Dieses Kapitel beschreibt Zweck und Verwendung eines Natural Global Buffer Pool (GBP) unter dem Betriebssystem z/OS.
Folgende Themen werden behandelt:
Der globale Natural Global Buffer Pool ist ein Speichersegment, das aus dem z/OS Extended Common System Area (ECSA) oberhalb von 16 MB (oder, falls gewünscht, aus dem CSA-Speicher darunter) zugewiesen wird und von Natural zum Laden und Ausführen von Natural-Programmen genutzt wird.
Mit einem globalen Buffer Pool teilen sich mehrere Natural-Sitzungen unter verschiedenen TP-Monitoren (mehrere Kopien von CICS, TSO, IMS TM usw.) und/oder in mehreren Batch-Sitzungen denselben Bereich. Dadurch wird weniger Speicherplatz benötigt, als für einen lokalen Buffer Pool in jeder einzelnen Umgebung erforderlich wäre.
Die folgenden Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Sie einen globalen Buffer Pool verwenden können:
Das Modul NATGBPvr muss
in eine APF-Library (Authorized Program Facility) verlinkt worden sein. Siehe
den entsprechenden Schritt in Installing Natural on
z/OS in der Installation for
z/OS-Dokumentation.
Der globale Buffer Pool muss gestartet worden sein. Siehe den entsprechenden Schritt in Installing Natural on z/OS in der Installation for z/OS-Dokumentation.
Ein globaler Buffer Pool wird unter Verwendung des Programms
NATGBPvr betrieben, das in einer
APF-Bibliothek (Authorized Program Facility) ausgeführt werden muss.
Die folgenden Themen werden in diesem Abschnitt behandelt:
Anmerkung
Im folgenden Dokument steht vrs oder
vr für die jeweilige Version des Produkts.
Informationen zu Produktversionen finden Sie unter
Version im
Glossar.
Wenn der z/OS-Parameter ALLOWUSERKEYCSA(YES) explizit
in SYS1.PARMLIB(DIAGxx) angegeben
wurde, wird ein globaler Natural Buffer Pool im User Key zugewiesen, so dass
Natural-Sitzungen, die auf einen globalen Buffer Pool zugreifen, Schreibrechte
für diesen Buffer Pool haben.
Wenn ALLOWUSERKEYCSA(NO) wirksam ist, wird ein
globaler Natural Buffer Pool im System Key zugewiesen. Dadurch haben
Natural-Sitzungen, die auf einen globalen Buffer Pool zugreifen, keine
Schreibberechtigung für diesen Buffer Pool. Diese Natural-Sitzungen rufen den
Authorized Services Manager (ASM) auf, um alle Buffer Pool-Funktionen
auszuführen. Folglich ist die Installation des ASM zwingend erforderlich. Der
ASM wird nicht nur aufgerufen, um ein Natural-Objekt in den Buffer Pool zu
laden, sondern auch, um den Nutzungszähler (Use Count) eines Natural-Objekts zu
verwalten, wenn die Ausführung dieses Natural-Objekts gestartet oder beendet
wird. Die Aufrufe an den Authorized Services Manager erhöhen den
Ressourcenverbrauch von Natural. Der damit verbundene Aufwand ist schwer
vorhersehbar und hängt vom Anwendungsprofil ab (Verhältnis von Programmaufrufen
zur Programmausführungszeit).
Die vom Betriebsprogramm
NATGBPvr bereitgestellten Funktionen
werden aktiviert, indem sie
in einer Parameterkarte (PARM=) angegeben
werden,
aus einer Datei gelesen werden (siehe unten),
oder durch das Operator-Kommando
MODIFY geliefert werden.
NATGBPvr erwartet das
erste Kommando im Parameterfeld (PARM=) des
EXEC-Statements.
Sie können Folgendes eingeben:
eine dieser Funktionen
oder einen Verweis auf eine Eingabedatei mit
CF=dd-name, wobei
dd-name für einen in der JCL
definierten DD-Namen steht. Es werden nur Card Image-Dateien unterstützt, d.h.
