrigste Zuordnungsmarke (Water Mark) unpassend gesetzt sind oder dass es einen Engpass auf dem Roll File-Gerät/Roll File-Kanal gibt.
Aufgrund von Erfahrungen mit Stresstests wird Folgendes empfohlen:
Wenn das Verhältnis der maximalen Anzahl aktiver Benutzer zur Anzahl der LRB-Slots sehr klein ist, sollten Sie die höchste Zuordnungsmarke erhöhen. Wenn nicht, sollte die höchste Zuordnungsmarke gesenkt werden.
Die Differenz zwischen der höchsten und der niedrigsten Zuordnungsmarke sollte nicht größer als drei (30 Prozent) sein.
Wenn die Anzahl der LRB-Slots deutlich größer ist als die maximale Anzahl der gleichzeitigen Benutzer, sollte die höchste Zuordnungsmarke idealerweise auf 10 gesetzt werden.
Für den Roll Server gibt es zwei User Exits.
Dafür werden Beispiel-Quellcodemodule ausgeliefert.
Gibt die zu verwendende Roll File-Nummer an.
Konventionen für den Einstiegsaufruf:
Register 1 adressiert die Parameterliste, die durch den
folgenden DSECT beschrieben wird:
PLIST DSECT PLRSVER DS CL4 Roll server version (= 'vrs') PLNRF DS H Number of roll files PLUID DS CL16 Userid PLTSNUM1 DS H Total number of slots Roll file 1 PLUSNUM1 DS H Number of slots in use Roll file 1 PLTSNUM2 DS H Total number of slots Roll file 2 PLUSNUM2 DS H Number of slots in use Roll file 2 PLTSNUM3 DS H Total number of slots Roll file 3 PLUSNUM3 DS H Number of slots in use Roll file 3 PLTSNUM4 DS H Total number of slots Roll file 4 PLUSNUM4 DS H Number of slots in use Roll file 4 PLTSNUM5 DS H Total number of slots Roll file 5 PLUSNUM5 DS H Number of slots in use Roll file 5 PLISTL EQU *-PLIST
wobei vrs für die
jeweilige Version
des Produkts steht.
Register 13 zeigt auf einen 36-Vollwort-Speicherbereich.
Register 14 enthält die Rücksprungadresse.
Register 15 enthält die Einstiegsadresse von
NATRSU14.
Rücksprungaufrufkonvention:
Register 15 enthält die Nummer des Roll File im Binärformat.
Anmerkung
Wenn in diesem User Exit Zugriffsregister verändert werden,
müssen diese Zugriffsregister gespeichert und bei der Rückkehr
wiederhergestellt werden. Dieser User Exit wird im primären Adressierungsmodus
mit PSW Key 8 aufgerufen. Da er im speicherübergreifenden Modus
läuft, darf kein SVC außer SVC 13 verwendet werden.
Gibt den zu verwendenden XCF-Gruppennamen an.
Einstiegsaufrufkonventionen:
Register 1 zeigt auf einen 8-Byte-Bereich, in dem der Gruppenname generiert werden muss.
zeigt auf einen 18-Vollwort-Speicherbereich.
Register 14 enthält die Rücksprungadresse.
Register 15 enthält die Einstiegsadresse von
NATRSU24.
Als Vorgabe für den Gruppennamen verwendet der Roll Server die ganz linken 8 Bytes des CF-Strukturnamens.
Dieser User Exit wird im Primärmodus, PSW Key 8 und
im Task-Modus aufgerufen.