RECFM=F,LRECL=80, und nur die ersten 72 Bytes des
Eingabedatensatzes werden beachtet. Jeder in der Eingabedatei enthaltene Satz
stellt ein Kommando dar. Leere Sätze oder Sätze mit einem vorangestellten Stern
(*) werden ignoriert. Eine Datei wird bis zum End-Of-File (EOF)
verarbeitet.
Beispiel: PARM='CF=SYSIN1'
Wenn das Parameterfeld nicht angegeben oder leer ist, werden
die Kommandos standardmäßig aus der Datei SYSIN gelesen.
Es ist nur möglich, jeweils eine Funktion an der Konsole oder eine Funktion pro Zeile über die Kommandodatei einzugeben, ansonsten wird eine Fehlermeldung ausgegeben.
Jedes Kommando, das von der Parameterkarte, aus der Datei oder von der Bedienerkonsole empfangen wird, wird auf der Bedienerkonsole angezeigt.
Um das Programm NATGBPvr
zu starten, müssen Sie entweder eine Started Task starten oder einen Job
übergeben, der NATGBPvr ausführt.
Wichtig
Um sicherzustellen, dass der globale Buffer Pool nach
einem Systemausfall erhalten bleibt, sollte der globale Buffer Pool automatisch
während des Maschinen-IPL gestartet werden.
Nachdem alle Kommandos abgearbeitet sind, wird das Programm
NATGBPvr beendet, es sei denn, dass
RESIDENT=Y angegeben
wurde
oder ein Buffer Pool mit einem Cache erstellt wurde.
NATGBPvr gibt einen der
folgenden Condition Codes zurück:
| Condition Code | Erläuterung |
|---|---|
0
|
Alle Funktionen wurden erfolgreich ausgeführt. |
20
|
Ein Fehler ist aufgetreten. Details siehe
Meldungsprotokoll.
Siehe auch den Funktionsparameter
|
Das GBP-Manager-Parametermodul NATGBPRM wird verwendet,
um globale Verarbeitungsoptionen festzulegen, die für alle Funktionen und
Buffer Pools gelten. Das globale Buffer Pool-Parametermodul wird in Quellcode-
und Objektform ausgeliefert, wobei alle Standardwerte gesetzt sind.
Der folgende Parameter ist verfügbar:
Dieser Parameter aktiviert oder deaktiviert die Unterstützung der Klein-/ Gemischtschreibung bei den globalen Buffer Pool-Meldungen.
UCTRAN=NO |
Die Unterstützung der
Klein-/Gemischtschreibung ist vollständig aktiviert.
Dies ist der Standardwert. |
UCTRAN=YES |
Alle globalen Buffer Pool-Meldungen werden in Großbuchstaben ausgegeben. |
Die folgenden Funktionen sind verfügbar:
ADDCACHE - Cache für einen vorhandenen globalen Buffer Pool zuordnen
LISTCACHE - Alle globalen Buffer Pool Caches eines Jobs auflisten
Anmerkung
Wenn keine Funktion angegeben ist, wird
CREATE
angenommen, wenn der Profilparameter BPNAME angegeben
ist, ansonsten wird
NOP
angenommen.
Diese Funktion gibt eine Liste der verfügbaren Syntax-Kommandos und ggf. die Standardwerte der Funktionsparameter aus.
Mit dieser Funktion wird Cache-Speicher bei einem vorhandenen globalen Buffer Pool hinzugefügt.
Mit dieser Funktion wird ein globaler Buffer Pool mit den angegebenen Parametern angelegt.
Mit dieser Funktion wird der Cache-Speicher eines globalen Buffer Pool entfernt, ohne dass der Buffer Pool selbst heruntergefahren wird.
Anmerkung
Ein Datenraum-Cache kann nur von der Task gelöscht werden, der
er zugehört. Ein Speicherobjekt-Cache "oberhalb der Grenze" kann
von jeder Task gelöscht werden.
Der globale Buffer Pool wird heruntergefahren und der Speicherbereich, einschließlich Buffer Pool- und Cache-Speicher, wird freigegeben.
Wenn sich keine aktiven Objekte im Puffer Pool befinden, wird
FSHUT sofort ausgeführt.
Wenn sich noch aktive Objekte im Buffer Pool befinden, wird dies
dem Bediener angezeigt. Je nach Einstellung des Parameters
CONFIRM
wird der Bediener aufgefordert, eine Bestätigung einzugeben, oder
FSHUT wird sofort ausgeführt.
Diese Funktion zeigt alle globalen Parametereinstellungen an, d.h. Parameter, die nicht nur für das Statement gelten, für das sie angegeben wurden.
Darüber hinaus wird der Storage Key (Speicherschlüssel) des/der globalen Buffer Pool(s) angezeigt.
Diese Funktion listet alle globalen Buffer Pool Caches auf, die zurzeit zu dem Job gehören.
Dieser Funktionscode kann verwendet werden, um globale Parameter zu setzen. Er führt keine Buffer Pool-Operation durch.
Mit dem Kommando REFRESH können Sie
einen bereits aktiven Buffer Pool neu initialisieren. Da keine
Speicherzuordnung stattfindet, bleiben die Buffer Pool-Größe und der
Speicherort (oberhalb oder unterhalb von 16 MB) unverändert. Es ist jedoch
möglich, die Größe der Textblöcke zu ändern (siehe Parameter
NATBUFFER).
Sie sollten diese Funktion nur benutzen, wenn das Feld Current Use Count (siehe Felder für Buffer-Pool-Objekte in Verzeichnisinformationen anzeigen) gleich Null ist (siehe Warnung unten) oder wenn der Buffer Pool zerstört wurde.
| Warnung: Wenn Sie den Buffer Pool neu initialisieren, während Natural-Objekte von aktiven Sitzungen in diesem Buffer Pool ausgeführt werden, sind die Ergebnisse der aktiven Sitzungen unvorhersehbar und Natural kann sogar abbrechen. |
Zeigt alle derzeit existierenden Buffer Pools an.
Das GBP-Betriebsprogramm wird beendet. Diese Beendigung hat keine Auswirkungen auf einen aktiven globalen Buffer Pool.
Zeigt alle Zaps an, die auf das globale Buffer Pool-Betriebsprogramm angewendet wurden.
Die Funktionen des Natural-GBP-Betriebsprogramms können mit Hilfe von Parametern gesteuert werden. Diese Parameter können in beliebiger Reihenfolge angegeben werden. Sie können so abgekürzt werden, so dass sie noch eindeutig sind.
Anmerkung
Wenn Sie mehrere globale Buffer Pools mit zugehörigem Cache
starten wollen, empfiehlt es sich, einen einzigen Job oder (nur unter z/OS)
eine einzige Started Task zu verwenden und die verschiedenen
CREATE-Kommandos
in einem Eingabe-Dataset bereitzustellen. Siehe
Beispiel
4 im Abschnitt Natural Global Buffer Pool unter
z/OS.
Die folgenden Funktionsparameter sind verfügbar:
| Parameter | Angabe |
|---|---|
BPNAME |
Name des globalen Buffer Pool |
BPLIST |
Name der Preload-Liste |
BPCSIZE |
Puffer Pool Cache-Größe |
C64 |
Typ des Buffer Pool Cache-Speichers |
CC |
Condition Code zählen |
CONFIRM |
Bestätigung |
IDLE |
Wartezeit vor der Prüfung |
METHOD |
Suchalgorithmus für die Zuweisung von Speicherplatz im Buffer Pool |
NATBUFFER |
Puffer-Größe, Modus, Textblockgröße |
RESIDENT |
Verhalten nach Funktionsausführung |
SUBSID |
Kennung des Natural-Subsystems |
TYPE |
Typ des Buffer Pool |
BPNAME=value
ist erforderlich (außer für die Funktion
TERMINATE).
Er gibt den Namen des zu erstellenden globalen Buffer Pool an.
| Wert | Erläuterung |
|---|---|
| 8 Bytes | Der Name des globalen Buffer Pool.
Anmerkung |
| * | Für die Funktionen
DELCACHE
und FSHUT
können Sie einen Stern (*) als Wert von angeben.
|
BPLIST=value
gibt den Namen der Preload-Liste an.
| Wert | Erläuterung |
|---|---|
| 8 Bytes | Der Name der Preload-Liste.
Anmerkung |
BPCSIZE=value
gibt die Speichermenge an, die für die Zuordnung eines Buffer Pool Cache
verwendet wird.
| Wert | Erläuterung |
|---|---|
100 - 2097148 |
Wenn der Subparameter
C64=N ist, ist dieser Wert die Menge des zugewiesenen Speichers
(in KB) für einen Datenbereich für den Puffer Pool Cache. Der angegebene Wert
wird auf die nächste 4-KB-Grenze gerundet.
|
100 - 58720256
(max |
Wenn der Subparameter
C64=Y ist, ist dieser Wert die Menge des zugeordneten Speichers
(in KB) für ein Speicherobjekt "oberhalb der Grenze" für den
Buffer Pool Cache. Der angegebene Wert wird auf die nächste 1-MB-Grenze
gerundet.
|
Anmerkungen:
BPCSIZE
weggelassen (oder auf Null gesetzt), dann wird der Buffer Pool nicht mit einem
Cache versorgt.
TYPE=NAT
unterstützt.
C64 entscheidet, ob
der Cache im Datenbereich oder im gemeinsamen 64-Bit-Speicher "oberhalb
der Grenze" angelegt wird.
C64=value bestimmt den Typ
des Speichers für den Buffer Pool Cache. Die folgenden Werte sind möglich:
| Wert | Erläuterung |
|---|---|
Y
|
Der Speicher für den Buffer Pool Cache ist ein "oberhalb der Grenze" liegendes Speicherobjekt (im 64-Bit-Speicher). |
N |
Der Speicher für den Buffer Pool Cache ist ein Datenbereich. Dies ist der Standardwert. |
Anmerkung
Dieser Parameter ist nur anwendbar, wenn
BPCSIZE angegeben ist.
CC=value legt fest, ob ein
Condition Code ignoriert wird, wenn er von einem vom globalen Puffer Pool
Manager ausgeführten Kommando zurückgegeben wird.
| Wert | Erläuterung |
|---|---|
Y |
Der nach der Kommandoausführung zurückgegebene Condition
Code wird für den Condition Code des
Dies ist der Standardwert. |
N |
Der nach der Kommandoausführung
zurückgegebene Condition Code wird ignoriert.
Dies kann zu einem Job Response Code von Null führen, obwohl die Ausführung des Kommandos fehlgeschlagen ist. |
Anmerkung
Dieser Parameter ist für alle Kommandos gültig.
Beispiel für die Kommandoausführung:
Der globale Buffer Pool QA82GBP wird mit der
folgenden Kommandofolge angehalten und neu gestartet:
FSHUT BPN=QA82GBP,S=QA82,CONFIRM=N,CC=N CREATE BPN=QA82GBP,S=QA82,N=(1024),M=S,BPC=4096,I=60
Das Kommando FSHUT gibt normalerweise
den Condition Code 20 zurück, wenn es ausgeführt wird und der Buffer Pool nicht
aktiv ist. Wenn jedoch CC=N gesetzt ist, wird jeder Condition Code
ignoriert. In diesem Fall wird nur dann ein Job Response Code größer als Null
zurückgegeben, wenn das folgende CREATE-Kommando
fehlschlägt.
CONFIRM=value
steuert das FSHUT-Verhalten, wenn sich noch aktive Objekte im
Buffer Pool befinden.
| Wert | Erläuterung |
|---|---|
Y |
Eine Bestätigung für die
FSHUT-Funktion ist vom Bediener erforderlich. Der Bediener kann
entscheiden, ob er die FSHUT-Funktion abbrechen oder erzwingen
möchte.
Dies ist der Standardwert. |
N |
FSHUT wird ohne
Bediener-Interaktion erzwungen.
|
Anmerkung
Dieser Parameter ist nur für das
FSHUT-Kommando
gültig, mit dem er angegeben wurde, d. h. CONFIRM muss mit jedem
FSHUT-Parameter angegeben werden, und er gilt nicht für nachfolgende
FSHUT-Kommandos.
IDLE=value
wird ignoriert, wenn die Task keinen Buffer Pool Cache besitzt.
| Wert | Erläuterung |
|---|---|
| Numerisch | Die Anzahl der Sekunden, die vergehen,
bevor das GBP-Betriebsprogramm für jeden Buffer Pool Cache prüft, ob der
zugehörige Buffer Pool noch aktiv ist. Wenn nicht, wird dieser Buffer Pool
Cache freigegeben. Wenn der letzte Buffer Pool Cache, der der Task gehört,
freigegeben wurde, wird die Task beendet, es sei denn, es wurde
RESIDENT=Y
angegeben.
|
60 |
Dies ist der Standardwert. |
Anmerkungen:
IDLE ist ein "globaler"
Parameter. Einmal angegeben, gilt IDLE auch für
nachfolgende Kommandos, ohne dass Sie ihn erneut angeben müssen.
IDLE-Zeitwert auch mit dem Timeout-Wert des Jobs: Der
angegebene IDLE-Zeitwert kann
IDLE intern reduzieren, um Timeout-Abbrüche zu
verhindern (S322).
METHOD=value
steuert, welcher Algorithmus für die Zuordnung von Speicherplatz im Natural
Buffer Pool verwendet werden soll.
| Wert | Erläuterung |
|---|---|
N |
Gibt an, dass der nächste verfügbare
ungenutzte oder freie Platz verwendet werden soll.
Die Suche nach dem nächsten freien Speicherplatz erfolgt anhand eines Zeigers auf Verzeichniseinträge, der sich in einem Umlaufverfahren (Wrap-around) bewegt. Diese Methode kann in Kombination mit einem Buffer Pool Cache verwendet werden. Dies ist der Standardwert. |
S |
Gibt an, dass ein Auswahlverfahren für
die Zuordnung von Speicherplatz verwendet werden soll.
Das Auswahlverfahren besteht aus dem Durchsuchen des gesamten Buffer Pool-Verzeichnisses und dem Vergleichen verschiedener Einträge, um den am besten geeigneten Eintrag zu finden. Diese Methode war früher als "Algorithmus 1+2" bekannt. |
Anmerkung
Dieser Parameter ist nur für die Funktion
CREATE
gültig. Wenn Sie die Zuordnungsmethode ändern möchten, starten Sie den Buffer
Pool neu.
NATBUFFER=(size,mode,tsize)
gibt die Größe und den Modus des Buffer Pool und die Textblockgröße an.
| Syntax | Wert | Erläuterung |
|---|---|---|
NATBUFFER=(size,mode,tsize)
|
size |
ist die Menge des zuzuordnenden
Speichers (in KB).
Für den Natural Buffer Pool ( Für die anderen Buffer Pools beträgt die Standardgröße und die kleinstmögliche Größe 100 KB. Die angegebene Speichermenge wird immer auf ein Vielfaches von 4 KB aufgerundet. Die Pool-Größe kann auch in Einheiten von MB oder GB angegeben werden, z. B. durch Angabe von 10M für 10 MB. Neben dem durch die Größe (size) angegebenen Speicherplatz wird eine Seite (4 KB) schreibgeschützter Speicher für Verwaltungszwecke zugeordnet. |
mode |
bestimmt, ob der globale Buffer Pool
oberhalb oder unterhalb 16 MB zugewiesen werden soll.
Mögliche Werte sind: |
|
tsize |
bestimmt die Textblockgröße (in KB).
Mögliche Werte sind: |
|
| size, mode und tsize müssen in der oben gezeigten Reihenfolge angegeben werden. | ||
Anmerkung
Wenn NATBUFFER nicht angegeben wird,
werden die Standardwerte verwendet. Siehe auch
Beispiele
für NATBUFFER-Angaben.
RESIDENT=value
gibt das Verhalten des GBP-Betriebsprogramms nach der Ausführung der
angegebenen Funktion an. Die folgenden Werte sind möglich:
| Wert | Erläuterung |
|---|---|
Y
|
Das GBP-Betriebsprogramm bleibt nach dem Ausführen der
angegebenen Funktion aktiv und wartet auf weitere Kommandos. Einmal festgelegt,
gilt RESIDENT=Y auch für nachfolgende Kommandos, ohne dass Sie es
erneut angeben müssen. (Um das GBP-Betriebsprogramm zu beenden, müssen Sie die
Funktion TERMINATE
benutzen.)
|
N |
Das GBP-Betriebsprogramm wird nach der Ausführung der
angegebenen Funktion beendet, wenn kein weiteres Kommando verfügbar ist. Wenn
die Task einen Buffer Pool Cache besitzt, wird RESIDENT=N
ignoriert und die Task wird nicht beendet.
|
A |
Das GBP-Betriebsprogramm entscheidet automatisch, wie
es sich nach Abarbeitung aller Kommandos verhalten soll. Es wird beendet, wenn
Mit anderen Worten: Wenn die Task keinen Buffer Pool
Cache besitzt, funktioniert Dies ist die Standardeinstellung. |
AnmerkungRESIDENT ist ein "globaler"
Parameter. Einmal angegeben, gilt RESIDENT auch für
nachfolgende Kommandos, bis er ausdrücklich angegeben/überschrieben
wird.
SUBSID=value
gibt die Kennung (ID) des Natural-Subsystems an.
| Wert | Erläuterung |
|---|---|
| 4 bytes | Die 4-Byte-ID des Natural-Subsystems.
Einmal angegeben, gilt Der Standardwert ist
|
NATv |
Dies ist der Standardwert.
v ist die erste Ziffer der aktuellen
Natural-Version.
|
Anmerkungen:
SUBSID ist ein
"globaler" Parameter, d.h. einmal angegeben, gilt
SUBSID auch für nachfolgende Kommandos, bis er
ausdrücklich angegeben/überschrieben wird.
DELCACHE,
FSHUT
und
SHOWBP
können Sie SUBSID=* angeben, um, unabhängig vom Subsystem, einen
bestimmten Buffer Pool zu verarbeiten. Alternativ können Sie
BPNAME=* angeben, um alle Buffer Pools aus allen Subsystemen zu
verarbeiten. In diesem Fall fordert die Funktion
FSHUT
eine zusätzliche Bestätigung an, und zwar unabhängig vom Wert des Subparameters
CONFIRM.
TYPE=value
gibt den Typ des Puffer Pool an. Mögliche Werte sind:
| Wert | Erläuterung |
|---|---|
NAT
|
Natural Buffer Pool (dies ist der Standardwert). |
SORT |
Sortier-Buffer Pool. |
EDIT |
Editor Buffer Pool. |
MON |
Monitor Buffer Pool. |
RNM |
Natural Review Buffer Pool. |
The following examples refer to the
NATBUFFER
parameter which is used to set buffer size, mode and text block size, the
parameter name being abbreviated (N).
Die folgenden Beispiele beziehen sich auf den Parameter
NATBUFFER,
mit dem die Buffer-Größe, der Modus und die Textblockgröße eingestellt werden
können, wobei der Parametername in seiner Kurzform (N) angegeben
wird.
Beispiel 1: Um einen globalen Buffer Pool oberhalb 16 MB mit einer Größe von 1 MB und einer Textblockgröße von 1 KB zuzuordnen, geben Sie an:
N=(1000,,1)
oder
N=(1M,,1)
Beispiel 2: Um einen globalen Buffer Pool oberhalb 16 MB mit einer Größe von 10 MB und einer Textblockgröße von 4 KB zuzuordnen, geben Sie an:
N=(10000)
oder
N=(10M)
Beispiel 3: Um einen globalen Buffer Pool oberhalb 16 MB mit einer Größe von 256 KB und einer Textblockgröße von 4 KB zuzuordnen, geben Sie an:
N=(,,)
Dies ist gleichbedeutend mit dem Weglassen des
NATBUFFER-Parameters,
da dann die Standardwerte gelten.
Die folgenden Abschnitte zeigen Beispiele für Batch-Jobs zur Erstellung und Beendigung eines globalen Buffer Pool.
In the following examples, the notation vrs or vr represents the relevant product version. For information on product versions, see Version in the Glossary.
In den folgenden Beispielen steht die Schreibweise vrs oder vr für die jeweilige Produktversion. Informationen zu Produktversionen finden Sie unter Version im Glossar.
//GBPSTART JOB //* //* Starts a global buffer pool with the name NATvrGBP, a size of 1 MB and //* a text block size of 4 KB. The global buffer pool is allocated above 16 MB. //* The subsystem used is NATv. //* After the allocation, the job GBPSTART terminates. //* //STEP EXEC PGM=NATGBPvr,PARM='BPN=NATvrGBP,N=(1M)' //SETPLIB DD DISP=SHR,DSN=USER.APF.LINKLIB
//GBPRES JOB //* //* Starts a global buffer pool with the name GBP, a default size of //* 100 KB and a text block size of 1 KB. The global buffer pool is allocated //* below 16 MB. The subsystem used is SAGS. //* After the allocation, the job GBPRES will wait for further commands. //* Further commands may be entered using the MODIFY operator command: //* F GBPRES,command-string //* //STEP EXEC PGM=NATGBPvr,PARM='BPN=GBP,N=(,BL,1),S=SAGS,R=Y'
//GBPSTOP //* //* Stops the global buffer pool GPB if it contains no active objects. If it //* does contain active objects, the operator console will prompt for a reply. //* Depending on the reply, the shutdown will be forced (Y) or aborted (N). //* The subsystem used is NATv. //* //STEP EXEC PGM=NATGBPvr,PARM='FSHUT,BPN=GPB'
//GBPSTRT2 //* Read commands from SYSIN1: //* //* Start two global buffer pools (subsystem ID Nvrs) with names //* NATGBP1 - size=1024KB and a cache with size 2048KB, and //* NATGBP2 - size=2048KB without cache. //* Display all buffer pools of subsystem ID Nvrs. //* //* Note: The job does not terminate by itself, but stays resident and waits //* for operator commands because it owns the data space allocated for //* buffer pool NATGBP1. //* //* To shut down the buffer pools, send the operator command MODIFY with //* parameter CF=SYSIN2 to execute the corresponding FSHUTs. //* //STEP EXEC PGM=NATGBPvr,PARM='CF=SYSIN1' //SYSIN1 DD * CREATE,BPN=NATGBP1,S=Nvrs,N=(1M),BPC=2M CREATE,BPN=NATGBP2,S=Nvrs,N=(2M) SHOWBP S=Nvrs //SYSIN2 DD * FSHUT,BPN=NATGBP1,S=Nvrs FSHUT,BPN=NATGBP2,S=Nvrs SHOWBP S=Nvrs //*
Das Modul NATGBPTX wird als Quellcode ausgeliefert. Es
enthält alle Fehlermeldungen in Englisch in gemischter Schreibweise. Die
Meldungen können bei Bedarf in andere Sprachen übersetzt werden. In diesem Fall
muss das "neue" Quellcode-Modul NATGBPTX assembliert
und das Modul NATGBPvr neu verlinkt
werden.
Um die globalen Buffer Pool-Meldungen einschließlich ihrer variablen
Teile in Großbuchstaben auszugeben, muss das globale Buffer Pool-Parametermodul
NATGBPRM mit dem UCTRAN-Parameter auf
YES gesetzt und das Modul
NATGBPvr muss neu verlinkt werden.
Um das Modul NATGBPvr neu zu
verlinken, müssen Sie die folgende JCL verwenden:
//SYSLIN DD * SETCODE AC(1) SETOPT PARM(REUS=RENT) INCLUDE NATLIB(NATGBPMG) INCLUDE SMALIB(NATGBPRM) INCLUDE SMALIB(NATGBPTX) INCLUDE NATLIB(NATBPMGR) NAME NATGBPvr(R) /*
Siehe Natural Global Buffer Pool Manager Messages in der Natural Messages and Codes-Dokumentation